István
Guter Klang, aber der Transformator brummt
Kommentar vom 4. März 2025 — Erfahrung vom 17. Februar 2025
Der DAC-8 verkörpert NuPrimes Philosophie: High-Fidelity zugänglich machen, ohne Kompromisse bei der Klangqualität. Dieser Digital-Analog-Wandler vereint eine besonders großzügige Anschlussvielfalt, proprietäre Signalverarbeitungstechnologie und eine Vorverstärker- Funktion in einem kompakten Gehäuse. Mit acht Digitaleingängen und der Fähigkeit, bis zu 384 kHz/32 Bit und DSD256 zu dekodieren, verwandelt er selbst bescheidene Digitalquellen in bemerkenswerte Klangleistungen.
Der DAC-8 steht auf von NuPrime entwickelten Dämpfungsfüßen und verfügt über ein vibrationsarmes Gehäuse aus Stahl- und Aluminiumplatten. Diese präzise mechanische Konstruktion zeugt von Liebe zum Detail, selbst bei diesem Modell aus der zugänglichen Produktlinie der Marke. Erhältlich in Schwarz oder Silber fügt sich das kompakte Gehäuse mit 235 × 281 × 55 mm problemlos in jede Audioinstallation ein.
Im Inneren dominiert die CMS-Technologie das Schaltungsdesign. Herzstück ist der ESS ES9018Q2C, ein 32-Bit-Wandler aus der Sabre-Technologie von ESS Technology. Diese Chiplösung profitiert von einer besonderen Aufbereitung durch den proprietären NuPrime SRC IC, der gemeinsam mit einem Halbleiterzulieferer entwickelt wurde. Dieser führt ein Oversampling der Eingangssignale auf Megahertz-Frequenzen durch und wandelt anschließend auf die Zielfrequenz zurück, wodurch Jitter und Verzerrungen minimiert werden. Die Stromversorgung verfügt über einen hochwertigen Transformator in einem separaten Bereich, während eine eigenständige Karte den digitalen USB-B- Eingang verwaltet. Die analogen Stereoausgänge über RCA- Buchsen werden von einem hermetischen Takamisawa-Relais geschaltet und gewährleisten eine signalreine Übertragung ohne Qualitätsverlust.
Die Rückseite offenbart eine Anschlussvielfalt, die in dieser Preisklasse selten ist. Die acht Digitaleingänge gliedern sich wie folgt: zwei Koaxial-Eingänge mit Unterstützung bis 384 kHz/24 Bit und DSD64/128 DoP, zwei optische Eingänge bis 192 kHz/24 Bit und DSD64 DoP, zwei HDMI- I2S-Ports für PCM-Signale bis 384 kHz/32 Bit und DSD64 bis DSD256 sowie zwei separate USB- Verbindungen.
Der asynchrone USB-B-Port ist der Haupteingang für Computer. Unter Windows akzeptiert er Streams bis 384 kHz/24 Bit und natives DSD256, während unter Mac und Linux die Kompatibilität bis 384 kHz/24 Bit und DSD128 DoP reicht. Der USB-A-Port bietet eine interessante Besonderheit: NuPrime hat ihn so konfiguriert, dass er sowohl das S/PDIF-Signal als auch die 5V-Stromversorgung überträgt. So lassen sich die hauseigenen Drahtlosempfänger (Bluetooth aptX oder Wi-Fi- Streaming) mit nur einem Standardkabel verbinden. Dieser clevere Ansatz vereinfacht die Integration kabelloser Optionen bei gleichzeitiger Wahrung der Qualität des Digitalsignals.
Die Mikroprozessorsteuerung speichert die Einstellungen jedes Eingangs, einschließlich des individuell justierbaren Lautstärkepegels. So lassen sich unterschiedliche Quellen präzise angleichen und unangenehme Pegelsprünge beim Eingangswchsel vermeiden.
Über seine Kernaufgabe der Wandlung hinaus integriert der DAC-8 einen ausgefeilten digitalen Vorverstärker. Die Lautstärkeregelung erfolgt in 99 Schritten zu je 0,5 dB und bietet damit einen Einstellbereich von 49,5 dB mit bemerkenswerter Präzision. Dieses hybride Analog-/Digital-Design ist eine elegante technische Lösung: Die 0,5-dB-Schritte der digitalen Regelung werden dem DAC für eine optimale Verarbeitung direkt zugeführt, anschließend durchläuft das resultierende Analogsignal ein niederrausch- und verzerrungsarmes Widerstandsleiter-Netzwerk.
Dieser Ansatz unterscheidet sich grundlegend von traditionellen Vorverstärkern. Anstelle eines klassischen, nichtlinearen Potentiometers mit Kanalungleichheiten bei niedriger Lautstärke oder eines kostspieligen, geschalteten Widerstandsnetzwerks hat NuPrime eine Lösung entwickelt, die die Präzision der Digitaltechnik mit der Musikalität der Analogtechnik verbindet. Jeder Eingang behält seine eigene Lautstärkeeinstellung im Speicher, wodurch sich Quellen mit unterschiedlichen Pegeln perfekt angleichen lassen.
