Gold Note PH‑5.2, Phono-Vorverstärker mit variabler Entzerrung
Schallplatten, die vor Mitte der 1950er-Jahre aufgenommen wurden, folgten nicht alle der später zum Standard gewordenen RIAA-Kurve, und die meisten Plattenspieler geben sie heute mit der falschen Entzerrung wieder. Genau hier setzt dieser Phono-Vorverstärker an: ein vollständig analoger Signalweg, drei je nach Aufnahme wählbare Entzerrungskurven sowie fein abgestimmte Verstärkungs- und Lastanpassungen, um aus jedem Tonabnehmer das Beste herauszuholen.
Die passende Kurve für jede Aufnahme finden
Der RIAA-Standard wurde erst Mitte der 1950er-Jahre eingeführt. Frühere Aufnahmen sowie ein Teil des Katalogs von Labels wie Decca oder Columbia basierten auf anderen Entzerrungskurven. Die Anwendung der RIAA-Kurve auf diese Schallplatten bringt ihre Klangbalance durcheinander. Der PH‑5.2 bietet drei direkt am Bildschirm auswählbare Kurven: RIAA, Decca London und American Columbia. Jede ist auch in einer erweiterten Version verfügbar, die den Frequenzgang mit einer Genauigkeit von ±0,3 dB bis 50 kHz statt 20 kHz erweitert. Es geht nicht darum, den Klang zu färben, sondern der Schallplatte die bei der Aufnahme beabsichtigte Balance zurückzugeben. Ein Infraschallfilter (10 Hz, 36 dB pro Oktave) ergänzt das Ganze: Er eliminiert die sehr tiefen Frequenzen, die durch eine verwellte Schallplatte oder Resonanzen des Plattenspielers entstehen, ohne den hörbaren Bereich zu beeinträchtigen.
Ein über den Bildschirm gesteuertes Analogherz
Die Steuerung erfolgt über einen Farb-Touchscreen, der besser ablesbar und direkter zu bedienen ist als beim PH‑5. Hier lassen sich Entzerrungskurve, Verstärkung und Last einstellen sowie während der Wiedergabe zwischen den Profilen wechseln, ohne diese zu unterbrechen. Der digitale Teil beschränkt sich jedoch auf die Anzeige. Das Audiosignal bleibt vollständig analog und läuft über eine Schaltung mit diskreten Bauteilen, deren Leiterführung verkürzt wurde, um Störungen zu begrenzen. Jede am Bildschirm gewählte Einstellung wirkt über hochwertige Relais auf das Signal, ohne die Musik jemals durch eine digitale Stufe zu führen. Diese Trennung ermöglicht die Verbindung des Komforts einer modernen Benutzeroberfläche mit der Reinheit einer analogen Kette.
Präzise Abstimmung auf jeden Tonabnehmer
Ein Phono-Tonabnehmer liefert ein sehr schwaches Signal: einige Millivolt bei einem Moving-Magnet-System, oft weniger als 1 mV bei einem Low-Output-Moving-Coil-System. Der PH‑5.2 akzeptiert Eingangssignale von 0,1 mV bis 10 mV und deckt damit nahezu alles ab, was sich an einem Tonarm montieren lässt. Der einzelne RCA-Eingang nimmt gleichermaßen einen Moving-Magnet-Tonabnehmer (MM) oder einen Moving-Coil-Tonabnehmer (MC) auf. Die Verstärkung wird bei MM auf etwa 40 dB und bei MC auf 60 dB eingestellt, mit Anpassungsstufen (0, +3 und ±6 dB), um sie an den Ausgangspegel des Tonabnehmers anzupassen. Bei der Last stehen neun Impedanzwerte von 10 Ω bis 47 kΩ zur Verfügung, ergänzt durch eine Kapazität von 220 pF im MM-Betrieb. Neu gegenüber dem PH‑5: Der PH‑5.2 speichert zwei Konfigurationen, eine MM- und eine MC-Konfiguration, die mit einer einfachen Auswahl im Menü aufgerufen werden können. Praktisch, wenn zwei Plattenspieler parallel genutzt werden oder wenn zwei Tonabnehmer am selben Tonarm abwechselnd zum Einsatz kommen.
