Der Cyrus Classic Stream markiert die starke Rückkehr des britischen Herstellers auf den Markt für Audio-Streaming, indem er die weltweit anerkannte BluOS-Plattform mit der in Huntingdon über vier Jahrzehnte entwickelten akustischen Expertise kombiniert. Dieses Bündnis aus bewährter Software und sorgfältigem Hardware-Know-how positioniert diesen Player als ein besonders stimmiges Angebot in der wettbewerbsintensiven Welt der Streamer.
BluOS: die kompromisslose Streaming-Plattform
Die Entscheidung für BluOS beim Classic Stream zeugt von wohltuendem Pragmatismus. Anstatt an einer veralteten proprietären Plattform festzuhalten, hat sich Cyrus der vom kanadischen Lenbrook-Konzern entwickelten Lösung zugewandt, der auch Eigentümer von NAD, PSB Speakers und Bluesound ist.
BluOS ist weit mehr als eine einfache Wiedergabesoftware. Es handelt sich um ein komplettes Ökosystem, das bis zu 64 Audiozonen in hoher Auflösung verwalten kann und Streams bis 24 Bit/192 kHz ohne Kompression und ohne wahrnehmbare Latenz überträgt. Die perfekte Synchronisation zwischen den verschiedenen Räumen beruht auf einer ausgeklügelten Netzwerkarchitektur, die Stabilität und Signalqualität priorisiert.
Die BluOS Steuerungs-App, verfügbar für iOS, Android, Windows, Mac und sogar Kindle, zeichnet sich durch ihre ausgereifte Ergonomie aus. Die Benutzeroberfläche präsentiert lokale Quellen (Dateien auf NAS, USB-Laufwerke), Streaming-Dienste (Tidal, Qobuz, Deezer, Spotify) und die tausenden verfügbaren Internetradios in kohärenter Form. Die Navigation bleibt auch bei umfangreichen Bibliotheken flüssig, dank eines effizienten Indexierungssystems und optimierter Suchalgorithmen.
Die native Integration von Apple AirPlay 2 ermöglicht iOS-Nutzerinnen und -Nutzern die direkte Musikübertragung bei gleichzeitiger Beibehaltung der Multiroom-Steuerung über Siri. Sprachbefehle können sowohl die Musik als auch den Hörraum auswählen und verwandeln den Classic Stream in eine Komponente eines modernen Smart-Home-Systems.
Das digitale Herz: ESS-DAC und QXR-Optimierung
Im Zentrum des Classic Stream arbeitet ein ESS ES9038Q2M, ein Wandler der neuesten Generation mit HyperStream-II-Architektur. Diese ursprünglich professionellen Wandlern vorbehaltene Technologie nutzt 32-Bit-Signalverarbeitung, um Umwandlungsartefakte zu minimieren.
Der ES9038Q2M integriert sieben programmierbare Rekonstruktionsfilter, mit denen sich die Wiedergabe an Hörpräferenzen anpassen lässt. Vom Linearphasen-Filter mit minimaler Impulsantwort bis zum apodisierenden Filter verändert jede Option die Klangpräsentation subtil. Messungen belegen ein Signal-Rausch-Verhältnis von -108 dBA und einen Klirrfaktor plus Rauschen von lediglich 0,0035%, Werte, die den Classic Stream auf das Niveau deutlich teurerer Wandler heben.
Die von Cyrus entwickelte QXR-Optimierung geht über die Standardimplementierung der ESS-Schaltung hinaus. Die Ingenieurinnen und Ingenieure in Huntingdon haben jedes Peripheriebauteil – Entkopplungskondensatoren, Spannungsregler, analoge Ausgangsstufen – sorgfältig ausgewählt, um das Maximum aus dem Potenzial des Chips herauszuholen. Dieser akribische Ansatz führt zu einer Wiedergabepräzision, die Mikrodetails ohne Effekthascherei oder Verfärbung offenlegt.
Das integrierte MQA-Decoding ermöglicht die Wiedergabe von Master Quality Authenticated-Dateien, einem Format, das die originale Studioaufnahme in Dateien mit reduzierter Größe kapselt. Obwohl umstritten, findet MQA hier eine transparente Implementierung, die es der Hörerschaft überlässt, über seine Relevanz zu urteilen.
Konnektivität für die Systemintegration
Der Classic Stream bietet eine ausgewogene Konnektivität zwischen Modernität und Kompatibilität. Der Gigabit-Ethernet-Port sorgt für eine stabile und schnelle Netzwerkverbindung, unerlässlich für hochauflösendes Streaming ohne Unterbrechungen. Dualband-Wi‑Fi 5 (802.11ac) bietet eine leistungsfähige kabellose Alternative, die auch bei 24/192 ausreichende Datenraten aufrechterhalten kann.
