Elipson Classic Sub 8
Übersicht
Einem Paar kompakter Lautsprecher ein solides Bassfundament verleihen, ohne dafür eine Ecke des Wohnzimmers zu opfern: Das ist die Aufgabe des kleinsten Modells der neuen Classic Sub-Reihe von Elipson. Mit kaum mehr als 25 cm Breite und rund dreißig Zentimetern Höhe passt dieser aktive Subwoofer unter ein TV-Möbel und übernimmt den unteren Frequenzbereich, den kleine Lautsprecher aussparen – bei Musik ebenso wie bei Filmen.
Ein schwarzer 25-cm-Würfel, der unauffällig bleibt
Das Gehäuse hat eine nahezu würfelförmige Gestalt mit Abmessungen von 256 × 322 × 350 mm und schwarzer Oberfläche. Der Treiber strahlt nach vorne ab, was die Ausrichtung des Subwoofers in den Raum erleichtert, und kleine Füße heben das Gehäuse vom Boden ab. Eine Abdeckung schützt die Front und vergrößert die Tiefe um lediglich 14 mm. Mit einem Gewicht von 10,1 kg lässt sich der Classic Sub 8 mühelos bewegen – ein praktisches Detail bei der Suche nach dem besten Standort im Raum.
Ein 20-cm-Treiber und 150 Watt in Klasse D
Der 200-mm-Treiber verwendet eine Membran aus Glasfaser, einem zugleich leichten und steifen Material. Diese Steifigkeit ist im Bassbereich wichtig: Die Membran bewegt sich als Einheit wie ein Kolben, ohne sich bei steigendem Pegel zu verformen, und ihre geringe Masse hilft ihr, den Anschlägen einer Bassdrum oder eines Kontrabasses ohne Nachschwingen zu folgen. Angetrieben wird sie von einem Klasse-D-Verstärker mit 150 W. Dieser Verstärkertyp hat einen hohen Wirkungsgrad und entwickelt wenig Wärme, weshalb er in einem so kompakten Gehäuse Platz findet.
Die Bassreflex-Abstimmung vervollständigt das Konzept. Eine Öffnung nutzt die Luft im Gehäuse, um den Frequenzgang nach unten zu erweitern, mit einem höheren Wirkungsgrad als bei einem geschlossenen Gehäuse gleichen Volumens. Elipson gibt einen Frequenzgang von 37 bis 200 Hz bei ± 3 dB an. Das bedeutet, dass der Pegel über diesen gesamten Bereich innerhalb von 3 dB um den Durchschnittswert bleibt. Unterhalb von 37 Hz erzeugt der Subwoofer weiterhin Schall, allerdings mit abnehmendem Pegel. Die automatische Standby-Funktion schaltet den Verstärker ab, wenn kein Signal anliegt, und aktiviert ihn wieder, sobald eine Quelle ein Signal liefert.
Anhebung bei 33 Hz und Filter bei 22 Hz, zwei ergänzende Einstellungen
Die Bassanhebung fügt um 33 Hz herum 6,3 dB hinzu, knapp unterhalb der unteren Grenze des nominalen Frequenzgangs. Rechnerisch entsprechen 6 dB etwa der vierfachen elektrischen Leistung bei dieser Frequenz: Damit erhalten das Grollen eines Soundtracks, die tiefen Töne einer Orgel oder synthetische Bässe mehr Substanz. Diese Verstärkung beansprucht im Gegenzug den Verstärker stärker und erfordert mehr Membranhub. Bei moderater Lautstärke oder in einem Raum überschaubarer Größe verleiht sie dem tiefsten Register mehr Fülle; bei hohen Pegeln in einem großen Raum bringt sie den Subwoofer schneller an seine Grenzen.
