Eric
Dieses Gerät funktioniert sehr gut. Die Tasten der Fernbedienung sind klein, ich verwende eine Fernbedienung von einem anderen Gerät der Marke.
Kommentar vom 16. April 2026 — Erfahrung vom 5. April 2026
Der Marantz CD6007 ist ein CD-Player mit einem laufruhigen Laufwerksmechanismus, einem D/A-Wandler und den markentypischen HDAM-SA2-Schaltungen. Er spielt Hi-Res-Formate bis DSD 5,6 MHz und verfügt über eine integrierte Kopfhörer-sektion mit drei einstellbaren Gain-Stufen.
Der CD6007 basiert auf einem Metallchassis mit doppelter Verstärkungsplatte – ein Aufbau, der die üblichen Standards dieser Preisklasse deutlich übertrifft. Diese doppellagige Struktur erzeugt eine träge Masse, die Mikrovibrationen, welche die optische Abtastung stören könnten, effektiv absorbiert. Die vier groß dimensionierten Füße mit progressiver Dämpfung isolieren den Mechanismus von externen Erschütterungen, die über das Rack übertragen werden.
Im Zentrum des Geräts sitzt das JTL-101Y-Transportlaufwerk, symmetrisch von den elektronischen Schaltungen eingerahmt. Diese ausgewogene Anordnung verkürzt die Signalwege und reduziert elektromagnetische Störungen zwischen den Sektionen. Der Mechanismus selbst ist über weiche Lagerungen montiert, die den optischen Block mechanisch vom Hauptchassis entkoppeln.
Die Frontplatte aus gebürstetem Aluminium, erhältlich in Schwarz oder Silber-Gold, bewahrt die charakteristische Marantz-Ästhetik mit der zentralen Schublade und einem LCD-Display mit weißen Zeichen auf schwarzem Grund. Die Bedienelemente sind symmetrisch angeordnet: links Navigation und Quellwahl, rechts die Wiedergabesteuerung und der Kopfhörer-Lautstärkeregler. Diese intuitive Organisation erleichtert den täglichen Gebrauch, ohne permanent zur Fernbedienung greifen zu müssen.
Die digitale Wandlersektion stellt die größte Weiterentwicklung gegenüber dem CD6006 dar. Der neue AK4490-Wandler von Asahi Kasei ersetzt den Cirrus Logic CS4398 des Vorgängers und erweitert die Verarbeitungskapazität auf PCM 24 Bit/192 kHz sowie DSD bis 5,6 MHz. Dieser Delta-Sigma-Multibit-DAC der neuesten Generation arbeitet mit einer hochpräzisen Masterclock zusammen, die die gesamte digitale Verarbeitung synchronisiert und Jitter drastisch reduziert.
Zu beachten ist, dass Marantz ab Mai 2021 infolge eines Brandes im AKM-Werk den AK4490-DAC durch einen ESS Technology ES9010K2M in Geräten mit einer Seriennummer über 70001 ersetzen musste. Die Ingenieure haben die Schaltung sorgfältig überarbeitet, um eine konsistente Klangsignatur zu wahren, wenngleich einige Nutzer mit der ESS-Chip-Variante eine minimal analytischere Darstellung berichten.
Die Stromversorgung wurde vollständig überarbeitet: Kondensatoren mit 120% größerer Kapazität als im CD6006 sorgen für höhere Reserven und Stabilität bei dynamisch anspruchsvollen Passagen. Der EI-Netztransformator in Verbindung mit schnellen Schottky-Dioden erzeugt präzise geregelte Spannungen mit bemerkenswert niedrigem Restgeräusch. Digitale und analoge Sektionen verfügen über separate, unabhängige Versorgungszweige, wodurch Übersprechen zwischen den Bereichen eliminiert wird.
Die in dieser Preisklasse seltene symmetrische Schaltungstopologie gewährleistet eine optimale Gleichtaktunterdrückung. Jeder Kanal besitzt einen eigenen, unabhängigen Spannungsregler, was die Kanaltrennung laut Herstellerangabe auf 98 dB verbessert.
Die HDAM-Schaltungen (Hyper Dynamic Amplifier Module) sind seit 1992 das technologische Erbgut von Marantz. Anders als konventionelle integrierte Operationsverstärker setzen diese Module auf einzeln selektierte diskrete Bauteile, die auf winzigen Leiterplatten montiert und in einem Metallgehäuse gekapselt sind. Dieser Ansatz erlaubt es, jeden Parameter – Anstiegszeit, Bandbreite, Verzerrung – ohne die zwangsweisen Kompromisse generischer ICs zu optimieren.
