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Cardas XLR Iridium 2m

Übersicht

Nachfolger des Microtwin, ist das Iridium das erste Kabel der Cardas‑Serie, das Litz-Leiter mit Golden‑Ratio‑Proportionen integriert. Diese technische Wahl, die normalerweise den Spitzenmodellen der Marke vorbehalten ist, versetzt dieses symmetrische XLR‑Signalkabel in eine besondere Position: Es handelt sich um ein Einstiegsprodukt, das von denselben Grundlagen profitiert wie die Clear‑ und Clear‑Reflection‑Referenzen.

Star-Quad-Aufbau und Leiter mit Goldenen Proportionen

Das Iridium verwendet vier Leiter mit 24,5 AWG in Star‑Quad‑Geometrie, eine Konfiguration, die die Unterdrückung elektromagnetischer Störungen begünstigt. Jeder Leiter besteht aus Drähten aus OFHC‑Kupfer der Güteklasse 1 mit 99,9999 % Reinheit, die mit einem isolierenden SPN‑Lack (Single Poly Nylon) überzogen sind. Diese Litz‑Technologie, die jeden Draht einzeln isoliert, reduziert Skineffekte, die die Signalübertragung bei hohen Frequenzen beeinträchtigen können.

Die Querschnitte der Drähte folgen einer Progression, die auf dem Goldenen Schnitt basiert (Verhältnis 1:1,618). Die feinsten Drähte befinden sich im Zentrum, mit steigendem Durchmesser hin zur Peripherie des Leiters. Diese konzentrische Anordnung, die George Cardas bereits in den 1980er‑Jahren patentieren ließ, zielt darauf ab, Mikrorresonanzen zwischen den Drähten zu dämpfen.

Hybridabschirmung für störungsreiche Umgebungen

Das Kabel kombiniert zwei Schutzschichten gegen Störeinflüsse. Eine Spirale aus verzinntem Kupfer umgibt die Leiter und wird durch ein mit Kohlenstoff imprägniertes PTFE‑Band ergänzt. Diese Kombination bietet sowohl Schutz vor Hochfrequenzstörungen als auch vor niederfrequenten elektromagnetischen Beeinflussungen.

Das Dielektrikum aus FEP (Fluorpolymer) und das PTFE‑Band gewährleisten die Isolation zwischen den Leitern. Der äußere Mantel aus TPR mit einem Durchmesser von 7,62 mm bleibt flexibel und leicht zu handhaben – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Microtwin, dessen Steifigkeit die Verlegung in engen Räumen bisweilen erschwerte.

Neutrik-XLR-Steckverbinder

Die Neutrik‑Steckverbinder dieser XLR‑Version werden in der Cardas‑Werkstatt in Bandon, Oregon, von Hand verlötet. Die Konfektionierung von Litz‑Leitern erfordert eine spezielle Vorgehensweise: Der Isolierlack jedes Drahtes muss vor dem Löten mit Flussmittel abgebrannt werden – ein manueller Arbeitsschritt, der den höheren Preis von Litz‑Kabeln im Vergleich zu blanken Leitern teilweise erklärt.

Leicht warm abgestimmter Klangcharakter

Die tonale Balance des Iridium tendiert zu einer Darstellung, die leicht wärmer ist als strikte Neutralität. Die Mitten wirken voll und texturiert, die Höhen bleiben natürlich ohne Aggressivität, und der Bass zeigt sich präzise konturiert mit guter Stütze im Oberbass. Dieser Charakter eignet sich für Systeme, die von etwas mehr Rundheit profitieren oder deren oberer Frequenzbereich es an Geschmeidigkeit fehlen lässt.

Die Kehrseite dieser Signatur: Die Auflösung in den Mikrodetails und die Dynamik im Bass erreichen nicht das Niveau der Clear‑Modelle. Bei einem bereits warm abgestimmten System könnte der kumulative Effekt zu etwas weniger Offenheit führen.

Technische Daten

Anschlüsse

  • Standardanschlüsse: CE XLR
  • Kompatibilität: Stereo- und Heimkino-Anwendungen der Einstiegs- bis Mittelklasse

Leiter

  • Sauerstofffreies Kupfer der Güteklasse 2 (Reinheit 99,99 %)
  • Transparente SPN-Ummantelung (Litz-Technologie)
  • Querschnitte nach dem Goldenen Schnitt dimensioniert
  • Mehrschichtgeometrie mit Kreuzfeld
  • Isolierung in einem Polyurethan-Mantel

Geometrie und Aufbau

  • Verdrilltes Adernpaar mit natürlicher Baumwollfüllung
  • Aufbau mit FEP-Band fixiert
  • Spiralförmige Abschirmung aus verzinntem Kupfer
  • Außenmantel aus PVC

Abmessungen

  • Querschnitt: 2 × 20,5 AWG
  • Außendurchmesser: 7,69 mm

Klangeigenschaften

  • Warme, tolerante Klangsignatur
  • Detailreiche und musikalische Wiedergabe

Häufig gestellte Fragen

Worin besteht der Unterschied zwischen dem Iridium und dem Microtwin, den er ersetzt?

Laut Cardas bietet das Iridium eine präzisere Abbildung, hochwertigere Terminations und einen deutlich flexibleren TPR‑Mantel. Die Star‑Quad‑Geometrie mit vier Leitern ersetzt das verdrillte Adernpaar des Microtwin. Die hybride Kupfer-/Kohlenstoffabschirmung stellt ebenfalls eine Weiterentwicklung gegenüber seinem Vorgänger dar.

Kann man das Iridium XLR mit unsymmetrischen (RCA-)Geräten über einen Adapter verwenden?

Technisch ja, aber diese Wandlung hebt die Vorteile der symmetrischen Verbindung (Unterdrückung von Gleichtaktstörungen) auf. Wenn Ihr Gerät nur über RCA‑Eingänge verfügt, ist die RCA‑Version des Iridium mit Cardas‑GRMO‑Steckverbindern die passendere Wahl.

Welches Cardas-Kabel ist in der Hierarchie über dem Iridium angesiedelt?

Das Parsec nimmt die nächsthöhere Stufe ein. Es integriert die Matched‑Propagation‑Technologie (abgestimmte Signalfortpflanzung), die die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Signals im Leiter mit derjenigen im Dielektrikum synchronisiert. Diese beim Iridium fehlende Technologie kennzeichnet die Clear‑ und Clear‑Reflection‑Serien.

Eignet sich das Iridium für den Studioeinsatz?

Seine leicht warme Signatur entspricht möglicherweise nicht den Anforderungen an eine neutrale Monitorwiedergabe in einem professionellen Studio. Für ein Heimstudio oder genussorientiertes Hören hingegen können seine Musikalität und die nicht ermüdende Wiedergabe bei langen Sitzungen sehr geschätzt werden.

Stellt Cardas weitere Produkte in der Iridium-Serie her?

Die Iridium‑Serie umfasst auch Lautsprecherkabel, Phonokabel (RCA auf RCA oder DIN auf RCA) und Netzkabel. Sie alle teilen dieselben Litz‑Leiter mit Golden‑Ratio‑Proportionen und werden in den USA gefertigt.

  • Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
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