Der Volumio Primo Plus ist ein Netzwerk-Audioplayer mit integriertem Digital-Analog-Wandler, der in Florenz von Hand entwickelt und montiert wird. Diese neue Generation verzichtet auf den Mono-DAC des ursprünglichen Primo zugunsten einer Dual-Mono-Konfiguration mit zwei ESS-ES9039Q2M-Chips, ergänzt durch ein überarbeitetes lineares Netzteil und einen Taktgeber mit geringem Jitter. Roon Ready, kompatibel mit Tidal Connect, Qobuz, Spotify und AirPlay, integriert er das VolumioOS-System und bietet analoge XLR- und Cinch-Ausgänge mit Vorverstärkerfunktion.
Ein kompaktes Gehäuse
Der Primo Plus steckt in einem Aluminiumgehäuse mit den Abmessungen 27 × 15 × 5 cm und einem Gewicht von 2,25 kg. Design Narratives Ltd, Gewinner des Red Dot Award, hat das antimagnetische Aluminiumchassis entworfen. Diese Zusammenarbeit zwischen dem Streaming-Spezialisten und dem britischen Designbüro hat auch die anderen Produkte der Volumio-Range hervorgebracht.
Die Front integriert ein kleines 1,3-Zoll-OLED-Display, das Wiedergabeinformationen anzeigt, sowie zwei Drehgeber mit Drucktasten für Navigation und Lautstärkeregelung. Das Gerät wird mit einer Aluminium-Fernbedienung namens Volumio Remoto geliefert, ausgestattet mit einem im Gehäuse integrierten Infrarotempfänger.
Auf der Rückseite finden sich die digitalen und analogen Ein- und Ausgänge, der Gigabit-Ethernet-Port, die WLAN-Antennen und ein HDMI-Ausgang, über den sich die VolumioOS-Oberfläche auf einem Fernseher oder Monitor mit bis zu 4K/60 fps darstellen lässt – es handelt sich nicht um einen HDMI-ARC-Eingang.
Dual-Mono-Wandlung: zwei ESS-ES9039Q2M-Chips
Der Primo Plus verzichtet auf den einzelnen DAC-Chip des ursprünglichen Primo zugunsten einer Dual-Mono-Konfiguration mit zwei ESS-ES9039Q2M-Chips. Dabei wird jedem Audiokanal, links und rechts, ein eigener Wandler zugewiesen, anstatt beide Kanäle von einem einzigen Chip verarbeiten zu lassen.
Diese Dual-Mono-Konfiguration bietet eine erhöhte Auflösung mit praktisch keiner Übersprechung zwischen den Kanälen. Die physische Trennung der Wandlerschaltkreise begrenzt gegenseitige Störungen zwischen linker und rechter Seite, was sich theoretisch in einer besseren räumlichen Ortbarkeit der Instrumente niederschlägt.
Der ES9039Q2M ist der mobilorientierte Chip von ESS – eine energieeffizientere Variante als das Flaggschiff ES9039PRO, das in höherpreisigen DACs zum Einsatz kommt. Während der PRO-Chip mit seiner 32-Bit-HyperStream-IV-Architektur und einem THD+N von -122 dB auf absolute Spitzenleistung abzielt, verzichtet der Q2M auf einen Teil dieser Messpräzision zugunsten von Effizienz und einfacher Integration.
Netzteil und Taktung: das Fundament des Signals
Das verbesserte Netzteil und die Operationsverstärker sorgen für möglichst geringe Verzerrungen, während das neue Clock-Design eine nahezu jitterfreie Wiedergabe gewährleistet.
Das Netzteil des Primo Plus basiert auf einer zweistufigen linearen Architektur mit LC-Filterung und dedizierten Spannungsreglern, die den analogen vom digitalen Bereich trennen. Diese Trennung soll verhindern, dass vom Digitalschaltkreis erzeugtes Rauschen das endgültige analoge Signal beeinträchtigt.
