Fünf Jahre nach der TMicro-Serie erneuert Piega sein Einstiegssegment mit der Ace-Serie. Das Spitzenmodell ist die Ace 50: eine nur 14 cm schmale Standbox aus Aluminium, gekrönt vom AMT-Bändchenhochtöner, der den Ruf der Schweizer Marke begründet hat. Hinter der schlanken Silhouette verbirgt sich ein Dreiwege-System, das es mit deutlich größeren Lautsprechern aufnehmen kann.
Aluminium, Rundungen und Schweizer Präzision
Designer Stephan Hürlemann hat die Ace 50 ausgehend von einer einfachen Überzeugung gestaltet: Der Raum soll von der Musik gekleidet werden, nicht vom Lautsprecher. Das Gehäuse aus extrudiertem Aluminium besitzt ein ovales Profil von lediglich 14 cm Breite bei 16 cm Tiefe – ohne sichtbare Schrauben und ohne scharfe Kanten. Diese abgerundete Form ist nicht nur ein Designmerkmal: Sie absorbiert interne Reflexionen effektiver und verhindert stehende Wellen, die in klassischen rechteckigen Gehäusen den Klang verfärben.
Die Wahl von Aluminium anstelle des herkömmlichen MDF ermöglicht dünnere Wände bei gleichzeitig hoher Steifigkeit. Bei gleichen Außenmaßen verfügt die Ace 50 somit über ein größeres Innenvolumen als ein Holzlautsprecher, was eine bessere Basswiedergabe begünstigt. Der runde Standfuß mit 25 cm Durchmesser, der an einer zentralen Säule verschraubt ist, hebt die Säule leicht an und betont ihre schlanke Erscheinung.
Drei Ausführungen stehen zur Wahl: naturfarbenes Aluminium (Silber), schwarz eloxiertes Aluminium oder glänzend weiß lackiert. Jede Version wird mit einer farblich passenden Stoffabdeckung für die Chassis geliefert, die sich harmonisch in das abgerundete Profil des Lautsprechers einfügt.
Drei Wege im kompakten Format
Trotz ihrer schlanken Form arbeitet die Ace 50 in einer Dreiwege-Konfiguration – eine Architektur, die man üblicherweise bei deutlich voluminöseren Standlautsprechern findet. Die Ingenieure Daniel Raimann und Roger Kessler haben für diese neue Generation sämtliche Treiber neu entwickelt.
Die beiden unteren 120-mm-MDS-B-Tieftöner arbeiten parallel in einem Bassreflex-Volumen mit nach vorne gerichtetem Reflexkanal. Diese Anordnung erlaubt eine relativ wandnahe Aufstellung, ohne dass der Bass übermäßig anschwillt. Piega spricht von einer nahezu verdoppelten akustischen Leistung im Tieftonbereich im Vergleich zur TMicro 60, was sich in einem kräftigeren und strafferen Bass niederschlägt.
Der dritte 120-mm-MDS-Treiber, direkt unter dem Hochtöner platziert, arbeitet in einem geschlossenen Volumen und übernimmt den Mitteltonbereich bis etwa 4 kHz. Diese funktionale Trennung ermöglicht es jedem Treiber, in seinem optimalen Frequenzbereich zu arbeiten, wodurch Verzerrungen reduziert und die Sprachverständlichkeit verbessert werden.
Der AMT-1-Hochtöner, die Klangsignatur von Piega
Der Name Piega stammt vom italienischen Wort für „Falte“ und bezieht sich direkt auf die Hochtönertechnologie, die die Marke seit ihren Anfängen prägt. Der AMT-1 (Air Motion Transformer) verwendet eine gefaltete Membran von 24 × 36 mm, kombiniert mit einem Hochrein-Neodym-Magnetsystem.
Im Gegensatz zu Kalottenhochtönern, die die Luft wie ein Kolben vor- und zurückbewegen, komprimiert und beschleunigt der AMT die Luft durch das Falten der Membran. Diese Arbeitsweise sorgt für ein sehr schnelles Impulsverhalten bei gleichzeitig besonders niedriger Verzerrung. Der Frequenzgang reicht bis 40 kHz, wodurch die Ace 50 für hochauflösende Audiodateien geeignet ist.
Die schmale Schallwand des Lautsprechers trägt ebenfalls zur räumlichen Abbildung bei: Durch die Verringerung von störenden Reflexionen rund um die Treiber löst sich der Klang besser vom Gehäuse und erzeugt ein breites Stereobild – selbst wenn die Lautsprecher relativ nah beieinander stehen.
Alltagstaugliches Hören und Wohnraumintegration
Die Ace 50 lässt sich mit Verstärkern betreiben, die zwischen 20 und 150 Watt an 4 Ohm liefern. Ihre Empfindlichkeit von 90 dB/W/m macht sie wenig anspruchsvoll: Ein guter Mittelklasse-Vollverstärker reicht aus, um sie angemessen zu betreiben. Sie eignet sich für mittelgroße Räume – Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer – und kommt in den meisten Setups ohne Subwoofer aus.
