Auf das ursprüngliche Empire aus dem Jahr 2018 folgt nun diese Plus-Version, in die die in der Praxis gesammelten Rückmeldungen der Tokioter Ingenieure von Studio-Profis und Musikern eingeflossen sind. Das Kabel bewahrt die ausgewogene, präzise Signatur, die seinem Vorgänger den Ruf eingebracht hat, und gewinnt gleichzeitig an mechanischer Kontrolle dank eines neuen, nichtmagnetischen Kabelklemm-Systems aus Edelstahl. Die Bezeichnung E steht hier für das europäische Format mit Schuko-Stecker.
Ein Leiter, geschmiedet nach einem traditionellen Verfahren
Der α (Alpha) PC-Triple C-Leiter entsteht durch ein Schmiedeverfahren, bei dem variable Drücke auf hochreines OFC-Kupfer ausgeübt werden, wodurch das Metall zigtausendfach gefaltet wird – eine Technik, die aus der Herstellung japanischer Katanas stammt. Dieses Kupfer erreicht eine Reinheit von 99,996 %, und vor allem soll die so erzielte Kristallstruktur nach Angaben zahlreicher japanischer Hersteller der aller anderen Verfahren, einschließlich PCOCC, überlegen sein.
Jede Ader des Empire Plus besteht aus 45 Litzen mit 0,32 mm Durchmesser, ein großzügigerer Querschnitt als beim Astoria Plus (80 Litzen à 0,18 mm). Dieser Unterschied im Leiterquerschnitt verleiht dem Empire Plus eine Stromübertragungskapazität, die für leistungsintensive Geräte ausgelegt ist, und bewahrt zugleich die Feinzeichnung, die in diesem Segment erwartet wird.
Mehrschichtige Architektur und Vollabschirmung
Der Kabelaufbau basiert auf einer flexiblen PVC-Audioisolation um jeden Leiter, die wiederum von einem Innenmantel umgeben ist, der mit leitfähigen Kohlenstoffpartikeln imprägniert ist. Diese innere Schicht soll das Kabel dämpfen und die Auswirkungen statischer Elektrizität reduzieren. Eine OFC-Geflechtschirmung aus 0,12 mm starken Drähten vervollständigt den Aufbau vor dem äußeren, RoHS-konformen PVC-Mantel mit einem Gesamtdurchmesser von rund 16 mm. Der abschließende, zweifarbige, geflochtene Nylonmantel sorgt für mechanischen Schutz und Flexibilität bei der Installation.
Der durch ein Kabel und seinen Stecker fließende Strom erzeugt magnetische (und elektrostatische) Felder, die sich in 120-V-Wechselstromsystemen 60-mal pro Sekunde aufbauen und wieder zusammenbrechen. Um diese Störungen zu bekämpfen, integriert Furutech sein patentiertes Floating Field Damper-System, das alle Metallteile des Steckers miteinander verbindet und die entstehenden Störpotenziale zur Erde ableitet, wodurch Rauschen und Verzerrungen deutlich reduziert werden.
Was sich mit der Plus-Version ändert
Die neue Iteration unterscheidet sich vor allem durch die Einführung einer verbesserten Metall-Kabelklemme zur Dämpfung von Resonanzen und für einen festen Halt, gefertigt aus nichtmagnetischem Edelstahl. Dieses Bauteil gewährleistet eine bessere mechanische Stabilität des gesamten Stecker-Kabel-Verbundes und begrenzt Mikro-Vibrationen, die zu Verzerrungen führen könnten. Die FI-11M-N1 (G) und FI-11-N1 (G) IEC-Stecker profitieren zudem von einer optimierten Vergoldung im Vergleich zu früheren Modellen.
Wie alle Metallkomponenten von Furutech durchlaufen auch diese Teile die zweistufige Alpha-Behandlung: eine tiefe kryogene Kühlung mit flüssigem Stickstoff oder Helium auf Temperaturen von -196 bis -250 °C, gefolgt von einer Entmagnetisierung mit dem Ring-Verfahren unter Sekiguchi-Lizenz. Diese Behandlung verändert die molekulare Struktur der Teile, baut innere Spannungen ab, zieht die Bindungen zwischen den Molekülen enger und stabilisiert das Ganze, was die elektrische Leitfähigkeit verbessert.
Klangliche Positionierung und Einsatzbereiche
Furutech positioniert das Empire Plus klanglich anders als das Astoria Plus. Das Astoria setzt auf Timing, Geschwindigkeit und tiefen Bass, während das Empire den Schwerpunkt auf Ausgewogenheit und Swing legt und das energetische Potenzial der Elektronik freisetzt. Sein Charakter bleibt dabei dunkel und seidig, ergänzt um eine zusätzliche Schicht an Detailreichtum und Klarheit.
Dieses Netzkabel eignet sich zur Versorgung von Voll- oder Endverstärkern, Vorverstärkern, Mischpulten, Disc-Playern oder beliebigen Quellgeräten. Die Länge von 1,5 Metern passt zu den meisten Heim- und Studio-Setups, ohne überflüssigen Kabelüberschuss zu erzeugen.