Die hochpräzise Clock weist einen Jitter von 90 Femtosekunden auf. Zur Einordnung: Eine Femtosekunde entspricht einem Millionstel einer Milliardstel Sekunde. Diese zeitliche Genauigkeit trägt zur Stabilität der Klangbühne und zur rhythmischen Kohärenz der Wiedergabe bei.
Acht digitale Filter und NOS-Modus
Acht vom Nutzer wählbare DAC-Filter plus ein NOS-Modus (Non-Oversampling) ermöglichen es, den Klangcharakter des Primo Plus leicht an die eigenen Vorlieben anzupassen.
Die digitalen Filter beeinflussen, wie der Wandler die Audio-Samples interpoliert. Jeder Filter stellt einen anderen Kompromiss zwischen Transientenwiedergabe (Notenattacke), Dämpfung der Frequenzen oberhalb des Hörbereichs und dem möglichen Auftreten von Pre- oder Post-Echos dar. Der NOS-Modus deaktiviert das Oversampling und gibt das Signal ohne zusätzliche Interpolation wieder – ein Ansatz, den einige Hörer als natürlicher empfinden, auch wenn theoretisch mehr Artefakte im Hochtonbereich durchgelassen werden können.
Analoge Ausgänge und Vorverstärkerfunktion
Der Primo Plus verfügt über symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Ausgänge. Die Ausgangspegel lassen sich in acht Stufen zwischen 0,5 und 6,30 Vrms wählen, was Probleme mit der Gain-Anpassung in manchen HiFi-Systemen lösen kann.
Diese Flexibilität erlaubt es, den Signalpegel an den verwendeten Verstärker anzupassen. Ein sehr empfindlicher Vorverstärker oder ein Vollverstärker profitiert von einem reduzierten Ausgangspegel, um Übersteuerungen zu vermeiden, während eine Endstufe mit geringem Verstärkungsfaktor von den höheren Ausgangspegeln profitieren kann.
Die integrierte Lautstärkeregelung ermöglicht den direkten Anschluss an eine Endstufe oder an Aktivlautsprecher, ohne zwischengeschalteten Vorverstärker. Die Lautstärke wird dann über die App, die Web-Oberfläche oder die mitgelieferte Fernbedienung eingestellt.
VolumioOS: integrierte Software und einheitliches Streaming
VolumioOS bleibt das große Plus des Primo Plus. Der Ruf der Plattform in der Raspberry-Pi-Community legt nahe, dass dieser Netzwerkplayer Nutzer ansprechen könnte, die über ihre DIY-Streaminglösungen hinausgewachsen sind, aber die Open-Source-Philosophie beibehalten möchten.
Die Streaming-Unterstützung umfasst Roon Ready, Spotify Connect, Tidal Connect, UPnP und AirPlay, viele weitere Dienste sind über die Volumio-App oder die Web-Oberfläche erreichbar.
Das Betriebssystem bündelt in einer einzigen Oberfläche lokal gespeicherte Dateien, Streamingdienste, Internetradios, Bluetooth-Quellen und NAS-Netzlaufwerke. Die App ist für iOS und Android verfügbar, und die Oberfläche ist von jedem Webbrowser aus zugänglich. Die Multiroom-Wiedergabe ermöglicht die Verbindung von bis zu sechs Volumio-Geräten im selben Heimnetzwerk und die Erstellung von Gruppen, um Musik gleichzeitig auf mehreren Geräten zu streamen, wobei jedes seinen eigenen Lautstärkeregler behält.
Vom Primo zum Primo Plus: was sich ändert
Der ursprüngliche Primo nutzte einen einzigen ESS-ES9038Q2M-Chip in differentieller Konfiguration. Der Primo Plus setzt auf zwei ES9039Q2M im Dual-Mono-Betrieb – eine neuere Generation aus der ESS-Reihe. Über den Wandler hinaus wurden Netzteil und Operationsverstärker verbessert, und das Clock-Design wurde vollständig überarbeitet.
