Übersicht
Nach der im Sommer 2025 eingeführten Uni Box S3 setzt Pro-Ject den Ausbau seines Netzwerk-Ökosystems mit der Stream Box E fort. Dieser kompakte Audioplayer basiert auf der Plattform WiiM OS, unterstützt Dualband-WLAN und Bluetooth 5.0, integriert einen Digital-Analog-Wandler, eine Vorverstärkerfunktion mit Lautstärkeregelung sowie einen analogen RCA-Eingang. Das alles in einem Miniaturformat, das sich in ein bestehendes Hi-Fi-System einfügt, ohne es umzukrempeln.
Ein mit WiiM geteiltes Betriebssystem
Die Stream Box E läuft unter WiiM OS, derselben Softwareplattform wie die der WiiM-Netzwerkplayer. Die Steuerung erfolgt über die Pro-Ject Home App (iOS und Android), die die Netzwerkkonfiguration, Wiedergabe, Entzerrung und Multiroom verwaltet. Die Inbetriebnahme erfolgt über eine automatische Erkennung des Geräts in der App, gefolgt von einem WLAN-Einrichtungsassistenten. Ein langer Druck auf die Wiedergabe/Pause-Taste an der Front ermöglicht das Zurücksetzen der WLAN-Verbindung, ohne die App erneut zu benötigen.
Die App bietet Zugriff auf eine große Zahl von Streaming-Diensten: TIDAL Connect, Spotify Connect, Qobuz, Amazon Music, Deezer, Napster, Pandora, TuneIn, SoundCloud und weitere. Die Wiedergabe wird bis zu 24 Bit / 192 kHz unterstützt. Ein grafischer und parametrischer Equalizer, unabhängig für jede Quelle (WLAN, Bluetooth, Analogeingang) konfigurierbar, ermöglicht es, die Wiedergabe an die Hörumgebung oder persönliche Vorlieben anzupassen.
Drei Konfigurationen, ein einziges Gehäuse
Die Stream Box E kombiniert die Funktionen eines Netzwerkplayers und eines Vorverstärkers, wodurch sie sich an mehrere Systemtopologien anpassen kann.
Am Ausgang eines Vollverstärkers ergänzt sie ein klassisches Hi-Fi-System um Netzwerk-Wiedergabe. Diese Trennung zwischen Netzwerkquelle und Verstärkung kann die Lebensdauer eines Verstärkers verlängern, indem sie ihn vom digitalen Teil entlastet, der sich schneller entwickelt als der analoge Teil.
In Verbindung mit einer Endstufe (wie der Amp Box S3 aus derselben Serie) und passiven Lautsprechern arbeitet sie als Vorverstärker mit Lautstärkeregelung, Netzwerk-Wiedergabe und einem zusätzlichen Analogeingang für einen Plattenspieler oder CD-Player.
Direkt an ein Paar Aktivlautsprecher angeschlossen, bildet sie ein minimalistisches Hörsystem mit Zugriff auf Streaming-Dienste und Quellenumschaltung. Die Lautstärke kann über die Stream Box E oder über die Lautsprecher selbst gesteuert werden.
Vinyl im Heimnetzwerk streamen
Die Pro-Ject True Wireless Funktion unterscheidet die Stream Box E von den meisten Netzwerkplayern dieser Preisklasse. Der analoge RCA-Eingang dient nicht nur zum Anschluss einer kabelgebundenen Quelle: Er kann das Signal auch an andere kompatible Geräte im Netzwerk weiterverteilen, etwa an die Wireless Box E oder die Uni Box S3. In der Praxis kann ein an die Stream Box E im Wohnzimmer angeschlossener Plattenspieler in einem anderen Raum auf einem zweiten System gehört werden, ohne Verkabelung zwischen beiden.
Multiroom funktioniert in beide Richtungen: Die Stream Box E kann Audio drahtlos senden und empfangen. Mehrere Geräte der neuen Pro-Ject-Generation (Stream Box E, Uni Box S3, Wireless Box E) sowie WiiM-Geräte können in der Pro-Ject Home App gruppiert werden. Die Wiedergabe kann auf allen Geräten der Gruppe synchronisiert oder in jedem Raum unabhängig erfolgen.
Sorgfältige Konstruktion für ein kompaktes Format
Das Gehäuse kombiniert Aluminium und Metall, mit einer elektromagnetischen Abschirmung, die die internen Komponenten vor Störungen schützt. Pro-Ject gibt an, dass dieser Schutz es ermöglicht, die Stream Box E direkt neben einem Verstärker zu platzieren oder sogar darauf zu stapeln, ohne Beeinträchtigung des Audiosignals. Die Aluminiumfront trägt drei Tasten (Lautstärke leiser, Wiedergabe/Pause, Lautstärke lauter), ebenfalls aus Aluminium. Es werden zwei Ausführungen angeboten: Schwarz oder Silber. Die externe WLAN-Antenne, auf der Rückseite verschraubt, bleibt das einzige hervorstehende Element.
Die Stromversorgung ist extern (5 V / 1000 mA DC) und mit Stromnetzen von 100 bis 240 V kompatibel. Der Stromverbrauch im Betrieb wird mit 200 mA DC angegeben, was sehr gering ist.
Anschlüsse und Netzwerk: das Wesentliche, ohne mehr
Auf der Rückseite befinden sich ein Stereo-RCA-Eingang, ein Stereo-RCA-Ausgang mit vergoldeten Steckern und ein optischer S/PDIF-Digitalausgang (Toslink). Letzterer ermöglicht den Anschluss der Stream Box E an einen externen Wandler oder an ein Audiosystem mit optischem Eingang, für alle, die den integrierten DAC umgehen möchten.
