NAD M23 v2
Übersicht
Der Stereo-Leistungsverstärker NAD M23v2 integriert die Purifi Eigentakt-Module der zweiten Generation. Dieses Modell baut auf mehreren Jahrzehnten Erfahrung der Marke in der Entwicklung von High-Fidelity-Verstärkern auf. Es wurde entwickelt, um eine transparente Klangwiedergabe und eine präzise dynamische Kontrolle zu bieten, ganz im Einklang mit der NAD-Designphilosophie seit 1972.
Eigentakt-Architektur der zweiten Generation: Über die konventionelle Klasse D hinaus
Das Herzstück des M23v2 sind die Purifi Eigentakt-Verstärkermodule der zweiten Generation, die von NAD in den eigenen Werken unter Exklusivlizenz gefertigt werden. Diese Technologie, deren Name wörtlich „selbstgetaktet“ auf Deutsch bedeutet, löst die historischen Probleme der Klasse-D-Verstärkung durch patentierte Rückkopplungsalgorithmen und eine revolutionäre Schaltungstopologie.
Die Eigentakt-Module verwenden eine Gegenkopplungsschleife mit einer Verstärkung von über 75 dB über das gesamte Audiospektrum, was einem beispiellosen Verstärkungs-Bandbreiten-Produkt von 110 MHz entspricht. Diese Architektur ermöglicht eine praktisch nicht messbare harmonische und Intermodulationsverzerrung bei allen Frequenzen und Ausgangspegeln. Die patentierte Fehlerkorrekturschaltung kompensiert in Echtzeit Nichtlinearitäten, einschließlich der magnetischen Hysterese der Ausgangsinduktivitäten – ein Phänomen, das für die oft kritisierte Härte älterer Klasse-D-Verstärker verantwortlich ist.
Der außergewöhnlich niedrige Ausgangswiderstand des M23v2 resultiert in einer Dämpfungsfaktor von über 1600 von 20 Hz bis 4 kHz bei 4 Ohm, der darüber hinaus sogar fast 2000 erreicht. Diese Eigenschaft garantiert eine absolute Kontrolle über die Membranbewegung, was besonders im Bassbereich mit maximalen Auslenkungen entscheidend ist. Die Frequenzgang bleibt unabhängig von der Lastimpedanz streng linear und belegt damit das „load-invariant“-Versprechen von Purifi.
Aufbau und Design: Exzellenz bis ins kleinste Detail
Das vollständig aus einer Legierung gefertigte Gehäuse des M23v2 unterstreicht die High-End-Positionierung der Masters-Serie. Die steifen, dicken Paneele minimieren mechanische Resonanzen, während die magnetischen Spikes mit integrierter Spitze eine optimale mechanische Entkopplung bieten. Diese Füße, ausgestattet mit abnehmbaren Magnetpads, ermöglichen die Aufstellung auf jeder Oberfläche, ohne die Vibrationsisolation zu beeinträchtigen.
Das Innenlayout folgt einer Spiegelarchitektur mit vollständiger Kanaltrennung, lediglich das Netzteil wird gemeinsam genutzt. Die mehrlagigen Leiterplatten verwenden dicke Kupferbahnen, um parasitäre Widerstände zu minimieren und den Stromtransfer zu optimieren. Das speziell von NAD entwickelte Schaltnetzteil liefert massive Sofortstromreserven bei gleichzeitig vorbildlicher Regelung. Dieses ausgeklügelte Netzteil trägt direkt zu den außergewöhnlichen dynamischen Leistungen bei: 260 Watt pro Kanal an 8 Ohm und 520 Watt an 4 Ohm im Dynamikbetrieb.
Der Belüftung wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Acht Lüftungsgitter auf der Oberseite, jeweils durch ein feines Metallgitter geschützt. Entgegen gängiger Vorurteile über Klasse D erzeugt der M23v2 eine gewisse Menge an Wärme, die abgeführt werden muss – wenn auch deutlich weniger als bei einem Klasse-AB-Verstärker vergleichbarer Leistung.
