Tonarmkabel
Das Tonarmkabel transportiert das Signal des Tonabnehmers auf dem kritischsten Weg der gesamten Vinylkette: von der Diamantspitze bis zum Ausgang des Plattenspielers, noch vor jeder Verstärkung. Dieses Signal ist winzig, wenige Millivolt bei einem Moving-Magnet-Tonabnehmer, manchmal weniger als ein Zehntel Millivolt bei einem Moving-Coil-Tonabnehmer, und daher äußerst empfindlich gegenüber Störungen und Verlusten. Unter dieser Bezeichnung verbergen sich zwei Gegebenheiten. Im Inneren des Tonarms verläuft ein sehr feiner und flexibler Draht, der die Pins des Tonabnehmers mit der Anschlussbasis verbindet und besonders leicht gewählt wird, um die Bewegung des Tonarms nicht zu behindern. Am Ausgang führt anschließend ein Phonokabel mit Masseleitung zum Vorverstärker. Einen Tonarm neu zu verkabeln bedeutet, diesen internen Draht zu ersetzen – ein heikler Lötvorgang an feinen Litzen und winzigen Pins, der durchgeführt wird, um einen verschlissenen Leiter zu reparieren oder einen Plattenspieler aufzurüsten. Die Qualität wird nach präzisen Kriterien beurteilt: niedrige Kapazität, die die Höhen erhält, insbesondere bei einem MM-Tonabnehmer, gute Abschirmung gegen Störungen und bei manchen Konfigurationen eine durchgehende Verbindung vom Tonabnehmerträger bis zu den Steckern ohne Zwischenverbindung. Auch die Länge des Phonokabels spielt eine Rolle: vorzugsweise kurz und nicht länger als etwa eineinhalb Meter. Dieses Kabel verlängert den Tonarm, wird über ein kapazitätsarmes Phonokabel mit dem Vorverstärker verbunden, bevor es den Phono-Vorverstärker ansteuert.