Auch die Anschlüsse wurden erweitert: Der Primo Plus ergänzt einen nativen Audio-USB-C-Eingang und einen koaxialen Digitaleingang, die beim Vorgängermodell fehlten. Die Ausgangspegel sind nun anpassbar, während der ursprüngliche Primo nur einen festen Pegel bot.
Auch der Prozessor wurde aufgerüstet: von einem Amlogic zu einem Quad-Core-ARM-Cortex-A72 mit 1,5 GHz, kombiniert mit 2 GB LPDDR4-RAM und 16 GB eMMC-Speicher. Jeder Primo Plus wird in Florenz von Hand montiert.
Ja, die integrierte Lautstärkeregelung ermöglicht den direkten Anschluss des Primo Plus an eine Endstufe oder an Aktivlautsprecher. Die Lautstärke wird über die App, die Web-Oberfläche oder die mitgelieferte Volumio-Remoto-Fernbedienung gesteuert. Der 12-V-Trigger-Ausgang erlaubt zudem das automatische Einschalten einer Endstufe.
Welche Streamingdienste werden unterstützt?
+
Der Primo Plus unterstützt nativ Tidal (mit Tidal Connect), Qobuz, Spotify (mit Spotify Connect), HighResAudio und Internetradios. Die Roon-Ready-Zertifizierung gewährleistet die Integration in das Roon-Ökosystem. AirPlay ermöglicht das Streaming von Apple-Geräten. Weitere Dienste können über Plugins hinzugefügt werden, die in der Volumio-Oberfläche verfügbar sind.
Wie funktioniert die Anzeige auf dem Fernseher?
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Der HDMI-Ausgang spiegelt die VolumioOS-Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 4K/60 fps auf einem externen Bildschirm. Es handelt sich ausschließlich um einen Videoausgang, nicht um einen HDMI-ARC-Audioeingang. Diese Funktion ist praktisch, um die Musiksammlung bequem vom Sofa aus mit der Fernbedienung zu durchsuchen, ohne Smartphone oder Tablet zu verwenden.
Was ist der Unterschied zwischen USB-C und USB-A an diesem Gerät?
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Der USB-C-Port arbeitet im Device-Modus: Er empfängt den Audiostream von einem Computer, Smartphone oder Tablet mit bis zu PCM 768 kHz / 32 Bit und DSD512. Die USB-A-Ports arbeiten im Host-Modus: Sie akzeptieren Speichermedien (USB-Sticks, Festplatten, CD-Laufwerke) zur Wiedergabe lokaler Dateien, mit Unterstützung von bis zu PCM 1536 kHz / 32 Bit und DSD1024.
Eignet sich der NOS-Modus für alle Musikrichtungen?
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Der NOS-Modus (Non-Oversampling) deaktiviert das Oversampling und gibt das Signal ohne Interpolation wieder. Einige Hörer empfinden ihn bei akustischen Aufnahmen oder Jazz als natürlicher, während andere die digitalen Filter für elektronische Musik oder moderne Produktionen bevorzugen. Die acht verfügbaren Filter und der NOS-Modus erlauben es, je nach Geschmack und verwendeter Anlage zu experimentieren.
Kundenbewertungen
Dries
Sehr zufrieden mit dem Klang Es ist allerdings etwas mühsam, alles einzustellen, da die Bedienungsanleitung nur auf Englisch ist
Kommentar vom 23. Februar 2026 — Erfahrung vom 12. Februar 2026
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Heel teveden over de klank
Het is wel een beetje zoeken om alles in te stellen omdat de handleiding enkel in het Engels is
Ronald
Ein großartiges Produkt, leider nicht wirklich kompatibel mit dem Rest meiner Anlage, deshalb habe ich es auch zurückgeschickt. Schade!
Kommentar vom 3. Februar 2026 — Erfahrung vom 23. Januar 2026
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Een prachtig product, helaas niet echt kompatibel met de rest van mijn installatie, daarom heb ik‘m ook terug gestuurd. Jammer!
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