Der RCA-Ausgang liefert 2 V RMS, einen Standardpegel für den Direktbetrieb von Endstufen oder die Integration in ein traditionelles System mit integriertem Verstärker. 12V-Trigger-Ein- und -Ausgänge erleichtern die Einbindung in automatisierte Installationen.
Die technischen Messwerte zeigen solide Leistung: Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz mit maximaler Abweichung von ± 0,3 dB, Signal-Rausch-Abstand über 110 dB, gesamte harmonische Verzerrung plus Rauschen unter 0,005 %. Diese Zahlen belegen ein sorgfältiges Design, doch erst beim Hören zeigt der DAC-8 seine Qualitäten.
Die DSP-Verarbeitung über den proprietären SRC-Chip erzeugt einen ausgewogenen, detailreichen Klang. Der Mittelton überzeugt mit Dichte und greifbarem Charakter und bildet Stimmen klar und mit natürlicher Substanz ab. Der Bass reicht tief hinab und bleibt dennoch kontrolliert und präzise artikuliert. Die Bühne weitet sich im Vergleich zu Einstiegs-Digitalquellen deutlich, mit präziser Platzierung der virtuellen Schallquellen in Breite und Tiefe. Instrumentaltonfarben gewinnen an Natürlichkeit und Fülle und werten die Wiedergabe bescheidener Digitalquellen spürbar auf.
Getestet mit verschiedenen CD-Playern und Computerquellen, demonstriert der DAC-8 seine Fähigkeit, das Eingangssignal konsequent zu veredeln. Streams von Plattformen erhalten eine neue Dimension mit Kohärenz, Fluss und Detailreichtum, die an High-End-CD-Player erinnern. Der Zugewinn beschränkt sich nicht auf technische Aspekte: Die Gesamtmusikalität steigt, was längeres Hören involvierender und weniger ermüdend macht.
Die HDMI-Anschlüsse des DAC-8 übertragen ausschließlich digitale Audiosignale im I2S-Format, einem professionellen Protokoll mit äußerst geringem Jitter. Diese Eingänge sind nicht mit standardisierten HDMI-Videosignalen kompatibel. I2S über HDMI ermöglicht die Übertragung von PCM-Signalen bis 384 kHz/32 Bit und DSD bis DSD256 und übertrifft damit die Fähigkeiten traditioneller S/PDIF-Verbindungen. Die I2S-Kompatibilität variiert je nach Hersteller; prüfen Sie die Pinbelegung Ihrer Quellgeräte.
NuPrime hat eine proprietäre Implementierung entwickelt, die den Standard-USB-A-Stecker verwendet, um gleichzeitig die 5V-Stromversorgung und Audiodaten im S/PDIF-Format zu übertragen. Diese clevere Lösung ermöglicht die Verbindung der Module Omnia WR-1, WR-2, BTR-HD, Stream Mini oder Stream Mini DAC mit einem einfachen Standard-USB-Kabel. Die Bluetooth-Module unterstützen aptX HD, während die Wi-Fi-Module Streaming bis 192 kHz/24 Bit erlauben. Diese vereinfachte Konnektivität verhindert Kabelsalat und bewahrt zugleich die Integrität des Digitalsignals.
Der DAC-8 arbeitet dank seiner ausgefeilten Lautstärkeregelung und des 2V-RCA-Ausgangs effektiv als Vorverstärker für Digitalquellen. Er verfügt jedoch über keine Analogeingänge und ist daher ausschließlich für digitale Quellen ausgelegt. In einem vollständig digitalen System bietet er eine elegante Lösung für den Direktbetrieb von Endstufen. Die 99 Lautstärkestufen zu 0,5 dB bieten eine feinere Justage als viele traditionelle Vorverstärker.
Der NuPrime SRC IC führt ein Oversampling auf Megahertz-Frequenzen durch und wandelt anschließend auf die Zielfrequenz zurück. Dieser zweistufige Prozess reduziert zeitlichen Jitter drastisch, eine Hauptursache klanglicher Beeinträchtigungen in Digitalsystemen. Die Verarbeitung wird auf alle Eingangssignale angewendet, unabhängig von deren ursprünglicher Auflösung, und gewährleistet so gleichbleibend hohe Qualität. Diese Technologie hebt NuPrime von Standardimplementierungen ab, die sich auf Referenzschaltungen der DAC-Chiphersteller beschränken.
NuPrime stellt einen proprietären ASIO-Treiber (Version 5.57.0 oder neuer) für Windows 10 und 11 in 32 und 64 Bit bereit. Dieser erlaubt native DSD-Wiedergabe bis DSD256 und PCM bis 384 kHz/24 Bit im asynchronen Modus. Die Treiberinstallation aktiviert zudem die Puffersteuerung zur Minimierung der Latenz. Für Mac- und Linux-Nutzer arbeitet der DAC-8 im Plug-and-Play-Betrieb mit Standardtreibern und unterstützt DSD128 im DoP-Modus sowie PCM bis 384 kHz/24 Bit.
István
Guter Klang, aber der Transformator brummt
Kommentar vom 4. März 2025 — Erfahrung vom 17. Februar 2025