Eric
Sehr gutes Produkt und darüber hinaus sehr ästhetisch, ich bin begeistert von meinem Kauf, nochmals vielen Dank an das ganze sehr professionelle Team von Compiegne.
Kommentar vom 7. Mai 2026
Der Marantz CD60 ist ein CD-Player, der für die Integration mit den Verstärkern Model 40n und Model 30 entwickelt wurde. Er nutzt eine spezifische Elektronik-Architektur und proprietäre, von der Marke entwickelte Schaltungen für die Disc-Wiedergabe.
Der CD60 verabschiedet sich endgültig von der minimalistischen Herangehensweise seiner Vorgänger und setzt auf ein großzügig dimensioniertes Gehäuse (442 × 129 × 396 mm) mit einem Gewicht von 7,5 kg, das sofort seine kompromisslose Bauqualität erkennen lässt. Die gebürstete Aluminiumfront, je nach Marantz-Terminologie in Schwarz oder in der Ausführung „Silber-Gold“ erhältlich, trägt ein charakteristisches Wabenmuster, das subtil an die Oberfläche eines Golfballs erinnert. Diese visuelle Signatur, die er mit den Verstärkern Model 30 und 40n teilt, erzeugt eine Schwebeillusion des zentralen Panels und verleiht dem CD60 eine unverwechselbare Präsenz.
Die hinter dieser anspruchsvollen Front verborgene Ladeschublade arbeitet bemerkenswert sanft und leise. Das monochrome LED-Display und die physikalischen Bedienelemente, symmetrisch zu beiden Seiten der Schublade angeordnet, wecken eine gewisse Nostalgie und bleiben dennoch hervorragend ablesbar und funktional. Ein erwähnenswerter Punkt: Die Bedientasten sind nicht hinterleuchtet, was die Nutzung in schwach beleuchteten Räumen erschweren kann – eine überraschende Entscheidung für ein Gerät dieser Klasse.
Das SECC-Chassis (Steel Electrogalvanized Cold-rolled Coil; elektroverzinkter, kaltgewalzter Stahl) sorgt für vorbildliche Steifigkeit und eine effektive Abschirmung gegen störende Vibrationen. Antivibrationsfüße ergänzen diese mechanische Isolation – essenziell, um die Integrität des Digitalsignals bei der Disc-Wiedergabe zu bewahren.
Im Herzen des CD60 stehen die HDAM-Module (Hyper Dynamic Amplifier Modules), die weit mehr als nur ein technisches Markenzeichen sind. Diese proprietären, seit Jahrzehnten intern entwickelten Schaltungen ersetzen herkömmliche Operationsverstärker durch diskrete Aufbauten mit sorgfältig selektierten Bauteilen. Für den CD60 hat Marantz die Optimierung weiter getrieben und das Layout der Audioplatine vollständig überarbeitet.
Die symmetrische Anordnung der Elemente und direktere Signalwege führen zu einer spürbaren Verbesserung der Klangbühne gegenüber früheren Generationen. Das klassische HDAM-Modul übernimmt die Haupt-Aufgangsstufe des Analogausgangs, während das HDAM-SA2 – eine speziell für sensible Audioanwendungen entwickelte Version – die Kopfhörerverstärkung bereitstellt. Diese Dual-Module-Architektur gewährleistet optimale Kanaltrennung und bewahrte Dynamik – egal, ob über die Hauptanlage oder mit Kopfhörer gehört wird.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Stromversorgung des CD60. Die Ingenieure entschieden sich für einen leistungsstarken EI-Transformator (Kern in E- und I-Form) in Kombination mit schnellen Schottky-Dioden. Diese, geschätzt für ihren geringen Spannungsabfall und minimale Erholzeit, reduzieren das Schaltgeräusch, das die Audioschaltungen kontaminieren könnte, erheblich. Großzügig dimensionierte Siebkondensatoren mit höheren Kapazitätswerten als bei Vorgängermodellen stellen selbst in anspruchsvollen Musikpassagen eine stabile Stromreserve sicher.
Der D/A-Wandler ES9016K2M von ESS Technology bildet das Herz der Wandlungskette. Dieser Chip, identisch mit dem im Verstärker Model 40n eingesetzten, bietet beeindruckende Messwerte: eine harmonische Verzerrung von nur 0,0005 % bei USB-Wiedergabe mit 24 Bit PCM und einen Signal-Rausch-Abstand von 118 dB. Diese auf dem Papier beeindruckenden Werte schlagen sich in der Praxis in außergewöhnlicher Transparenz und einer hervorragenden Auflösung von Mikrodynamik nieder.
