Claude
Ausgezeichnet für den Preis!
Kommentar vom 26. Mai 2026 — Erfahrung vom 7. Mai 2026
Der Chord Electronics Mojo 2 4.4 stellt die erwartete Weiterentwicklung des berühmten portablen Audiokonverters der britischen Marke dar. Diese aktualisierte Version behält alle Technologien bei, die den Ruf des Geräts begründet haben – proprietärer FPGA-Prozessor, verlustfreier UHD‑DSP mit 104 Bit, 40‑kerniges WTA‑Filter – und korrigiert zugleich zwei Punkte, die sich Nutzer schon lange gewünscht hatten: die Hinzufügung eines 4,4‑mm‑Kopfhörerausgangs und die Möglichkeit, über USB‑C zu laden.
Der Mojo 2 4.4 behält das kompakte Format bei, das den Erfolg der Serie ausmacht: 83 × 62 × 22,9 mm bei einem Gewicht von 185 Gramm. Das Gehäuse wird per CNC aus einem Block Luftfahrtaluminium gefräst, anschließend glasperlengestrahlt und schwarz eloxiert. Diese einteilige Konstruktion sorgt für strukturelle Steifigkeit und elektromagnetischen Schutz der internen Schaltungen.
Die Bedienung erfolgt über vier durchsichtige Polycarbonat‑Kugeln, die je nach Funktion mit einer polychromen LED‑Farbkodierung beleuchtet werden. Zwei große Kugeln steuern die Lautstärke, während die beiden kleineren Kugeln jeweils für das Einschalten und den Zugang zum Menü zuständig sind. Letztere Taste, die den Mojo 2 von der ersten Generation unterscheidet, verschafft Zugang zu den erweiterten Funktionen: Equalizer, Crossfeed, Tastensperre, LED‑Helligkeit und Verwaltung des USB‑C‑Lademodus.
Die Bedienelemente sind nun fest montiert, im Gegensatz zum ersten Mojo, bei dem sie frei rotieren konnten – eine Geräuschquelle, die einige Nutzer als störend empfanden. Die Farbcodierung, anfangs etwas verwirrend, folgt einer Regenbogenlogik: von Rot (Bässe) bis Blau (Höhen) für die Equalizer‑Einstellungen, von Rot (44,1 kHz) bis Weiß (DSD) für die Anzeige der Abtastrate.
Die auffälligste Änderung beim Mojo 2 4.4 betrifft die Frontseite: Eine der beiden 3,5‑mm‑Klinkenbuchsen wurde durch eine 4,4‑mm‑Pentaconn‑Buchse ersetzt. Dieses Format, das von vielen High-End‑Kopfhörern und ‑In‑Ears übernommen wurde, ermöglicht die direkte Verwendung von symmetrisch ausgeführten Kabeln ohne Adapter.
Ein technischer Punkt verdient eine Präzisierung: Der analoge Signalweg im Inneren des Mojo 2 bleibt unsymmetrisch (Single‑Ended). Die Umwandlung in ein mit 4,4‑mm‑Steckern kompatibles Signal erfolgt erst in der Buchse selbst. Man spricht daher eher von einem „pseudo‑symmetrischen“ Ausgang als von einer echten, durchgängig symmetrischen Architektur. Dieser Ansatz bietet dennoch die praktischen Vorteile des 4,4‑mm‑Anschlusses: Kompatibilität mit vorhandenen Kabeln, bessere mechanische Stabilität und einfache Handhabung.
Eine weitere praktische Verbesserung: Jeder Ausgang verfügt nun über einen eigenen Lautstärkespeicher. So lassen sich In‑Ear‑Kopfhörer an der 3,5‑mm‑Buchse und ein ohrumschließender Kopfhörer an der 4,4‑mm‑Buchse anschließen, ohne dass der Pegel bei jedem Wechsel neu angepasst werden muss.
Auf der Stromversorgungsseite übernimmt der USB‑C‑Port nun sowohl die Übertragung der Audiodaten als auch das Laden des Akkus. Diese im Menü aktivierbare Funktion wurde seit Jahren gefordert. Ein kleines eingraviertes Blitzsymbol oberhalb des Anschlusses kennzeichnet die Geräte, die damit ausgestattet sind. Der Micro‑USB‑Port bleibt erhalten, um die Kompatibilität mit dem Streaming‑Modul Poly sicherzustellen, das direkt über diese Schnittstelle angeschlossen wird.
Das Herzstück des Mojo 2 4.4 bleibt der Xilinx‑Artix‑7‑FPGA, programmiert mit dem proprietären Code von Rob Watts. Diese Architektur integriert 40 DSP‑Kerne, die dem WTA‑Filter vorbehalten sind und 40.960 Koeffizienten („Taps“) nutzen, um das ursprüngliche analoge Signal aus den digitalen Abtastwerten zu rekonstruieren.
