Advance Paris A-NTC
Übersicht
Qobuz, TIDAL oder Spotify in eine Hi-Fi-Anlage einzubinden, bedeutet nicht, ein weiteres Gerät aufzustellen. Dieser Netzwerkplayer von Advance Paris passt in die Handfläche. Er lässt sich über ein optisches Kabel mit jedem Verstärker oder Wandler verbinden, der über einen entsprechenden Eingang verfügt, und findet auch an der Rückseite der NOVA-Vollverstärker der Marke Platz. Das Smartphone dient als Fernbedienung, während die Musik direkt über das Netzwerk kommt.
Ein Netzwerkplayer im Taschenformat, ohne Display und Bedienfront
Mit 10 cm Länge, 5 cm Breite, 2,2 cm Höhe und 75 g ist der A-NTC etwa so groß wie ein Kartenspiel. Sein Gehäuse ist über die gesamte Länge gerillt und trägt auf der Oberseite nur zwei Elemente. Das erste ist eine Taste zum Koppeln und Zurücksetzen. Das zweite ist eine Statusleuchte, die den Zustand des Players anzeigt: beim Start rot blinkend, während er auf die Netzwerkeinrichtung wartet weiß blinkend und dauerhaft weiß leuchtend, sobald er im Netzwerk verfügbar ist. Die Stromversorgung erfolgt an der Vorderseite über einen USB-C-Anschluss, an den das mitgelieferte externe Netzteil angeschlossen wird. Der optische TOSLINK-Ausgang und der RJ45-Ethernet-Anschluss befinden sich auf der Rückseite. Der Player hat keinen Ein-/Ausschalter: Er startet, sobald er mit Strom versorgt wird, und verbraucht 5 W.
Zwei Möglichkeiten, ihn in eine Hi-Fi-Anlage einzubinden
Bei eigenständiger Nutzung genügt ein optisches Kabel, um den A-NTC mit dem Digitaleingang eines Vollverstärkers, eines Digital-Analog-Wandlers (DAC) oder eines vernetzten Verstärkers zu verbinden. So ergänzt er eine Anlage ohne Netzwerk-Wiedergabe um diese Funktion. Der A-NTC ist ein digitaler Transport: Er besitzt weder einen Wandler noch einen Analogausgang. Die Umwandlung des digitalen Signals in analogen Klang übernimmt das empfangende Gerät. Die Qualität seines Wandlers wirkt sich daher unmittelbar auf das Ergebnis aus. Ein Verstärker mit bereits hochwertigem Wandler kann ihn optimal nutzen.
Bei den Vollverstärkern A-i130 und A-i190 der NOVA-Reihe wird der A-NTC in eine dafür vorgesehene Schiene an der Rückseite des Gehäuses eingeschoben. So wird aus dem Verstärker ein vernetzter Vollverstärker aus einem Guss. Auch das Einschalten erfolgt automatisch. Selbst wenn sich der NOVA-Verstärker im Standby-Modus befindet, genügt es, den A-NTC in einer kompatiblen Streaming-App auszuwählen und einen Titel zu starten. Der Verstärker schaltet sich ein, pausiert die Wiedergabe, während seine Vorverstärkerröhren aufheizen, und setzt sie nach der Aufwärmphase fort.
Qobuz, TIDAL, Spotify und AirPlay über ihre jeweiligen Apps
Der A-NTC erscheint dank der Connect-Protokolle der jeweiligen Dienste sowohl unter iOS als auch unter Android als Wiedergabegerät in den Apps von Qobuz, TIDAL und Spotify. Nach der Auswahl ruft der A-NTC den Stream selbst aus dem Internet ab. Das Smartphone, Tablet oder der Computer überträgt den Ton nicht mehr, sondern steuert nur noch die Wiedergabe. Dafür ist ein Abonnement des jeweiligen Dienstes erforderlich, und das Steuergerät muss sich im selben Netzwerk wie der Player befinden. Bei Qobuz Connect und TIDAL Connect werden hochauflösende Dateien in ihrer ursprünglichen Auflösung übertragen, bis zur Grenze des Ausgangs von 24 Bit/192 kHz.
Auf einem iPhone, iPad oder Mac lässt sich der A-NTC über AirPlay 2 aus jeder Audio-App heraus nutzen, auch für Apple Music, Podcasts und Radio. Dazu genügt es, im Kontrollzentrum oder im Player der App auf das AirPlay-Symbol zu tippen und den A-NTC aus der Liste auszuwählen. AirPlay überträgt den Ton in CD-Qualität. Für hochauflösende Wiedergabe müssen daher die Connect-Dienste genutzt werden.
