Manuel
Super produktiv 👏🏻
Kommentar vom 1. April 2026 — Erfahrung vom 9. März 2026
An jeder Ohrmuschel bewegt sich eine Nadel im Takt des Klangs. Dieses hinterleuchtete Instrument stammt von den Bassverstärkern von Ashdown, wo es seit Langem den Ausgangspegel anzeigt. Meters hat es auf ein kabelgebundenes Gaming-Headset übertragen, das virtuellen 7.1-Surround, ein abnehmbares Mikrofon und am Kabel platzierte Bedienelemente vereint. Das Instrument wird so zu einem praktischen visuellen Anhaltspunkt für alle, die ihre Spiele live übertragen.
Meters ist die Consumer-Sparte von Ashdown Engineering, einem britischen Hersteller von Bassverstärkern, die man auf Bühnen hinter Bands wie U2 oder den Foo Fighters findet. Das leuchtende VU-Meter, das diese Verstärker schmückt, hat der Marke ihren Namen gegeben und bleibt ihr charakteristisches Merkmal. Beim Level Up Carbon befindet sich dieses Instrument auf beiden Ohrmuscheln. Die Nadel folgt in Echtzeit dem Audiopegel der Quelle, was es zu einem sichtbaren Bezugspunkt für das Umfeld oder für Zuschauer eines Livestreams macht. Seine Farbe lässt sich in RGB einstellen und direkt über das Kabel anpassen.
Die Ausführung Carbon bezeichnet die dunkle Farbvariante des Modells, die auch in Silber (Silver) und Rot angeboten wird. Das Headset wiegt 320 Gramm und wird über ein 2,2 Meter langes, geflochtenes Kabel angeschlossen. Dieses relativ geringe Gewicht ist bei langen Spielsessions wichtig, bei denen sich das Gewicht eines Headsets schließlich im Nacken bemerkbar macht.
Zwei 50-mm-Treiber sorgen für die Wiedergabe in einem Bereich von 20 Hz bis 20 kHz, der das gesamte hörbare Spektrum abdeckt. Die Empfindlichkeit von 108 dB und die Impedanz von 32 Ohm liegen im üblichen Bereich eines per USB betriebenen Headsets ohne dedizierten Verstärker.
Der virtuelle 7.1-Surround verdient eine Präzisierung. Es handelt sich nicht um mehrere Lautsprecher, die in jeder Ohrmuschel untergebracht sind, sondern um eine Softwareverarbeitung, die eine Platzierung der Klänge um den Hörer herum simuliert. Dieser Modus erfordert einen Treiber, der auf der Website von Meters heruntergeladen werden kann und nur für Windows verfügbar ist. Ohne diesen Treiber funktioniert das Headset in klassischem Stereo, was für Musik oder den Anschluss an eine Konsole ausreicht. Die räumliche Ortung von Schritten oder Schüssen, die im kompetitiven Gaming nützlich ist, setzt also einen Windows-PC mit installiertem Treiber voraus.
Die Verbindung variiert je nach Plattform. Am PC und an der PlayStation 4 wird das Headset per USB 2.0 angeschlossen, ohne Treiber für Stereoton und mit einer vom Hersteller angegebenen null Latenz. An der Xbox erfolgt der Anschluss über die Audio-Klinkenbuchse des Controllers. Der interne CM108B-Chip übernimmt die Umwandlung des digitalen Signals in Ton.
Mehrere Einstellungen befinden sich direkt am Kabel. Mit einer Taste wird das Mikrofon stummgeschaltet, mit einer anderen die Empfindlichkeit der Nadel des VU-Meters angepasst, eine dritte ändert die RGB-Farbe und die letzte regelt die Lautstärke. Alles bleibt griffbereit, ohne den Controller oder die Tastatur loszulassen.
Das Mikrofon lässt sich vollständig von der linken Ohrmuschel abnehmen. Es handelt sich um ein Elektret-Kondensatormodell, das für Sprachaufnahmen beim In-Game-Chat oder bei Live-Übertragungen ausgerichtet ist. Nach dem Abnehmen sieht das Headset wieder wie ein gewöhnlicher Kopfhörer aus, ohne Bügel vor dem Mund, was sich zum Musikhören oder für unterwegs ohne Mikrofonarm eignet. Die Elektret-Kapsel bleibt bei dieser Art von Produkt eine gängige Wahl: Sie erfasst Sprache aus kurzer Distanz ordentlich, ohne bei anspruchsvollen Aufnahmen mit einem Studiomikrofon konkurrieren zu können.
Funktioniert der 7.1-Surround auf PS4 und Xbox?
Nein. Der virtuelle 7.1-Modus basiert auf einem Treiber, der Windows vorbehalten ist. An eine PlayStation 4 oder eine Xbox angeschlossen, gibt das Headset den Ton in Stereo wieder, ohne Surround-Simulation. Diese bleibt also einem Windows-PC mit installiertem Treiber vorbehalten. Auf Konsolen bleibt die Stereo-Wiedergabe sowohl zum Spielen als auch zum Sprechen nutzbar, aber die räumliche Platzierung der Klänge wird nicht reproduziert.
Muss man einen Treiber installieren, um es zu benutzen?
Nicht für die Nutzung in Stereo. Per USB an einen PC oder eine PlayStation 4 angeschlossen, wird das Headset direkt erkannt und funktioniert ohne Installation. Der Treiber wird nur benötigt, um den virtuellen 7.1-Surround zu aktivieren, und nur unter Windows. Er kann auf der Website von Meters heruntergeladen werden. Diese zweistufige Funktionsweise erklärt, warum das Headset bei der ersten Nutzung sofort funktioniert, auch ganz ohne vorherige Konfiguration.
Beeinflusst das VU-Meter den Klang?
Nein, es bleibt ein visuelles Element. Die Nadel bewegt sich entsprechend dem Ausgangspegel der Quelle, ohne zu verändern, was man in den Ohren hört. Sein Nutzen liegt anderswo: Es bietet Menschen in der Umgebung einen sichtbaren Anhaltspunkt und erzeugt bei einer Live-Übertragung einen wiedererkennbaren Effekt. Man kann seine Empfindlichkeit auch über das Kabel einstellen, um die Auslenkung der Nadel je nach gehörter Lautstärke zu kalibrieren.
Kann man die Farbe des Instruments ändern?
Ja. Mit einem am Kabel angebrachten RGB-Bedienelement lässt sich der Farbton des VU-Meters wählen. Die Einstellung erfolgt direkt, ohne Software, sodass sich die Farbe an das eigene Setup oder die Stimmung eines Videostreams anpassen lässt. Das ist eine der vier Einstellungen am Kabel, zusammen mit Lautstärke, Stummschaltung des Mikrofons und Empfindlichkeit der Nadel.
Eignet es sich zum Musikhören?
Ja, auch wenn seine Abstimmung eher in Richtung Gaming geht. Die 50-mm-Treiber decken das gesamte hörbare Spektrum ab, und der Stereomodus funktioniert ohne Treiber, sowohl am PC als auch an der Konsole. Das abnehmbare Mikrofon kann für eine unauffälligere Nutzung beim Musikhören entfernt werden. Die Klangsignatur eines Gaming-Headsets legt oft den Akzent auf Bässe und die Verständlichkeit von Effekten, was sich beim Hören von Musikstücken im Vergleich zu einem neutraleren Hi-Fi-Kopfhörer bemerkbar macht.
Manuel
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Kommentar vom 1. April 2026 — Erfahrung vom 9. März 2026