Übersicht
120 Zoll Bild aus 30 cm Entfernung zur Wand projizieren, mit integriertem Sound und sofort einsatzbereitem Netflix: Das ist das Versprechen des EH-LS670. Als Nachfolger des EH-LS650 behält dieses Ultrakurzdistanz-Modell die Grundlagen der Epson-Reihe bei (3LCD-Technologie, Laserlichtquelle, kompaktes Format) und ergänzt sie um eine vollständige Google-TV-Plattform, ein gemeinsam mit Bose entwickeltes Audiosystem und Kalibrierungseinstellungen, die der LS650 nicht hatte.
Ein kompaktes Gehäuse, das direkt vor der Wand platziert wird
Der EH-LS670 misst 467 × 400 × 153 mm und wiegt 7,4 kg. Es handelt sich um einen schlichten Block, erhältlich in Weiß (Diamant) oder Schwarz (Metallic), der sich wie ein etwas großes Empfangsgerät auf ein Lowboard stellen lässt. Die gesamte Anschlussleiste befindet sich auf der Rückseite zur Wand hin: zwei HDMI-Eingänge (davon einer kompatibel mit eARC, HDCP 2.3), zwei USB-A-Ports, ein Audioausgang per Klinke, ein digitaler Koaxialausgang und ein USB-B-Port, der ausschließlich für Wartungszwecke vorgesehen ist. Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 vervollständigen das Ganze, allerdings ohne Ethernet-Port (ein USB-auf-Ethernet-Adapter bleibt für eine kabelgebundene Verbindung möglich).
Die Ultrakurzdistanz-Optik weist ein Projektionsverhältnis von 0,25:1 auf. In der Praxis reichen rund 30 Zentimeter Abstand aus, um ein Bild von 120 Zoll (305 cm Diagonale) zu erhalten. Der Bildbereich erstreckt sich von 60 bis 120 Zoll. Diese Nähe zur Projektionsfläche beseitigt zwei klassische Ärgernisse der Videoprojektion: Schatten, wenn jemand vor dem Lichtstrahl vorbeigeht, und die Notwendigkeit, im Raum mehrere Meter Tiefe freizuhalten.
Tri-LCD und Laser: ein helles Bild ohne Regenbogeneffekt
Auf dem Markt für Ultrakurzdistanz-Projektoren basiert fast die Gesamtheit der Modelle auf DLP-Einchip-Matrizen von Texas Instruments. Der EH-LS670 bildet mit seiner 3LCD-Technologie eine Ausnahme: Drei 0,62-Zoll-LCD-Panels (mit C2-Fine-Verarbeitung) zeigen gleichzeitig die roten, grünen und blauen Komponenten an. Das konkrete Ergebnis ist das völlige Fehlen des Regenbogeneffekts (oder RBE, für Rainbow Effect), jenes Phänomens kurzzeitiger farbiger Blitze, das manche Zuschauer bei DLP-Projektoren wahrnehmen. Für Personen, die empfindlich auf dieses Artefakt reagieren, ist der LS670 einer der sehr wenigen Laser-USTs, der ein von diesem Mangel freies Bild garantieren kann. Ein weiterer Vorteil von 3LCD: kein grauer Rahmen um das Bild, ein häufiges Problem bei DLP-Geräten mit 0,47-Zoll-Chip.
Die Lichtquelle ist ein blauer Monophosphor-Laser, angegeben mit 3.600 Lumen bei Weiß- wie auch bei Farbhelligkeit (nach ISO- und IDMS-Normen). Diese Gleichheit zwischen beiden Messwerten ist ein Vorteil der 3LCD-Technologie gegenüber DLP-Einchip-Projektoren, deren Farbhelligkeit oft geringer ist als die Weißhelligkeit. Unter realen Bedingungen und je nach gewähltem Bildmodus kann die gemessene Lichtleistung spürbar unter dem theoretischen Wert liegen, eine bei dieser Produktart übliche Abweichung. Dennoch bleibt die Helligkeitsreserve für den Einsatz tagsüber in einem teilweise beleuchteten Wohnzimmer ausreichend.
4K PRO-UHD: eine effektive Emulation, kein natives 4K
An diesem Punkt muss man klar sein: Der EH-LS670 ist kein nativer 4K-Projektor. Seine LCD-Panels haben eine native Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Die „4K PRO-UHD“-Auflösung basiert auf einem zweiphasigen Wobulation-Verfahren (Pixel Shifting): Ein optomechanisches System verschiebt jedes Pixel mit hoher Frequenz diagonal um einen halben Pixel, wodurch zwei leicht versetzte Teilbilder dargestellt werden können. Die Trägheit des Sehens verschmilzt diese beiden Positionen zu einem als feiner wahrgenommenen Bild mit etwa 4 Millionen dargestellten Pixeln, also der Hälfte der 8,3 Millionen eines echten 4K UHD.
In der Praxis fällt der Unterschied zu nativem 4K vor allem bei feinen Texten oder sehr detailreichen Mustern auf, die aus der Nähe betrachtet werden. Bei Videoinhalten aus normalem Betrachtungsabstand ist der Schärfegewinn gegenüber Full HD gut sichtbar. Die 10-Bit-Bildverarbeitung, die Kompatibilität mit HDR10 und HLG sowie das angegebene dynamische Kontrastverhältnis von über 5.000.000:1 tragen zu einer angenehmen Darstellung mit nuancierten Farben bei (bis zu 1,07 Milliarden Farben). Epson hat eine Verarbeitungs-Engine namens TRIPLE CORE ENGINE integriert, verbunden mit automatischen Optimierungsalgorithmen (AIPQ und AISR), die Schärfe, lokalen Kontrast und die Verwaltung von Farbverläufen in Echtzeit anpassen, um Banding zu reduzieren.
