Victor
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein sehr sauberer Klang.
Kommentar vom 2. Juni 2026 — Erfahrung vom 21. Mai 2026
Ein schlichtes Gehäuse, das eine sorgfältige Architektur verbirgt: Der X-P700 übernimmt das Erbe des X-P500 und treibt die audiophile Logik noch weiter. Der Doppel-Mono-Aufbau, bei dem jeder Kanal unabhängig über zwei separate Ringkerntransformatoren verarbeitet wird, soll die Wechselwirkungen zwischen den Kanälen minimieren und die Stereotrennung bewahren. Der französische Hersteller, der seit 1995 aktiv ist, hat außerdem einen Burr-Brown PCM 1796DB Wandler integriert, der den Wolfson des Vorgängermodells ersetzt.
Die Besonderheit des X-P700 liegt in seiner Fähigkeit, zwischen zwei Ausgangstopologien zu wechseln. Der Class-A-Modus nutzt bipolare Transistoren in zweistufiger Kaskade, eine Konfiguration, die eine harmonische Verzerrung erzeugt, die der von Röhrenverstärkern nahekommt – mit einer weichen, homogenen Klangfärbung. Der Discret-Modus basiert auf einer JFET-Differenzstufe mit einem Stromspiegel aus Bipolartransistoren, die in Class AB vorgespannt sind. Diese zweite Option liefert eine analytischere Wiedergabe, die bei Transienten oft als präziser wahrgenommen wird. Die Wahl erfolgt über das Menü, mithilfe des multifunktionalen Drehknopfs auf der Front.
Die Signalverarbeitung folgt dem „Direct Path“-Prinzip, das darauf abzielt, den elektrischen Weg zwischen Ein- und Ausgang so kurz wie möglich zu halten. Die ebenfalls im Doppel-Mono-Aufbau ausgeführte Stromversorgung verwendet zwei Ringkerntransformatoren mit hoher Stromlieferfähigkeit, die gefilterte und geregelte Schaltungen speisen. Das angegebene Gesamtsignal-Rausch-Verhältnis erreicht 130 dB.
Die Rückseite bietet sieben unsymmetrische Line-Eingänge (RCA) sowie einen symmetrischen XLR-Eingang. Die Phonostufe akzeptiert sowohl MM- (Moving Magnet) als auch MC-Tonabnehmer (Moving Coil), für letztere mit zwei wählbaren Gain-Stufen (48 dB oder 64 dB). Auch die Kapazität ist anpassbar, sodass sich der Vorverstärker an unterschiedliche Tonabnehmer anpassen lässt, ohne eine separate Phonovorstufe zu benötigen.
Auf der Digitalseite stehen zwei optische S/PDIF-Eingänge, ein koaxialer Eingang und zwei USB-Ports zur Verfügung. Die USB-B-Buchse mit XMOS XU208-Controller gewährleistet eine asynchrone Übertragung von einem Computer. Über USB-A lassen sich Dateien von einem USB-Stick oder einer externen Festplatte wiedergeben. Der Burr-Brown-Wandler verarbeitet PCM-Signale mit bis zu 24 Bit und 192 kHz.
Bei den Ausgängen gibt es ein Paar vollbandiger RCA-Ausgänge, einen symmetrischen XLR-Ausgang, einen Recording-Ausgang sowie einen Hochpass-Pre-Out. Zwei Subwoofer-Ausgänge ermöglichen den Anschluss eines oder zweier Subwoofer mit einstellbarer Übergangsfrequenz von 75 Hz oder 150 Hz.
Auf der Front befinden sich zwei Kopfhöreranschlüsse, einer im 6,35-mm-Klinkenformat und einer in 3,5 mm. Jeder Ausgang verfügt über unabhängige Einstellungen, die über das Menü zugänglich sind: drei Gain-Stufen (+6, 0 oder -4 dB) und zwei Ausgangsimpedanzen (0 oder 100 Ohm). Diese Flexibilität erlaubt es, das Verhalten des Kopfhörerverstärkers an sehr unterschiedliche Modelle anzupassen – von empfindlichen In-Ears bis hin zu leistungshungrigen planaren Kopfhörern.
