Klipsch Flexus Core 100 + Sub 100
Übersicht
Das Paket Flexus Core 100 + Sub 100 kombiniert die kompakteste 2.1-Kanal-Soundbar der Flexus-Serie mit einem 25-cm-Funk-Subwoofer. Diese Kombination, das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Klipsch und Onkyo, bietet eine ausbaufähige Heimkino-Lösung mit virtuellem Dolby-Atmos-Processing und der proprietären Wireless-Technologie Klipsch Transport. Konzipiert für kleine Räume und überschaubare Budgets, bildet dieses Paket die Grundlage für ein System, das je nach Bedarf um Surround-Lautsprecher und einen zweiten Subwoofer erweitert werden kann.
Vier Lautsprecher auf 71 Zentimetern
Die Core 100 integriert vier Treiber in ihrem kompakten Gehäuse. Zwei 57-mm-Lautsprecher mit Aluminiumkonus sorgen in Stereo-Anordnung für Mittel- und Hochton. Aluminium bietet Steifigkeit und Leichtigkeit – Eigenschaften, die für eine schnelle Ansprache und geringe Verzerrungen gewünscht sind.
Zwei 101-mm-Lautsprecher mit Papiermembran übernehmen den Tieftonbereich. Ihre Anordnung in einem geschlossenen Volumen optimiert die Kontrolle der Membranbewegung. Diese Treiber ermöglichen es der Soundbar, ohne externen Subwoofer bis auf 45 Hz hinabzureichen – eine bemerkenswerte Leistung für ein Gerät dieser Größe. Die Gesamtverstärkerleistung beträgt 100 Watt RMS und ermöglicht einen maximalen Schalldruckpegel von 96,4 dB.
Im Gegensatz zu den Modellen Core 200 und Core 300 kommen hier keine dedizierten Höhenkanal-Lautsprecher zum Einsatz. Das Dolby-Atmos-Processing arbeitet in diesem Fall virtuell: Algorithmen analysieren die Metadaten der Tonspuren und erzeugen durch psychoakustische Signalverarbeitung eine dreidimensionale Klangbühne. Dieses Verfahren nutzt Raumreflexionen und Eigenschaften der menschlichen Wahrnehmung, um Schallquellen in der Höhe zu simulieren.
Kabellose Verbindung mit Klipsch Transport
Das Flexus-System führt die Klipsch-Transport-Technologie ein, ein proprietäres Funkübertragungsprotokoll im 2,4-GHz-Band. Jeder Sub 100 und jedes Paar Surr 100-Lautsprecher wird mit einem vorkonfigurierten USB-Sendestick geliefert. Zum Herstellen der Verbindung genügt es, diesen Stick in den USB-Port auf der Rückseite der Soundbar zu stecken.
Dieser Ansatz unterscheidet sich von herkömmlichen Bluetooth- oder WLAN-Systemen. Die 2,4-GHz-Übertragung reduziert die Latenz – ein kritischer Punkt im Heimkino, da jegliche Verzögerung zwischen Bild und Ton sofort auffällt. Die werkseitige Vorkopplung macht manuelle Synchronisationsvorgänge überflüssig. Die Reichweite beträgt unter typischen häuslichen Bedingungen bis zu 15 Meter im Umkreis.
Die Core 100 akzeptiert gleichzeitig bis zu zwei Sub 100 (bei erweiterten Konfigurationen werden drei Sticks mitgeliefert, von denen der dritte als Reserve dient). Ein Paar Surr 100-Lautsprecher kann ebenfalls über einen eigenen Stick verbunden werden. Für Nutzer, die bereits einen Subwoofer besitzen, ermöglicht ein Mono-Cinch-Ausgang (RCA) den kabelgebundenen Anschluss eines beliebigen aktiven Subwoofers.
Konnektivität und Audioformate
Der HDMI-2.1-Anschluss mit eARC-Unterstützung (Enhanced Audio Return Channel) bildet die Hauptverbindung. Dieses Protokoll überträgt hochauflösende Audiosignale vom Fernseher zur Soundbar, einschließlich Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus und Dolby Digital. Fernseher mit ausschließlich ARC (Audio Return Channel) unterstützen nur eingeschränkt Audioformate – in der Regel maximal Dolby Digital Plus, abhängig vom TV-Modell.
Ein optischer Eingang bietet eine Alternative für ältere Fernseher. Bluetooth 5.3 ermöglicht Musikstreaming von Smartphones, Tablets oder Computern mit Unterstützung für die Codecs A2DP und AAC. Ein USB-C-Port rundet die Eingangsoptionen ab. Ein 1,5 Meter langes HDMI-Kabel und ein 2 Meter langes IEC-Netzkabel sind im Lieferumfang enthalten.