Ein Trumpf des CD60 ist sein an der Front direkt anwählbarer, anpassbarer Digitalfilter. Filter 1 mit sanftem Roll-off bevorzugt eine tief gestaffelte Räumlichkeit und eine von Marantz als „traditionell“ bezeichnete Klangsignatur – sprich warm und einhüllend. Filter 2 mit steilem Roll-off bietet eine präzisere Abbildung der Stereo-Bühne mit strafferen, druckvolleren Bässen. Diese Flexibilität erlaubt die Anpassung der Klangsignatur an persönliche Vorlieben oder Musikstil – eine Funktionalität, die sonst meist hochklassigen externen DACs vorbehalten ist.
Der Frequenzgang reicht bei Standard-CDs von 2 Hz bis 20 kHz und erstreckt sich bei der Wiedergabe von DSD-Dateien über USB bis 50 kHz (−3 dB). Diese Erweiterung im Superhochton, direkt zwar unhörbar, trägt zum Gefühl von Luftigkeit und Raum bei, das hochauflösende Aufnahmen auszeichnet.
Zwar glänzt der CD60 in seiner Kernaufgabe als CD-Player, doch ist er nicht darauf beschränkt. Der USB-A-Anschluss an der Front akzeptiert USB-Sticks und externe Festplatten (5 V/1 A Stromversorgung wird bereitgestellt) und macht den Player zu einem echten Musik-Hub. Die Liste der unterstützten Formate ist beeindruckend: MP3, WMA, AAC bei den komprimierten Formaten, vor allem aber WAV, FLAC, ALAC und AIFF bis 192 kHz/24 Bit sowie DSD-Dateien (DSF und DFF) bis 5,6 MHz.
Diese breite Kompatibilität passt zu den veränderten Hörgewohnheiten. Viele Musikliebhaber kombinieren heute eine physische CD-Sammlung mit einer hochauflösenden Digitalbibliothek. Der CD60 erlaubt den Genuss beider Welten auf demselben Qualitätsniveau – ohne Gerätepark.
Der integrierte Kopfhörerverstärker auf Basis des HDAM-SA2 bietet drei Gain-Stufen (Low/Mid/High), um sich an die Impedanz des Kopfhörers anzupassen. Mit einer Ausgangsleistung von 28 mW an 32 Ohm treibt er die Mehrheit der am Markt erhältlichen Kopfhörer souverän an – vom mobilen Modell bis zu anspruchsvolleren Studiohörern. Angenehmes Detail: Diese Stufe lässt sich bei Nichtgebrauch vollständig deaktivieren, um potenzielle Beeinflussungen des Hauptsignals auszuschließen.
Marantz hat beim CD60 bewusst auf Einfachheit gesetzt. Keine Digitaleingänge zur Nutzung des DACs mit anderen Quellen, kein integriertes Netzwerk-Streaming – diese Funktionen sind Verstärkern der Serie wie dem Model 40n vorbehalten. Dieser puristische Ansatz konzentriert die Ressourcen auf das Wesentliche: die hochwertige Wiedergabe von CDs und USB-Dateien.
Die Ausgänge beschränken sich daher auf ein vergoldetes Cinch-Paar für Analog, ergänzt um einen optischen Toslink- und einen koaxialen S/PDIF-Ausgang für Digital. Letztere lassen sich im Menü deaktivieren – eine Feinheit, die durch Eliminieren ungenutzter Digitalschaltungen die Reinheit des Analogsignals leicht verbessert. Kabel-Fernbedienungsanschlüsse (In und Out) ermöglichen die Integration in ein komplettes Marantz-System, inklusive Steuerung mehrerer Geräte mit einer einzigen Fernbedienung.
Die mitgelieferte Systemfernbedienung steuert nicht nur den CD60, sondern auch kompatible Marantz-Verstärker. Ergonomisches Design und eine logische Tastenanordnung erleichtern den Alltag, auch wenn manche Nutzer die weniger intuitive Organisation bestimmter Funktionen an der Gerätefront bemängeln.
Die Positionierung des CD60 innerhalb der Marantz-Palette verdient Klarstellung. Entgegen seiner Bezeichnung ersetzt er nicht direkt den weiterhin erhältlichen CD6007, sondern ordnet sich zwischen diesem und dem SA-10 ein und schafft damit eine neue Stufe in der Hierarchie. Die Unterschiede sind substanziell und rechtfertigen den Preisunterschied von etwa 300 Euro zwischen beiden Modellen.
Zuerst die Bauweise: Während der CD6007 ein Standardgehäuse mit kompakteren Abmessungen nutzt (440 × 340 × 105 mm bei 6,5 kg), setzt der CD60 mit seinen größeren Maßen und edleren Materialien eine stärkere Präsenz. Die Aluminiumfront, das verstärkte SECC-Chassis und die Gesamtausführung strahlen höhere Qualität aus. Die HDAM-Schaltungen des CD60 wurden speziell für dieses Modell optimiert, während der CD6007 ältere Versionen verwendet.