Konnektivität und Systemintegration: Professionelle Flexibilität
Die Rückseite des M23v2 zeigt einen konsequent professionellen Ansatz bei der Konnektivität. Die symmetrischen XLR- und unsymmetrischen Cinch-Eingänge sind mit einer automatischen Erkennungsschaltung ausgestattet, die den Gain je nach Signalart optimiert. Der dreistufige Gain-Schalter (15,5 dB, 20,5 dB und 25,5 dB) ermöglicht eine präzise Anpassung der Eingangsempfindlichkeit an den jeweiligen Vorverstärker.
Der neue 12V-Trigger-Ausgang mit einer Verzögerung von einer Sekunde stellt eine bedeutende Verbesserung gegenüber der ersten Generation dar. Diese intelligente Verzögerung verhindert gleichzeitige Stromspitzen beim Einschalten mehrerer in Reihe geschalteter Verstärker und schützt so die Elektroinstallation vor Lastspitzen. Der Trigger-Eingang akzeptiert Signale von 3 bis 12V und gewährleistet so die Kompatibilität mit den meisten Vorverstärkern und Prozessoren auf dem Markt.
Die vergoldeten Lautsprecheranschlüsse sind kompatibel mit Bananensteckern, Gabelschuhen und abisolierten Kabeln bis 10 AWG und erlauben vielfältige Konfigurationen. Ihr großzügiger Abstand erleichtert den Anschluss von Kabeln mit großem Querschnitt, während die massive Bauweise einen dauerhaft optimalen elektrischen Kontakt garantiert.
Synergie mit dem NAD Masters Ökosystem
Der M23v2 findet seinen natürlichen Partner im Vorverstärker-DAC M66 BluOS und bildet ein sowohl technisch als auch ästhetisch stimmiges Ensemble. Der M66 bringt die Raumkorrekturtechnologien Dirac Live und Dirac Live Bass Control ein, die Raumfehler kompensieren und das volle Potenzial des M23v2 freilegen. Das 7-Zoll-Touchdisplay des M66 und die BluOS-Streaming-Funktionen modernisieren das Nutzererlebnis, während die Reinheit des analogen Signalwegs zum M23v2 erhalten bleibt.
Eine alternative Konfiguration kombiniert den M23v2 mit dem integrierten Verstärker M33v2, der ebenfalls mit Eigentakt-Modulen ausgestattet ist. In dieser Konstellation arbeiten M33v2 und M23v2 jeweils im Brückenmodus und schaffen so ein System mit 700 Watt pro Kanal und integriertem Streaming. Dieser modulare Ansatz ermöglicht einen schrittweisen Ausbau – ein Markenzeichen der NAD-Philosophie seit den Anfängen.
Technische Daten
Verstärkertechnologie und Leistung
- Verstärkertechnologie: HybridDigital Purifi Eigentakt 2. Generation (Klasse D)
- Dauerleistung
- 200 W pro Kanal an 8 Ω
- 380 W pro Kanal an 4 Ω
- Dynamische Leistung
- 260 W pro Kanal an 8 Ω
- 520 W pro Kanal an 4 Ω
- Brückenmodus: 700 W Mono-Dauerleistung an 8 Ω
Audio-Performance
- Verzerrung: Nahezu nicht vorhandene harmonische und Intermodulationsverzerrungen auf allen Pegeln
- Rauschen: Unhörbarer Pegel
- Frequenzgang: Breit, flach und konstant bei allen Lasten
- Ausgangsimpedanz: Sehr niedrig, sorgt für perfekte Kontrolle der Lautsprecher
Anschlüsse und Bedienelemente
- Eingänge
- Unsymmetrisch RCA
- Symmetrisch XLR mit automatischer Erkennung
- Gain-Regelung: 3-stufiger Schalter
- 12V-Trigger: Ein- und Ausgang mit 1-Sekunden-Verzögerung zur Vermeidung von Spannungsspitzen
- Brückenmodus-Funktion: Ermöglicht die Kopplung von zwei M23 V2 für erhöhte Leistung
Integration und Kompatibilität
- Kompatibilität: Perfekt abgestimmt auf den BluOS M66 DAC-Vorverstärker und andere NAD-Komponenten der MASTERS-Serie
