Eric
Kabel von guter Qualität, mit dem Vorteil, sehr geschmeidig und flexibel zu sein
Kommentar vom 26. März 2026 — Erfahrung vom 26. Dezember 2025
Die optische Verbindung zwischen Quelle und Wandler bleibt in einer Audiokette häufig ein unterschätztes Glied. Dennoch wirkt sich die Übertragungsqualität direkt auf das Jitter-Niveau aus, das am D/A-Wandler ankommt. Genau dieses Problem hat sich die niederländische Firma mit dem Optocoupler MKII vorgenommen: einem Toslink-Kabel, dessen Konstruktion auf einem in diesem Bereich selten genutzten optischen Prinzip beruht – mit zu konvexen Linsen geschliffenen Faserenden.
In einer herkömmlichen Glasfaser trifft das Licht unter verschiedenen Winkeln auf die Innenwände und legt dabei unterschiedlich lange Wege zurück. Dieses Phänomen, die sogenannte modale Dispersion, verursacht eine zeitliche Aufweitung der Lichtimpulse, die sich nach der Signalwandlung in einem erhöhten Jitter äußert.
Der Optocoupler MKII umgeht diese Einschränkung durch seine konvexen, kugelförmigen Linsenenden. Wenn das Licht in die Faser eintritt, wird es gebündelt statt gestreut. Van den Hul gibt eine Reduzierung der internen Reflexionen pro Längeneinheit um 50 % an, was den effektiven Lichtweg verkürzt und den zeitlichen Abstand zwischen den verschiedenen Strahlen verringert. Der D/A-Wandler erhält dadurch ein saubereres Signal mit weniger zeitlichen Schwankungen.
Diese konvexe Geometrie verbessert außerdem den Kontakt zwischen der Faser und den optischen Komponenten der Geräte (Sender und Empfänger). Die Linsenoberfläche schmiegt sich besser an die Schnittstelle an und reduziert so die Einfügedämpfung auf ein Minimum.
Die Toslink-Steckverbinder des Optocoupler MKII verfügen über vollständig metallene Gehäuse, was einen festen Sitz in den Buchsen und eine höhere Haltbarkeit als bei Standardsteckern aus Kunststoff gewährleistet. Das Kabel garantiert eine Übertragungskapazität von 250 Mbit/s, ausreichend für alle gängigen digitalen Audioformate.
Die für Glasfasern typische optische Isolation schließt elektrische oder magnetische Störungen von vornherein aus: Masseschleifen, Netzbrummen oder Umgebungsstrahlung haben keinerlei Einfluss auf das Signal. Glasfasern bieten zudem den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu bestimmten, durch Oxidation anfälligen Metallleitern keinerlei Alterungserscheinungen aufweisen.
Der Preis für die Linsenkonstruktion ist ihre relative Empfindlichkeit. Van den Hul empfiehlt, das Kabel sorgfältig zu handhaben und beim Einstecken der Stecker niemals Gewalt anzuwenden. Sollte das Einrasten etwas schwergängig sein, kann eine minimale Menge Schmiermittel (ohne Kontakt mit der Linse selbst) das Einführen erleichtern. Zum Reinigen der Enden eignet sich ausschließlich ein weiches Optiktuch.
Toslink-Verbindungen übertragen PCM-Stereoströme sowie komprimierte Formate wie Dolby Digital oder DTS. Hochauflösende, unkomprimierte Formate (Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio) überschreiten jedoch die Bandbreite des Toslink-Standards und erfordern eine HDMI-Verbindung.
Van den Hul empfiehlt, eine minimale Menge Schmiermittel auf den Steckerkörper aufzutragen, dabei jedoch unbedingt die Linse selbst zu meiden. Üben Sie niemals übermäßigen Druck aus, um eine Beschädigung der konvexen Oberfläche zu vermeiden.
Die Verbesserung hängt von der Qualität des ursprünglichen Kabels und der Jitter-Empfindlichkeit des Wandlers ab. Die Linsenkonstruktion zielt darauf ab, modale Dispersion und Einfügedämpfung zu reduzieren; in einem hochauflösenden System kann sich dies in einer besseren Detailzeichnung und einer stabileren räumlichen Abbildung niederschlagen.
Im Gegensatz zu Metallleitern, die zur Oxidation neigen, unterliegen Glasfasern keiner chemischen Alterung. Ihre Lebensdauer ist theoretisch unbegrenzt, sofern die Enden vor Stößen und Verschmutzungen geschützt werden.
Ein moderater Biegeradius beeinflusst die Übertragung dank der durch die Linsen gewährleisteten Fokussierung nicht nennenswert. Vermeiden Sie allerdings scharfe Knicke oder Quetschungen, die die Faser beschädigen könnten.
Eric
Kabel von guter Qualität, mit dem Vorteil, sehr geschmeidig und flexibel zu sein
Kommentar vom 26. März 2026 — Erfahrung vom 26. Dezember 2025