Frucht japanischer Handwerkskunst von Furutech ist das Roxy-E ein Netzstromkabel, das für anspruchsvolle Audio- und Videosysteme konzipiert wurde. Sein Hauptvorteil: ein platzsparender IEC-Stecker, der FI-C15(G), der dort hineinpasst, wo Standardstecker nicht durchkommen. Eine sinnvolle Wahl für Plattenspieler, Phono-Vorverstärker und andere kompakte Elektronikgeräte, bei denen der Platz auf der Rückseite oft knapp ist.
Sorgfältiger Aufbau, Schicht für Schicht
Die Struktur des Roxy-E basiert auf drei Leitern mit 37 Litzen aus 0,26 mm OFC-Kupfer. Zwei davon sind versilbert, während der dritte (die Erde) von der Furutech-eigenen Alpha-Behandlung profitiert. Jeder Leiter ist einzeln mit audioqualitativem Polyethylen in drei unterschiedlichen Farben (rot, gelb, grün) isoliert, um die Zuordnung zu erleichtern.
Das Ganze wird anschließend mit Baumwolle umhüllt, dann mit einer Papierschicht versehen, bevor es durch einen dunkelroten PVC-Mantel mit 10 mm Durchmesser geschützt wird. Ein Geflecht aus schwarzem Nylonfaden fügt eine letzte Schicht mechanischen Schutzes hinzu und bringt den endgültigen Durchmesser auf 10,8 mm. Das Ergebnis: ein flexibles, leicht zu handhabendes Kabel, aber ausreichend gedämpft, um mechanische Vibrationen zu begrenzen.
Die Alpha-Behandlung und Entmagnetisierung
Alle Metallelemente des Roxy-E durchlaufen das Alpha-Verfahren von Furutech. Diese zweistufige Methode beginnt mit einer Tiefkryogenisierung: Die Teile werden mithilfe von flüssigem Stickstoff oder Helium auf Temperaturen zwischen -196 und -250 °C abgekühlt. Diese Behandlung verändert die molekulare Struktur des Metalls, reduziert innere Spannungen und verdichtet die Bindungen zwischen den Molekülen.
Der zweite Schritt ist eine Entmagnetisierung durch kontrollierte Abschwächung (Ring Demagnetization), für die Furutech in Japan die exklusive Lizenz von Sekiguchi Machine Sale Co. besitzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Magneten, die stärker magnetisierte Bereiche hinterlassen können als andere, beseitigt dieses Verfahren jede Restmagnetisierung gleichmäßig.
Steckverbinder der Serie 11 mit schwebender Erdung
Auf der Netzseite ist das Roxy-E mit einem Schuko-Stecker FI-E11(G) mit vergoldeten Kontakten ausgestattet. Auf der Geräteseite weist der IEC-Stecker FI-C15(G) ein reduziertes Profil auf: ca. 22 × 30 × 82 mm. Dieses kompakte Format wurde für Verstärker von Linn, Devialet, McIntosh und andere Geräte entwickelt, deren IEC-Buchse schwer zugänglich ist.
Beide Steckverbinder integrieren das von Furutech patentierte Floating Field Damper-System (US Patent 6,669,491). Sein Prinzip: die kleinen Metallteile des Steckverbinders (Schrauben, Befestigungselemente), in denen der Wechselstrom störende Magnetfelder induziert, zu erden. Durch die Verbindung dieser Teile über eine Stern-Erdung leitet das System elektrische Restpotenziale ab und reduziert Störungen.
Plattenspieler und Phono-Vorverstärker: ein bevorzugtes Einsatzgebiet
Furutech positioniert das Roxy-E als besonders geeignet für analoge Komponenten. Die Kombination aus einem Alpha-behandelten Erdleiter und dem Floating Field Damper zielt darauf ab, eine stabile Massereferenz aufrechtzuerhalten, was Verstärkungsstufen mit schwachem Signal wie Phono-Vorverstärkern zugutekommt.
Das Kabel kann ebenso gut einen CD-Player, einen Wandler, einen Vollverstärker, einen Videoprojektor oder einen Fernseher versorgen. Doch gerade bei Quellen mit niedrigem Pegel, wo Grundrauschen stärker auffällt, entfaltet sein technischer Beitrag seine volle Bedeutung.