Das Dualband-WLAN (2,4 GHz und 5 GHz, Standard 802.11 a/b/g/n/ac) sorgt für die Netzwerkverbindung. Bluetooth 5.0 ist auf die Codecs SBC und AAC beschränkt: kein aptX und kein LDAC, was die Qualität der Bluetooth-Übertragung von einem Android-Smartphone einschränkt. Das Fehlen eines Ethernet-Ports ist bei diesem kompakten Format eine bewusste Entscheidung, nimmt den Nutzern jedoch eine kabelgebundene Verbindung, die in stark ausgelasteten WLAN-Umgebungen manchmal stabiler ist.
Pro-Ject nennt das verwendete DAC-Chipmodell nicht. Die angegebenen Messwerte sind für dieses Segment ordentlich: Signal-Rausch-Abstand über 102 dB, Kanaltrennung über 106 dB bei 10 kHz, Gesamtklirrfaktor unter 0,009 % und Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz (-1,5 dB). Der nominelle Ausgangspegel beträgt 3 Vrms.
Ein weiterer Punkt zum Zeitpunkt der Markteinführung: Weder AirPlay 2 noch die Roon Ready Zertifizierung erscheinen in der offiziellen Pro-Ject-Dokumentation zu diesem Produkt. WiiM OS unterstützt diese Protokolle auf einigen eigenen Geräten, ein späteres Update ist daher nicht ausgeschlossen, aber derzeit ist nichts bestätigt. Nutzer von Apple Music oder Roon sollten das berücksichtigen.
Technische Eigenschaften
Typ und Funktionen
- Typ: Multiroom-Netzwerk-Streamer mit Vorverstärkerfunktion
- Streaming-Technologie: WiiM OS™
- Steuerungs-App: Pro-Ject Home App
- Multiroom-Kompatibilität: ja
- Pro-Ject Wireless-Streaming: Audioübertragung und -empfang über das Netzwerk
- Netzwerkfreigabefunktion: Übertragung einer angeschlossenen analogen Quelle (z. B. Plattenspieler) an das Multiroom-System
Netzwerk- und Wireless-Konnektivität
- Wi-Fi: Dualband 2,4 GHz / 5 GHz – 802.11 a / b / g / n / ac
- Bluetooth: Version 5.0
- Unterstützte Bluetooth-Codecs: SBC, AAC
- Kompatible Streaming-Dienste: TIDAL Connect, Spotify Connect, Qobuz und andere Streaming-Dienste
- Netzwerk-Kompatibilität: Uni Box S3, Wireless Box E und andere Pro-Ject-Streamer der neuen Generation
Anschlüsse
- Analogeingang: Stereo-RCA
- Analogausgang: vergoldeter Stereo-RCA
- Digitalausgang: optischer S / PDIF Toslink
Audioleistung
- Audio-Ausgangspegel: 3 Vrms
- Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz (-1,5 dB)
- Kanaltrennung: > 106 dB bei 10 kHz
- Signal-Rausch-Verhältnis: > 102 dB
- Gesamtklirrfaktor (THD): < 0,009 %
Konstruktion und Design
- Chassis: Aluminium und Metall mit elektromagnetischer Abschirmung
- Verfügbare Farben: Schwarz, Silber
Stromversorgung
- Externe Stromversorgung: 5 V / 1000 mA DC
- Kompatible Netzversorgung: 100 – 240 V / 50-60 Hz
- Stromverbrauch: 200 mA DC
Häufig gestellte Fragen
Verfügt die Stream Box E über einen integrierten Digital-Analog-Wandler?
Ja. Sie verfügt über einen integrierten DAC mit analogem RCA-Ausgang. Der optische S/PDIF-Toslink-Ausgang ermöglicht jedoch den Anschluss eines externen Wandlers, wenn dies gewünscht ist. Pro-Ject macht keine Angaben zur Referenz des verwendeten DAC-Chips.
Kann man auf einem USB-Stick oder einer Festplatte gespeicherte Dateien abspielen?
Nein. Die Stream Box E verfügt über keinen USB-Port zur Wiedergabe lokaler Dateien. Die Musik wird ausschließlich über WLAN (Streaming-Dienste, Netzwerkbibliothek) oder über den analogen RCA-Eingang übertragen. Der USB-Port auf der Rückseite dient ausschließlich der Stromversorgung.
Ist die Stream Box E mit WiiM-Geräten kompatibel?
Ja. Pro-Ject bestätigt die Multiroom-Kompatibilität mit WiiM-Geräten zusätzlich zu den eigenen Produkten (Uni Box S3, Wireless Box E, Stream Box E). Die Produkte beider Marken teilen sich die Plattform WiiM OS.
Benötigt man einen Phono-Vorverstärker, um einen Plattenspieler anzuschließen?
Ja, wenn der Plattenspieler nicht über einen integrierten Phono-Vorverstärker verfügt. Der RCA-Eingang der Stream Box E ist ein Line-Eingang: Er erwartet ein Signal auf Line-Pegel, kein rohes Phono-Signal. Ein Plattenspieler mit Phono-Ausgang muss vor dem Anschluss über einen externen Phono-Vorverstärker (wie die Phono Box E von Pro-Ject) geführt werden.
- Öko-Beitrag von 0,12 € im Verkaufspreis enthalten.
- GTIN / EAN : 9120137900712












