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Test Klipsch The Three Plus: Ein vernetzter Lautsprecher mit Charakter

19. Januar 2025

Inhalt

Wir hatten schon immer eine Schwäche für Audioprodukte, die die Eleganz der Vergangenheit mit den Technologien der Gegenwart verbinden. Daher haben wir die Klipsch The Three Plus, die neueste Iteration der berühmten Heritage-Serie des amerikanischen Herstellers, mit Begeisterung in unserem Geschäft in Compiègne willkommen geheißen. Über ihr ansprechendes Äußeres hinaus waren wir gespannt, ob ihre Klangleistung unseren Erwartungen gerecht werden würde.

Rechteckiger Lautsprecher von vorne gesehen, grauer Stoff an der Front, Oberseite aus Holz, schwarzes und silbernes rundes Logo oben rechts

Design und Verarbeitung: Unverkennbarer Retro-Charme

Schon beim Auspacken zog dieser smarte Lautsprecher mit seinem retro-schicken Design und der makellosen Verarbeitung alle Blicke auf sich. Beim Herausnehmen der Klipsch The Three Plus aus ihrer sorgfältigen Verpackung waren wir von ihrem Vintage-Look begeistert, der an Radios aus den 50er-Jahren erinnert. Mit ihren großzügigen Abmessungen von 35,6 x 21,3 x 17,8 cm und einem stattlichen Gewicht von 4,55 kg ist dieser Lautsprecher präsent, ohne aufdringlich zu wirken. Das Gehäuse aus echtem Holz, erhältlich in Walnuss- oder mattschwarzer Ausführung, vermittelt ein Gefühl von Qualität und Robustheit, das dem Erbe der Marke gerecht wird.

Bei genauerer Betrachtung waren wir beeindruckt von der Liebe zum Detail. Das Stoffgitter an der Front verleiht dem Ganzen eine weiche Note, während die Metallknöpfe auf der Oberseite einen Hauch von Raffinesse hinzufügen. Der Kontrast zwischen warmem Holz und kühlem Metall schafft eine Ästhetik, die sowohl klassisch als auch modern ist und niemanden unberührt lässt.

Beim Umgang mit dem Gerät schätzten wir das solide Gefühl, das es vermittelt. Jedes Element scheint auf Langlebigkeit ausgelegt zu sein, was bei einem Produkt dieser Preisklasse beruhigend ist. Auf der Oberseite sorgen der angenehm zu bedienende Lautstärkeregler und der Multifunktionsknopf zur Quellenauswahl für ein zufriedenstellendes haptisches Erlebnis. Besonders gefiel uns der Widerstand und das präzise Klicken des Reglers, das an hochwertige Hi-Fi-Geräte erinnert.

Auf der Rückseite ist die Anschlussvielfalt großzügig und gut organisiert. Es gibt RCA-Eingänge (umschaltbar auf Phono), einen optischen Eingang und einen USB-C-Anschluss, die alle logisch angeordnet und leicht zugänglich sind. Diese Vielzahl an Anschlüssen zeugt von der Vielseitigkeit des Lautsprechers, der sich in unterschiedlichste Audiokonfigurationen integrieren lässt.

Rechteckige Rückwand aus Metall mit roten und weißen RCA-Anschlüssen, USB-Port, optischem Eingang, Schalter, Drehknopf

Technische Daten: Kraftpaket unter der Haube

Hinter ihrem freundlichen Retro-Design verbirgt die Klipsch The Three Plus eine moderne und leistungsstarke Audiokonfiguration. Das 2.1-System umfasst zwei 57-mm-Breitbandlautsprecher und einen 133-mm-Woofer, unterstützt von zwei passiven Radiatoren gleicher Größe. Diese Konfiguration verspricht eine ausgewogene und dynamische Klangwiedergabe. Die Bi-Amp-Verstärkung liefert eine beeindruckende Gesamtleistung von 120 Watt, die problemlos große Räume füllen kann.

In puncto Konnektivität hat Klipsch mit Bluetooth 5.3 alles gegeben, was eine hohe Reichweite und stabile Verbindungen ermöglicht. Während unserer Tests konnten wir uns im gesamten Geschäft bewegen, ohne dass das Signal abbrach – selbst durch Wände hindurch. Das Fehlen von Wi-Fi könnte einige enttäuschen, aber der Broadcast-Modus, der die Verbindung von bis zu 10 ähnlichen Lautsprechern ermöglicht, gleicht diesen Mangel für Multiroom-Anwendungen teilweise aus.

Die Klipsch Connect-App, verfügbar für iOS und Android, ermöglicht die Steuerung des Lautsprechers und die Anpassung seiner Einstellungen. Besonders gefiel uns der 3-Band-Equalizer, mit dem der Klang nach persönlichen Vorlieben angepasst werden kann. Obwohl die Benutzeroberfläche recht einfach gehalten ist, bleibt sie funktional und intuitiv.