Aluminiumgehäuse und überarbeitete Stromversorgung
Die deutlichste Veränderung gegenüber dem PH‑5 betrifft das Gehäuse. Aus sandgestrahltem und schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt, interagiert es nur sehr wenig mit Magnetfeldern, was die elektrische und mechanische Umgebung der Schaltung verbessert und das Grundrauschen senkt. Mikroinformationen, die einer Aufnahme Luftigkeit und Substanz verleihen, treten besser hervor. Das Format bleibt das eines kompakten Halbbreiten-Gehäuses (200 × 80 × 260 mm bei 1,2 kg), das sich leicht nahe am Plattenspieler platzieren lässt, um die Kabelwege zu verkürzen. Auch die Stromversorgung wurde überarbeitet, mit höherer Stabilität und besseren Stromreserven. In der Praxis gewinnt der Bass an Fundament und der Hochton wird geschmeidiger: Die Schaltung arbeitet bei anspruchsvollen Passagen souveräner. Der Stromverbrauch bleibt moderat, bei rund 10 W im Betrieb und weniger als 0,5 W im Standby.
Unsymmetrische RCA- und symmetrische XLR-Ausgänge
Der Anschluss erfolgt über zwei Ausgänge, einen unsymmetrischen RCA- und einen symmetrischen XLR-Ausgang, mit einer Ausgangsimpedanz von 50 Ω. Eine symmetrische Verbindung in dieser Preisklasse ist alles andere als üblich: Sie unterdrückt Störungen über längere Kabelwege besser und passt zu Verstärkern mit XLR-Eingängen. Der PH‑5.2 wird zwischen Plattenspieler und jeden beliebigen Line-Eingang geschaltet, etwa an einen Vollverstärker, einen Vorverstärker oder einen vernetzten Verstärker. Die Messwerte untermauern dies: Verzerrungen unter 0,05 % bei 1 kHz, ein Signal-Rausch-Abstand von 89 dB und ein Dynamikumfang von 105 dB – genug, damit Details auf niedrigem Pegel aus der Stille hervortreten.
In der Tradition von PH‑10 und PH‑1000
Der PH‑5.2 eröffnet die 5.2-Serie von Gold Note und deren neue Designsprache, während er zugleich den Einstieg in das Phono-Vorverstärker-Programm des florentinischen Herstellers bildet. Er leitet sich direkt von den PH‑10 und PH‑1000 ab und übernimmt deren Leitlinie – Neutralität, Kontrolle und Aufnahmegetreue – in einem kompakteren und erschwinglicheren Format. Um die Leistung weiter zu steigern, ohne den PH‑5.2 zu ersetzen, unterstützt das optionale externe Netzteil PSX‑5.2 die Netzsektion und hebt das Leistungsniveau an. Ein Vorbehalt bleibt jedoch: Der PH‑5.2 entfaltet sein Potenzial nur mit einem ebenbürtigen Plattenspieler und Tonabnehmer. In Kombination mit einer Einsteigerquelle wird er zufriedenstellende Ergebnisse liefern, ohne alles zu offenbaren, wozu er fähig ist.
Wiedergabe der Wahrheit der Schallplatte, ohne Färbung oder künstliche Aufwertung
Prinzip inspiriert von den Referenzmodellen PH-1000 und PH-10
Vollständige Originaltreue zur Aufnahme
Weiterentwicklung des PH5.5 im Vergleich zum Modell PH-5
Gehäuse: sandgestrahltes und schwarz eloxiertes Aluminium, minimale Wechselwirkung mit Magnetfeldern
Stromversorgung: optimiert mit erhöhter Stabilität und besserer Stromlieferfähigkeit
Anzeige und Ergonomie: neue Benutzeroberfläche mit schnelleren, klareren und intuitiveren Einstellungen
Stromversorgung
Leistungsaufnahme: 10 W
Standby-Leistungsaufnahme: < 0,5 W
Netzspannung: 100–120 V oder 220–240 V, 50 / 60 Hz
Sicherung: 2 A träge
Abmessungen und Gewicht
Abmessungen
Gerät allein: 200 × 80 × 260 mm (B × H × T)
Verpackt: 290 × 180 × 390 mm (B × H × T)
Gewicht
Gerät allein: 1,2 kg
Verpackt: 2,2 kg
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem separaten Phono-Vorverstärker und einem im Verstärker integrierten?
