Sébastien
Gutes Produkt, aber der Sound ist etwas zu basslastig, ich habe die Bässe fast auf Maximum reduziert, ich hatte bessere Klangqualität erwartet…
Kommentar vom 20. Januar 2026 — Erfahrung vom 9. Januar 2026
Fünfundvierzig Zentimeter lang, fast sieben Kilo auf der Waage, ein lackiertes Holzgehäuse und eine massive Aluminiumfront. Die Primus macht ihrem lateinischen Namen („die Erste“) alle Ehre: Sie positioniert sich in der Mitte des Sonoro-Sortiments, zwischen dem Modell Prestige mit CD-Player und kompakten Radios wie der Stream. Der deutsche Hersteller aus Neuss hat hier das Wesentliche seines Audio-Know-hows in einem Format gebündelt, das eine komplette Hi-Fi-Anlage ohne optisches Laufwerk ersetzen kann.
Die Primus ist nicht einfach nur ein Radio für das Regal. Ihr Akustiksystem kombiniert zwei Koaxiallautsprecher (19-mm-Hochtöner zentriert auf einem 76-mm-Mitteltöner) mit einem 133-mm-Subwoofer, der unter dem Chassis nach unten zum Boden abstrahlt. Diese „Downfire“-Konfiguration nutzt den Raum zwischen Gehäuse und Stellfläche zur Verteilung der Bässe. Das Bassreflexrohr, ebenfalls auf der Unterseite angebracht, ergänzt dieses Konzept.
Fünf Class-D-Verstärker liefern eine Gesamtleistung von 80 Watt RMS: 2 × 20 W für die Hochtöner, 2 × 20 W für die Mitteltöner und 40 W für den Tieftonbereich. Ein digitaler Signalprozessor (DSP) steuert die Frequenzverteilung und speist mehrere vordefinierte Equalizer-Profile (Pop, Rock, Jazz, Klassik, Flach). Das System arbeitet in Räumen von bis zu etwa 25 m² überzeugend.
Der Modus „3D Sound“ verdient besondere Beachtung. Er wird im Menü aktiviert und erweitert die Klangbühne, indem er ein Raumgefühl erzeugt, das über die physischen Grenzen des Gehäuses hinausgeht. Der Effekt verwandelt die Primus zwar nicht in ein separates Stereo-System, fügt dem Klang aber eine angenehme räumliche Dimension hinzu – besonders bei klassischer Musik und akustischen Aufnahmen.
Die Primus bündelt praktisch alle Audiquellen, die man sich wünschen kann. Der integrierte Tuner empfängt UKW und digitales Radio DAB/DAB+. Über WLAN greift sie auf mehr als 25.000 Internetradiosender und Podcasts zu. Spotify Connect, Amazon Music und Deezer sind direkt in die Benutzeroberfläche integriert (ältere Versionen mit der Referenz SO-410-XXX boten zusätzlich Qobuz, Tidal und Napster).
Auf der Rückseite finden sich ein 3,5-mm-Klinken-Aux-Eingang, ein Cinch-Line-Eingang (zum Anschluss eines Plattenspielers mit Vorverstärker, eines externen CD-Players oder einer anderen analogen Quelle), ein optischer Digitaleingang (praktisch zum Anschluss eines Fernsehers), ein Cinch-Line-Ausgang (für den Anschluss eines zusätzlichen Subwoofers oder eines externen Verstärkers) sowie ein USB-Port, der in den aktuellen Versionen auf die Ladefunktion beschränkt ist.
Die Kopfhörerbuchse auf der Front ermöglicht kabelgebundenes Hören für eine Person. Das bidirektionale Bluetooth auf Basis der Qualcomm-aptX-Technologie erlaubt nicht nur das Empfangen von Musik von einem Smartphone, sondern auch das Senden des Tons an einen kabellosen Kopfhörer. Diese Funktion ist in dieser Radioklasse nach wie vor selten.
Sonoro hat drei Bedienmodi vorgesehen. Auf der Aluminiumfront regelt ein gerasteter Drehknopf die Lautstärke und navigiert durch die Menüs, die auf dem 2,8-Zoll-Farb-TFT-Display angezeigt werden. Programmierbare Direktwahltasten ermöglichen den sofortigen Zugriff auf bevorzugte Sender oder Dienste. Dies ist im Alltag oft die schnellste Methode.
