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Fyne Audio F55E (Set von 2)

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Übersicht

Fyne Audio bringt seine Koaxialtreiber-Technologie in ein sehr kompaktes Standlautsprecherformat, das kaum mehr Platz beansprucht als ein auf einem Ständer montierter Regallautsprecher. Die F55E übernimmt das IsoFlare-Prinzip der höher positionierten Modelle der schottischen Marke, kombiniert mit einem dedizierten Tieftöner und einer nach unten abstrahlenden Öffnung mit BassTrax-Diffusor. Gehäusehöhe 92,5 cm, Ausführung schwarze Esche: ein Standlautsprecher für kleine Räume, ohne auf den Charakter eines bodenstehenden Lautsprechers zu verzichten.

Der kompakteste IsoFlare-Standlautsprecher

Mit ihren 92,5 cm Höhe und einer Stellfläche von 21 x 23,6 cm beansprucht die F55E nicht mehr Platz als ein auf einem schweren Ständer montierter Regallautsprecher. Sie ist das kleinste Standlautsprechermodell mit Koaxialtreiber im Fyne Audio Katalog und ergänzt die F500E-Serie mit einem Zwischenformat zwischen der Regallautsprecher F5E und der F501. Die schottische Marke, 2017 von ehemaligen Tannoy-Ingenieuren gegründet, darunter Paul Mills, hat die Entwicklung des koaxialen Point-Source-Treibers in allen Preisklassen weiter vorangetrieben.

Der koaxiale IsoFlare-Treiber

Der IsoFlare ist ein Point-Source-Lautsprecher: Der 19-mm-Titankalotten-Hochtöner mit Kompressionskammer sitzt im Zentrum der 125-mm-Multifaser-Membran, die den Mitteltonbereich abdeckt. Beide Schallquellen teilen sich dieselbe akustische Achse, wodurch Mittel- und Hochton zeitlich ausgerichtet werden und das Stereobild fokussierter wird. Der Rand der Membran nutzt die FyneFlute-Sicke, deren Wellenkanten Randresonanzen dämpfen und Verfärbungen begrenzen. Bei der F55E übernimmt dieser Treiber die Konstruktion der höher positionierten Modelle der Marke, in verkleinertem Durchmesser.

Zum Boden gerichtete BassTrax-Abstimmung

Unter dem IsoFlare befindet sich ein zweiter 125-mm-Lautsprecher mit Multifaser-Membran, der dem Tieftonbereich gewidmet ist. Die Trennfrequenz zwischen den beiden Einheiten liegt bei 350 Hz (Tiefpassfilter zweiter Ordnung, Hochpassfilter erster Ordnung), die zwischen Mittel- und Hochtöner bei 1,8 kHz. Die Bassreflexöffnung mündet unter dem Gehäuse, 3,2 cm von der Vorderkante entfernt, gegenüber einem Tractrix-Diffusorkegel namens BassTrax. Dieses System lenkt die Energie der Öffnung in 360° rund um den Lautsprecher um, wodurch die Abstimmung weniger empfindlich auf den Abstand zur Rückwand reagiert als eine klassische rückwärtige Öffnung. Der Frequenzgang im Raum reicht bis 42 Hz bei -6 dB hinab.

MDF-Gehäuse und Ausführung schwarze Esche

Das Gehäuse aus hochdichtem MDF verfügt über innere Verstrebungen und Dämpfung und bringt 11,9 kg auf die Waage: ein stimmiges Gewicht für einen bodenstehenden Lautsprecher selbst in reduziertem Format. Die Ausführung beschränkt sich derzeit auf schwarzes Esche-Vinyl, mit einer serienmäßig mitgelieferten vollflächigen Stoffabdeckung. Die Position des BassTrax-Kegels unter dem Gehäuse erfordert einen stabilen Stand: Die F55E integriert im unteren Bereich die nötigen Träger, um den unter der Öffnung vorgesehenen Freiraum von 3,2 cm zu erhalten.

Empfindlichkeit, Impedanz und Verstärkerkompatibilität

Mit 88 dB Empfindlichkeit bei 2,83 V in 1 m Entfernung, einer Nennimpedanz von 8 Ω und einem empfohlenen Leistungsbereich von 30 bis 120 W RMS verträgt sich die F55E sowohl mit leistungsmäßig bescheidenen Vollverstärkern als auch mit großzügiger ausgelegten Modellen. Die zulässige Dauerbelastbarkeit beträgt 60 W RMS. Der Wirkungsgrad ordnet sie in einen Bereich ein, der für die große Mehrheit der Transistorverstärker im Wohnraum gut zugänglich ist, ohne besondere Stromanforderungen.

