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Van den Hul The First RCA 1,2m

Übersicht

1993 stellte A.J. van den Hul das erste Audio-Interconnect-Kabel ohne metallischen Leiter vor. Mehr als dreißig Jahre später wurde die The‑First‑Serie um mehrere Varianten erweitert. Die Version Metal Screen übernimmt die ursprüngliche Architektur auf Basis von Linear Structured Carbon (LSC) und ergänzt sie um eine dichte metallische Schirmung, um den anspruchsvollsten Installationsszenarien gerecht zu werden, dort, wo Masseströme und elektromagnetische Störungen wiederkehrende Probleme verursachen.

Ein linear strukturierter Kohlenstoffleiter

Das Herz des Kabels beruht auf der patentierten Linear‑Structured‑Carbon‑Technologie. Der Innenleiter vereint 12.000 Kohlenstofffasern mit einem Einzeldurchmesser von 7 Mikrometern, die jeweils einzeln isoliert sind. Diese Faser‑für‑Faser‑Isolierung verhindert, dass sich die Elektronen seitlich von einem Faden zum anderen bewegen: Das Signal läuft strikt in eine Richtung, was Verzerrungen durch Wechselwirkungen zwischen Leitern reduziert.

Kohlenstoff weist eine thermische, chemische und mechanische Stabilität auf, die Metalle nicht erreichen. Während Kupfer oder Silber mit der Zeit oxidieren und sich abbauen, behält strukturierter Kohlenstoff seine elektrischen und akustischen Eigenschaften Jahr für Jahr. Van den Hul betont außerdem, dass The First am Ende seiner Lebensdauer recycelbar ist: Das Material wird eingeschmolzen und als Extrusionsschicht auf anderen Kabeln der Marke wiederverwendet.

Doppelte Abschirmung und minimale Massewiderstände

Die Version Metal Screen unterscheidet sich von den Modellen The First und The First Ultimate durch das Hinzufügen eines äußeren Metallgeflechts aus versilbertem OFC Matched Crystal®‑Kupfer, das die bereits vorhandene LSC‑Schirmung umhüllt. Diese doppelte Abschirmung – gesättigter Kohlenstoff auf der einen Seite, hochreines Metall auf der anderen – senkt den Schirmwiderstand auf 0,0049 Ω/m, einen Wert, der deutlich unter dem von The First Ultimate (ca. 4,8 Ω/m) und dem ursprünglichen The First (ca. 14 Ω/m) liegt.

Dieser extrem niedrige Widerstand kommt besonders bei Röhrenverstärkern zum Tragen, die häufig unter parasitären Masseströmen leiden, die sich als Rauschen oder Brummen bemerkbar machen. Er erweist sich ebenso als wertvoll in stark belasteten elektrischen Umgebungen, in der Nähe von Transformatoren, Schaltnetzteilen oder IT‑Geräten.

Schwache Signale und lange Verbindungen

Der niederländische Hersteller empfiehlt The First Metal Screen besonders für die Übertragung von Signalen mit geringer Amplitude. Die Verbindung zwischen Phono‑Tonabnehmer und Vorverstärker, der Anschluss eines Mikrofons oder eines elektrischen Musikinstruments profitieren von der Störsicherheit, die dieses Kabel bietet. Die gemessene Kapazität (61 pF/m) bleibt moderat, was die Dämpfung hoher Frequenzen selbst über längere Strecken begrenzt.

Im Gegensatz zu den vollständig aus Kohlenstoff aufgebauten Versionen kann The First Metal Screen in Längen von mehr als 1,5 Metern bestellt werden. Diese Möglichkeit eröffnet Installationskonfigurationen, die sich mit empfindlicheren Kabeln über große Distanzen nur schwer realisieren lassen.

Aufbau und Verarbeitung

Der Außendurchmesser beträgt 7,5 mm, bei einem Innenleiter mit 1,0 mm Querschnitt. Der pfirsichfarbene Hulliflex‑Mantel sorgt für einen dauerhaften mechanischen Schutz und eine gute Beständigkeit gegenüber den umgebenden chemischen Einflüssen. Dieses halogenfreie Material, das Van den Hul bereits 1990 eingeführt hat, verhindert die Freisetzung schädlicher Substanzen im Falle eines Brandes oder einer Entsorgung.