Die mitgelieferte Fernbedienung bietet dieselben Funktionen aus der Distanz. Sie wird von einer CR2032-Knopfzelle gespeist. Die Mobil-App OKTIV (für iOS und Android verfügbar bei den neueren Versionen SO-3400-XXX) ermöglicht eine vollständige Steuerung per Smartphone: Quellenwahl, Sendersuche, Verwaltung der Favoriten, Klangeinstellungen. Ihre Reaktionszeit kann für Nutzer, die es gewohnt sind, sehr große Musikbibliotheken schnell zu durchblättern, etwas träge wirken; die Zuordnung von Lieblingssendern zu den Direktwahltasten am Gerät umgeht diese Einschränkung jedoch.
Ältere Modelle (SO-3400-100- und SO-410-XXX) verwenden statt OKTIV die App UNDOK.
Das Holzgehäuse wird laut Sonoro von Hand geschliffen und mit mehreren Lackschichten versehen. Die abgerundeten Ecken, ein visuelles Markenzeichen der Marke, verleihen dem Design eine weichere Anmutung. Front und Bedienelemente bestehen aus massivem Aluminium, mit Oberflächen in Mattschwarz, Hochglanzweiß, Mattgraphit, Champagner oder Mattweiß – je nach Serie. Das Gerät wiegt rund 6,7 kg und steht dadurch besonders stabil.
Das TFT-Display verfügt über einen Polarisationsfilter und eine automatische Dimmung, die die Helligkeit an das Umgebungslicht anpasst. Eine Weckfunktion ist integriert, sodass man sich wahlweise mit dem Radio oder einem klassischen Alarmton wecken lassen kann.
Diese Sorgfalt in der Fertigung hat der Primus den Red Dot Design Award 2021 sowie den Plus X Award in den Kategorien Design, Qualität und Funktionalität eingebracht.
Der optische Digitaleingang (Toslink) ermöglicht den Empfang des Tons von einem Fernseher mit optischem Audioausgang. Die Primus dient dann als Audiosystem für den Fernseher, mit der Möglichkeit, den Klang über den integrierten Equalizer anzupassen.
Im klassischen Empfangsmodus erhält die Primus Musik, die von einem Smartphone oder Tablet per Bluetooth aptX gesendet wird. Im Sendemodus kann sie den Ton an einen kabellosen Bluetooth-Kopfhörer übertragen – ideal für nächtliches Hören, ohne andere Personen im Raum zu stören.
Die neueren Versionen (Produktnummer beginnend mit SO-3400-XXX, außer SO-3400-100-) werden mit der App OKTIV gesteuert, die für iOS und Android verfügbar ist. Ältere Versionen nutzen die App UNDOK.
Der Cinch-Line-Ausgang auf der Rückseite ermöglicht den Anschluss eines zusätzlichen Subwoofers oder den Anschluss der Primus an einen externen Verstärker. Der integrierte 133-mm-Subwoofer bleibt weiterhin aktiv.
Das Meisterstück ist größer (57 cm Breite statt 45 cm), schwerer (rund 9 kg) und verfügt über einen integrierten CD-Player. Seine Mittel- und Hochtöner sind getrennt ausgeführt, während die Primus auf Koaxiallautsprecher setzt. Das Meisterstück ist für größere Räume bis etwa 35 m² geeignet.
Sébastien
Gutes Produkt, aber der Sound ist etwas zu basslastig, ich habe die Bässe fast auf Maximum reduziert, ich hatte bessere Klangqualität erwartet…
Kommentar vom 20. Januar 2026 — Erfahrung vom 9. Januar 2026
Thomas
Es ist schwierig, etwas Kompakteres zu finden, das gleichzeitig audiophile Klangqualität bietet.
Ideal für die Beschallung eines kleinen Raumes: Schlafzimmer oder Küche.
Dank der benutzerfreundlichen App können Sie jede Art von digitaler Musik abspielen.
Außerdem ist die Verarbeitung sehr sauber und das Gerät macht auf einem schönen Möbelstück eine gute Figur!
Kommentar vom 11. April 2024 — Erfahrung vom 30. März 2024