Der DAC ist ein weiterer markanter Unterschied. Der CD6007 erfuhr während der Produktion eine erzwungene Evolution: Ursprünglich mit einem AKM AK4490 ausgestattet, musste er nach dem Brand im AKM-Werk 2021 auf den ESS ES9010K2M umsteigen. Der CD60 setzt von vornherein auf den ES9016K2M, eine höher positionierte Version mit besseren Messwerten. Klanglich zeichnet sich der CD60 durch mehr Transparenz, bessere Bandenden-Ausdehnung und eine betonter dynamische Ansprache aus, während der CD6007 eine sanftere, wärmere Tonalität pflegt – mitunter zulasten der Auflösung.
Nein, im Gegensatz zum SA-10 oder SACD 30n konzentriert sich der CD60 ausschließlich auf die Wiedergabe von Standard-CDs und digitalen Dateien über USB. Marantz hat diese Entscheidung getroffen, um die Kosten zu optimieren und einen hochwertigen CD-Player zu einem zugänglicheren Preis anzubieten. SACD-Fans müssen zu höher positionierten Modellen der Serie greifen.
Filter 1 (sanfter Roll-off) lässt mehr Information im Superhochton passieren und schafft ein stärkeres Gefühl von Raum und Tiefe – besonders bei akustischen Aufnahmen und Jazz geschätzt. Filter 2 (steiler Roll-off) beschneidet oberhalb 20 kHz deutlicher, liefert eine präzisere Stereoabbildung und knackigere Transienten – ideal für elektronische Musik oder Rock. Über Kopfhörer sind diese Unterschiede besonders gut wahrnehmbar.
Nein, der CD60 besitzt keine Digitaleingänge (USB-B, koaxial oder optisch). Wenn Sie einen vielseitigen externen DAC nutzen möchten, bietet Marantz diese Funktionalität im Model 40n oder SACD 30n. Diese bewusst gesetzte Einschränkung erlaubt es dem CD60, sich ohne Kompromisse durch zusätzliche Schaltungen auf exzellente CD- und USB-Wiedergabe zu konzentrieren.
Nein – ein von vielen Nutzern bemängelter Schwachpunkt. In schwach beleuchteten Räumen lassen sich die Bedienelemente schwer erkennen. Marantz könnte dieses Detail in einer künftigen Revision beheben. Bis dahin ist die Fernbedienung die praktischste Lösung für die Bedienung im Dunkeln.
Das Handbuch nennt keine theoretische Grenze, allerdings berichten Nutzer von Schwierigkeiten mit sehr großen Festplatten (2 TB und mehr). USB-Sticks bis 256 GB funktionieren problemlos. Das Dateisystem muss als FAT16 oder FAT32 formatiert sein, was unter Windows de facto die Partitionsgröße für FAT32 auf 32 GB begrenzt.
Der CD60 bietet eine Wiedergabe, die viele dem Streaming selbst in CD-Qualität (16 Bit/44,1 kHz) vorziehen. Das Fehlen mehrfacher Wandlungen, der Netzwerkpufferung und komplexer Software-Prozesse bewahrt die Signalintegrität. Bei hochauflösenden Dateien über USB erreicht die Qualität das Niveau der besten Streamer – mit der charakteristischen Marantz-Signatur, die Musikalität in den Vordergrund stellt.
Mit seinen drei Gain-Stufen und 28 mW an 32 Ohm treibt der Kopfhörerverstärker die meisten Kopfhörer bis etwa 250 Ohm angemessen an. Darüber hinaus (Sennheiser HD800, Beyerdynamic DT880 600 Ohm) empfiehlt sich ein dedizierter Kopfhörerverstärker, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Wenig empfindliche planarmagnetische Kopfhörer profitieren ebenfalls von einer stärkeren externen Verstärkung.
Eric
Sehr gutes Produkt und darüber hinaus sehr ästhetisch, ich bin begeistert von meinem Kauf, nochmals vielen Dank an das ganze sehr professionelle Team von Compiegne.
Kommentar vom 7. Mai 2026
Jean Michel
Gekauft als Ersatz für ein sungden-Modell, das mir Zuverlässigkeitsprobleme bereitete, ich empfehle es, ein natürlicher und leistungsstarker Klang und deutlich günstiger 👌
Jean Michel.
Kommentar vom 17. April 2026 — Erfahrung vom 6. April 2026
Chris
Tolles Schnäppchen!
Ausgezeichnetes Produkt.
Kommentar vom 2. März 2026 — Erfahrung vom 19. Februar 2026