Aufstellung und Hörbetrieb im Raum

Der BassTrax-Diffusor erlaubt eine tolerantere Aufstellung als bei einem Standlautsprecher mit rückwärtiger Öffnung: Einige Dutzend Zentimeter zwischen Lautsprecher und Rückwand reichen in der Regel aus, um eine korrekte tonale Balance zu erhalten. Die Richtwirkung des IsoFlare-Point-Source-Treibers ist jedoch außerhalb der Achse ausgeprägter als die einer klassischen Kombination aus getrenntem Hochtöner und Mitteltöner, insbesondere im Bereich um 5 kHz: Eine leichte Einwinkelung zum Hörer (Toe-in) ist sinnvoll, um die Hochtonwiedergabe auf dem Sofa zu erhalten. Der Tiefgang bis 42 Hz deckt den Großteil der musikalischen Grundtöne ohne Subwoofer ab, doch die Integration mit einem Subwoofer bleibt für Heimkino sinnvoll, wo sehr tieffrequente Effekte den Nutzbereich dieses Gehäuseformats überschreiten.

Technische Daten

Audioleistung

  • Empfohlene Verstärkerleistung: 30–120 W RMS
  • Dauerbelastbarkeit: 60 W RMS
  • Empfindlichkeit (2,83 V in 1 m): 88 dB
  • Nennimpedanz: 8 Ω
  • Frequenzgang (typisch im Raum, -6 dB): 42 Hz–38 kHz

Lautsprecher und Frequenzweiche

  • Bestückung: 1 x 125 mm IsoFlare Tiefton/Mittelton mit 19 mm Titan-Kalotten-Kompressionstreiber, 1 x 125 mm Tiefton, beide mit Multifi ber-Membran
  • Übergangsfrequenzen: 350 Hz und 1,8 kHz
  • Weichentyp: 2. Ordnung Tiefpass, 1. Ordnung Hochpass

Physische Spezifikationen

  • Abmessungen – H x B x T: 92,5 x 21,0 x 23,6 cm
  • Nettogewicht – je: 11,9 kg
  • Ausführungen: Schwarzes Eschenfurnier
  • S-Trax Position (vom vorderen Gehäuserand): 3,2 cm

Allgemeine Informationen

  • Systemtyp: 2,5-Wege, Downfire-Bassreflex mit Tractrix BassTrax-Diffusor

Häufig gestellte Fragen

Kann die F55E ohne Subwoofer auskommen?

Beim Musikhören deckt der Tiefgang bis 42 Hz (-6 dB) nahezu die Gesamtheit der akustischen Instrumente und den größten Teil des Bereichs verstärkter Musik ab. Für Heimkino hingegen liegen sehr tieffrequente Effekte (LFE-Kanal, Infraschall) deutlich außerhalb dieses Bereichs: Ein Subwoofer bleibt sinnvoll, sobald das physische Empfinden von tiefem Bass gewünscht ist, besonders in einem Raum von mehr als 25 m². Die Trennung erfolgt dann je nach Raumakustik zwischen 60 und 80 Hz.

Welcher Abstand zur Rückwand ist vorzusehen?

Die zum Boden gerichtete Öffnung und der BassTrax-Diffusor machen die F55E weniger aufstellungskritisch als einen Standlautsprecher mit rückwärtiger Öffnung. Einige Dutzend Zentimeter zwischen Rückwand des Lautsprechers und Wand reichen in der Regel aus, um eine übermäßige Bassverstärkung zu vermeiden. Eine Einwinkelung zum Hörer bleibt nützlich, um die Hochtonwiedergabe zu erhalten, da die Richtwirkung des IsoFlare-Treibers außerhalb der Achse ausgeprägter ist als bei einer Anordnung mit getrennten Lautsprechern.

Mit welchen Verstärkern lässt sie sich kombinieren?

Die Empfindlichkeit von 88 dB und die Nennimpedanz von 8 Ω machen die F55E wenig anspruchsvoll. Der gesamte von Fyne Audio empfohlene Bereich von 30 - 120 W RMS ist geeignet: Ein hochwertiger Transistor-Vollverstärker in diesem Bereich oder ein Röhrenverstärker mit mehr als 25 W pro Kanal genügt, um das Potenzial des Standlautsprechers auszuschöpfen. Die Qualität der Elektronik zählt mehr als die auf dem Datenblatt angegebene reine Leistung.

Eignet sie sich für ein Surround-System?

Die F55E kann in einer 5.1- oder 7.1-Konfiguration in einem mittelgroßen Raum die Rolle des linken und rechten Frontlautsprechers übernehmen. Um die klangliche Kohärenz zwischen den Kanälen zu bewahren, bietet Fyne Audio in derselben Serie die Regallautsprecher F5E (gleiche Lautsprecherchassis) für die Surround-Kanäle an, ergänzt durch einen dedizierten Center-Lautsprecher. Die Gehäusegröße der F55E begrenzt jedoch den maximalen Schalldruck im Vergleich zu den größeren Standlautsprechern der Serie.

  • Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
  • GTIN / EAN : 5056386709100
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