Panasonic DMR-BWT850EC, Blu-ray-Recorder 1 TB
Zwei Sender aufnehmen, während man ein bereits gespeichertes Programm ansieht, und anschließend alles auf einen Datenträger brennen, der auch in zehn Jahren noch lesbar ist: Der Blu-ray-Brenner mit Festplatte ist zu einer seltenen Kategorie geworden, und Panasonic gehört zu den letzten Herstellern, die sie noch pflegen. Dieses Modell steht an der Spitze der Reihe – mit einem Terabyte Speicher, zwei DVB-T-HD-Tunern und einer Videoverarbeitung, die Full HD in Ultra HD umwandeln kann.
Zwei Tuner und tausend Stunden Programme
Die beiden DVB-T-Tuner arbeiten parallel: Zwei verschiedene Programme können gleichzeitig auf die Festplatte aufgezeichnet werden, auch in hoher Auflösung. Der Modus „DR“ zeichnet den Datenstrom so auf, wie er ausgestrahlt wird, ohne Neukomprimierung. Das ergibt etwa 259 Stunden HD bei 8 Mbit/s und das Doppelte in Standardauflösung. Da die tatsächlichen DVB-T-Datenraten je nach Sender variieren, sind diese Zeiten nur Richtwerte.
Ansonsten entscheidet man zwischen Qualität und Kapazität. Die Modi HG bis HM komprimieren HD neu und erweitern die Kapazität von 157 auf 684 Stunden; die vom DVD-Format übernommenen Modi XP bis EP reduzieren auf Standardauflösung und erreichen bis zu 1.724 Stunden. Die Aufzeichnung per Schlüsselwort ergänzt die manuelle Programmierung: Man gibt einen Begriff ein, das Gerät durchsucht den elektronischen Programmführer und startet die entsprechenden Aufnahmen selbstständig. Die Funktionen Pause Live TV und Rewind Live TV verwenden die Festplatte als Zwischenspeicher für den aktuellen Sender.
Ein wichtiger Hinweis für 2026: Diese Tuner empfangen DVB-T, nicht DVB-T2. Die klassischen HD-Sender des terrestrischen Fernsehens, die per MPEG-4 über DVB-T ausgestrahlt werden, werden problemlos empfangen; das Ultra-HD-Multiplex, das auf DVB-T2 und HEVC basiert, bleibt dem Gerät jedoch verschlossen.
Brennen, um Aufnahmen zu behalten
Die Festplatte dient als Arbeitsbereich, der Brenner als Langzeitspeicher. Eine BD-R oder BD-RE mit 25 GB fasst nahezu sechseinhalb Stunden HD im Modus „DR“ oder siebzehneinhalb Stunden im Modus HM; doppelschichtige 50-GB-Discs verdoppeln die Kapazität. Beschreibbare DVDs und DVD-RAM werden weiterhin für Standardauflösung unterstützt, mit einer bis acht Stunden je nach Modus auf einem 4,7-GB-Medium.
Das Kopieren eines Programms von der Festplatte auf Blu-ray bleibt die einzige Möglichkeit, es in dauerhafter Form aus dem Gerät herauszuholen: Es gibt weder eine Übertragung auf einen Computer noch auf einen USB-Stick. Das ist bei dieser Produktkategorie aufgrund von Sendeschutzmechanismen üblich, sollte aber bedacht werden, bevor sich Hunderte Stunden auf der internen Festplatte ansammeln.
Der mitgelieferte Blu-ray-Player
Bei der Wiedergabe ist die Auswahl groß: BD-Video, Blu-ray 3D in Full HD, DVD, Audio-CD, mit FLAC, ALAC, WAV, MP3 oder AAC bespielte CD-R sowie Datendiscs mit MKV und Xvid. Die 4K Direct Chroma-Upscaling-Schaltung rekonstruiert die Farbinformation vor der Skalierung auf 3840 × 2160; um davon etwas zu sehen, ist ein Ultra-HD-Fernseher erforderlich. Die Wiedergabe von MP4-Dateien in 4K wird bis 100 Mbit/s bei 25 und 30 Bildern pro Sekunde sowie bis 4096 × 2160 bei 24p unterstützt.
