Frank
Arbeitet perfekt im Atoll In 200 Evolution.
Kommentar vom 12. Juli 2025 — Erfahrung vom 6. Januar 2025
Entwickelt, um den Aux-Eingang eines Atoll Verstärkers oder Vorverstärkers in einen leistungsstarken Phono-Eingang zu verwandeln, stellt das Modul P100 eine ausgereifte technische Lösung für Vinyl-Liebhaber dar. Diese Erweiterungskarte, vollständig in Frankreich gefertigt, kombiniert symmetrische Architektur und diskrete Bauteile, um eine präzise RIAA-Vorverstärkung zu bieten, die mit Moving Magnet (MM) und Moving Coil (MC) Tonabnehmern kompatibel ist.
Das Modul P100 zeichnet sich durch ein sorgfältiges elektronisches Design aus, das der Philosophie der normannischen Marke treu bleibt. Seine vollständig symmetrische Struktur gewährleistet eine optimale Kanaltrennung, reduziert Übersprechen drastisch und bewahrt das Stereobild. Diese Architektur, kombiniert mit dem völligen Verzicht auf integrierte Schaltkreise und Operationsverstärker, zeugt von einem puristischen Ansatz in der Verstärkung.
Der ausschließliche Einsatz diskreter Bauteile – einzeln selektierte Transistoren, Widerstände und Kondensatoren – ermöglicht eine präzise Kontrolle jeder Schaltungsstufe. Dieser Ansatz ist komplexer und teurer als eine integrierte Lösung, bietet jedoch völlige Freiheit bei der Optimierung der Leistung. Die Transistoren sind in Klasse A polarisiert, was eine vorbildliche Linearität und eine harmonische Verzerrung von nur 0,05 % garantiert.
Die RIAA-Entzerrung, ein zentrales Element jedes Phono-Vorverstärkers, wird mit akribischer Präzision umgesetzt. Diese seit 1954 standardisierte Entzerrungskurve kompensiert die bei der Schallplattenherstellung vorgenommenen Änderungen: Absenkung der Bassfrequenzen und Anhebung der Höhen. Das P100 wendet die inverse Korrektur mit drei Übergangspunkten (50 Hz, 500 Hz und 2120 Hz) an und stellt so das ursprüngliche tonale Gleichgewicht der Aufnahme originalgetreu wieder her.
Für die Installation des Moduls P100 muss das Gehäuse des Host-Geräts geöffnet werden – ein einfacher Vorgang, der jedoch einige Vorsicht erfordert. Vier Schrauben an den Ecken des Gehäuses ermöglichen den Zugang zu den internen Schaltkreisen. Die Karte wird direkt auf die dafür vorgesehenen Steckverbinder aufgesteckt und verwandelt den AUX-Eingang automatisch in einen PHONO-Eingang.
Die Konfiguration erfolgt über zwei DIP-Schalterblöcke mit jeweils vier Positionen, einen pro Kanal. Dieser manuelle Ansatz – anstelle von frontseitig zugänglichen Schaltern – unterstreicht das Bestreben, die Signalreinheit durch Minimierung der Kabellängen zu bewahren. Die verfügbaren Einstellungen umfassen:
Für einen Standard-MM-Tonabnehmer bleiben die Schalter 3 und 4 auf OFF und bieten eine Verstärkung von 40 dB. Hochpegel-MC-Tonabnehmer erfordern Schalter 3 auf ON (46 dB Gain), während niederpegelige MCs beide Schalter 3 und 4 auf ON benötigen (52 dB Gain). Diese Flexibilität ermöglicht die Anpassung des Moduls an praktisch alle auf dem Markt erhältlichen Tonabnehmer.
Ein Masseanschluss, der mit dem Modul geliefert wird, wird direkt am Gehäuse in der Nähe des Steckverbinders befestigt. Diese Verbindung ist unerlässlich, um Brummstörungen zu vermeiden, und vervollständigt die Installation, indem sie eine korrekte Erdung des Plattenspieler-Vorverstärker-Systems sicherstellt.
Das P100 lässt sich in nahezu die gesamte Atoll-Produktpalette integrieren – von den integrierten Verstärkern IN50 bis hin zum High-End IN400 sowie in alle Vorverstärker der Marke. Lediglich das Einstiegsmodell IN30 kann dieses Modul nicht aufnehmen. Diese breite Kompatibilität spiegelt die durchdachte Konzeption bei Atoll wider, bei der Ausbaufähigkeit stets Priorität hat.
Dieser modulare Ansatz bietet mehrere Vorteile. Nutzer können einen Verstärker ohne Phono-Eingang erwerben, sparen so anfangs an nicht sofort benötigten Funktionen und können das Modul später je nach Bedarf nachrüsten. Diese Flexibilität ist besonders relevant in einer Zeit, in der viele Audiophile nach Jahren rein digitaler Quellen das Vinyl wiederentdecken.
Die MM/MC-Kompatibilität des P100 trägt auch zukünftigen Systementwicklungen Rechnung. Ein Einsteiger mit einem günstigen MM-Tonabnehmer kann später, ohne den Vorverstärker zu wechseln, auf einen hochwertigen MC-Tonabnehmer umsteigen. Die Einstellmöglichkeiten für Impedanz und Kapazität erlauben eine optimale Anpassung an verschiedene Tonabnehmer und gewährleisten eine präzise Abstimmung auf die spezifischen Eigenschaften jedes Wandlers.
Ja, das P100 ist mit allen IN200-Modellen kompatibel, einschließlich der Signature- und EVO-Versionen. Die Installation wandelt den AUX-Eingang in einen PHONO-Eingang um, wobei die neue Funktion automatisch auf der Front angezeigt wird.
Die Installation ist für jeden sorgfältigen Nutzer zugänglich. Es genügt, den Deckel abzuschrauben, die Karte einzustecken und die Masse anzuschließen. Wenn Sie sich jedoch beim Öffnen von Elektronikgeräten unsicher fühlen, kann Ihr Händler die Installation übernehmen.
Die meisten MM-Tonabnehmer funktionieren optimal mit 47 kΩ, dem Industriestandard. Die Option 100 kΩ kann die Frequenzwiedergabe bestimmter spezieller MM-Tonabnehmer, insbesondere im Hochtonbereich, verbessern. Beachten Sie die Empfehlungen des Tonabnehmerherstellers.
Das diskrete Design und die symmetrische Architektur des P100 bieten in der Regel eine höhere Dynamik, bessere Kanaltrennung und ein höheres Maß an Detailtreue als eine günstige integrierte Phonostufe. Nutzer berichten insbesondere von einer verbesserten Tiefenstaffelung des Stereobilds.
Der P50 ist ein vereinfachtes Phono-Modul, das ausschließlich mit MM-Tonabnehmern und festen Einstellungen (47 kΩ, 100 pF) kompatibel ist. Das P100 bietet MM/MC-Kompatibilität und einstellbare Parameter, was den Preisunterschied für Nutzer rechtfertigt, die mehr Flexibilität wünschen.
Frank
Arbeitet perfekt im Atoll In 200 Evolution.
Kommentar vom 12. Juli 2025 — Erfahrung vom 6. Januar 2025
Maxime
Funktioniert einwandfrei in einem PR200.
Viel mehr Dynamik als über die DAC-Karte.
Keine Störgeräusche oder sonstiges.
Kommentar vom 13. März 2024 — Erfahrung vom 18. Dezember 2023
Michel
Nicht wirklich überzeugt.
Kommentar vom 13. Juli 2023 — Erfahrung vom 2. Juni 2023