Das Subsonic-Filter arbeitet in die andere Richtung. Es dämpft alles unterhalb von 22 Hz mit einer Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave. Diese Frequenzen sind kaum hörbar, kommen aber in manchen Aufnahmen und im Rumpeln eines Plattenspielers vor. Bei einem Bassreflex-Gehäuse wird der Treiber unterhalb der Abstimmfrequenz der Reflexöffnung nicht mehr durch die Luft im Gehäuse gebremst: Würde er diese Tiefstbässe wiedergeben, müsste er große, unnötige Bewegungen ausführen. Das Filter schützt die Membran und hält die Leistung des Verstärkers für den hörbaren Teil des Frequenzspektrums bereit.
Den Subwoofer an einen Stereo- oder Heimkinoverstärker anschließen
Die Anschlüsse beschränken sich auf linke/rechte Line-Ein- und -Ausgänge für Niederpegelsignale. Bei einem Stereoverstärker genügt es, dessen Vorverstärker- oder Subwooferausgang mit den beiden Eingängen des Classic Sub 8 zu verbinden. Bei einem Heimkinoverstärker wird der SUB-Ausgang (oder LFE-Ausgang) über ein einzelnes Cinchkabel mit einem der Eingänge verbunden. Der Verstärker übernimmt dann selbst die Aufteilung zwischen Lautsprechern und Subwoofer: Die Trennfrequenz des Subwoofers wird auf ihren Höchstwert von 200 Hz eingestellt, damit sein internes Filter nicht mit dem des Verstärkers interferiert.
Die Line-Ausgänge leiten das Signal an ein weiteres Gerät weiter. Am häufigsten wird darüber ein zweiter Subwoofer angeschlossen: Zwei Bassquellen an unterschiedlichen Stellen im Raum verteilen die Energie gleichmäßiger und verringern die Überhöhungen und Einbrüche, die die Raumakustik je nach Hörposition verursacht.
Trennfrequenz und Phase für einen lückenlosen Übergang einstellen
Im Stereobetrieb ohne Bassmanagement im Verstärker bestimmt die von 40 bis 200 Hz einstellbare Trennfrequenz des Subwoofers, wo er die Wiedergabe von den Lautsprechern übernimmt. Ein guter Ausgangspunkt ist eine Einstellung etwas oberhalb der angegebenen unteren Grenzfrequenz der Hauptlautsprecher: etwa 70 bis 80 Hz für Regallautsprecher, die bis ungefähr 55 oder 60 Hz hinabreichen, und niedriger für Standlautsprecher. Eine zu hohe Trennfrequenz verdickt die unteren Mitten und macht den Subwoofer ortbar; eine zu niedrige hinterlässt eine Lücke zwischen beiden.
Der Phasenschalter 0° / 180° korrigiert ein anderes Problem. Je nach Abstand zwischen Subwoofer und Lautsprechern können die Schallwellen zeitlich versetzt am Hörplatz eintreffen und sich im Bereich der Trennfrequenz teilweise auslöschen. Die Einstellung erfolgt nach Gehör, am gewohnten Hörplatz sitzend, mit einem Musikstück mit gleichmäßiger Basslinie: Die Stellung, die den vollsten Bass liefert, ist die richtige. Die Aufstellung ist ebenso wichtig wie diese Einstellungen, denn eine Raumecke erhöht zwar den Pegel, verstärkt aber auch die Raumresonanzen.
Dokumentationen
Französisch
Technische Daten
Konstruktion und Verstärkung
- Typ: aktiver Bassreflex-Subwoofer
- Verstärkung: 150 W, Klasse D
- Lautsprecher: Durchmesser 200 mm, Glasfasermembran
Akustische Leistung und Einstellungen
- Frequenzgang: 37 bis 200 Hz (± 3 dB)
- Subsonic-Filter: 22 Hz, Flankensteilheit 12 dB/Okt.
- Trennfrequenz: variabel von 40 bis 200 Hz
- Bassanhebung: +6,3 dB bei 33 Hz
- Phase: 0° / 180°
- Standby: automatisch
Anschlüsse
- Line-Eingänge: links / rechts, Niederpegel
- Line-Ausgänge: links / rechts, Niederpegel
Abmessungen und Gewicht
- Abmessungen (Breite × Höhe × Tiefe)
- Ohne Abdeckgitter: 256 × 322 × 350 mm
- Mit Abdeckgitter: 256 × 322 × 364 mm
- Verpackung: 366 × 480 × 435 mm
- Nettogewicht: 10,1 kg
- Bruttogewicht: 12 kg
Häufig gestellte Fragen
Für welche Raumgröße ist dieser Subwoofer geeignet?