+
Eine integrierte Phonostufe teilt sich ihre Stromversorgung und Schaltungen mit dem Verstärkerteil. Ein separates Gerät verfügt über eine eigene Stromversorgung, Abschirmung und Anordnung, was das Grundrauschen senkt und mehr Details freigibt. Es bietet zudem Einstellmöglichkeiten für Abschlusswiderstand, Verstärkung und Entzerrung, die integrierte Phonoeingänge nur selten bieten. In einem System, in dem Vinyl eine Hauptquelle ist, ist der Unterschied hörbar.
Wie weiß man, welche Entzerrungskurve auf eine Schallplatte anzuwenden ist?
+
Die große Mehrheit der Pressungen seit Mitte der 1950er Jahre folgt der RIAA, die weiterhin die Standardwahl ist. Frühere Aufnahmen sowie ein Teil der Decca- und Columbia-Kataloge können jeweils ihre eigene Kennlinie erfordern; manchmal ist dies auf dem Cover oder in der Matrize angegeben, andernfalls entscheidet ein Hörvergleich schnell. Da sich die Kennlinien während der Wiedergabe umschalten lassen, genügt es, dieselbe Passage mit jeder einzelnen anzuhören, um die richtige zu erkennen.
Sollte die erweiterte Version dauerhaft aktiviert werden?
+
Es gibt keine allgemeingültige Regel. Die Erweiterte Version erweitert den Frequenzgang bis 50 kHz und öffnet Dynamik und Ausdehnung; bei vielen Aufnahmen reicht die Standardkurve aus. Am einfachsten ist es, zwischen beiden beim selben Stück umzuschalten und diejenige beizubehalten, die für die Pressung richtig klingt.
Ermöglicht der PH‑5.2 die Digitalisierung meiner Schallplatten?
+
Nein. Der Signalweg ist vollständig analog, ohne USB-Anschluss oder integrierten Analog-Digital-Wandler. Um Ihre Schallplatten zu digitalisieren, müssen Sie nach seinem Ausgang einen separaten Wandler oder ein Audio-Interface anschließen.
Wozu dient der Infraschallfilter des PH‑5.2?
+
Er schneidet sehr tiefe Frequenzen unter 10 Hz mit 36 dB pro Oktave ab. Diese Infraschallfrequenzen, die durch eine verzogene Schallplatte oder Resonanzen des Plattenspielers entstehen, tragen musikalisch nichts bei, belasten jedoch unnötig den Verstärker und den Tieftöner. Der Filter wirkt unterhalb des tatsächlich hörbaren Bassbereichs, ohne den Nutzbereich zu beeinträchtigen.
Ist der PH‑5.2 für einen Tonabnehmer mit sehr niedrigem Ausgangspegel geeignet?
+
Ja. Die Verstärkung erreicht im MC-Betrieb 60 dB und die Eingangsempfindlichkeit sinkt auf 0,1 mV, wodurch Tonabnehmer mit niedrigem Ausgangspegel unterstützt werden. Die Verstärkungsstufe und die Lastimpedanz müssen noch auf die Eigenschaften des Tonabnehmers abgestimmt werden, um den richtigen Pegel und die richtige klangliche Balance zu erzielen.
Kann das optionale externe Netzteil nach dem Kauf hinzugefügt werden?
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Ja. Sie wird später angeschlossen, ohne den PH‑5.2 zu ersetzen, und steigert die Leistung, wann immer Sie es wünschen. So bleibt das Gerät länger nutzbar und kann weiterentwickelt werden, statt es auszutauschen.
Kundenbewertungen
Antonio
Der Gold Note PH-5-2 ist ein Phono-Vorverstärker, der bereits bei den ersten Hörproben durch seine klangliche Ausgewogenheit und die Qualität seiner Verarbeitung beeindruckt. Die Wiedergabe ist zugleich detailliert, flüssig und musikalisch, mit einer weiten Klangbühne und einer sehr schönen Trennung der Instrumente. Stimmen gewinnen an Natürlichkeit und die Bässe wirken artikulierter und tiefer, ohne jemals an Feinheit zu verlieren.