3D wurde nicht aufgegeben: Wiedergabe von Blu-ray 3D, Umwandlung von 2D in 3D und Einstellung der Effektintensität. Audiotechnisch schaltet der Modus Pure Sound während der CD-Wiedergabe unnötige Videoschaltungen ab, und 96 kHz Surround Re-Master erweitert die Stereobühne – mit einer wichtigen Folge: Die Wiedergabe-Abtastrate der CD wird auf 88,2 kHz angehoben.
Wi-Fi, DLNA und Fernwiedergabe
Das integrierte Wi-Fi-Modul erspart das Verlegen eines Kabels bis zum TV-Möbel; für alle, die ein kabelgebundenes Netzwerk bevorzugen, steht weiterhin ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Als DLNA-Client greift das Gerät auf einem NAS oder Computer auf eine umfangreiche Formatliste zu, von MPEG über MKV, FLAC und Vorbis bis DSD. Als Server ist die Liste auf MPEG, AVCHD und JPEG beschränkt: Aufnahmen können an einen Fernseher in einem anderen Raum gesendet werden, nicht jedoch die gesamte Medienbibliothek.
Der Bereich „TV Anywhere“ deckt drei unterschiedliche Anwendungen ab: eine Aufnahme über ein Telefon programmieren, auf der Festplatte gespeicherte Inhalte aus der Ferne ansehen und Live-TV auf einen anderen Bildschirm im Haus übertragen. Zwei Einschränkungen gelten dabei: Es kann jeweils nur ein Gerät verbunden sein, und bestimmte kostenpflichtige Einzelprogramme sind von der Fernwiedergabe ausgeschlossen. Miracast spiegelt den Bildschirm eines zertifizierten Android-Mobilgeräts ab Version 4.2. Der integrierte Internetbrowser unterstützt weder Flash noch bestimmte Zeichensätze, wodurch ein Teil der Websites nicht nutzbar ist.
SD-Karten, USB-Sticks und externe Festplatten
Der Kartenleser unterstützt die Formate SD, SDHC und SDXC sowie die direkte Wiedergabe von MP4, AVCHD, AVCHD 3D und JPEG. Videos und Fotos einer Kamera können auf die Festplatte übertragen und anschließend auf BD-RE oder BD-R gebrannt werden, sodass Speicherkarten ohne Computer archiviert werden können.
Zwei USB-2.0-Anschlüsse sind vorhanden, einer an der Front und einer auf der Rückseite. Der erste dient hauptsächlich zum Auslesen eines USB-Sticks: MPEG2-, MP4-, Xvid- und MKV-Videos, Fotos sowie eine umfangreiche Audioformatliste einschließlich DSD, FLAC und ALAC. Der zweite nimmt eine externe Festplatte auf, die die Aufnahmekapazität erweitert. Auf die Übertragungsrichtung ist zu achten: Von einem USB-Medium ist das Kopieren auf BD-RE, BD-R oder DVD-RAM möglich, nicht jedoch auf die interne Festplatte.
Flaches Gehäuse mit reduzierter Anschlussausstattung
Mit 430 Millimetern Breite, 59 Millimetern Höhe und 2,4 Kilo Gewicht passt das Gehäuse unter einen Fernseher, ohne ein eigenes Regal zu beanspruchen; es steht auf Füßen im Hi-Fi-Stil. Der HDMI-Ausgang übernimmt Bild und Ton, und das Kabel wird mitgeliefert. Ein koaxialer Digitalausgang ermöglicht den Anschluss eines etwas älteren Heimkino-Verstärkers, wobei er auf komprimierte Formate beschränkt ist und weder Dolby TrueHD noch DTS-HD Master Audio überträgt.
Die Rückseite ist bewusst minimalistisch gehalten: kein SCART, kein Videoeingang, keine analogen Audioein- oder -ausgänge. Die Konsequenz ist konkret und sollte vor dem Kauf bedacht werden: Programme einer Betreiber-Box oder eines Satellitenreceivers können mit diesem Gerät nicht aufgezeichnet werden, da seine einzige Fernsehquelle der eigene Antenneneingang ist. Die VIERA Link-Kompatibilität ermöglicht grundlegende Steuerungen über die Fernbedienung des Fernsehers. Der Stromverbrauch bleibt niedrig: 28 W im Betrieb und 0,2 W im Standby. Letzterer Wert gilt bei deaktiviertem Schnellstart: Der Komfort von „Quick Start“ wird im Standby mit höherem Verbrauch bezahlt.