Ihre Musikbibliothek über das lokale Netzwerk
Für gekaufte oder digitalisierte Dateien dient der A-NTC als DLNA-Wiedergabegerät (DLNA ist ein Standard für die Freigabe von Medien im Heimnetzwerk). Er speichert selbst keine Dateien. Die Musik bleibt auf einem Computer, einem Router oder einem NAS mit Serversoftware wie Windows Media Player, Plex oder JRiver.
Die App Advance Control durchsucht diese Server über den Reiter „Durchsuchen“ unter „NAS“. Dort wählen Sie ein Album aus. Anschließend ruft der A-NTC die Datei vom Server ab und gibt sie über seinen optischen Ausgang aus. Advance Control ist kein Server: Daher muss irgendwo im Netzwerk eine DLNA-Serversoftware aktiv sein. Auch die Serversoftware selbst oder eine andere DLNA-Steuerungs-App kann anstelle von Advance Control die Wiedergabe steuern.
Bei den Dateien unterstützt der Player gängige verlustfreie Formate (FLAC, ALAC, WAV, AIFF, APE, WMA Lossless) und komprimierte Formate (MP3, AAC in seinen verschiedenen Varianten, OGG Vorbis, Opus, WMA).
Was der optische Ausgang für Ihren Verstärker bedeutet
Die TOSLINK-Verbindung überträgt das Signal mittels Licht. Zwischen dem Netzwerkgerät und dem Verstärker besteht daher kein elektrischer Kontakt, und Störungen, die sich über Netzwerkkabel ausbreiten, können diesen Weg nicht nehmen. Der Ausgang liefert ein PCM-Stereosignal mit bis zu 24 Bit/192 kHz. Mehrkanalton wird nicht übertragen, was beim Musikhören in Stereo keine Einschränkung darstellt.
Vor dem Kauf sollte ein Punkt geprüft werden: Manche optischen Eingänge von Verstärkern und Wandlern unterstützen nur bis zu 96 kHz. Bei solchen Eingängen bleibt eine Datei mit 192 kHz stumm. Die Bedienungsanleitung des empfangenden Geräts nennt die jeweilige Grenze. Für den Anschluss empfiehlt Advance Paris, den Verstärker vor dem Verbinden des optischen Ausgangs auszuschalten, um ein plötzliches lautes Geräusch aus den Lautsprechern zu vermeiden.
Kabelgebundenes Netzwerk oder WLAN: Einrichtung und Updates
Die Ethernet-Verbindung ist am einfachsten. Es genügt, vor dem Einschalten des Players ein Kabel der Kategorie 5e oder höher anzuschließen. Die Verbindung wird dann ohne weitere Einstellungen hergestellt. Sind beide Verbindungsarten verfügbar, nutzt der Player vorrangig das Kabel. Der Ethernet-Anschluss arbeitet mit 100 Mbit/s und bietet damit reichlich Spielraum gegenüber den etwa 9,2 Mbit/s eines Stereostreams mit 24 Bit/192 kHz. Die Kabelverbindung ist am stabilsten, insbesondere bei hochauflösender Wiedergabe.
Das Dualband-WLAN (2,4 und 5 GHz, Standard 802.11ac) nutzt eine integrierte Antenne. Die Einrichtung erfolgt in der App Advance Control auf einem Smartphone, das mit dem gewünschten WLAN verbunden ist: Tippen Sie auf „+“, um ein Produkt hinzuzufügen, wählen Sie den A-NTC und anschließend Ihr Netzwerk aus und geben Sie das Passwort ein. Sobald die Verbindung hergestellt ist, leuchtet die Statusleuchte dauerhaft weiß. Beim nächsten Einschalten verbindet sich der Player automatisch wieder. Stellen Sie ihn in angemessener Entfernung zum Router auf und vermeiden Sie metallische Hindernisse.
Auch Updates der internen Software erfolgen über Advance Control. Bei jedem Start prüft die App, ob eine neue Version verfügbar ist, und aktualisiert den Player. Der Vorgang dauert einige Minuten und endet mit einem Neustart. Währenddessen muss der Player mit Strom versorgt und mit dem Netzwerk verbunden bleiben.
Technische Daten
Übersicht und Betrieb
- Gerätetyp: Netzwerkplayer Advance Paris A-NTC.
- Bauform: kompaktes Modul, kompatibel mit der rückseitigen Schiene der integrierten Verstärker der NOVA-Serie.
- Automatischer Start beim Anschließen an die Stromversorgung, ohne Netzschalter.
- Statusanzeige: Start, Netzwerkkonfiguration, hergestellte Verbindung.
- Taste zum Koppeln und Zurücksetzen.
Netzwerkwiedergabe und Streamingdienste
- Unterstützte Dienste: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, AirPlay Audio (AirPlay 2).
- DLNA: Netzwerkwiedergabegerät.
- Steuerung über Streaming-Apps auf iOS und Android.
Unterstützte Dateiformate
- MP3, MP4, AAC-LC, AAC-HE, AAC-LTP, HE-AACv1, HE-AACv2.
