Alessio
Ich bin mit dem Nait XS3 sehr zufrieden.
Bestellung und Lieferung in Ordnung.
Kommentar vom 3. Januar 2026 — Erfahrung vom 22. Dezember 2025
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Der Naim Audio NAIT XS3 ist ein Vollverstärker, der die Tradition der 1983 eingeführten NAIT-Serie fortführt. Als Nachfolger des XS2 bringt er mehrere technische Weiterentwicklungen mit und führt einen MM-Phono-Vorverstärker wieder ein – eine Funktion, die seit dem NAIT 3 aus den 1990er-Jahren gefehlt hatte. Das Gerät liefert 70 Watt pro Kanal, verfügt über eine Kopfhörerstufe in Class A und bietet eine umfangreiche Anschlussvielfalt. Es ist dafür ausgelegt, sowohl Lautsprecher als auch Kopfhörer zu betreiben, und bewahrt dabei die klanglichen Merkmale, die mit Naim-Produkten verbunden werden.
Unter dem kompakten Gehäuse aus stranggepresstem Aluminium verbirgt sich ein beachtlicher Technologieaufwand. Der 350-VA-Ringkerntransformator, gefertigt vom irischen Spezialisten Nuvotem Talema, nimmt fast die Hälfte des Innenraums ein. Dieses für die Geräteklasse überdimensionierte Bauteil garantiert eine stabile, reaktionsschnelle Stromversorgung und kann 100 Watt pro Kanal an 4 Ohm liefern. Seine von den Eingangsschaltungen entfernte Position minimiert elektromagnetische Störeinflüsse.
Die Naim-Ingenieure haben die Endstufe im Vergleich zum XS2 überarbeitet. Die Geschwindigkeit der Spannungsverstärkung wurde verdoppelt, was auch die Reaktionsschnelligkeit der Ausgangsstufe verdoppelt. Die Transistoren der zweiten Verstärkungsstufe wurden optimiert, sodass kein schützender Kaskodentransistor mehr nötig ist. Diese Vereinfachung reduziert den Bedarf an Stabilisierung der Endstufe und verdoppelt die Slew-Rate, wodurch die Reaktionsfähigkeit auf schnelle Transienten insgesamt steigt.
Die Schaltung setzt auf eine Class-A/B-Topologie mit diskreten bedrahteten Bauteilen (through-hole) anstelle von integrierten Schaltkreisen oder SMD-Komponenten. Diese Wahl reduziert die negativen Effekte von Vibrationen und Temperaturschwankungen. Die Leistungstransistoren profitieren von einer keramischen Isolierung, die die Wärmeableitung optimiert und gleichzeitig kapazitive Störeinflüsse minimiert. Die Platinenhalterungen sind mit einer mikrofonischen Isolation versehen, damit mechanische Vibrationen das Signal nicht beeinträchtigen.
Die Mikroprozessor-Steuersektion ist galvanisch von den Audiostufen getrennt – eine physische Trennung, die verhindert, dass digitale Störungen in den analogen Signalweg eindringen. Das Lautstärkepotentiometer stammt aus der „Blue Velvet“-Serie von Alps, bekannt für seine hohe Kanalgleichheit (in der Regel unter 2 dB Abweichung) und seine leitfähige, metallisierte Kunststoffbahn, die 15.000 Betätigungszyklen erlaubt.
Die Integration eines Phono-Vorverstärkers ist die wichtigste Neuerung des XS3 – ein Novum für die XS-Serie und eine Rückbesinnung für Naim, das seit dem NAIT 3 aus der Mitte der 1990er-Jahre keinen NAIT mehr mit Phonoeingang angeboten hatte. Der Schaltkreis ist ausschließlich mit MM-Tonabnehmern (Moving Magnet) kompatibel und basiert auf einer dreistufigen Topologie: erste Verstärkerstufe, passive Entzerrung, anschließend finale Verstärkung und aktive Entzerrung.
