Bowers & Wilkins ISW-8
Übersicht
Der ISW-8 von Bowers & Wilkins ist ein Einbau-Subwoofer für maßgeschneiderte Installationen. Er ist mit einem 30-cm-Treiber mit Aerofoil-Membran und einem vibrationsentkoppelnden Isolationssystem ausgestattet. Dieser passive Subwoofer lässt sich in eine Standardwand des Typs 2×4 mit einer Tiefe von 84 mm integrieren. Er ist für die Verwendung mit den Einbaulautsprechern der CI700- und CI800-Serie konzipiert und liefert Bässe, die für Heimkino- und HiFi-Installationen geeignet sind.
Ein kompromisslos für den Wandeinbau konzipierter Subwoofer
Der ISW-8 ist Bowers & Wilkins’ Antwort auf eine sehr spezifische Fragestellung: Wie erzielt man Referenzbässe in einer maßgeschneiderten Installation, bei der visuelle Unauffälligkeit oberste Priorität hat? Die technische Herausforderung bestand darin, einen Subwoofer zu entwickeln, der genügend Luft bewegt, um tiefe Bässe zu erzeugen, und zugleich die Maßvorgaben einer Standardwand einhält. Das Ergebnis ist ein geschlossenes MDF-Gehäuse (Closed-Box) mit Verstrebungen, 1.640 mm Höhe, 350 mm Breite und nur 84 mm Tiefe, das die Integration in eine typische 2×4-Ständerwand nordamerikanischer Bauweise oder in entsprechende europäische Trennwände ermöglicht.
Das interne Volumen des Subwoofers von 30 Litern ist trotz der geringen Tiefe durch eine sorgfältige akustische Auslegung optimiert. Das geschlossene Gehäuse wurde einem Bassreflexsystem mit Port aus mehreren technischen Gründen vorgezogen: Es bietet ein schnelleres Impulsverhalten, eine bessere Membrankontrolle im Tieftonbereich und verhindert Luftverwirbelungen, die in einem engen Hohlraum zwischen zwei Wandständern problematisch sein könnten. Die interne Verstärkung des Gehäuses reduziert störende Gehäuseresonanzen und stellt sicher, dass ausschließlich der Treiber Schall erzeugt.
Die sichtbare Front des Subwoofers misst 400 × 400 mm bei 8,5 mm Tiefe und sorgt für eine unauffällige Integration in die Wand. Diese quadratische Fläche ermöglicht flexible Installationsoptionen und eine ausgewogene Optik. Die Schallwand kann nach Bedarf lackiert werden, um nach Abschluss der Installation vollständig unsichtbar zu sein.
Die Aerofoil-Membran: Ergebnis fortschrittlicher Computer-Modellierung
Im Herzen des ISW-8 arbeitet ein 30-cm-(12-Zoll-)Treiber mit einer Aerofoil-Membran, einer Technologie, die aus den Forschungen für die 800 Diamond Serie hervorgegangen ist. Diese Verbundmembran besitzt eine variierende Dicke, die durch fortschrittliche Computer-Modellierung berechnet wurde: dicker dort, wo hohe Steifigkeit entscheidend ist, dünner an anderen Stellen, um die Gesamtmasse gering zu halten. Dieser Ansatz ermöglicht ein optimales kolbenförmiges Verhalten, bei dem sich die Membran wie ein steifer Kolben bewegt – ohne Verformungen oder störende Aufbrechmoden im nutzbaren Frequenzbereich.
Die Sandwich-Struktur der Aerofoil-Membran kombiniert eine Außenschicht aus Carbonfasern mit einem Kern aus syntaktischem Schaum, einem Verbundmaterial aus vorgeformten Hohl-Mikrosphären. Diese Konstruktion bietet ein außergewöhnliches Steifigkeits-Gewichts-Verhältnis: Die Membran bleibt leicht genug, um auf schnelle Transienten unmittelbar zu reagieren, und zugleich steif genug, um die für die tiefsten Frequenzen erforderliche Luftmenge zu bewegen. Neodym-Magnete, die bei gleichem Volumen stärker sind als herkömmliche Ferritmagnete, ermöglichen eine präzise magnetische Kontrolle der Schwingspule und reduzieren gleichzeitig den Gesamtbauraum des Antriebs.
Der Membranhub stellt bei Bowers & Wilkins einen Rekord im Bereich der Einbau-Subwoofer dar. Dieser Langhub erlaubt die großen Auslenkungen, die nötig sind, um trotz des begrenzten Gehäusevolumens hohe Schalldruckpegel zu generieren. Der Frequenzgang reicht von 16 Hz bis 200 Hz (-3 dB), mit einem nutzbaren Bereich von 12 Hz bis 260 Hz (-6 dB), wodurch der gesamte Tieftonbereich abgedeckt wird. Die Nennimpedanz von 8 Ohm erleichtert das Antreiben durch externe Verstärker, und die zulässige Leistung von 1000 Watt schöpft das dynamische Potenzial des Wandlers vollständig aus.