Rechteckiger Lautsprecher von oben gesehen, Holzoberfläche, grauer Stoff an den Seiten, Metallplatte mit Knöpfen und Drehregler

Installation und Bedienung: Einfachheit pur

Die Installation der Klipsch The Three Plus in unserem Vorführraum war ein Kinderspiel. Nach dem Anschließen koppelte sich der Lautsprecher innerhalb weniger Sekunden über Bluetooth mit unserem Smartphone. Eine kleine LED-Anzeige an der Vorderseite zeigt den Verbindungsstatus deutlich an, indem sie von blinkendem Blau zu konstantem Blau wechselt, sobald die Kopplung erfolgreich ist.

Die Klipsch Connect-App, obwohl schlicht, ist intuitiv und reaktionsschnell. Wir konnten die Klangeinstellungen schnell anpassen und die verschiedenen Funktionen des Lautsprechers erkunden. Der Nachtmodus, der die tiefen Frequenzen reduziert, erwies sich als besonders nützlich für späte Hörsessions, ohne die Nachbarn zu stören.

Wir waren angenehm überrascht, wie einfach sich ein Plattenspieler an den Phono-Eingang anschließen ließ. Ein einfacher Schalter ermöglicht das Umschalten zwischen Phono- und Line-Modus, was den Lautsprecher besonders vielseitig macht. Innerhalb weniger Minuten hörten wir unsere Lieblingsvinyls mit einem warmen und detaillierten Klang, der den analogen Aufnahmen gerecht wurde.

Ansicht eines Lautsprechers mit Holzoberfläche, texturierter Metallknopf, kreisförmigem Kupferknopf und grauem Stoff

Klangqualität: Eine positive Überraschung

Beim Abspielen von Musik zeigte die Klipsch The Three Plus ihr wahres Potenzial. Wir begannen unsere Hörsession mit “As It Was” von Harry Styles, einem Pop-Song mit Retro-Klängen, der perfekt geeignet schien. Schon bei den ersten Tönen beeindruckte uns die Weite der Klangbühne. Für einen Lautsprecher dieser Größe ist die Stereowiedergabe bemerkenswert gut, mit einer breiten und immersiven Klangkulisse, die die physischen Grenzen des Geräts weit übertrifft.

Die Mitten sind reichhaltig und detailliert, wodurch Harry Styles’ Stimme perfekt zur Geltung kommt. Jede Nuance, jeder Atemzug ist mit beeindruckender Präsenz wahrnehmbar. Die Höhen sind klar, ohne jemals aggressiv zu wirken, selbst bei hoher Lautstärke. Das Becken, das den Song rhythmisch begleitet, glänzt, ohne das Ohr zu ermüden, was auf eine gut abgestimmte Tonalität hinweist.

Der 133-mm-Woofer, unterstützt von den passiven Radiatoren, liefert tiefe und präzise Bässe, ohne den Rest des Frequenzspektrums zu überdecken. Bei “As It Was” ist die Basslinie kraftvoll und präzise, bietet eine solide Grundlage für den Song, ohne jemals aufdringlich zu wirken.

Anschließend hörten wir “Flowers” von Miley Cyrus, um die Dynamik des Lautsprechers zu testen. Auch hier überzeugte die Klipsch, indem sie die Intensitätsschwankungen des Songs hervorragend wiedergab. Die Percussions sind prägnant, der Bass präsent, ohne aufdringlich zu sein, und Miley Cyrus’ Stimme wird mit einer schönen Textur wiedergegeben, die alle Nuancen ihres einzigartigen Timbres offenbart.

Zum Abschluss wollten wir den Lautsprecher mit “Blinding Lights” von The Weeknd an seine Grenzen bringen. Selbst bei hoher Lautstärke bewahrte die Klipsch The Three Plus ihre Kohärenz, ohne hörbare Verzerrungen. Die luftigen Synthesizer und die tiefe Basslinie sind perfekt ausbalanciert und schaffen eine elektrisierende Atmosphäre, die zum Tanzen einlädt. Die Dynamik ist beeindruckend, mit schnellen Übergängen zwischen ruhigen Passagen und den klanglichen Explosionen, die den Song prägen.