- FLAC, ALAC, WAV, AIFF, APE.
- OGG-Vorbis, Opus.
- WMA 1, WMA 2, WMA Pro, WMA Lossless.
- AMR-NB, AMR-WB.
Anschlüsse und Drahtlosverbindung
- Optischer Digitalausgang: 1 TOSLINK-Anschluss, Stereo-PCM mit bis zu 24 Bit und 192 kHz.
- Ethernet: RJ45-Anschluss, kabelgebundene Verbindung hat Vorrang vor WLAN.
- WLAN: 2,4 GHz und 5 GHz, Standards 802.11 a / b / g / n / ac, integrierte Antenne.
App und Software
- Einrichtung und Steuerung: App Advance Control, erhältlich im App Store und Google Play Store.
- Zugriff auf DLNA-Server über die App.
- Firmware-Updates über Advance Control.
Stromversorgung und Leistungsaufnahme
- Stromversorgung: 1 USB-C-Anschluss.
- Leistungsaufnahme: 5 W.
Abmessungen und Gewicht
- Produktabmessungen (Breite × Höhe × Tiefe): 10 × 2,2 × 5 cm.
- Verpackungsabmessungen (Breite × Höhe × Tiefe): 22 × 5 × 17 cm.
- Nettogewicht: 75 g.
- Bruttogewicht: 381 g.
Lieferumfang
- Netzwerkplayer A-NTC.
- USB-C-Kabel.
- Externes Netzteil mit austauschbaren Netzsteckeraufsätzen.
Häufig gestellte Fragen
Ist das optische Kabel im Lieferumfang enthalten?
Nein. Der Lieferumfang umfasst den Player, ein USB-C-Kabel und das Netzteil mit den passenden Steckeraufsätzen. Für den eigenständigen Betrieb benötigen Sie ein TOSLINK-Kabel in einer für Ihre Anlage geeigneten Länge.
Funktioniert das Netzteil auch in anderen Ländern?
Ja. Es wird mit austauschbaren Steckeraufsätzen für europäische, britische, amerikanische und australische/neuseeländische Steckdosen geliefert. Vor dem Anschließen des Netzteils einfach den zum jeweiligen Land passenden Aufsatz aufstecken.
Kann das A-NTC dauerhaft angeschlossen bleiben?
Ja. Der Player kann dauerhaft eingeschaltet bleiben, auch wenn der Verstärker ausgeschaltet ist. So ist er sofort verfügbar, sobald Sie die Wiedergabe eines Titels über eine App starten. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt Advance Paris, ihn vom Stromnetz zu trennen.
Wie wechsle ich das WLAN-Netzwerk oder setze das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück?
Halten Sie die obere Taste länger als 10 Sekunden gedrückt, bis die Kontrollleuchte schnell blinkt. Nach etwa 30 Sekunden startet der Player neu und die Kontrollleuchte blinkt einmal pro Sekunde. Alle Einstellungen werden gelöscht, einschließlich der WLAN-Konfiguration und des Namens, den Sie dem Player gegeben haben. Anschließend müssen Sie die Netzwerkkonfiguration in Advance Control erneut vornehmen.
Ist der A-NTC mit Roon oder Google Cast kompatibel?
Unterstützt werden die Protokolle Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, AirPlay 2 und DLNA. Roon und Google Cast gehören nicht dazu. Unter Android erfolgt die Wiedergabe über die Apps der Connect-Dienste oder über eine DLNA-Steuerungs-App.
Kann ein NOVA-Verstärker gleichzeitig das A-NTC und den Bluetooth-Dongle A-BTC aufnehmen?
Ja. Die A-i130 und A-i190 haben auf der Rückseite zwei separate Steckplätze: einen für das A-NTC-Modul und einen für den bidirektionalen Bluetooth-Dongle A-BTC. Die beiden Zubehörteile können nebeneinander, zusammen oder einzeln installiert werden.
Kann man das A-NTC ohne die Advance Control App verwenden?
Ja, größtenteils. Über Ethernet verbindet sich der Player ohne Konfiguration mit dem Netzwerk. Die Apps Qobuz, TIDAL, Spotify und AirPlay erkennen ihn dann direkt. Advance Control bleibt für die WLAN-Konfiguration und für Updates erforderlich. Die App dient auch zum Durchsuchen von DLNA-Servern, kann für diesen Zweck aber durch eine andere Steuerungs-App ersetzt werden.
Wo finde ich die auf dem Player installierte Softwareversion?
Sie wird auf der Registerkarte „Einstellungen“ von Advance Control angezeigt. Diese Information ist hilfreich, wenn Sie den technischen Support von Advance Paris kontaktieren.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- GTIN / EAN: 3760179292572















