Mofi Electronics StudioDAC
MoFi Electronics StudioDAC: Digital-Analog-Wandler
Als MoFi Electronics in die Digital-Analog-Wandlung einsteigen wollte, folgte die Marke demselben bewährten Rezept wie bei ihren Plattenspielern und Phono-Vorverstärkern: einen renommierten Ingenieur hinzuzuziehen und das Produkt in den USA, in den eigenen Werkstätten in Michigan, zu entwickeln. Für den StudioDAC hat Michal Jurewicz, Gründer und Chefingenieur von Mytek Audio, die Schaltung entworfen. Das Ergebnis ist ein kompakter, schlichter, handgefertigter DAC aus den USA, der nahezu alle aktuellen hochauflösenden Audioformate unterstützt.
Eine von Mytek entwickelte Schaltung, eine von MoFi geprägte Klangsignatur
MoFi Electronics ist es gewohnt, die technische Entwicklung anerkannten Spezialisten ihres Fachgebiets anzuvertrauen: Allen Perkins (Spiral Groove) für die Plattenspieler, Tim de Paravicini (EAR) für den Phono-Vorverstärker StudioPhono, Peter Madnick für den MasterPhono. Der StudioDAC setzt diese Logik fort und stützt sich auf Michal Jurewicz, einen polnischen Ingenieur, der seit Ende der 1980er-Jahre in New York lebt, bei den Studios Hit Factory und Skyline tätig war und 1992 Mytek gründete. Jurewicz entwickelt seit mehr als dreißig Jahren Digitalwandler, zunächst für professionelle Aufnahmen (seine ersten Geräte wurden bei Sessions von David Bowie, Lou Reed oder Mariah Carey eingesetzt), dann für den Heimgebrauch mit den Serien Brooklyn, Manhattan und Liberty.
Die wichtige Nuance: Jurewicz hat die Schaltung entwickelt, aber MoFi hat die „klangliche Abstimmung“ des StudioDAC übernommen. Laut John Schaffer, Präsident von MoFi Electronics, umfasste der Prozess viele Stunden des Hörens, Anpassens und Feinabstimmens, um eine transparente und fesselnde Wiedergabe zu erzielen. Diese Aufgabenverteilung zwischen technischer Entwicklung und klanglicher Persönlichkeit unterscheidet den StudioDAC von einem einfachen Rebranding.
Wandlung und Signalverarbeitung
Der StudioDAC basiert auf einem ESS ES9038Q2M-Chip, einem 32-Bit-Stereo-Wandler aus der SABRE-Serie von ESS Technology. Dieser Chip nutzt die HyperStream-II-Technologie und integriert einen Jitter-Eliminator im Zeitbereich. Auf dem Papier weist der ES9038Q2M einen Dynamikumfang von 129 dB und einen THD+N-Wert von -120 dB auf. Die von MoFi für den fertig aufgebauten StudioDAC angegebenen Messwerte bleiben ausgezeichnet, auch wenn sie unter den theoretischen Werten des nackten Chips liegen: Dynamikumfang von 115 dB (A-bewertet), THD+N unter 0,002 %, Signal-Rausch-Verhältnis über 114 dB und Übersprechen von -110 dB bei 10 kHz. Diese Abweichung ist normal: Die tatsächliche Leistung hängt von der analogen Ausgangsstufe, der Stromversorgung und der gesamten Umsetzung der Schaltung ab.
Zwei Elemente verdienen besondere Aufmerksamkeit. Das erste ist die präzise rauscharme Taktung, deren Funktion darin besteht, Jitter zu reduzieren, also die zeitlichen Mikroschwankungen des digitalen Signals, die die Genauigkeit der Wandlung beeinträchtigen können. Das zweite ist der proprietäre apodisierende Filter. Klassische Rekonstruktionsfilter erzeugen ein Pre-Echo (eine parasitäre Schwingung vor den Transienten) und können die hohen Frequenzen verhärten. Ein apodisierender Filter unterdrückt dieses Pre-Echo auf Kosten eines etwas stärker ausgeprägten Post-Echos, was in der Praxis zu einem natürlicheren und weniger aggressiven Hochton führt. Es handelt sich um eine Konstruktionsentscheidung, die den Hörkomfort über lange Zeit bevorzugt.
Unterstützte Formate und Anschlüsse
Der StudioDAC akzeptiert PCM-Streams bis 32 Bit / 384 kHz, natives DSD (DSD64 und DSD128 über USB) und DXD. Er unterstützt auch MQA mit vollständiger Hardware-Decodierung und -Rendering, was für Tidal-Abonnenten mit in diesem Format codierten Inhalten interessant sein kann (die Relevanz von MQA ist in der Audiophile-Community umstritten, aber seine Präsenz nimmt den anderen Fähigkeiten des DAC nichts weg).
Bei den Eingängen decken drei digitale Schnittstellen die gängigen Anwendungen ab: USB 2.0 für den Anschluss an einen Computer oder einen Audioserver (mit Unterstützung hochauflösender Formate), koaxiales S/PDIF und optisches Toslink für Netzwerkplayer, Streamer oder andere digitale Quellen. Der Ausgang ist ein Paar analoger Cinch-Buchsen mit festem Pegel (2,5 VRMS bei 0 dBFS, Impedanz von 75 Ω). Kein Kopfhörerausgang, kein symmetrischer XLR-Ausgang, keine Lautstärkeregelung: Der StudioDAC ist ein reiner Wandler, gedacht für die Einbindung zwischen einer digitalen Quelle und einem Verstärker.