Das CEC-Protokoll (Consumer Electronics Control) vereinfacht den Alltagsbetrieb: Die Fernbedienung des Fernsehers steuert die Lautstärke der Soundbar, und das System schaltet sich automatisch ein, sobald der Fernseher gestartet wird. Wandhalterungen mit komplettem Montageset ermöglichen bei Bedarf auch eine vertikale Installation.
Klipsch Connect Plus App
Die mobile App für iOS und Android bietet Zugriff auf Einstellungen, die über die Fernbedienung nicht erreichbar sind. Der anpassbare Equalizer regelt vier Frequenzbänder. Vorkonfigurierte Klangmodi Film, Musik, Surround und Nacht passen die Klangsignatur an das jeweilige Programm an. Der Modus „Dialogue Boost“ bietet drei Intensitätsstufen (niedrig, mittel, hoch), um die Sprachverständlichkeit zu verbessern, ohne das Klangbild zu verfälschen.
Der Nachtmodus komprimiert den Dynamikumfang, um den Unterschied zwischen leisen Passagen und Actionszenen zu verringern. Die Links-rechts-Balance ermöglicht den Ausgleich eines nicht zentrierten Hörplatzes. Über die App werden außerdem Firmware-Updates und neue Funktionen bereitgestellt.
Die Subwoofer-Einstellungen – Pegel, Basslevel, Phase – lassen sich in der App anpassen, sobald der Sub 100 verbunden ist. Bis zu zwei Subwoofer können unabhängig voneinander gesteuert werden. Die Benutzeroberfläche zeigt den Ladestand des Senders sowie den Status der Funkverbindung an.
Ausbau zu einem 5.1.2-System
Das Paket Core 100 + Sub 100 bildet eine 2.1-Basis, die der Nutzer schrittweise ausbauen kann. Die Ergänzung um die Flexus Surr 100 (im Paar erhältlich) verwandelt die Installation in eine 4.1-Konfiguration mit seitlichen und hinteren Surround-Effekten. Diese Satellitenlautsprecher sind 17 cm hoch und beherbergen jeweils einen 7,6-cm-Breitbandtreiber. Sie werden einfach an eine Wandsteckdose angeschlossen – es gibt kein Verbindungskabel zwischen den beiden Einheiten und auch keine Kabelverbindung zur Soundbar.
Ein zweiter Sub 100 kann den Tieftonbereich verstärken, insbesondere in großen Räumen oder zur Korrektur von Raummoden. Jeder Sub 100 lässt sich dank Funkverbindung unabhängig positionieren. Die Wandhalterungen der Surr 100 ermöglichen verschiedene Montagewinkel.
Dieser modulare Ansatz steht im Gegensatz zu starren Komplettpaketen. Man kann mit der Soundbar allein beginnen, einige Monate später je nach Budget den Subwoofer hinzufügen und anschließend die Surround-Lautsprecher ergänzen. Zum Flexus-Sortiment gehören außerdem die Core 200 (3.1.2 mit echten Höhenlautsprechern) und die Core 300 (5.1.2 mit Dirac-Live-Raumkorrektur), die alle mit denselben Wireless-Zubehörkomponenten kompatibel sind.
Technische Daten
Klipsch Flexus Core 100 Soundbar
Audiokonfiguration
- 2.1-System mit virtuellem Dolby-Atmos-Höheneffekt
- Lautsprecher
- 2 Lautsprecher mit 57-mm-Aluminiumkonus
- 2 Höhenspeaker mit 101-mm-Tieftönern mit Papiermembran
Audioleistung
- Maximaler Schalldruckpegel: 96,4 dB
- Leistung: 100 W RMS
- Frequenzbereich: 45 Hz – 20 kHz
Konnektivität
- Eingänge: HDMI eARC, Bluetooth, USB‑C, optisch
- Ausgänge: RCA für zusätzlichen Subwoofer
Physikalische Eigenschaften
- Abmessungen (H × B × T): 76 × 711 × 127 mm
- Ausführung: Ebenholz-Vinyl
- Gewicht: 4,54 kg
Mitgeliefertes Zubehör
- Hintergrundbeleuchtete Bluetooth-Fernbedienung
- 2,0 m IEC-Netzkabel (je nach Region)
- 1,5 m HDMI-Kabel
- 2 AAA-Batterien
- Wandhalterungen mit komplettem Montageset
- Bedienungsanleitung
Klipsch Flexus Sub 100 Subwoofer
Komponenten
- 25,4-cm-Lautsprecher mit langhubigem Papierkonus
- Verstärkung: Klasse D
Leistung
- Leistung: 80 W RMS, 160 W Spitzenleistung
- Frequenzbereich: 26 Hz – 250 Hz ± 3 dB
- Maximaler Schalldruckpegel: 103,7 dB
Aufbau
- Material: mitteldichte Faserplatte (MDF)
- Typ: geschlossenes Gehäuse
Anschlüsse
- Eingänge
- Cinch-Line / LFE
- Kabellos Flexus Transport 2,4 GHz
Abmessungen und Gewicht
- Höhe: 340 mm
- Breite: 335 mm
- Tiefe: 349 mm
- Gewicht: 9,4 kg
Ausführung und Zubehör
- Ausführung: Ebenholz-Vinyl
- Mitgeliefertes Zubehör
- 2 abgewinkelte 2,0-m-Netzkabel (je nach Region)
- 1 Wireless-Dongle mit Klipsch-Transport-Technologie
- 1 Bedienungsanleitung
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert die virtuelle Dolby-Atmos-Wiedergabe wirklich ohne physische Höhenlautsprecher?