Für Heimkino-Anlagen lässt sich die Ace 50 mit dem Center-Lautsprecher Ace Center und den Satelliten Ace 30 kombinieren, die dieselben Treiber und die gleiche Klangsignatur nutzen. Es gibt außerdem eine kabellose Version, die Ace 50 Wireless, mit integrierter Verstärkung und Netzwerkanbindung.
Das moderate Gewicht von 12 kg und die etwas über einen Meter hohe Bauform erleichtern Handhabung und Aufstellung, während der runde Standfuß für eine ordentliche Stabilität auf ebenem Boden sorgt.
Abmessungen des Lautsprechers (H × B × T): 104 × 14 × 16 cm
Abmessungen des Standfußes: Ø 25 cm
Gewicht: 12 kg
Anschlüsse
Mehrfach-Anschlussklemmen
Verfügbare Ausführungen
Silberfarbenes Aluminium mit silbernem Stoff-Schutzgitter
Schwarz eloxiertes Aluminium mit schwarzem Stoff-Schutzgitter
Weiß lackiert mit weißem Stoff-Schutzgitter
Häufig gestellte Fragen
Benötigt die Ace 50 eine Einspielzeit, um ihr volles Klangpotenzial zu erreichen?
+
Wie die meisten Lautsprecher mit neuen Treibern profitiert auch die Ace 50 von einigen Dutzend Stunden Spielzeit, damit sich die Sicken der Chassis einlaufen. Der Bass gewinnt dann an Fülle, und die Höhen verlieren ihre anfängliche leichte Härte.
Kann man die Lautsprecherabdeckungen abnehmen?
+
Ja, obwohl Piega sie eigentlich für den dauerhaften Einsatz vorsieht. Sie sind in das Aluminiumprofil eingelassen und müssen mit einem flachen, dünnen Werkzeug vorsichtig ausgeklipst werden. Die meisten Nutzer lassen sie montiert.
Welche Lautsprecherkabel sollte man für den Anschluss verwenden?
+
Die Ace 50 ist mit Mehrfachklemmen ausgestattet, die Bananenstecker, Gabelschuhe oder blanke Kabel aufnehmen. Für Längen unter 5 Metern ist ein Kabelquerschnitt von 2,5 bis 4 mm² geeignet.
Erwärmt sich der Lautsprecher im Betrieb?
+
Nein. Das Aluminiumgehäuse bleibt auch nach mehreren Stunden Musikwiedergabe bei gehobener Lautstärke kühl. Das ist eine Besonderheit von Lautsprechern mit Metallgehäuse.
Kann man die Ace 50 mit einem Röhrenverstärker betreiben?
+
Ja, vorausgesetzt, der Verstärker ist für eine 4-Ohm-Last ausgelegt. Einige ältere oder sehr einfache Röhrenverstärker sind ausschließlich für 8 Ohm konzipiert; prüfen Sie vor dem Kauf die technischen Daten.
Wie verhält sich die Ace 50 bei wandnaher Aufstellung?
+
Die nach vorne gerichtete Bassreflexöffnung begrenzt eine übermäßige Bassbetonung bei wandnaher Platzierung. Ein Abstand von 10 bis 30 cm zur Rückwand genügt in der Regel, um eine ausgewogene Klangbalance zu erzielen.
Kundenbewertungen
Marcel
Großartige Lautsprecher. Ich habe sie an meinen Primare i25 Prisma DM36 angeschlossen. Die Piega's leisten Hervorragendes, seidenweiche Höhen und viele Mikrodetails. Auch für das bescheidene Gehäusevolumen geben sie den Bass sehr gut wieder. Die Mitten mit dem dedizierten Mitteltöner sind ebenfalls erhaben. Wirklich empfehlenswert! Wichtig ist allerdings, sie mit einem guten Verstärker anzusteuern. Die Lieferung über Homecine Solutions erfolgte ebenfalls schnell und ausgezeichnet.
Kommentar vom 1. September 2026 — Erfahrung vom 21. August 2026
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Geweldige luidsprekers. Ik heb ze aangesloten op mijn Primare i25 Prisma DM36. De Piega's doen het geweldig, zijdezacht hoog en veel micro detail. Ook voor de bescheiden kastinhoud geven ze de bas ook zeer goed weer. Het mid met de dedicated midwoofer is ook subliem. Echt een aanrader! Het is wel zaak om ze met een goede versterker aan te sturen. De levering via Homecine Solutions ging ook snel en voortreffelijk.
Marc
Sehr schönes, ästhetisch gelungenes Produkt! Leicht zu integrieren! Der Klang ist geradezu erstaunlich angesichts der geringen Abmessungen und liefert ein verblüffendes Bassvolumen!!
Kommentar vom 16. Februar 2026
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Produit de tres belle esthetique! Facile d'integration! Son assez prodigieux vu les dimensions restreinte donnant un volume de basse étonnant!!
Öko-Beitrag von 0,46 € im Verkaufspreis enthalten.
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