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R_volution PlayerPro 8K TV: wenn der Multimedia-Player auf Android TV trifft

11. Februar 2026

Inhalt

Präsentiert auf der ISE 2026 in Barcelona (3. bis 6. Februar), begnügt sich der R_volution PlayerPro 8K TV nicht damit, seinem Vorgänger einfach zwei Buchstaben im Namen hinzuzufügen. Hinter einer Bezeichnung, die fast identisch mit dem PlayerPro 8K ist, liefert das französische Unternehmen Archisoft ein Gerät mit deutlich anderer Philosophie: Es vereint einen hochwertigen Medienplayer und eine Android-TV-Box in einem einzigen Gehäuse.

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Zwei Geräte in einem

Der PlayerPro 8K, mit einem Verkaufspreis von 1.299 €, ist ein Dateiplayer. Punkt. Er spielt MKV, Blu-ray-ISOs, hochauflösende Audiodateien – und macht das sehr gut. Aber um auf Netflix, Disney+ oder YouTube in 4K Dolby Vision zugreifen zu können, braucht es ein zusätzliches Gerät in der Kette. Der PlayerPro 8K TV beseitigt diese Einschränkung, indem er eine zertifizierte Android-TV-Ebene integriert, die den Zugang zu allen Streaming-Plattformen eröffnet: Netflix, Disney+, Prime Video, Apple TV, Canal+, Paramount+, Max, YouTube und viele weitere – alles in Ultra HD 4K mit Unterstützung von HDR10 und Dolby Vision in allen Profilen.

Konkret integriert der PlayerPro 8K TV zwei separate Prozessoren. Der Haupt-SoC bleibt der Amlogic S928X-K/J mit seinen vier ARM-A55-Kernen mit 2,0 GHz, einem ARM-A76-Kern mit 1,9 GHz und einem zusätzlichen Kern, der dem System vorbehalten ist. Ein zweiter Prozessor, der Amlogic S905X4-K (vier ARM-A55-Kerne mit 2,0 GHz), unterstützt den ersten und übernimmt den Android-TV-Teil. Diese Dual-Prozessor-Architektur ist auch einer der Gründe dafür, dass R_volution zwei Fernbedienungen mitliefert: eine zur Steuerung aller Multimediafunktionen über R_video und eine zweite, kompaktere, die für Streaming gedacht ist und Direktwahltasten für Netflix und YouTube bietet.

Was sich ändert (und was gleich bleibt)

Die Anschlüsse entwickeln sich deutlich weiter. Der PlayerPro 8K TV verfügt über einen zweiten HDMI-2.1a-Ausgang, der ausschließlich für Audio vorgesehen ist. So lassen sich Audio- und Videosignale zu Verstärker und Display trennen, ohne bei der Bandbreite Kompromisse eingehen zu müssen. Zwei HDMI-2.1a-Eingänge halten ebenfalls Einzug, inklusive integrierter Switch-Funktion – ein Plus, das den Bedarf nach einem externen HDMI-Umschalter reduziert.

Auf der Bildverarbeitungsseite kündigt R_volution ein KI-Modell zur Verbesserung der Bildqualität (Picture Quality) und zur Hochskalierung (Super Resolution) an. Der Rest der Architektur ist mit dem PlayerPro 8K identisch: VS10-Videoverarbeitung von Dolby (12 Bit, Umwandlung von SDR nach HDR und umgekehrt), Kompatibilität mit allen Dolby-Vision-Profilen, HDR10, HDR10+ mit dynamischem Tone Mapping, Upscaling bis 8K sowie Unterstützung des AV1-Codecs in 8K 60p HDR über den HDMI-2.1-Ausgang.

Im Audiobereich finden sich erneut DTS:X Pro- und Dolby-Atmos-Decodierung sowie die On-the-fly-Konvertierung verschiedener Formate (FLAC, AC-4, HE-AAC, AAC, AIFF, mehrkanaliges WAV) in PCM 5.1 oder 7.1 mit dem Dolby-MS12-Verfahren. Hochauflösende Audioformate bis 192 kHz/24 Bit, DSD und SACD-ISOs werden unterstützt.

Auch beim Speicher ändert sich nichts: ein doppelter 3,5-Zoll-SATA-Schacht, der zwei Festplatten mit jeweils bis zu 64 TB aufnehmen kann, also insgesamt 128 TB. Das lineare Netzteil mit Ringkerntransformator und der 24-MHz-TCXO-Taktgenerator (Vielfaches von 48 kHz für Audio und 24 Hz für Video) bleiben ebenfalls erhalten.

Ein Hinweis: In der ersten Version der Ankündigung war von einer Verdoppelung des RAM- und Flash-Speichers im Vergleich zum PlayerPro 8K die Rede (8 GB RAM und 64 GB Flash statt 4 GB und 32 GB). R_volution hat diese Information inzwischen korrigiert: Die Speicherausstattung ist bei beiden Modellen identisch.

R_video und das Multiroom-Ökosystem

Der PlayerPro 8K TV wird mit R_video geliefert, dem hauseigenen Media-Center von R_volution. Die Software scannt die auf den internen Festplatten oder auf einem NAS im Netzwerk gespeicherten Dateien und ruft automatisch Cover, Inhaltsangaben, Besetzung und technische Metadaten zu jedem Titel ab. Sie verwaltet Filmreihen gruppiert, bietet Navigationsfilter (Titel, Schauspieler, Regisseur, Genre, Laufzeit, Veröffentlichungsdatum) und kann Trailer direkt aus der Oberfläche heraus starten.

Die Funktion R_Share, die bereits bei den anderen Playern der Serie vorhanden ist, ermöglicht die Verteilung von Inhalten auf andere R_volution-Player (oder kompatible Zappiti-Geräte) in verschiedenen Räumen eines Haushalts. Besitzer älterer Zappiti-Player können R_video im Übrigen auch auf ihrer bestehenden Hardware nutzen – gegen eine Abogebühr.

Positionierung und Kontext

R_volution entstand Ende 2023 nach der gerichtlichen Liquidation von Zappiti AV. Die Archisoft-Gruppe, historischer Gründer der Marke Zappiti, hat die Tätigkeit unter dieser neuen Identität neu gestartet und dabei den Hauptentwickler sowie den Produktdesigner aus der Zappiti-Ära wieder ins Boot geholt. Die Kompatibilität zwischen den Ökosystemen von Zappiti und R_volution wurde beibehalten, wodurch ein Teil der verwaisten Nutzer wieder über eine funktionierende Software verfügt.

Auf dem Markt für hochwertige Medienplayer bleibt die Konkurrenz überschaubar: Der Dune HD Max 8K nutzt einen ähnlichen Chip und ein vergleichbares lineares Netzteil, bietet aber nur einen Festplattenschacht. Der Zidoo UHD5000 integriert einen hochwertigen Sabre-DAC, erreicht jedoch nicht den gleichen Bedienkomfort der Benutzeroberfläche. Und die Nvidia Shield TV Pro ist zwar offen für Android TV und unterstützt Netflix in Dolby Vision, bietet aber weder die gleiche Rohqualität bei Bild und Ton noch vergleichbare Funktionen zur Verwaltung einer Filmsammlung. Mit der Integration von Android TV im PlayerPro 8K TV positioniert sich R_volution in einem Segment, das diese Wettbewerber nur teilweise abdecken, das aber keiner von ihnen so umfassend abdeckt: lokale Dateien in maximaler Qualität und zertifiziertes Streaming in einem einzigen Gerät.

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