Die Audioausgänge spiegeln diese Vielseitigkeit wider. Die analogen Stereo-RCA-Ausgänge profitieren von einer sorgfältig ausgelegten Ausgangsstufe, die ein Line-Pegelsignal liefert, das mit jedem Verstärker kompatibel ist. Die optischen Toslink- und koaxialen Digitalausgänge ermöglichen bei Bedarf die Nutzung eines externen DAC – auch wenn dies angesichts der Qualität des integrierten Wandlers nahezu überflüssig erscheint.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das MC-BUS-System. Diese proprietäre Cyrus-Verbindung, die es seit den 1990er Jahren gibt, verwandelt einzelne Komponenten in ein integriertes System. Über einfache Phonokabel kommunizieren die verschiedenen Elemente miteinander: Die Auswahl des Eingangs „Streamer“ an einem Cyrus-Verstärker aktiviert automatisch den Classic Stream, während ein Standby-Befehl das gesamte System ausschaltet. Diese nahtlose Integration eliminiert die Fernbedienungsflut und vereinfacht die tägliche Bedienung.
Der PSX-R2-Port stellt einen bedeutenden Upgrade-Pfad dar. Dieses externe, geregelte 300-W-Netzteil mit überdimensioniertem Ringkerntransformator und 30.000 Mikrofarad Filterkapazität isoliert die empfindlichen analogen Sektionen vollständig. Der Anschluss erfolgt über ein hochwertiges XLR-Kabel, die Parameteranpassung geschieht automatisch. Anwenderberichte sprechen einhellig von gesteigerter Dynamik, größerer Bühnentiefe und verbesserter Klangfarben-Definition nach der Ergänzung um das PSX-R2.
Kompaktes Format, kompromisslose Verarbeitung
Die Abmessungen des Classic Stream – 75 × 215 × 355 mm bei 3 kg – führen die Cyrus-Tradition des Halbformat-Gehäuses fort. Diese Kompaktheit ermöglicht die Platzierung von zwei Geräten nebeneinander auf einem Standardregal oder das vertikale Stapeln der Komponenten eines kompletten Systems. Das speziell für diese Konfiguration entwickelte Cyrus Hark Rack optimiert die Schwingungsisolation zwischen den Elementen.
Das druckgegossene Aluminiumgehäuse geht über reine Ästhetik hinaus. Seine invertierte Struktur, bei der die Schaltungen im Inneren aufgehängt statt auf dem Boden montiert sind, minimiert die Übertragung von Vibrationen. Das von Hand linear polierte Frontpanel verleiht ein elegantes, mattes Finish, das fingerabdruck- und kratzunempfindlich ist.
Dieser Konstruktionsansatz erklärt teilweise die außergewöhnliche Langlebigkeit der Cyrus-Produkte. Die Marke verkündet stolz, dass 80 % der seit 1984 gefertigten Geräte noch immer funktionieren – dank einer umfassenden Support-Politik, die Reparaturen und Upgrades im selben Gehäuse ermöglicht.
PSX-R2-Port: optionale externe Stromversorgung für analoge Sektionen
Design und Verarbeitung
Gehäuse: Halbbreite, druckgegossenes Aluminium
Finish: manuell linear poliert
Nachhaltiges Design: 80 % der Produkte weiterhin im Einsatz dank Upgrades im selben Gehäuse
Abmessungen und Gewicht
Abmessungen: 75 × 215 × 355 mm
Gewicht: 3,0 kg
Häufig gestellte Fragen
Kann der Classic Stream meine auf einem Netzlaufwerk gespeicherten Musikdateien abspielen?+
Ja, über BluOS greift der Classic Stream auf Musikbibliotheken zu, die auf NAS oder auf Computern liegen, die ihre Ordner im Netzwerk freigeben. Die App indexiert die Dateien automatisch und unterstützt hochauflösende Formate bis 24 Bit/192 kHz, darunter FLAC, WAV, AIFF und ALAC.
Worin besteht der Unterschied zwischen dem Classic Stream und dem teureren Stream-XR?+
Der Stream-XR ergänzt ein hochauflösendes Display, kapazitive Touch-Tasten und zwei Presets für den Direktzugriff auf Favoritensender. Er integriert außerdem den DAC QXR der zweiten Generation und bietet zwei zusätzliche Digitaleingänge. Beide Modelle nutzen jedoch dieselbe BluOS-Plattform und unterstützen das PSX-R2-Upgrade.
Wie funktioniert die Multiroom-Integration mit anderen BluOS-Produkten?+
Das BluOS-Ökosystem ermöglicht das Gruppieren von bis zu 64 kompatiblen Geräten, sei es von Cyrus, NAD, Bluesound, Dali oder anderen Partnern. Sie können Musik in allen Räumen synchronisieren oder parallel unterschiedliche Inhalte streamen – alles gesteuert über die eine App.
Kann ich einen Subwoofer an den Classic Stream anschließen?+
Die Analogausgänge können gleichzeitig einen Verstärker und einen aktiven Subwoofer mit Line-Eingängen speisen. Verwenden Sie Y-Kabel oder prüfen Sie, ob Ihr Subwoofer einen Pass-Through-Ausgang bietet, um die Verkabelung zu vereinfachen.
Kundenbewertungen
Cyrille
funktioniert nicht mit meinen Arcam- oder Kora-Verstärkern und meinen Cabasse-Lautsprechern, der Klang ist zu hart und ziemlich weit von meinem alten CD6 SE-Player entfernt. Ich hatte nur Höhen.
Kommentar vom 17. März 2026 — Erfahrung vom 6. März 2026
Automatisch übersetzt — Original anzeigen (Französisch)
ne marche pas avec mes amplis arcam ou kora et mes cabasses, son trop dur assez loin de mon ancien lecteur cd6 se. Je n'avais que des aigus.
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