Einbaulautsprecher
Platz auf dem Boden sparen, den Klang ohne sichtbares Möbel oder Kabel verbreiten: Einbaulautsprecher fügen sich in eine Zwischenwand oder abgehängte Decke ein und verschwinden hinter einer überstreichbaren Abdeckung. Sie eignen sich für Hintergrundmusik, für Hi-Fi-Hören in Stereo ebenso wie für Heimkino, bis hin zu Dolby-Atmos-Höheneffekten an der Decke. Einzige Voraussetzung: eine Hohlwand, die sie aufnehmen kann. Mehr erfahren
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Wandlautsprecher und Deckenlautsprecher
Man unterscheidet zwei große Familien. Wandlautsprecher, oft im rechteckigen Format, werden an der Wand befestigt (on-wall) oder in die Zwischenwand eingebaut (in-wall), auf Ohrhöhe. Sie strahlen direkt ab wie ein Regallautsprecher oder ein Standlautsprecher, erzeugen ein präzises Stereobild und übernehmen die Front-, Center- und Surround-Kanäle eines Heimkinosystems.
Deckenlautsprecher haben meist eine runde Form und strahlen in 360 Grad ab. Diese breite Streuung deckt mit wenigen Hörpunkten einen großen Bereich ab, was ihre Präsenz bei Hintergrundmusik in Geschäften und Restaurants erklärt, aber auch an der Wohnzimmerdecke für Atmos- und DTS:X-Höheneffekte. Ein schwenkbarer Hochtöner, sofern das Modell darüber verfügt, lenkt die Höhen eher zum Sofa als zum Boden.
Platzierung im Heimkino und in der Hi-Fi-Anlage
Im Heimkino werden die beiden Frontlautsprecher beidseits des Fernsehers platziert, der Center-Lautsprecher direkt darunter. Mit einem Videoprojektor kann der Center hinter einer akustisch transparenten Leinwand verschwinden, einer mikroperforierten Leinwand, die den Schall durchlässt. Die Surround-Lautsprecher finden ihren Platz an den Seitenwänden auf Höhe des Sofas oder an der Rückwand. Für Dolby Atmos werden die Deckenlautsprecher leicht vor dem Hörplatz montiert, und eine breite Streuung hilft dabei, alle Sitzplätze abzudecken.
Für Hi-Fi-Hören in Stereo genügen zwei Wandlautsprecher, auf derselben horizontalen Ebene ausgerichtet, mit Hochtöner auf Ohrhöhe im Sitzen. Manche Lautsprecher integrieren einen doppelten Hochtöner und geben allein ein Stereosignal wieder, praktisch in einem Flur oder Badezimmer, wo ein Paar keinen Sinn ergibt.
Die Rolle des rückseitigen Gehäuses
Ein offener Einbaulautsprecher nutzt das Volumen der Zwischenwand als Gehäuse, ein Volumen, das je nach Wandstärke, vorhandener Dämmung und Materialien variiert. Von einem Einbauort zum anderen verändert sich der Bass. Das rückseitige Gehäuse, integriert oder nachgerüstet, schließt dieses Volumen: Die Basswiedergabe wird konstant, und die in benachbarte Räume übertragene Schallenergie nimmt deutlich ab. Nützlich, wenn ein Schlafzimmer an das Wohnzimmer grenzt.
Es bleibt eine physikalische Grenze: Ein Lautsprecherchassis in einer dünnen Wand reicht selten sehr tief hinab. Für Heimkino oder Hören, das Bass verlangt, übernimmt ein Subwoofer, ebenfalls als Einbauversion erhältlich, unterhalb der 80 Hertz.
Auswahl nach Raum und Nutzung
Der Durchmesser des Lautsprecherchassis bestimmt Pegel und Fundament im Bass: Ein 13-cm-Modell reicht aus, um eine Küche zu beschallen, ein 20-cm-Modell trägt ein Wohnzimmer oder einen dedizierten Hörraum. Prüfen Sie vor der Auswahl die verfügbare Tiefe hinter der Zwischenwand, besonders an der Decke, wo der technische Hohlraum manchmal begrenzt ist. Bei der Abdeckung gilt grob: ein Hörpunkt für 25 bis 30 m² und ein Deckenabstand von etwa dem Zweifachen der Raumhöhe.
In einem Feuchtraum, Badezimmer, Hauswirtschaftsraum oder im Bereich eines Pools, sollten Sie zu einem tropenfesten, feuchtigkeitsbeständigen Modell greifen, gegebenenfalls sogar wasserdicht mit hoher IP-Schutzart. Für die Wiedergabe ohne separaten Verstärker besitzen Bluetooth-Einbaulautsprecher ihre eigene Elektronik und empfangen den Ton vom Telefon oder Tablet. Und wenn Sie mehrere Räume im Multiroom ausstatten, bewahrt dieselbe Marke, möglichst sogar dieselbe Serie, eine stimmige Klangfarbe von Zone zu Zone.
Ausschnitt, Verkabelung und Finish
Das Prinzip bleibt für einen sorgfältigen Heimwerker zugänglich. Der Hersteller liefert eine Schablone zum Anzeichnen des Ausschnitts, der mit der Lochsäge oder Stichsäge ausgeführt wird. Vor dem Bohren ortet ein Leitungssucher die Unterkonstruktion und vor allem die zu vermeidenden Stromkabel oder Rohre. Das Lautsprecherkabel wird im Vorfeld verlegt, mit einem Querschnitt von 1,5 bis 2,5 mm² je nach Länge, unter Beachtung der Polarität zur Wahrung der Phase.
Bei einem Lautsprecher mit offener Rückseite begrenzt eine Auskleidung der Rückseite der Zwischenwand mit Glaswolle Wellenrückläufe und Vibrationen. Die Schwenkklammern pressen den Lautsprecher an die Wand, dann wird die magnetische Abdeckung aufgeclipst. Meist in Weiß geliefert, wird sie im Farbton der Wand oder Decke lackiert, und der Lautsprecher tritt optisch in den Hintergrund. Bei einer fertigen Decke oder für eine komplexe Mehrzoneninstallation vermeidet der Einsatz eines spezialisierten Installateurs viele Fehler bei der Kabelverlegung.