Im Vergleich zu meinem bisherigen iFi ZEN Phono 2 ist der Qualitätssprung klar wahrnehmbar. Der Gold Note bringt mehr Substanz, eine bessere Dynamik und vor allem ein überzeugenderes Gefühl von Realismus. Wo der iFi bereits ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bot, spielt der PH-5 in einer höheren Kategorie mit einer raffinierteren und lebendigeren Wiedergabe.
Auch die Verarbeitungsqualität ist bemerkenswert: elegantes Gehäuse, präzise Bedienung über das Display und ein allgemeiner Eindruck eines hochwertigen Produkts. Man spürt sofort die Sorgfalt, die in die Entwicklung eingeflossen ist.
Ich bin jetzt neugierig, die externe PSU-Stromversorgung auszuprobieren, um zu sehen, wie weit sich der PH-5-2 noch steigern lässt. Angesichts des bereits sehr guten Niveaus in der Standardkonfiguration wäre es interessant zu prüfen, ob diese Stromversorgung beim Hören noch mehr Hintergrundruhe, Tiefe und Natürlichkeit bringt.
Kommentar vom 18. Mai 2026 — Erfahrung vom 7. Mai 2026
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Le Gold Note PH-5-2 est un préamplificateur phono qui impressionne dès les premières écoutes par son équilibre sonore et la qualité de sa fabrication. Le rendu est à la fois détaillé, fluide et musical, avec une scène sonore ample et une très belle séparation des instruments. Les voix gagnent en naturel et les basses apparaissent plus articulées et profondes, sans jamais perdre en finesse.
Par rapport à mon ancien iFi ZEN Phono 2, le saut qualitatif est clairement perceptible. Le Gold Note apporte davantage de matière, une meilleure dynamique et surtout une sensation de réalisme plus convaincante. Là où l’iFi proposait déjà un excellent rapport qualité/prix, le PH-5 joue dans une catégorie supérieure avec une restitution plus raffinée et plus vivante.
La qualité de finition est également remarquable : châssis élégant, commandes précises sur l’écran et sensation générale de produit haut de gamme. On sent immédiatement le soin apporté à la conception.
Je suis maintenant curieux d’essayer l’alimentation externe PSU afin de voir jusqu’où le PH-5-2 peut encore progresser. Étant donné le très bon niveau déjà atteint en configuration standard, il serait intéressant de vérifier si cette alimentation apporte encore plus de silence de fond, de profondeur et de naturel à l’écoute.
Joris Raf Liliane
Großartige Verstärkung für meinen Project-Plattenspieler Reiner Klang und wunderschöne Klangbühne
Kommentar vom 23. April 2026 — Erfahrung vom 27. März 2026
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Great amplification for my Project turntable
Pure sound and beautiful soundstage
Georges
Dieser Vorverstärker bringt meinem Audiosystem wirklich einen echten Mehrwert. Ich habe 2 Verstärker; einen Röhrenverstärker und einen Atoll IN200 Signature, und bei beiden verleiht der PH 5.2 meinen Vinylplatten eine neue Klangsignatur. Der Klang ist voller und detaillierter. In Verbindung mit dem PSU verschwinden die Nebengeräusche oder werden stark gedämpft, insbesondere bei meinem Röhrenverstärker, ganz zu schweigen davon, dass ich gegenüber dem PH5.2 allein an Dynamik gewinne. Dazu kommt noch das italienische Design: schlicht und elegant. Nein, wirklich, ich bin begeistert, und außerdem konnte ich von einem Sonderangebot bei HomeCine Solutions profitieren, das es mir ermöglicht hat, sie zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis zu erwerben.
Kommentar vom 7. April 2026 — Erfahrung vom 27. März 2026
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Ce préampli apporte un réel plus à mon système audio. J’ai 2 amplis; un à tubes et un Atoll IN200 Signature et sur les 2, le PH 5.2 apporte une nouvelle signature sonore à mes vinyls. Le son est plus ample et détaillé. Associé au PSU, les micros bruits disparaissent ou sont fortement atténués, notamment sur mon ampli à Tubes, san compter que je gagne en dynamique par rapport au PH5.2 seul. En plus le design italien est là: sobre et élégant. Non vraiment je suis ravi et en plus j’ai profité d’une offre promotionnelle sur HomeCine Solutions qui m'a permis de les acquérir à un prix très compétitif.
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