Um die Bedeutung dieser Zahl zu verstehen, muss man wissen, dass handelsübliche Wandlerchips typischerweise nur einige Hundert Koeffizienten verwenden. Laut Rob Watts verbessert die Erhöhung der Tap‑Anzahl die Wahrnehmung von Transienten, die Klangfarbenrichtigkeit und die räumliche Lokalisierung der Instrumente. Der Mojo 2 oversampelt alle Eingangssignale auf das 2.048‑Fache ihrer ursprünglichen Abtastrate, also auf mindestens 90 MHz bei einer CD‑Datei.
Die wichtigste Innovation des Mojo 2 ist sein UHD‑DSP (Ultra High Definition), den Chord als weltweit ersten „verlustfreien“ digitalen Signalprozessor für Audio präsentiert. Dieser Begriff bedeutet, dass die angewendeten Bearbeitungen – Equalizing und Crossfeed – keinerlei messbare Verschlechterung des Signals verursachen. Der DSP arbeitet intern mit einer Auflösung von 104 Bit und verarbeitet das Signal mit 705,6 oder 768 kHz, je nach Basisfrequenz der Quelldatei.
Der Equalizer bietet vier Einstellbänder: Infraschallbässe (maximaler Effekt bei 20 Hz), obere Tiefmitten (125 Hz), obere Mitten (3 kHz) und Höhen (20 kHz). Jedes Band lässt sich in 18 Schritten zu je 1 dB justieren, was einem Bereich von ±9 dB entspricht. Diese Shelf‑Einstellungen (Hoch‑/Tief‑Pässe mit Plateau) ermöglichen es, die tonalen Eigenschaften verschiedener Kopfhörer auszugleichen oder persönliche Hörvorlieben zu berücksichtigen.
Die Crossfeed‑Funktion mischt einen Teil des linken Kanals in den rechten und umgekehrt, mit einer leichten zeitlichen Verzögerung. Ziel ist es, ein Klangbild zu erzeugen, das dem Hören über Lautsprecher näherkommt, bei dem jedes Ohr beide Kanäle wahrnimmt. Vier Intensitätsstufen stehen zur Verfügung, von subtil bis deutlich ausgeprägt.
Der Mojo 2 4.4 akzeptiert PCM‑Signale bis 768 kHz bei 32 Bit und DSD bis DSD256 (Quad‑DSD) via DoP. Die Roon‑Tested‑Zertifizierung garantiert eine problemlose Integration in Musikwiedergabesysteme, die diese Software nutzen.
Die Digitaleingänge decken sämtliche aktuellen und früheren Standards ab. USB‑C überträgt Daten bis 768 kHz und kann das Gerät gleichzeitig mit Strom versorgen. Micro‑USB bietet dieselbe Bandbreite und erhält die Kompatibilität mit dem Poly. Der optische Eingang ist aufgrund der TOSLINK‑Spezifikationen auf 96 kHz begrenzt. Der koaxiale Eingang über 3,5‑mm‑Klinke akzeptiert Signale bis 768 kHz und unterstützt den „Dual‑Data“‑Modus für den Anschluss an den Hugo M Scaler, den externen Upscaler von Chord Electronics.
Die Ausgangsleistung erreicht 600 mW an 30 Ω und 90 mW an 300 Ω, jeweils bei 1 % Verzerrung gemessen. Die Ausgangsimpedanz von 0,06 Ω gewährleistet eine Kompatibilität mit sehr empfindlichen In‑Ear‑Kopfhörern, ohne deren Frequenzgang zu beeinflussen. Am anderen Ende des Spektrums kann das Gerät Kopfhörer mit Impedanzen von bis zu 800 Ω antreiben.
Labormessungen weisen einen Dynamikumfang von 125 dB (A‑gewichtet) und ein Signal‑Rausch‑Verhältnis von 123 dB aus. Die gesamte harmonische Verzerrung plus Rauschen (THD+N) sinkt auf 0,0003 % (2,5 V an 300 Ω). Chord Electronics betont das Fehlen von Rauschmodulation – einem bei Delta‑Sigma‑Wandlern häufig auftretenden Artefakt, das die Wahrnehmung von Mikrodynamik beeinträchtigen kann.
Der Lithium‑Polymer‑Akku bietet im mobilen Einsatz eine Laufzeit von mehr als acht Stunden. Das nun vom FPGA gesteuerte Ladesystem reduziert die Energieverluste im Vergleich zur vorherigen Generation um 75 %, was sich in einer schnelleren Ladung und geringerer Wärmeentwicklung niederschlägt.
Der Modus „Intelligent Desktop“ ist ein großer Vorteil für den stationären Einsatz. Bleibt das Gerät dauerhaft an eine Stromquelle angeschlossen, wird in diesem Modus der Akku vom Hauptstromkreis isoliert. Der Ladezustand der Batterie wird zwischen 75 % und 80 % gehalten, was ihre Lebensdauer verlängert und gleichzeitig eine ausreichende Reserve für Stromausfälle sicherstellt. Dieses Betriebsverhalten reduziert zudem die Wärmeentwicklung und verbessert die Filterung der Stromversorgung.