Rechteckiges Gehäuse mit Holzoberseite, Seiten mit grauem Stoff bezogen, Metallplatte mit Knopf und kreisförmigem Logo

Funktionen und Vielseitigkeit: Mehr als nur ein Bluetooth-Lautsprecher

Jenseits ihrer klanglichen Leistung erweist sich die Klipsch The Three Plus als echtes Audio-Multitalent. Besonders beeindruckt hat uns die Qualität des integrierten Phono-Vorverstärkers. Beim Anschluss eines Plattenspielers Pro-Ject E1 Phono schwarz haben wir einige Klassiker mit offensichtlicher Freude neu entdeckt. Der warme, analoge Klang des Vinyls wird perfekt wiedergegeben, mit einem bemerkenswerten Detailgrad. Auf “Kind of Blue” von Miles Davis findet jedes Instrument seinen Platz im Klangraum, und Miles’ Trompete schwebt mit beeindruckender Klarheit über der Rhythmussektion.

Auch die Verbindung mit einem Fernseher über den optischen Eingang überzeugt. Wir haben einige Szenen aus dem Film “Dune” angesehen, und die Immersion war vollständig, mit klaren Dialogen und kraftvollen Soundeffekten. Die tiefen Bässe der Wüste von Arrakis waren besonders beeindruckend und ließen den Boden unseres Showrooms vibrieren. Obwohl die Klipsch The Three Plus kein vollwertiges Heimkinosystem ersetzt, bietet sie eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den integrierten Lautsprechern der meisten Fernseher.

Der Broadcast-Modus, der es ermöglicht, mehrere Klipsch-Lautsprecher zu verbinden, ist eine interessante Funktion für diejenigen, die mehrere Räume beschallen möchten. Wir haben diese Funktion mit einem zweiten The Three Plus-Lautsprecher getestet, und die Synchronisation war perfekt, ohne wahrnehmbare Verzögerung. Dies eröffnet interessante Möglichkeiten, ein kabelloses Multiroom-Audiosystem zu schaffen, auch wenn es auf kompatible Klipsch-Produkte beschränkt ist.

Vergleich mit der vorherigen Generation (Klipsch The Three)

Im Vergleich zur vorherigen Generation, der Klipsch The Three, bietet die Plus-Version mehrere bemerkenswerte Verbesserungen. Die Leistung wurde von 60 auf 120 Watt erhöht, was sich in einer gesteigerten Dynamik und einer besseren Handhabung hoher Lautstärken niederschlägt. In unseren Vergleichstests stellten wir fest, dass die neue Version auch bei Lautstärken, die das Vorgängermodell überfordert hätten, ihre Klarheit und Definition beibehält.

Auch die Konnektivität wurde durch die Einführung von Bluetooth 5.3 verbessert, was eine größere Reichweite und eine stabilere Verbindung bietet. Das Design wurde leicht überarbeitet, mit weicheren und moderneren Linien, während der Retro-Charme der Heritage-Serie erhalten bleibt. Die abgerundeten Kanten machen den Lautsprecher angenehmer in der Handhabung und weniger anfällig für Absplitterungen an den Ecken.

Die Einführung des Broadcast-Modus ist ebenfalls ein Pluspunkt für diejenigen, die ein Multiroom-Audiosystem einrichten möchten. Diese Funktion, die in der vorherigen Generation fehlte, eröffnet neue Nutzungsmöglichkeiten in verschiedenen Räumen des Hauses.

Fazit

Die Klipsch The Three Plus hat uns voll und ganz überzeugt. Sie meistert die schwierige Aufgabe, ein ansprechendes Retro-Design mit moderner Audiotechnik und bemerkenswerter Vielseitigkeit zu kombinieren.

Sie richtet sich an Liebhaber von gutem Klang, die einen Lautsprecher suchen, der sowohl leistungsstark als auch ästhetisch ansprechend ist. Der Preis mag hoch erscheinen, doch die Verarbeitungsqualität und die klanglichen Leistungen rechtfertigen diese Investition.

Ob zum Streamen von Musik, zum Wiederentdecken der eigenen Vinylsammlung oder zur Verbesserung des Fernsehtons – dieser Lautsprecher wird in Ihrem Zuhause unverzichtbar.

Stärken

  • Elegantes Design und außergewöhnliche Verarbeitungsqualität
  • Kraftvoller und ausgewogener Klang mit beeindruckender Basswiedergabe
  • Hervorragende Dynamik und Klarheit, selbst bei hoher Lautstärke
  • Vielseitigkeit dank zahlreicher Eingänge, darunter ein hochwertiger Phono-Vorverstärker
  • Broadcast-Modus für Multiroom
  • Funktionale mobile App mit praktischem Equalizer

Schwächen

  • Kein WLAN und keine Kompatibilität mit Sprachassistenten, was die Integration in einige Smart-Home-Ökosysteme einschränken kann
  • Mobile App im Vergleich zu einigen Konkurrenten eher einfach gehalten
  • Hoher Preis im Vergleich zu einigen konkurrierenden Smart-Lautsprechern, jedoch durch die Verarbeitungsqualität und Leistung gerechtfertigt
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