Diese funktionale Trennung ermöglicht ein herausragendes Signal-Rausch-Verhältnis, eine RIAA-Entzerrung, die über den Audiobereich hinausreicht, sowie einen hohen Headroom. Sämtliche RIAA-Entzerrkondensatoren sind bedrahtete Folientypen, die aufgrund ihrer geringen Empfindlichkeit gegenüber Mikrofonieeffekten und ihrer exzellenten Transienteneigenschaften ausgewählt wurden. Der Eingangswiderstand von 47 kΩ in Parallelbeschaltung mit einer Kapazität von 470 pF passt ideal zu Tonabnehmern mit 5 mV Ausgangsspannung.
Da Phonostufen 1000-mal empfindlicher sind als Line-Eingänge, schlägt sich die sorgfältige Auswahl der Bauteile und die signalbewusste Leiterführung in einer besonders detailgetreuen Wiedergabe der in die Schallplatte geschnittenen Feinheiten nieder. Die Phonostufe sitzt auf einer eigenen Platine, mit von Hand ausgeführten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen – eine zeitintensive Technik, die viel Know-how erfordert, aber Leiterbahnen vermeidet, die Störungen einfangen könnten.
Der Kopfhörerausgang des XS3 ist kein bloßes Zusatz-Feature. Er basiert auf einem asymmetrischen Class-A-Verstärker (single-ended), der vom SUPERNAIT 3, dem Flaggschiffmodell der Serie, abgeleitet ist. In Class A bleiben die Ausgangstransistoren ständig im leitenden Betrieb, wodurch die bei Class-AB-Topologien typische Übernahmeverzerrung entfällt. Der zusätzliche Strom, der diesem Schaltungsbereich zugewiesen wird, garantiert eine optimale Ansteuerung der Kopfhörer, selbst bei niedriger Impedanz.
Dieser 6,35-mm-Klinkenausgang macht den XS3 zu einer hochwertigen persönlichen Abhörstation. Die leistungsfähige Vorverstärkersektion, bekannt für ihre Transparenz, garantiert dieselbe Klangsignatur beim Kopfhören wie über Lautsprecher. Besitzer anspruchsvoller planarer oder dynamischer Kopfhörer finden hier ein Ausgangssignal, das das volle Potenzial ihrer Wandler ausschöpft.
Die Rückseite des XS3 spiegelt die von Naim angestrebte Vielseitigkeit wider. Vier Eingänge akzeptieren wahlweise RCA-Buchsen oder DIN-Stecker (das traditionelle Naim-Format, geschätzt für seine mechanische Robustheit und die klare Trennung von linkem und rechtem Kanal). Ein weiterer DIN-Eingang steht zusätzlich zur Verfügung. Der RCA-Phonoeingang ergänzt dieses analoge Anschlussfeld.
Die festen Ausgänge (130 mV, 600 Ω) ermöglichen Aufnahmen oder den Einsatz in einem Multiroom-System, ohne die Hauptlautstärke zu beeinflussen. Die variablen Ausgänge umfassen einen Vorverstärkerausgang (775 mV, unter 50 Ω), mit dem sich die interne Endstufe umgehen und eine externe Endstufe nutzen lässt. Ein spezieller Ausgang für Subwoofer (RCA, 775 mV) erleichtert die Integration eines Subwoofers. Sogar eine Bi-Amping-Konfiguration ist über den dedizierten DIN-Ausgang möglich.
Der XS3 führt die Naim-Tradition der Aufrüstbarkeit fort. An der Rückseite befindliche DIN-Buchsen, im Normalbetrieb mit einer Brücke versehen, erlauben die Integration eines externen Naim-Netzteils (FlatCap XS, HiCap oder SuperCap). Diese Modularität ermöglicht einen schrittweisen Ausbau des Systems, ohne den Verstärker wechseln zu müssen. Über eine Mini-USB-Buchse lassen sich Firmware-Updates für die Steuerung einspielen. Die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung Narcom5 steuert Lautstärke, Quellenwahl und Standby.
Zwischen dem XS2 (2013) und dem XS3 (2019) liegen sechs Jahre. Naim hat kein bewährtes Produkt neu erfinden wollen, sondern es weiter verfeinert. Die Integration des Phono-Vorverstärkers ist die sichtbarste Neuerung und trägt dem Vinyl-Revival Rechnung. Elektronisch sorgen die Verdoppelung der Geschwindigkeit der Spannungsverstärkerstufe und die Optimierung der zweiten Verstärkungsstufe für mehr Reaktionsschnelligkeit und feinere Durchzeichnung bei Transienten.