Der CD6007 integriert drei unterschiedliche HDAM-Modultypen, jeweils für eine spezifische Funktion optimiert. Die Tiefpassfilterstufe nutzt ein Standard-HDAM-Modul, das außerhalb des Audiobandes progressiv ausblendet und gleichzeitig die Signalphase bewahrt. Die Ausgangspufferstufe verwendet ein HDAM-SA2-Modul, eine Variante mit Einheitssverstärkung (x1), die auf maximale Signalintegrität bei zugleich niedriger Ausgangsimpedanz ausgelegt ist. Diese Architektur ermöglicht den effektiven Betrieb auch mit langen Signalkabeln ohne Qualitätsverlust.
Die Kopfhörersektion profitiert von einer Hybridkonfiguration aus einem HDAM-SA2-Modul und einem ergänzenden Operationsverstärker. Diese Kombination liefert ausreichend Strom für hochohmige Kopfhörer und bewahrt dennoch die feine harmonische Charakteristik der HDAM-Schaltungen. Die dreistufige Gain-Einstellung (niedrig/mittel/hoch) passt die Ausgangsempfindlichkeit an das eingesetzte Modell an – von empfindlichen In-Ears bis zu Studio-Kopfhörern mit 600 Ohm.
Der USB-A-Port an der Front macht den CD6007 zu einem echten digitalen Audio-Hub. Neben der Wiedergabe physischer CDs dekodiert das Gerät nativ WAV, FLAC, ALAC und AIFF bis 192 kHz/24 Bit sowie DSD-Dateien (DSF und DFF) bis 5,6 MHz. Komprimierte Formate wie MP3, WMA und AAC werden ebenfalls mit Metadatenanzeige (ID3-Tags, WMA Meta, AAC metadata) unterstützt.
Die Navigation in Ordnerstrukturen ist jedoch durch das einfache LCD-Display limitiert, das nur wenige Zeichen darstellen kann. Diese minimalistische Anzeige ist für gelegentliche Nutzung ausreichend, stößt bei großen Musiksammlungen aber an ihre Grenzen. Nutzer, die den Schwerpunkt auf Datei-Wiedergabe legen, sollten einen dedizierten Netzwerkplayer für ein reibungsloseres Erlebnis in Betracht ziehen.
Zwei wählbare digitale Filter verändern die Wandlercharakteristik subtil. Filter 1 mit sanfter, langsamer Absenkung begünstigt eine weite Räumlichkeit und ein natürliches Ausklingen der Obertöne. Filter 2 mit steilerer Flanke liefert eine direktere Wiedergabe mit höherer Transientendefinition. Die Unterschiede bleiben fein und hängen stark vom angeschlossenen System ab, bieten aber die Möglichkeit, den Klang präzise an persönliche Vorlieben anzupassen.
Die rückseitige Anschlussausstattung ist klassisch, aber vollständig. Die vergoldeten analogen RCA-Ausgänge sind großzügig beabstandet, sodass auch voluminöse Steckverbinder hochwertiger Signalkabel problemlos passen. Die optische Toslink- und die koaxiale S/PDIF-Digitalausgänge erlauben den Einsatz eines externen DAC und machen den CD6007 zum reinen Digitaltransport.
Eine in dieser Klasse seltene Funktion ermöglicht das vollständige Deaktivieren ungenutzter Digitalausgänge. Das Abschalten nicht benötigter Digitalsektionen reduziert das elektronische Grundrauschen und sorgt in sehr transparenten Systemen für spürbar mehr Klarheit. Der proprietäre D-Bus-Fernsteuerbus synchronisiert den CD6007 mit anderen Marantz-Geräten, insbesondere mit dem Verstärker PM6007, mit dem er sowohl optisch als auch elektronisch ein stimmiges Duo bildet.
Die Systemfernbedienung RC004PMCD steuert sämtliche Funktionen des Players und – falls vorhanden – auch die des PM6007. Dedizierte Tasten für die wichtigsten Funktionen ersparen verschachtelte Menüs und unterstützen eine intuitive Alltagsbedienung.