Integriertes Anti-Vibrationssystem zum Schutz der baulichen Integrität
Einer der bemerkenswertesten Aspekte des ISW-8 ist sein integriertes vibrationsentkoppelndes Befestigungssystem. Anders als bei herkömmlichen, auf dem Boden stehenden Subwoofern birgt ein in die Wand eingelassener Subwoofer ein erhebliches Risiko: die direkte Übertragung von Tieffrequenzvibrationen auf die Gebäudestruktur. Diese Vibrationen können nicht nur den Komfort in angrenzenden Räumen beeinträchtigen, sondern auch die wahrgenommene Klangqualität verschlechtern, indem sie störende Resonanzen in den umgebenden Wänden erzeugen.
Bowers & Wilkins hat die Rückbox (Backbox) des ISW-8 mit speziell für diese Anwendung entwickelten vibrationsisolierenden Haltern konstruiert. Diese Befestigungen erlauben es, den Subwoofer an der Wand aufzuhängen und gleichzeitig den Rest der Struktur mechanisch zu entkoppeln. Das Prinzip beruht auf Elastomer-Materialien, die die Vibrationsenergie absorbieren, anstatt sie zu übertragen. Diese aktive Entkopplung bringt zwei klare Vorteile: Zum einen verbessert sie die akustische Performance, indem sie von der Wand induzierte Verfärbungen eliminiert; zum anderen schützt sie die bauliche Integrität, da die mechanische Ermüdung der Materialien begrenzt wird.
Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu nachträglichen Isolationslösungen wie Plattformen oder Entkopplungshaltern, die bei herkömmlichen Subwoofern oft erforderlich sind. Hier ist die Isolation integraler Bestandteil des Designs, was maximale Effizienz ohne zusätzliche Maßnahmen gewährleistet. Für Installateure vereinfacht das auch die Umsetzung: Ist der Subwoofer gemäß Anleitung korrekt positioniert und befestigt, arbeitet das Anti-Vibrationssystem optimal ohne weitere Einstellungen.
Dokumentationen
Englisch
Technische Daten
Lautsprecher
- Typ: Einbau-Subwoofer für die Wand
- Lautsprechergröße: 30 cm
- Membran: Aerofoil-Tiefbassprofil
- Nennimpedanz: 8 Ω
- Belastbarkeit: 1000 W
Frequenzgang
- Frequenzgang bei –3 dB: 16–200 Hz
- Frequenzbereich bei –6 dB: 12–260 Hz
Gehäuse
- Typ: geschlossenes Gehäuse
- Abmessungen
- Höhe: 1640 mm
- Breite: 350 mm
- Tiefe: 84 mm
- Material: MDF mit interner Verstrebung
- Innenvolumen: 30 L
Frontblende
- Abmessungen
- Höhe: 400 mm
- Breite: 400 mm
- Tiefe: 8,5 mm
BB ISW-8 (Backbox) ist für den Einbau-Subwoofer Bowers & Wilkins ISW-8 obligatorisch
Häufig gestellte Fragen
Welchen Verstärker sollte man zum Antrieb des ISW-8 verwenden?
Da es sich beim ISW-8 um einen passiven Subwoofer handelt, benötigt er einen dedizierten externen Verstärker. Bowers & Wilkins empfiehlt sein eigenes Modell CDA-2HD, einen Class-D-Leistungsverstärker, der speziell für maßgeschneiderte Installationen entwickelt wurde. Dieser Zweikanal-Verstärker liefert 2 × 250 Watt an 8 Ohm oder kann gebrückt werden, um 1000 Watt über einen einzelnen Kanal bereitzustellen – exakt passend zur zulässigen Leistung des ISW-8. Der CDA-2HD verfügt über eine digitale Vorstufe mit DSP, die präzise Einstellungen von Pegel, Phase und Übergangsfrequenz ermöglicht. Andere Verstärker gleichwertiger Qualität können verwendet werden, sofern die Impedanz von 8 Ohm eingehalten und 1000 Watt Dauerleistung nicht überschritten werden.
Kann der ISW-8 in allen Wandtypen installiert werden?