Kompaktes Format und externes Netzteil
Das Gehäuse übernimmt die Proportionen des StudioPhono, des Phono-Vorverstärkers derselben Serie: ein diskretes Taschenbuchformat, das sich leicht auf einem Schreibtisch oder in ein bereits bestehendes System einfügt. Auf der Oberseite befinden sich ein drehbarer Eingangswahlschalter und LED-Anzeigen, die Format und Auflösung des aktuell wiedergegebenen Audiostreams in Echtzeit anzeigen. Diese visuelle Anzeige ermöglicht es, auf einen Blick zu überprüfen, dass die Wiedergabe tatsächlich bit-perfect ist, das heißt, dass das Signal den Wandler ohne Veränderung oder Resampling durch das Betriebssystem oder die Abspielsoftware erreicht.
Die Stromversorgung ist extern: ein 12 V / 3,3 A-Netzteil mit Universaleingang (100-240 V), angeschlossen über eine DC-Buchse 5,5/2,5 mm. Das Auslagern der Stromversorgung aus dem Hauptgehäuse ermöglicht es, elektromagnetische Störungen vom Audiokreis fernzuhalten. MoFi erwähnt auch die Möglichkeit, dieses Netzteil durch ein leistungsfähigeres Modell zu ersetzen, eine Upgrade-Option für diejenigen, die noch weiter gehen möchten.
Technische Eigenschaften
Audiotechnologie
- ESS9038Q2M Digital-Analog-Wandler
- Präzisionsuhr mit extrem geringem Rauschen zur maximalen Reduzierung von Jitter
- Proprietärer apodisierender Filter zur Unterdrückung digitaler Artefakte (Vorecho, Hochtonhärte)
- Vollständige MQA-Hardware-Decodierung (Decode und Render)
- Hochauflösende Audioverarbeitung ohne Beeinträchtigung des Signals
- Garantierte bitperfekte Wiedergabe über alle Eingänge
- Optimierte Architektur für hochauflösendes Streaming
- Optimiertes Design zur Abschirmung gegen elektrische Störungen
Unterstützte Audioformate
- PCM bis 32 Bit / 384 kHz
- Native DSD-Wiedergabe über USB: DSD64, DSD128
- DXD
- MQA: vollständige Decodierung und Wiedergabe
Anschlüsse
- Digitale Eingänge
- USB 2.0 (hochauflösendes Audio)
- S / PDIF koaxial
- Toslink optisch
- Analoger RCA-Ausgang (fester Pegel)
Kompatibilität
- Hochwertige Audio-Streamer
- Netzwerkplayer (network players)
- Mac-Computer, PCs, Audioserver
- Hi-Fi-Systeme und externe DACs
Analoge Leistung
- Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz (± 0,2 dB)
- Klirrfaktor gesamt (THD+N): < 0,002 %
- Dynamikbereich: 115 dB (A-bewertet)
- Signal-Rausch-Verhältnis (SNR): > 114 dB
- Kanaltrennung: -110 dB bei 10 kHz
- Ausgangsimpedanz: 75 Ω
- Ausgangspegel: 2,5 VRMS bei 0 dBFS
Stromversorgung
- Externes Netzteil mit geringem Rauschen: 12 V DC / 3,3 A
- Universaleingang: 100 – 240 V AC
- Dedizierter DC-Anschluss: 5,5 / 2,5 mm
Benutzeroberfläche
- LED-Anzeigen in Echtzeit für Audioformate und -auflösungen
- LED-Anzeigen zur Bestätigung des Audioformats
Klangwiedergabe
- Ulratransparente Klangsignatur ohne digitale Verfärbung
- Breite und präzise Klangbühne
- Dynamik getreu den originalen Studioaufnahmen
Häufig gestellte Fragen
Muss man einen Treiber installieren, um den StudioDAC per USB auf Mac oder PC zu nutzen?
Unter macOS funktioniert der StudioDAC nativ ohne zusätzlichen Treiber dank der nativen Unterstützung von USB Audio Class 2. Unter Windows kann ein ASIO-Treiber erforderlich sein, um auf die höchsten Auflösungen zuzugreifen (natives DSD, PCM über 24 Bit / 96 kHz hinaus).
Kann man den StudioDAC mit einem Sonos Port oder einem ähnlichen Gerät verwenden?
Ja. Jedes Gerät mit einem optischen Digitalausgang (Toslink) oder koaxialen Ausgang (S/PDIF) kann an den StudioDAC angeschlossen werden. Die Wandlung wird dann vom StudioDAC statt vom internen DAC des Geräts übernommen.
Was bringt die MQA-Hardware-Decodierung?
Die MQA-Hardware-Decodierung verarbeitet den MQA-Stream vollständig (Decodierung und Rendering), ohne über eine Software auf dem Computer zu gehen. MQA-Dateien und -Streams (insbesondere auf Tidal) werden in ihrer ursprünglichen Auflösung wiedergegeben. Bei nicht-MQA-Inhalten greift diese Funktion nicht ein.
Kann das externe Netzteil ersetzt werden?
Ja. Der DC-Stecker 5,5/2,5 mm und die Spannung von 12 V sind gängige Standards. Es ist möglich, das mitgelieferte Netzteil durch ein hochwertigeres lineares Netzteil zu ersetzen, sofern die Spezifikationen eingehalten werden (12 V DC, mindestens 3,3 A).
Kann der StudioDAC als Vorverstärker dienen?
Nein. Der Cinch-Ausgang hat einen festen Pegel (2,5 VRMS). Es gibt keine integrierte Lautstärkeregelung. Nachgeschaltet ist ein Vorverstärker oder ein Vollverstärker mit Line-Eingang erforderlich.
Unterstützt der StudioDAC DSD256 oder DSD512?
Nein. Die DSD-Unterstützung endet bei DSD128 (über USB). Der ES9038Q2M-Chip unterstützt theoretisch DSD256, aber MoFi hat die Unterstützung bei diesem Modell auf DSD128 beschränkt.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: 00032693










