Die Triton Two+ ist eine 122 cm hohe, teilaktive Standlautsprecherbox mit einer integrierten, 1200-Watt-verstärkten Basssektion. Sie nutzt Technologien, die für die Topmodelle der GoldenEar-Serie entwickelt wurden, mit einem Frequenzgang, der bis auf 16 Hz hinabreicht. Ihr Design zielt darauf ab, eine kohärente Wiedergabe über das gesamte Audiospektrum zu gewährleisten, indem sie detailreiche Höhen, ausgewogene Mitten und kraftvolle Bässe kombiniert.
Ein gefalteter Bändchenhochtöner, der Konventionen überwindet
Im Zentrum der akustischen Konstruktion der Triton Two+ steht der HVFR-Hochtöner (High-Velocity Folded Ribbon), eine exklusive Technologie von GoldenEar, die die Grenzen der Hochtonwiedergabe neu definiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kalottenhochtönern, die Luft durch eine Kolbenbewegung bewegen, komprimiert der HVFR die Luft zwischen den Falten seiner Hochtemperatur-Folienmembran und funktioniert wie eine Miniatur-Akkordeon. Diese Herangehensweise ermöglicht eine deutlich größere Abstrahlfläche als bei einer klassischen Kalotte, bei identischem Platzbedarf auf der Schallwand.
Das gefaltete Membranmaterial, kombiniert mit einem starken Neodym-Magneten, verleiht dem Hochtöner außergewöhnliche Geschwindigkeit und Präzision. Der Frequenzgang reicht bis zu 35 kHz, weit über das hörbare Spektrum hinaus, und garantiert eine besonders feine Wiedergabe der Obertöne. Diese Technologie eliminiert störende Resonanzmodi, wie sie bei Metallkalotten typisch sind, und ermöglicht ein langes, ermüdungsfreies Hören – ein besonders geschätztes Merkmal bei ausgedehnten Hörsessions.
Die horizontale Abstrahlung des HVFR übertrifft die herkömmlicher Bändchen und schafft eine erweiterte Hörzone, in der jeder Zuhörer ein präzises und stabiles Stereobild genießt. Diese technische Eigenschaft führt zu einer dreidimensionalen Klangbühne, die weit über die physischen Grenzen der Lautsprecher hinauszugehen scheint.
D’Appolito-Anordnung und MVPP-Treiber: das perfekte Gleichgewicht
Die beiden 11,4 cm Mittel-/Tieftöner nutzen die exklusive MVPP-Technologie (Multi-Vaned Phase Plug) von GoldenEar. Diese Treiber sind in einer D’Appolito-Anordnung mit dem HVFR-Hochtöner dazwischen montiert und erzeugen eine kohärente, perfekt integrierte Schallquelle. Die durch computergestützte Modellierung optimierte Konustopologie minimiert Partialschwingungen und Verzerrungen, wie sie bei herkömmlichen Membranen auftreten.
Jeder Lautsprecher verfügt über eine eigene, akustisch isolierte, geschlossene Kammer, die die Treiber von den Vibrationen der aktiven Basssektion abschirmt. Diese physische Trennung bewahrt die Klarheit im Mitteltonbereich, was für die natürliche Wiedergabe von Stimmen und akustischen Instrumenten entscheidend ist. Die 25 mm Schwingspulen aus Kapton, einem für seine Leichtigkeit und Hitzebeständigkeit bekannten Material, sorgen für eine schnelle Impulsantwort und eine vorbildliche Belastbarkeit.
Die komplett überarbeitete passive Frequenzweiche mit balancierter Topologie verwendet hochwertige Folienkondensatoren. Diese symmetrische Bauweise, bei der die Bauteile auf beide Seiten der Lautsprecher verteilt sind und nicht nur auf einer, reduziert die parasitäre Kapazität im Magnetspalt und verbessert die Klangtransparenz deutlich.
Aktive Basssektion: kontrollierte Kraft und abgrundtiefe Erweiterung
Das herausragende Merkmal der Triton Two+ ist ihre integrierte Basssektion, die von einem 1200-Watt-Digitalverstärker vom Typ ForceField angetrieben wird. Diese enorme Leistung steuert zwei rechteckige Aktivlautsprecher mit den Maßen 127 × 229 mm an, die an der Front montiert sind. Die quadratische Form dieser Treiber ist keineswegs nur ein ästhetisches Detail, sondern bietet akustische Vorteile: erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen kreisförmige Resonanzmodi und eine optimierte Abstrahlfläche bei minimalem Platzbedarf.
Die beiden seitlichen Passivmembranen mit 178 × 254 mm, die auf der planar-quadratischen Technologie basieren, arbeiten im Zusammenspiel mit den aktiven Lautsprechern. Sie sind gegenüberliegend an den Seitenwänden nahe dem Boden angebracht und nutzen die Kopplung mit den Raumflächen, um den Bass auf natürliche Weise zu verstärken. Diese trägheitsbalancierte Konfiguration eliminiert Rückstoßkräfte und minimiert Gehäusevibrationen, wodurch die Reinheit der Klangwiedergabe in den anderen Frequenzbereichen erhalten bleibt.
Der integrierte DSP-Prozessor steuert in Echtzeit die Betriebsparameter der Verstärkung. Über die reine Pegelregelung hinaus optimiert er dynamisch den Frequenzgang, steuert das sanfte Clipping zum Schutz der Treiber und passt die diskrete Multiband-Kompression an. Diese intelligente Steuerung ermöglicht einen Bass, der sowohl tief, präzise als auch perfekt in das restliche Klangspektrum integriert ist und mit Autorität bis auf 16 Hz hinabreicht.
Konstruktion und Integration: Ingenieurskunst im Dienst der Akustik
Das Gehäuse aus hochdichtem MDF ist mit strategisch platzierten Verstrebungen ausgestattet, um unerwünschte Resonanzen zu eliminieren. Die nicht parallelen Seitenwände brechen stehende Wellen im Inneren auf – eine Technik, die aus professionellen Tonstudios übernommen wurde. Diese asymmetrische Geometrie, kombiniert mit der schmalen Frontschallwand (13,3 cm) und der sich nach hinten auf 19 cm verbreiternden Form, minimiert Kantendiffraktionen und fördert das akustische Verschwinden der Lautsprecher im Klangbild.
Die rückseitigen Anschlüsse unterstreichen die Vielseitigkeit der Triton Two+. Neben vergoldeten Schraubklemmen, die mit Bananensteckern, Gabelschuhen und dicken, blanken Kabeln kompatibel sind, bietet der Lautsprecher einen LFE-Eingang auf RCA. Diese Direktverbindung ermöglicht die perfekte Integration der Triton Two+ in ein mehrkanaliges Heimkino-Setup, wobei der Surround-Prozessor die aktive Basssektion direkt im .1-Modus steuert. Der Pegelregler für den Subwoofer erlaubt eine feine Anpassung an die Raumakustik und die persönlichen Hörvorlieben.
Die Nennimpedanz von 4 Ohm, die mit 8-Ohm-Ausgängen von Verstärkern kompatibel ist, in Verbindung mit dem hohen Wirkungsgrad von 91 dB, macht die Triton Two+ besonders flexibel bei der Wahl der Verstärkung. Ein Verstärker mit 20 Watt reicht aus, um komfortable Lautstärkepegel zu erreichen, während die Belastbarkeit bis zu 500 Watt das volle dynamische Potenzial des Lautsprechers mit ambitionierter Elektronik ausschöpfen lässt.