Alain
Viel besser als Basissteckdosen in guter Qualität für einen vernünftigen Preis.
Kommentar vom 22. Juni 2022 — Erfahrung vom 6. Juni 2022
Ein Netzkabel ist nur so gut wie seine Enden. Wandseitig nimmt der Stecker den Strom auf und überträgt ihn mit seinen Kontakten, seiner Zugentlastung und seiner Erdung an das Kabel. Furutech positioniert hier den Einstieg seiner Schuko-Stecker-Reihe aus ungeplattetem Kupfer: ideal, um ein selbst konfektioniertes Netzkabel abzuschließen oder ein Kabel neu zu konfektionieren, dessen Originalstecker die Leitfähigkeit beeinträchtigt.
Der FI-E11 (Cu) ist ein Netzstecker im Schuko-Format CEE 7/VII, dem kontinentalen Erdungsstandard, erkennbar an seinen zwei runden Stiften und den Erdungskontakten an den Seiten. Er ist von KEMA-KEUR (der niederländischen Zertifizierungsstelle) unter der Referenz 2076430.01 für zwei Pole plus Erde, 16 A und 250 V zugelassen. Es handelt sich nicht um ein fertiges Kabel: Es ist das Teil, das man an das Ende eines losen Netzkabels schraubt, um sein eigenes Kabel herzustellen oder die Anschlüsse eines vorhandenen Kabels zu ersetzen. Am anderen Ende, geräteseitig, wird er mit einem IEC-Stecker derselben Reihe kombiniert, etwa dem FI-11 (Cu).
Das Format CEE 7/VII ist vom Typ E/F: Der Stecker lässt sich sowohl an eine französische Wandsteckdose als auch an eine deutsche Schuko-Steckdose anschließen und erden.
Der Zusatz „(Cu)“ unterscheidet diese Version von den vergoldeten und rhodinierten Varianten mit demselben Gehäuse. Hier bestehen die Leiter aus sogenannter eutektischer Kupferlegierung (eine Zusammensetzung, die gleichmäßig erstarrt, ohne dass sich ihre Bestandteile trennen) und bleiben blank, ohne Plattierungsschicht zwischen Kupfer und Kabel. Kupfer leitet besser als die bei Steckverbindern üblichen Messing- und Bronzelegierungen, und hier befindet sich nichts zwischen ihm und dem Leiter. Der Kompromiss ist real: Blankes Kupfer bildet mit der Zeit eine Patina, eine feine Oberflächenoxidation, die bei Bedarf gereinigt werden kann, und bleibt weicher als ein rhodinierter Kontakt. Wer Kupfer wählt, bevorzugt die Leitfähigkeit gegenüber der Oberflächenbeständigkeit.
Alle Metallteile durchlaufen das Alpha-Verfahren von Furutech in zwei Schritten. Der erste ist eine kryogene Behandlung: Die Teile werden mit flüssigem Stickstoff oder Helium auf -196 bis -250 °C abgekühlt, eine Temperatur, die die Metallstruktur neu ordnet und bei der Herstellung entstandene innere Spannungen abbaut. Der zweite Schritt ist eine Ringentmagnetisierung, die im Metall verbliebene Magnetfelder beseitigt. Furutech wendet diese Behandlung auf sein gesamtes Steckverbinder-Sortiment an, vom Einstiegsmodell bis zu den High-End-Referenzen.
Der vordere Körper besteht aus glasfaserverstärktem Nylon, das Gehäuse aus Polycarbonat. Die Zugentlastung erfolgt per Schrauben und hält Kabel mit einem Außendurchmesser von 6,6 bis 16 mm, mit längeren Schrauben bis zu 20 mm. Leiterseitig nimmt der Stecker Querschnitte bis 5,5 mm² (10 AWG) auf, ausreichend für dicke Netzkabel. Diese Toleranz hat eine praktische Folge: Bei einem sehr dicken oder zusätzlich ummantelten Kabel erfordert die Zugentlastung Geduld und einen festen Griff. Das Ganze misst insgesamt 89,3 mm in der Länge, bei 39,3 mm Durchmesser und einem Gehäuse von 56,2 mm.
Die Montage setzt voraus, das Kabel abzuisolieren, Phase, Neutralleiter und Erde an die jeweiligen Klemmen anzuschließen und anschließend die Zugentlastung festzuziehen. Es handelt sich um Arbeiten am Stromnetz: Sie erfordern Sorgfalt und bei Zweifeln die Unterstützung eines Elektrikers. Der Stecker wird unverdrahtet geliefert. Eine Besonderheit des Schuko-Systems: Der Stecker ist nicht verpolungssicher und kann in einer Schuko-Steckdose in beide Richtungen eingesteckt werden, ohne festgelegte Phase oder Neutralleiter. Wer Wert auf die Ausrichtung der Netzpolarität legt, sollte die Richtung bei der Montage markieren und beim Anschließen einhalten.
Ja. Sein CEE-7/VII-Format ist vom Typ E/F: Es lässt sich sowohl an eine französische Steckdose als auch an eine deutsche Schuko-Steckdose anschließen und wird über beide geerdet.
Der FI-E11 (Cu) kommt auf die Wandseite des Netzkabels. Auf der Geräteseite wird er mit einem IEC-Stecker derselben Familie kombiniert, etwa dem ebenfalls unbeschichteten FI-11 (Cu) aus Kupfer, um stimmig zu bleiben, mit dem Kabel seiner Wahl als Meterware dazwischen.
Es handelt sich um einen Netzanschluss: abisolieren, Phase, Neutralleiter und Erdung beachten, die Zugentlastung korrekt festziehen. Für einen sorgfältigen Heimwerker keine unüberwindbare Aufgabe, aber im Zweifelsfall sollte die Montage besser einem Elektriker überlassen werden. Der Stecker wird unverkabelt geliefert.
Alle drei haben denselben Grundkörper und unterscheiden sich nur durch die Oberflächenbehandlung der Kontakte. Kupfer (Cu) bleibt blank und ermöglicht eine direkte Leitfähigkeit, oxidiert jedoch mit der Zeit an der Oberfläche. Die vergoldeten und rhodinierten Versionen ergänzen die Kontakte um eine stabile, harte Schicht, die korrosions- und verschleißfester ist, allerdings um den Preis einer Beschichtung im Strompfad.
Mit der Zeit bildet sich eine Oberflächenpatina, wie bei jedem blanken Kupfer. Sie lässt sich reinigen und beeinträchtigt die Funktion des Kontakts nicht. Dies ist der bewusst in Kauf genommene Kompromiss eines Steckverbinders ohne Beschichtung.
Bis zu 5,5 mm² (10 AWG) auf der Leiterseite und ein Kabelaußendurchmesser von 6,6 bis 16 mm, mit längeren Klemmschrauben auf bis zu 20 mm erweiterbar.
Er markiert den Einstieg. Darüber folgen Modelle mit einem Gehäuse, das mit dämpfenden Kohlenstoffpartikeln gefüllt ist, anschließend die NCF-Referenzen, deren Gehäuse das markeneigene Dämpfungsmaterial integriert. Der FI-E11 (Cu) bietet den direktesten Zugang zur Alpha-Behandlung und zu blankem Kupfer.
Alain
Viel besser als Basissteckdosen in guter Qualität für einen vernünftigen Preis.
Kommentar vom 22. Juni 2022 — Erfahrung vom 6. Juni 2022