Die virtuelle Dolby-Atmos-Verarbeitung basiert auf Algorithmen, die mithilfe psychoakustischer Effekte und Raumreflexionen einen Höheneindruck erzeugen. Die Wirkung hängt von der Raumakustik und der Hörposition ab. Zu stark absorbierende Wände und Decken (dicker Teppich, schwere Vorhänge) verringern die Effektivität. Wer eine möglichst originalgetreue Wiedergabe von Atmos-Tonspuren sucht, wird die Core 200 mit ihren zwei nach oben gerichteten Treibern bevorzugen.
Kann man mit der Core 100 einen Subwoofer einer anderen Marke verwenden?
Ja, der Mono-Cinch-Ausgang (RCA) auf der Rückseite der Soundbar akzeptiert jeden beliebigen aktiven Subwoofer. Diese kabelgebundene Verbindung funktioniert parallel zum Funksystem – man kann also einen Sub 100 über Klipsch Transport und einen zweiten Subwoofer einer anderen Marke über RCA kombinieren. Beide Bassquellen werden miteinander gemischt.
Wie weit darf die Soundbar vom Funk-Subwoofer entfernt stehen?
Klipsch gibt eine Reichweite von 15 Metern unter typischen häuslichen Bedingungen an. Hindernisse (starke tragende Wände, große Metallflächen) verringern diese Distanz. Die 2,4-GHz-Technologie durchdringt Hindernisse besser als höhere Frequenzen, teilt sich das Band jedoch mit WLAN-Netzen und einigen schnurlosen Telefonen. Das System wählt beim Koppeln automatisch einen freien Kanal aus.
Ist die mobile App für die tägliche Nutzung unverzichtbar?
Nein. Die mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung steuert Lautstärke, Eingänge, grundlegende Klangmodi und Dialogue Boost. Die TV-Fernbedienung (über CEC) regelt ebenfalls die Lautstärke. Die App ist vor allem für die individuelle Equalizer-Einstellung, Feinanpassungen des Basspegels oder Firmware-Updates sinnvoll. Viele Nutzer öffnen sie nach der Ersteinrichtung kaum noch.
Wie viele Geräte können gleichzeitig per Bluetooth mit der Soundbar verbunden sein?
Die Core 100 speichert bis zu acht gekoppelte Geräte, stellt jedoch immer nur zu einem davon gleichzeitig eine Verbindung her. Um die Quelle zu wechseln, muss das aktive Gerät getrennt oder die Umschaltfunktion in der App genutzt werden. Bluetooth dient in erster Linie zum Musikstreaming; Videoinhalte sollten zur Vermeidung von Lippensynchronisationsproblemen über HDMI übertragen werden.
Erzeugt der Sub 100 ausreichend Bass für ein 30-m²-Wohnzimmer?
Der 25-cm-Treiber in einem geschlossenen Gehäuse erreicht einen maximalen Pegel von 103,7 dB, was einen Raum dieser Größe für den normalen Heimgebrauch problemlos abdeckt. Sehr offene Wohnbereiche (offene Küche, Galerie) profitieren von einem zweiten Sub 100, um den Schalldruck aufrechtzuerhalten. Die untere Grenzfrequenz von 26 Hz (-3 dB) deckt die Grundtöne von Kinoeffekten ab, auch wenn größere Subwoofer (30 cm und mehr) noch weiter in den Infraschallbereich hinabreichen.
Sind Flexus-Produkte mit Sprachassistenten kompatibel?
Nein, die Flexus-Serie verfügt weder über integrierte Mikrofone noch über native Unterstützung für Alexa, Google Assistant oder Siri. Sprachsteuerung ist lediglich über den Fernseher möglich, sofern dieser eine entsprechende Funktion bietet – die Soundbar empfängt dann das Audiosignal per HDMI eARC wie jede andere Quelle.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.




