Ab Werk sind RCA‑Stecker des Typs C‑8.0 montiert. Van den Hul bietet dieses Kabel nicht als Meterware zur Eigenkonfektion an: Der Anschluss der Kohlenstofffasern an die Metallstifte erfordert ein besonderes Know‑how, um Probleme interner Reflexionen an den Enden zu vermeiden.

Technische Daten

Aufbau und Technologie

  • Asymmetrische koaxiale Konstruktion auf Basis der Linear Structured Carbon® (LSC)-Technologie
  • Leiter: 12.000 einzelne, jeweils isolierte Kohlenstoff-Filamente
    • Durchmesser jedes Filaments: 7 µm
  • Zusätzlicher Metall-Schirm: hochdichtes Geflecht aus sauerstofffreiem Kupfer (OFC) mit abgestimmter, versilberter Kristallstruktur
  • Doppelte Schirmung
    • 1 Schicht gesättigtes LSC
    • 1 Schicht Metall hoher Reinheit

Elektrische Eigenschaften

  • Schirmwiderstand: 0,0049 Ω/m
    • Minimiert Probleme mit Masseschleifen
  • Leiterwiderstand: 36 Ω/m
  • Kapazität: 61 pF/m

Physikalische Eigenschaften

  • Leitungsdurchmesser: 1,0 mm
  • Kabeldurchmesser: 7,5 mm
  • Mantel: Hulliflex in Pfirsich-Orange, robust und langlebig

Empfohlene Anwendungen

  • Komplexe oder stark gestörte elektrische Umgebungen
  • Verbindung zwischen Geräten mit Röhren, die empfindlich auf Masse-Ströme reagieren
  • Übertragung von schwachen Signalen
    • Phono-Tonabnehmer
    • Mikrofone
    • Musikinstrumente

Hauptvorteile

  • Optimaler Schutz vor elektromagnetischen Störeinflüssen
  • Koaxiale Alternative zur symmetrischen Version The Second
  • Klangleistung nahe an The First Ultimate
  • Einzigartige Kohlenstoff-Konstruktion für eine feinzeichnende Klangwiedergabe
  • Hochreine Metallschirmung für einen geräuscharmen Betrieb
  • Perfekt geeignet für empfindliche Systeme: Röhren, Phono, Mikrofone

Häufig gestellte Fragen

Läuft das Audiosignal durch das Metall der Abschirmung?

Nein. Der Innenleiter besteht ausschließlich aus Kohlenstoff; das Signal fließt niemals durch das Metall. Das versilberte Geflecht dient ausschließlich als Abschirmung und Masseleiter und schützt das Signal vor äußeren Störeinflüssen, ohne an seiner Übertragung beteiligt zu sein.

Ist dieses Kabel für Plattenspieler mit MC‑Tonabnehmern mit niedriger Ausgangsspannung geeignet?

Van den Hul empfiehlt es eher für MM‑Tonabnehmer und MC‑Tonabnehmer mit hoher Ausgangsspannung. MC‑Systeme mit sehr niedrigem Ausgangspegel benötigen in der Regel ein spezielles Phonokabel mit auf diese Quelle optimierter Impedanz und Kapazität.

Kann man The First Metal Screen als digitales SPDIF‑Kabel verwenden?

Ja. Die Wellenimpedanz von 75 Ω und die geringe Kapazität machen das Kabel kompatibel mit der Übertragung von koaxialen Digitalsignalen zwischen CD‑Player, DAC oder Streamer.

Worin besteht der Unterschied zu The First Ultimate?

The First Ultimate verwendet eine vollständig aus Kohlenstoff bestehende Abschirmung (sechs Lagen LSC, also 114.000 Fasern) ohne Metall. Sein höherer Schirmwiderstand kann bei bestimmten Röhrenverstärkern ein leichtes Rauschen verursachen. The First Metal Screen löst dieses Problem dank seines Metallgeflechts – zum Preis einer hybriden Konstruktion.

  • Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
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