Die Einbautiefe von 84 mm erlaubt die Installation in Standardständerwerken des Typs 2×4 (tatsächlich 89 mm), die in Nordamerika üblich sind, sowie in entsprechenden europäischen Trennwänden mit 70 bis 100 mm. Die Installation in einer tragenden Beton- oder Mauerwerkswand erfordert jedoch eine speziell angelegte Nische. Die beträchtliche Höhe des Subwoofers (1.640 mm) macht zudem eine Prüfung des Abstands zwischen den horizontalen Trägern erforderlich. Bei Renovierungen ist eine vorherige Beurteilung der Wandstruktur unerlässlich. Die Installation in leichten, nicht tragenden Trennwänden ist in der Regel am einfachsten, vorausgesetzt, die Struktur kann das Gewicht des Systems und die dynamischen Kräfte während des Betriebs aufnehmen.
Ist die Rückbox (Backbox) wirklich zwingend erforderlich?
Ja, die Rückbox ist integraler Bestandteil des ISW-8-Systems und ihre Verwendung ist nicht optional. Ohne diese Box könnte der Subwoofer nicht ordnungsgemäß funktionieren. Die Backbox erfüllt drei wesentliche Aufgaben: Sie definiert das rückseitige akustische Volumen für das korrekte Membranverhalten, verhindert, dass rückwärtige Schallwellen in den Wandhohlraum entweichen (was destruktive Interferenzen verursachen würde), und integriert die vibrationsisolierenden Halterungen, die die Gebäudestruktur schützen. Die Rückbox muss beim Kauf separat bestellt werden, da sie nicht im Lieferumfang des Subwoofers enthalten ist. Diese Trennung ermöglicht es Installateuren, den optimalen Zeitpunkt für die Montage der Backbox während Bau- oder Renovierungsarbeiten zu wählen.
Kann der ISW-8 auch in einer Stereo-Konfiguration statt im Heimkino eingesetzt werden?
Absolut. Obwohl Heimkino die Hauptanwendung vieler Subwoofer ist, glänzt der ISW-8 ebenso in hochperformanten Stereo-Setups. Für Liebhaber klassischer Musik, Jazz oder elektronischer Musik erweitert ein oder zwei ISW-8 in einem Stereo-System auf Basis von CI700- oder CI800-Einbaulautsprechern den Tieftonbereich bis auf 16 Hz (-3 dB) – ein Bereich, den die meisten Lautsprecher nicht erreichen. Diese Erweiterung sorgt für Fundament und Tiefe, die bei Orchesteraufnahmen, Kirchenorgeln oder Synthesizern besonders geschätzt werden. Der Einsatz von zwei ISW-8 im Stereobetrieb, jeweils einem Kanal zugeordnet, erhält die in tiefen Frequenzen enthaltenen räumlichen Informationen und erzeugt eine noch natürlichere, dreidimensionale Bühne.
Worin unterscheidet sich der ISW-8 vom Modell ISW-6?
Der ISW-6 ist das Mittelklassemodell der Einbau-Subwoofer von Bowers & Wilkins, während der ISW-8 die Spitzenposition einnimmt. Der Hauptunterschied liegt in der Treibergröße: 20 cm (8 Zoll) beim ISW-6 gegenüber 30 cm (12 Zoll) beim ISW-8. Dieser Durchmesserunterschied führt zu einer erhöhten Luftverschiebung und damit zu höheren Schalldruckpegeln, insbesondere im Tiefbass. Der ISW-8 reicht außerdem tiefer hinab (16 Hz gegenüber etwa 25 Hz beim ISW-6) und verträgt höhere Leistungen (1000 Watt gegenüber 500 Watt). Der ISW-6 ist hingegen in der Höhe kompakter, was die Integration in bestimmten Umgebungen erleichtert. Die Wahl zwischen den beiden Modellen hängt von der Raumgröße, den zugehörigen Lautsprechern und dem gewünschten Leistungsniveau ab.
Wie stellt man Pegel und Übergangsfrequenz des ISW-8 ein?
Diese Einstellungen erfolgen am externen Verstärker, der den ISW-8 antreibt, typischerweise dem Bowers & Wilkins CDA-2HD oder einem gleichwertigen Verstärker. Die Übergangsfrequenz liegt je nach verwendeten Hauptlautsprechern in der Regel zwischen 50 und 120 Hz und bestimmt den Punkt, an dem der Subwoofer die Wiedergabe übernimmt. Mit CI700- oder CI800-Lautsprechern ist ein Übergang um 80 Hz oft ein guter Ausgangspunkt. Der Subwoofer-Pegel sollte so angepasst werden, dass er sich natürlich in die Hauptlautsprecher einfügt – ohne Über- oder Unterbetonung des Basses. Akustische Messwerkzeuge wie ein Schallpegelmesser mit Spektralanalyse oder ein Kalibrierungsmikrofon ermöglichen eine objektive Feinabstimmung. Gegebenenfalls ist auch eine Phasenanpassung erforderlich, um die durch den Abstand zwischen Subwoofer und Hörposition entstehende Verzögerung zu kompensieren.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: FP42900
- GTIN / EAN : 714346337569



