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Universalfernbedienungen

Eine Universalfernbedienung ersetzt mehrere Geräte durch einen einzigen Controller, der Fernseher, Soundbar, Blu-ray-Player, Anbieter-Box oder Audio-/Video-Receiver steuern kann. Je nach Modell verwaltet sie drei bis über sechzig Geräte, per Infrarot, Funkfrequenz, Bluetooth oder über einen WLAN-Hub. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Installation und der Programmiermethode ab. Mehr erfahren

Wozu dient eine Universalfernbedienung

Ein Wohnzimmer mit Heimkino ist schnell voller Geräte: eines für den Fernseher, eines für den Audio-/Video-Receiver, eines für den Player, eines für die Box, manchmal eines für den Videoprojektor. Eine Universalfernbedienung bündelt diese Funktionen in einem einzigen Gerät. Sie müssen nicht mehr vor jeder Nutzung das richtige Gerät suchen und auch keine kaputte oder verlorene Originalfernbedienung durch eine inzwischen kaum noch auffindbare Referenz ersetzen.

Das Prinzip ist einfach: Die Fernbedienung gibt die Signale Ihrer Originalgeräte nach. Es bleibt nur zu klären, wie sie diese Signale lernt und mit welchen Technologien sie kommuniziert.

Infrarot, Funkfrequenz und Bluetooth

Die meisten Geräte im Wohnzimmer reagieren auf Infrarot (IR). Dieser Standard ist zuverlässig und kostengünstig, erfordert aber eine direkte Sichtverbindung zwischen Fernbedienung und Gerät: Ein geschlossenes Möbelstück blockiert das Signal.

Funkfrequenz (RF) und Bluetooth durchdringen Möbel und Wände. Eine RF-Fernbedienung oder ein Modell mit Hub platziert einen Sender in der Nähe Ihrer Geräte und leitet die Befehle weiter, ohne dass Sie zielen müssen. Das ist die Lösung, wenn Ihre Geräte in einem geschlossenen Möbelstück oder hinter einer Trennwand untergebracht sind.

Achten Sie auf einen oft übersehenen Punkt: Manche neueren Geräte, etwa Streaming-Boxen oder mehrere Soundbars, kommunizieren ausschließlich per Bluetooth oder WLAN. Eine klassische Infrarot-Fernbedienung kann sie nicht steuern. Prüfen Sie vor dem Kauf die Protokolle Ihrer Installation.

Die Programmiermethoden

Drei Ansätze existieren nebeneinander. Die Eingabe eines Codes ist die klassische Methode: Jeder Gerätemarke entspricht ein Code mit drei bis fünf Ziffern, der in der Anleitung oder in einer Online-Datenbank angegeben ist und den Sie in die Fernbedienung eingeben. Diese Methode ist schnell, wenn der Code auf Anhieb funktioniert.

Bei der automatischen Erkennung werden die Codes durchlaufen, bis das Gerät reagiert, ohne dass Sie die genaue Referenz kennen müssen. Praktisch für ältere Geräte, deren Dokumentation nicht mehr vorhanden ist.

Beim Infrarot-Lernen wird das Signal Ihrer Originalfernbedienung direkt kopiert: Sie legen beide Geräte einander gegenüber und übertragen jeden Befehl Taste für Taste. Diese Methode unterstützt fast jedes Infrarot-Gerät, einschließlich Funktionen, die in Codedatenbanken fehlen.

Modelle mit Hub werden über eine Smartphone-App konfiguriert, die die Codes aus einer online aktualisierten Datenbank abruft. Sie geben Marke und Modell jedes Geräts an, die App erledigt den Rest.

Makros und Aktivitätsbefehle

Fortschrittliche Fernbedienungen speichern Befehlsfolgen unter einer einzigen Taste, sogenannte Aktivitäten oder Makros. Eine Taste „Einen Film ansehen“ kann den Videoprojektor einschalten, die Leinwand herunterfahren, den Receiver auf den Blu-ray-Eingang umschalten und die Wiedergabe in der richtigen Reihenfolge starten.

Diese Funktion erfordert anfangs etwas Konfiguration, vor allem bei komplexen Abläufen. Der Vorteil zeigt sich dann im Alltag: Ein einziger Tastendruck ersetzt ein gutes Dutzend Handgriffe.

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