Ein 20-cm-Lautsprecher in Verbindung mit 150 W eignet sich für ein Schlafzimmer, ein Büro oder ein mittelgroßes Wohnzimmer, sowohl für Musik als auch für Heimkino bei Zimmerlautstärke. Für einen großen Raum oder hohe Hörlautstärken bietet ein Subwoofer mit größerem Durchmesser mehr Reserven, sofern man nicht dank der Line-Ausgänge einen zweiten Classic Sub 8 ergänzt.
Kann man es mit Lautsprechern einer anderen Marke kombinieren?
Ja. Der Subwoofer ist an kein Ökosystem gebunden: Die von 40 bis 200 Hz einstellbare Trennfrequenz und der Phasenschalter dienen gerade dazu, ihn auf jedes Lautsprecherpaar abzustimmen, ob Kompakt- oder Standlautsprecher.
Mein Verstärker hat weder einen Vorverstärkerausgang noch einen Subwoofer-Ausgang, kann ich ihn verwenden?
Der Classic Sub 8 verfügt nur über Niederpegeleingänge, nicht über einen Lautsprechereingang. Er benötigt daher einen Verstärker, einen Heimkino-Verstärker, einen Netzwerkplayer oder einen netzwerkfähigen Verstärker mit Line-, Vorverstärker- oder Subwoofer-Ausgang.
Ist der Subwoofer auch beim Musikhören nützlich oder vor allem für Filme?
Beides. Bei Musik kommt es weniger auf die Bassmenge als auf den Tiefgang an: Ein Paar kleiner Lautsprecher, ergänzt durch einen Subwoofer mit niedrig eingestellter Trennfrequenz, gibt den Grundton eines Kontrabasses oder Klaviers wieder, den es allein nicht reproduzieren kann. Eine zu hoch eingestellte Trennfrequenz verrät hingegen die Position des Subwoofers, weshalb es sinnvoll ist, mit entsprechend leistungsfähigen Lautsprechern unter etwa 100 Hz zu bleiben.
Wo sollte man es im Raum aufstellen?
Ein Standort in der Nähe der Frontlautsprecher erleichtert die klangliche Anbindung, doch der beste Platz hängt vom Raum ab. Eine einfache Methode besteht darin, den Subwoofer vorübergehend am Hörplatz aufzustellen, ein bassreiches Musikstück abzuspielen und sich dann im Raum zu bewegen: Der Ort, an dem der Bass am ausgewogensten klingt, ist der geeignete Standort für den Subwoofer. Einige Zentimeter Abstand zwischen dem Gehäuse und der Wand verhindern, dass die Bassreflexöffnung blockiert wird.
Sollte das Abdeckgitter angebracht bleiben?
Die Wahl ist vor allem eine Frage der Ästhetik. Ohne Abdeckgitter bleibt der Glasfaserlautsprecher sichtbar und wirkt technischer; mit Abdeckgitter ist die Front einheitlich und die Membran geschützt, ein Vorteil, wenn Kinder oder Tiere im Haushalt leben.
Sollte der Subwoofer vom Boden entkoppelt werden?
Auf schwimmend verlegtem Parkett oder einem leichten Fußboden kann das Gehäuse Vibrationen auf die Bausubstanz übertragen und den Boden oder benachbarte Möbel zum Mitschwingen bringen. Dämpfende Unterlagen oder ein entkoppelnder Sockel begrenzen dieses Phänomen und sorgen für einen präziseren Bass. Auf einer Betonplatte oder einem Fliesenboden stellt sich diese Frage deutlich weniger.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: ELICLASUB8BK
- GTIN / EAN: 3700795194805