Die technischen Daten zeugen von sorgfältigem Engineering: linearer Frequenzgang von 2 Hz bis 20 kHz, Signal-Rausch-Abstand von 110 dB, Gesamtklirrfaktor von nur 0,002%. Diese Werte liegen auf dem Niveau deutlich teurerer Player und unterstreichen die offensiv kalkulierte Positionierung von Marantz im audiophilen Einstiegssegment.
Klanglich liefert der CD6007 eine gegenüber dem Vorgänger leicht offenere und definiertere Darstellung. Die Bühne gewinnt an Breite und Tiefe, mit präziserer Ortung der Instrumente im Raum. Transienten werden klarer wiedergegeben, besonders bei Percussion und gezupften Saitenattacken deutlich hörbar. Diese gesteigerte Präzision geht mit etwas mehr Transparenz im Hochton einher; Hörer, die an die wärmere Signatur des CD6006 gewöhnt sind, könnten dies als analytischere Präsentation empfinden.
Der Rhythmusbereich profitiert von hervorragender Kontrolle: Bassläufe sind präzise artikuliert, und die zeitliche Kohärenz bleibt auch in komplexen Passagen erhalten. Diese Timing-Souveränität – eine Grundvoraussetzung für musikalischen Drive – hebt den CD6007 von vielen Wettbewerbern ab, die Auflösung zulasten des Grooves priorisieren.
Nein, der CD6007 unterstützt keine SACD-Wiedergabe. Er liest lediglich die Standard-CD-Schicht hybrider SACD/CDs. Für SACD-Wiedergabe empfiehlt sich ein höher positioniertes Modell wie der SA-10 oder der SACD 30n, die die nötigen DSD-Decoderschaltungen und Mehrkanalverarbeitung integrieren.
Beide Wandler bieten vergleichbare technische Leistungen hinsichtlich Auflösung und Signal-Rausch-Abstand. Der AK4490 ist für eine minimal organischere, mit einem fülligen Mittelton verbundene Darstellung bekannt, während der ESS ES9010K2M tendenziell noch präziser und detailreicher spielt. Marantz hat die nachgelagerten Analogschaltungen angepasst, um diese Unterschiede zu minimieren. Dennoch nehmen manche Hörer eine subtile tonale Abweichung wahr.
Der auf dem HDAM-SA2-Modul basierende Kopfhörerverstärker des CD6007 übertrifft die üblichen, einfachen Kopfhörerausgänge von CD-Playern deutlich. Mit drei Gain-Stufen treibt er Kopfhörer von 32 bis 600 Ohm überzeugend. Für gelegentliche Nutzung oder Modelle mit mittlerer Empfindlichkeit bietet er sehr gute Leistung. Besitzer besonders anspruchsvoller oder magnetostatischer Hörer profitieren jedoch von einem leistungsstärkeren, dedizierten Kopfhörerverstärker.
Strukturieren Sie Ihre Dateien in einer einfachen Ordnerhierarchie mit kurzen Namen, um die Navigation auf dem begrenzten Display zu erleichtern. Bevorzugen Sie unkomprimierte bzw. verlustfreie Formate (WAV, FLAC, AIFF), um das Potenzial des DAC voll auszuschöpfen. DSD-Dateien bieten eine besonders natürliche, analog anmutende Präsentation. Verwenden Sie hochwertige USB-Sticks mit hohen Transferraten, um Unterbrechungen bei großen Dateien zu vermeiden.
Die vergoldeten RCA-Ausgänge des CD6007 sind mit allen gängigen Signalkabeln kompatibel. Solide Kabel mit OFC-Kupferleitern und wirksamer Schirmung genügen, um das Potenzial des Geräts offenzulegen. Der großzügige Abstand der Buchsen erlaubt den Einsatz voluminöser High-End-Stecker. Vermeiden Sie übermäßig lange Kabel (länger als 2 Meter), da sie Verluste verursachen und Störungen einfangen können.
Eric
Dieses Gerät funktioniert sehr gut. Die Tasten der Fernbedienung sind klein, ich verwende eine Fernbedienung von einem anderen Gerät der Marke.
Kommentar vom 16. April 2026 — Erfahrung vom 5. April 2026
Nicolas
Sehr guter CD-Player, Klangqualität auf hohem Niveau in Kombination mit dem Marantz Cinema 40
Kommentar vom 2. April 2026 — Erfahrung vom 22. März 2026
Pedro armengol
Gutes Produkt, klingt sehr gut, auch wenn ich es noch nicht ausgiebig getestet habe.
Kommentar vom 26. Februar 2026 — Erfahrung vom 13. Februar 2026