Die ALPS Blue Velvet-Potentiometer ersetzen die bisherigen Modelle. Die keramische Isolierung der Leistungstransistoren verbessert die thermische Stabilität. Die mikrofonisch isolierten Platinenhalterungen und die galvanisch getrennte Steuersektion erhöhen die Störfestigkeit. Diese auf dem Papier eher subtil wirkenden Änderungen summieren sich zu einem messbaren Gewinn an Klarheit, Dynamik und Basskontrolle.
Seit Dezember 2024 verwendet der XS3 weiße LEDs anstelle der traditionellen grünen LEDs – ein optisches Detail, das die Front modernisiert, ohne die visuelle Naim-Identität zu verleugnen. Das halbkreisförmige, transluzente Logo bleibt an seinem Platz und leuchtet beim Einschalten auf.
Mit 70 Watt an 8 Ohm und 100 Watt an 4 Ohm treibt der XS3 die große Mehrzahl der am Markt erhältlichen Kompakt- und Standlautsprecher mühelos an. Sein großzügig dimensioniertes Netzteil und seine hohe Stromlieferfähigkeit erlauben die Kontrolle anspruchsvoller Wandler, einschließlich mancher als „kritisch“ geltender Modelle. Lautsprecher mit einer Empfindlichkeit von 85 bis 92 dB finden in diesem Verstärker einen passenden Spielpartner.
Der integrierte Phonoeingang des XS3 unterstützt ausschließlich MM-Tonabnehmer (Moving Magnet) mit 5 mV Ausgangsspannung. Für MC-Tonabnehmer (Moving Coil) ist ein externer Phono-Vorverstärker wie die Naim-Stageline-Modelle erforderlich, die an einen der Line-Eingänge angeschlossen werden und über den dedizierten 24V-Ausgang des XS3 mit Strom versorgt werden können.
Der XS3 vereint einen transparenten Vorverstärker und eine leistungsstarke Endstufe in einem Gehäuse. Für die meisten Anwender bietet er ein Leistungsniveau, das keine getrennten Komponenten erfordert. Dennoch ermöglichen spezielle Ausgänge, ausschließlich die Vorstufe zu nutzen oder eine externe Endstufe hinzuzufügen – ideal für alle, die später auf ein getrenntes Setup aufrüsten möchten.
Naim bietet mehrere Wege zur klanglichen Aufrüstung. Die Ergänzung um ein externes Netzteil (FlatCap XS, HiCap2, SuperCap) verbessert den Vorstufenteil durch eine stabilere Spannungsversorgung. Zudem lässt sich über den Vorverstärkerausgang eine separate Naim-Endstufe einsetzen, sodass der XS3 als reine Vorstufe dient. Ein weiterer Optimierungspfad ist der Austausch von Netzkabeln, Signalkabeln und Lautsprecherkabeln gegen höherwertige Referenzen.
Die festen Ausgänge ermöglichen die Einbindung des XS3 in eine größere Installation. Der Stream-Ausgang kann einen Multiroom-Verstärker speisen, während der AV-Ausgang die Integration in ein Heimkino-Setup erleichtert, in dem der XS3 die Frontkanäle übernimmt. Diese Ausgänge liefern ein konstantes Signal, das vom Haupt-Lautstärkeregler unbeeinflusst bleibt.
Alessio
Ich bin mit dem Nait XS3 sehr zufrieden.
Bestellung und Lieferung in Ordnung.
Kommentar vom 3. Januar 2026 — Erfahrung vom 22. Dezember 2025
Gábor
Non plus ultra🙂🙂🙂🙂mit B&W
Kommentar vom 23. Dezember 2025 — Erfahrung vom 15. Dezember 2025
Lukas
Großartig! Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas einmal zu Hause haben würde, dann kam ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte.
Ein Traum ist wahr geworden.
Vorteile: großartige Räumlichkeit und Bass (mindestens 300 Stunden einspielen lassen)
Nachteile: sehr empfindliche Lautstärkeregelung, wird sehr schnell laut
Kommentar vom 22. Dezember 2025 — Erfahrung vom 7. Dezember 2025