SVS PB-1000 PRO : Bassreflex-Subwoofer
Tiefe Bässe sollten möglichst tief hinabreichen, schnell und präzise spielen. Der SVS PB-1000 PRO, die Bassreflex-Version mit zwei Ports der 1000 Pro Serie, zielt genau auf dieses Gleichgewicht aus Erweiterung, Leistung und Kontrolle. Als direkter Nachfolger des PB-1000 ersetzt er den 25-cm-Treiber des Originals durch ein vollständig neu entwickeltes 30-cm-Chassis, erhält eine kräftigere Sledge-Verstärkung und übernimmt die hauseigene Bluetooth-App.
Ein vollständig überarbeiteter 30-cm-Treiber
Der Wandler wurde von Grund auf neu entwickelt. Auf 30 cm vergrößerter Durchmesser, leichte und steife Verbundfasermembran, eingespritzte Aufhängung mit sehr langem Hub, doppelter Ferrit-Hochleistungsantrieb und Doppellagen-Schwingspule: Jedes Bauteil ist darauf ausgelegt, viel Luft zu bewegen, ohne an Linearität zu verlieren. Auch das Chassis selbst wurde mittels Finite-Elemente-Analyse (FEA) optimiert, einer in der Mechanik verwendeten Simulationsmethode, um Spannungen in einer Struktur zu verteilen und ihre Schwachstellen vor der Fertigung zu identifizieren. Beim Hub gibt SVS ein Xmax von 13,1 mm (maximale lineare Auslenkung) und ein Xmech von 26,8 mm (mechanische Reserve vor dem Anschlag) an, Werte, die der Membran die nötige Reserve geben, um die LFE-Spitzen von Filmtonspuren ohne Sättigung wiederzugeben.
Sledge STA-325D Verstärkung und integrierter DSP
Für den Antrieb sorgt ein Sledge STA-325D in Klasse D mit diskreten Hochstrom-MOSFETs, angegeben mit 325 W Dauerleistung und etwas mehr als 820 W dynamischer Spitzenleistung. Das hocheffiziente LLC-Netzteil begrenzt die Erwärmung bei längerer Belastung, und ein Analog Devices DSP mit 50 MHz / 56 Bit übernimmt Filterung, Limiter und die subwooferspezifische Entzerrungskurve. Es ist dieselbe Verstärker- + DSP-Logik wie bei den höher positionierten Modellen der Marke, hier in ein zugänglicheres Format übertragen.
Bassreflex-Gehäuse mit zwei Frontports
Die Bassreflex-Abstimmung nutzt zwei Frontports mit 6,35 cm (2,5 Zoll), die unter dem Treiber angeordnet sind. Das Gehäuse besteht aus starkem MDF mit internen Verstrebungen und akustischer Dämmung. Die Iso-Elastomer-Füße entkoppeln den Subwoofer vom Boden, was hilft, die Übertragung von Vibrationen in benachbarte Räume zu begrenzen, insbesondere auf Holzböden. Das resonanzarme Schutzgitter aus ABS wird an der Front aufgeclipst und lässt sich abnehmen, um den Treiber und die Ports freizulegen, eine Ansicht, die manche aus ästhetischer Sicht bevorzugen werden.
Frequenzgang und Portstopfen
Der Frequenzgang reicht im Bassreflex-Modus (offene Ports) von 17 Hz bis 260 Hz bei ±3 dB. Durch Einsetzen der beiden mitgelieferten Schaumstoffstopfen wechselt der Subwoofer in den geschlossenen Modus mit einem Frequenzgang von 19 Hz bis 260 Hz bei ±3 dB, einer sanfteren Abfallflanke und einem Bass, der im Allgemeinen als straffer wahrgenommen wird. Die Wahl hängt vom Programm ab: Actionfilme, Videospiele und sehr tieffrequente Musik profitieren von den nutzbaren 17 Hz des Bassreflex-Modus, während manche Musikprogramme im geschlossenen Modus an Verständlichkeit gewinnen, auf Kosten von zwei Hertz Erweiterung. Beide Konfigurationen bleiben ohne Hardware-Änderung zugänglich, was die Möglichkeit offenlässt, je nach Raum und Inhalt zu testen.
Steuerung per App und physische Bedienelemente
Die SVS-App für iOS und Android kommuniziert per Bluetooth mit dem Subwoofer. Sie bietet Zugriff auf Lautstärke, Tiefpassfilter mit Einstellung auf das Hertz genau, Phase von 0° bis 180°, Polarität, Raumgewinnkompensation und einen dreibändigen parametrischen Equalizer. Drei anpassbare Presets können je nach Verwendung frei benannt werden (Musik, Heimkino, Videospiel, spätes Hören bei reduzierter Lautstärke), mit visueller Echtzeit-Rückmeldung über die IFC-Schnittstelle mit LED-Balken des Verstärkers. Auf der Rückseite des Subwoofers bleiben physische Regler für Pegel, Tiefpassfilter, Phase und Auto/On-Modus für grundlegende Anpassungen ohne Smartphone verfügbar.
Anschlüsse und Integration ins System
Das Rückpanel bietet einen Stereo-Cinch-Line-Eingang und -Ausgang, einen Hochpegeleingang über Klemmen (nützlich an einem Vollverstärker ohne dedizierten Subwoofer-Ausgang), einen 3- bis 12-V-Trigger-Eingang und einen USB-Stromversorgungsanschluss für den optionalen drahtlosen SVS SoundPath Adapter. Das Netzkabel ist abnehmbar. Der Auto/On-Modus reduziert den Verbrauch des Subwoofers im Standby auf unter 0,5 W, solange kein Signal erkannt wird, in Übereinstimmung mit der europäischen ErP-Richtlinie zum Stromverbrauch von Geräten im Standby.