Der X-P700 wurde für den Einsatz mit den Endverstärkern der Advance-Paris-Serie konzipiert: X-A160 EVO, X-A220 EVO, BX2 oder X-A600. Der symmetrische XLR-Ausgang spielt seine Vorteile mit Endstufen aus, die diesen Anschluss unterstützen, da er die Empfindlichkeit gegenüber Störeinflüssen auf langen Kabelwegen reduziert.
Die doppelte Subwoofer-Ausgabe und der Hochpassausgang ermöglichen zudem bi-ampende Konfigurationen, bei denen ein dedizierter Verstärker den Tieftonbereich übernimmt, während ein anderer den Mittel- und Hochtonbereich versorgt.
Ja, er ist mit einem Burr-Brown PCM 1796DB Wandler ausgestattet, der PCM-Dateien mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeiten kann. Dieser DAC empfängt die Signale von den Digitaleingängen (optisch, koaxial, USB-B und USB-A). DSD wird nicht nativ unterstützt.
Der Class-A-Modus verwendet bipolare Transistoren in zweifacher Kaskadenschaltung und erzeugt überwiegend gerade harmonische Verzerrungen, ähnlich dem Klangbild von Röhren. Der Discret-Modus nutzt eine JFET-Differenzstufe in Class AB und liefert einen Klang, der als neutraler und analytischer wahrgenommen wird. Beide Modi lassen sich jederzeit über das Menü anwählen.
Technisch ja, denn die Kopfhörerausgänge arbeiten unabhängig von den Pre-Outs. Die einstellbaren Gain- und Impedanzwerte ermöglichen eine Optimierung je nach verwendetem Kopfhörer. Die Qualität der Kopfhörerstufe profitiert von der Doppel-Mono-Stromversorgung.
Nein, dieses Modul wird einfach an einen analogen RCA-Eingang angeschlossen. Es greift nicht in den Signalweg der anderen Quellen ein. Ist es nicht angewählt, bleibt es inaktiv.
Die Phonostufe unterstützt MM- (Moving Magnet) und MC-Tonabnehmer (Moving Coil). Für MC-Systeme stehen zwei Gain-Stufen bereit: 48 dB für High-Output-MC und 64 dB für Low-Output-MC. Die Kapazität ist für MM-Tonabnehmer einstellbar.
Die Bass- und Höhenregler lassen sich über die Bypass-Funktion komplett aus dem Signalweg nehmen. Im Bypass-Betrieb durchläuft das Signal den kleinstmöglichen, direktesten Weg.
Dieser Ausgang wird nur dann aktiviert, wenn ein Subwoofer an einen der Subwoofer-Ausgänge angeschlossen ist. Er filtert dann die tiefen Frequenzen vor dem Hauptverstärker entsprechend der gewählten Übergangsfrequenz (75 oder 150 Hz). Ohne Subwoofer sollte der vollbandige Ausgang verwendet werden.
Victor
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein sehr sauberer Klang.
Kommentar vom 2. Juni 2026 — Erfahrung vom 21. Mai 2026
Alain
Schlicht und sehr umfassend. Schöne Verarbeitungsqualität. In Kombination mit einem passenden Verstärker kann man dieses Gerät voll ausnutzen. Die Klangfarben sind eher gut ausbalanciert.
Kleiner Wermutstropfen: Ohne die Fernbedienung ist es nicht so einfach, die verschiedenen Funktionen auszuwählen.
Kommentar vom 8. Dezember 2025 — Erfahrung vom 27. Juli 2025
Guillaume
Sehr zufrieden und sehr einfach zu bedienen.
Die Einstellung von Höhen und Bässen ist genial.
Das Schwarz sieht großartig aus, aber Vorsicht vor Kratzern.
👍👍👍
Kommentar vom 8. Mai 2025 — Erfahrung vom 27. April 2025