- Anwendungen
- Anspruchsvolle audiophile Stereo-Systeme
- Installation im Brückenmodus für maximale Leistung
- Kombination mit NAD M33 V2 für ein leistungsstarkes Streaming-System
Design und Verarbeitung
- Gehäuse aus solidem, elegantem Metalllegierung
- Steife Paneele und magnetische Füße für optimale Isolation
- Mehrlagige interne Schaltungen für erhöhte mechanische und elektrische Stabilität
- Hochwertige, robuste Optik
Highlights
- Klarer, präziser Klang mit außergewöhnlicher Stereoabbildung
- Hohe Dauer- und Dynamikleistung für alle Lautsprechertypen
- Sehr geringe Verzerrung und Rauschen
- Hervorragende Stabilität und Kontrolle auch bei schwierigen Lasten
- Einfache und flexible Installation mit mehreren Eingangsoptionen
- Modernes, effizientes und kompaktes Design
Physikalische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × T): 435 × 133 × 396 mm
- Nettogewicht: 9,7 kg
- Standby-Verbrauch: < 0,5 W
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen dem M23v2 und der ersten Generation M23?
Der M23v2 integriert die Purifi Eigentakt-Module der zweiten Generation, die eine verbesserte Zeitsynchronisation und eine noch weitergehende Unterdrückung von Verzerrungen bieten. Der neue Trigger-Ausgang mit einer Verzögerung von einer Sekunde erleichtert das Kaskadieren mehrerer Verstärker, indem Einschaltstromspitzen vermieden werden. Diese, wenn auch subtilen, Verbesserungen tragen zu einer noch transparenteren Wiedergabe und einer vereinfachten Systemintegration bei.
Kann der M23v2 auch schwierige Lautsprecher mit niedriger Impedanz antreiben?
Absolut. Mit 380 Watt Dauerleistung an 4 Ohm und 520 Watt im Dynamikbetrieb verfügt der M23v2 über beträchtliche Stromreserven. Sein extrem niedriger Ausgangswiderstand und der hohe Dämpfungsfaktor garantieren optimale Kontrolle selbst bei komplexen Lasten. Die Eigentakt-Topologie hält ihre Leistung unabhängig von der Impedanz aufrecht, im Gegensatz zu herkömmlichen Klasse-D-Verstärkern, bei denen es zu Frequenzgangabweichungen bei bestimmten Lasten kommen kann.
Wie schneidet der M23v2 im Vergleich zu traditionellen Klasse-AB-Verstärkern ab?
Der M23v2 übertrifft objektiv die meisten Klasse-AB-Verstärker in Bezug auf messbare Verzerrungen, Grundrauschen und Dämpfungsfaktor. Die gesamte harmonische Verzerrung bleibt über den gesamten Frequenzbereich und bei allen Pegeln unter 0,001 % – ein Wert, den lineare Topologien selten erreichen. Der Wirkungsgrad von über 90 % erzeugt weniger Wärme und ermöglicht ein kompakteres Gehäuse. Subjektiv haben die Eigentakt-Module die klanglichen Schwächen, die Klasse D historisch zugeschrieben wurden, eliminiert.
Muss der M23v2 zwingend mit einem NAD-Vorverstärker kombiniert werden?
Nein, der M23v2 lässt sich problemlos mit jedem hochwertigen Vorverstärker mit symmetrischen XLR- oder unsymmetrischen Cinch-Ausgängen integrieren. Der dreistufige Gain-Schalter ermöglicht die optimale Anpassung an Vorverstärker mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten. Dennoch garantiert die Kombination mit dem M66 oder dem M33v2 eine optimale Synergie und eine integrierte Steuerung über das BluOS-Ökosystem.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.