Eine LED‑Anzeige neben dem Ladeanschluss informiert über den Batteriestatus: Weiß für eine Ladung über 75 %, Grün für optimalen Ladestrom, Gelb für unzureichenden Strom (schwaches Ladegerät), Rot für einen zu niedrigen Strom, um effizient zu laden.
Der Mojo 2 4.4 fügt sich in das Zubehör‑Ökosystem von Chord Electronics ein. Das separat erhältliche Poly‑Modul wird über den Micro‑USB‑Port direkt mit dem Gerät verbunden. Es verwandelt den Mojo 2 in einen vollständigen Netzwerkplayer mit WLAN, Bluetooth, AirPlay, DLNA/UPnP‑Kompatibilität und microSD‑Kartenspieler. Die Speicherkapazität ist unbegrenzt (nur durch die eingesetzte Karte limitiert), und das Gespann Mojo 2 + Poly bleibt kompakt genug, um in eine Jackentasche zu passen.
Für Nutzer, die noch mehr Klangqualität herausholen möchten, akzeptiert der koaxiale Eingang das „Dual‑Data“‑Signal des Hugo M Scaler. Dieser externe Prozessor nutzt ein WTA‑Filter mit mehr als einer Million Koeffizienten (1.015.808 Taps), um Audiodateien vor der Übergabe an den DAC auf 705,6 oder 768 kHz hochzusampeln. Die Verbindung erfordert ein spezielles koaxiales Doppeldatenkabel.
Gemessen bei 1 % Verzerrung:
Nein, die interne Schaltung des Mojo 2 4.4 bleibt unsymmetrisch. Die Umsetzung auf das 4,4‑mm‑Format erfolgt erst an der Buchse selbst. Dieser „pseudo‑symmetrische“ Ansatz bietet die Kompatibilität mit 4,4‑mm‑Kabeln und deren mechanische Vorteile, jedoch nicht die elektrischen Vorzüge einer durchgängig symmetrischen Architektur, wie etwa die stärkere Unterdrückung von Gleichtaktstörungen.
Die auf dem Gehäuse gravierte „2“ erscheint bei den neuen Geräten mit 4,4‑mm‑Ausgang und USB‑C‑Ladefunktion in Fettschrift. Ein eingraviertes Blitzsymbol oberhalb des USB‑C‑Ports weist zudem auf dessen Ladefähigkeit hin.
Die polychromatische Benutzeroberfläche erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit. Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten + und − im DSP‑ oder Crossfeed‑Menü lassen sich alle Einstellungen auf die Standardwerte zurücksetzen, sodass man bei Verwirrung wieder von vorn beginnen kann. Die Bedienungsanleitung bleibt unverzichtbar, um die erweiterten Funktionen voll auszuschöpfen.
Ja, die Kompatibilität bleibt dank des weiterhin vorhandenen Micro‑USB‑Ports erhalten. Ein Firmware‑Update des Poly kann erforderlich sein, um einen optimalen Betrieb mit dem Mojo 2 sicherzustellen.
Dieser Modus erlaubt es, den Mojo 2 dauerhaft als stationären DAC zu nutzen, ohne den Akku zu verschleißen. Die Stromversorgung wird intern gefiltert, und der Akku dient als Puffer, um Schwankungen im Stromnetz zu glätten. Einige Nutzer berichten, dass diese Betriebsart eine leicht bessere Klangqualität liefert als der reine Akkubetrieb.
Nein, Chord Electronics implementiert kein MQA‑Decoding in seinen Produkten. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass sein FPGA‑Ansatz mit massivem Oversampling bessere Resultate liefert als proprietäre Audioformate, die eine Lizenz erfordern.
Ja, die Kopfhörerausgänge können über ein geeignetes Kabel mit einem Verstärker verbunden werden. Die Lautstärke wird manuell geregelt, und das Gerät speichert den zuletzt verwendeten Pegel. Da der koaxiale Eingang Signale bis 768 kHz akzeptiert, kann der Mojo 2 den Datenstrom des Hugo M Scaler verarbeiten und eine Wandlungsqualität erzielen, die der stationärer DACs von Chord Electronics sehr nahekommt.
Claude
Ausgezeichnet für den Preis!
Kommentar vom 26. Mai 2026 — Erfahrung vom 7. Mai 2026
Jerome
Außergewöhnlicher Klang für die Größe des Geräts.
Hervorragende Verarbeitungsqualität.
Der einzige kleine Wermutstropfen ist die Micro-USB-Verbindung, die immerhin durch einen USB-C-Anschluss ergänzt wird.
Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich mit den Farbcodes der Tasten vertraut zu machen, die das Gerät einzigartig machen.
Die Equalizereinstellungen sind sehr fein, deutlich hörbar und perfekt kalibriert.
Ich nutze es mit Qobuz, einem iPhone und einem Focal Celestee.
Kommentar vom 27. Februar 2026