Eine Einschränkung sollte man im Kopf behalten: Der LS670 unterstützt weder Dolby Vision noch HDR10+, zwei dynamische HDR-Formate, die bei vielen Konkurrenten vorhanden sind. Das HDR-Management basiert auf einem Epson-eigenen dynamischen Tone Mapping, das das HDR-Signal an die tatsächlichen Fähigkeiten des Projektors anpasst – ein unverzichtbares Verfahren, da die maximale Leuchtdichte eines Projektors weit unter den HDR-Mastering-Niveaus bleibt (1.000 Nits und mehr).
Google TV, Chromecast und Sprachsteuerung
Der Wechsel von Android TV (beim LS650) zu Google TV ist eine der sichtbarsten Entwicklungen des LS670. Die Oberfläche bietet Zugang zu mehr als 10.000 Anwendungen über den Google Play Store, darunter die wichtigsten Streaming-Plattformen: Netflix (dieses Mal nativ vorhanden), Disney+, YouTube, Prime Video. Google Assistant ist für Sprachsuche und Gerätesteuerung integriert, und Chromecast ermöglicht das Streamen von Inhalten von einem Smartphone oder Tablet ohne externes Zusatzgerät.
Der Projektor arbeitet autonom, ohne externen Medienplayer. Das Einschalten geht schnell: Der Laser startet in wenigen Sekunden, ohne Aufwärmzeit. Die Smartphone-App Epson Setting Assistant unterstützt die erste Einrichtung, indem sie die Kamera des Telefons nutzt, um die Bildgeometrie anzupassen. Die Fokussierung bleibt manuell (Drehrad zugänglich unter einer seitlichen Abdeckung), und die Bildkorrektur erfolgt über mehrere Werkzeuge: Quick Corner, Bogenkorrektur und Punkt-für-Punkt-Korrektur, nützlich, wenn der Projektor nicht perfekt zentriert ist oder die Projektionsfläche nicht ganz eben ist. Der LS670 verfügt im Gegensatz zu einigen Konkurrenten nicht über automatische Kalibrierungssensoren.
Von Bose signierter Klang, im Alltag ausreichend
Die Audio-Partnerschaft hat sich im Vergleich zum LS650 geändert: Yamaha macht Platz für Bose. Das integrierte System bleibt ein 2.1-Kanal-System mit 20 W und Dolby-Audio-Kompatibilität. Vier Klangmodi werden angeboten (Kino, Dialog, Musik und Standard). Dieses Leistungsniveau und diese Konfiguration reichen für den täglichen Gebrauch (Serien, Nachrichtensendungen, YouTube-Inhalte) aus, ohne auf eine externe Soundbar zurückgreifen zu müssen. Für einen anspruchsvolleren Filmabend oder für Musikinhalte liefert ein externes Audiosystem, angeschlossen über den eARC-Ausgang oder den digitalen Koaxialausgang, bessere Ergebnisse. Über Bluetooth lässt sich der LS670 auch bei ausgeschaltetem Bild als kabelloser Lautsprecher nutzen.
Was sich im Vergleich zum EH-LS650 geändert hat
Das Gehäuse ist strikt identisch mit dem des LS650, und die 3LCD-Panels sind dieselben. Die Weiterentwicklungen betreffen Software- und Funktionspunkte: Google TV ersetzt Android TV, Bose ersetzt Yamaha beim Audio, der Spielmodus integriert nun ALLM (Auto Low Latency Mode) mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 240 Hz und geringer Latenz, Bildeinstellungen zur Kalibrierung, die beim LS650 fehlten, sind nun zugänglich (CMS-Einstellung, Weißabgleich, Gammawahl), und das dynamische Kontrastverhältnis steigt von 2.500.000:1 auf mehr als 5.000.000:1. Wi-Fi wechselt auf 6E und Bluetooth auf 5.2. Die optische und lichttechnische Basis wurde dagegen nicht verändert.
Ein auf Langlebigkeit ausgelegter Laser
Die Laserlichtquelle ist für 20.000 Betriebsstunden angegeben, also etwa 10 Jahre Nutzung bei einigen Stunden pro Tag. Der Verzicht auf eine Lampe macht regelmäßige Austauschvorgänge und die damit verbundenen Kosten überflüssig. Das Einschalten erfolgt sofort, ohne Vorwärmen oder Abkühlung beim Ausschalten. Im Eco-Modus sinkt der Verbrauch auf 103 W und das Betriebsgeräusch fällt auf 20 dB, ein sehr diskreter Wert. Im Normalmodus sind es 193 W und 29 dB. Epson begleitet den LS670 mit einer Garantie von 5 Jahren oder 12.000 Stunden (je nachdem, was zuerst eintritt), eine Dauer über dem Branchendurchschnitt.
Dokumentationen
Französisch
Technische Eigenschaften
Bild und Projektion
- Display-Technologie: 3LCD (RGB-Flüssigkristallverschluss)
- Auflösung: 4K PRO-UHD (1920 x 1080 x 2)
- Helligkeit: 3600 Lumen (Farbe und Weiß)
- Kontrastverhältnis: über 5000000:1
- HDR-Kompatibilität: HDR10, HLG
- Videoverarbeitung: 10 Bit
- Bildwiederholfrequenz: 192 – 240 Hz
- Farbwiedergabe: bis zu 1,07 Milliarden Farben
Optik
- Projektionsverhältnis: 0,25 – 0,62:1 (Ultrakurzdistanz)
- Bildgröße: 152 bis 305 cm (60” bis 120”)
- Projektionsabstand: 0,3 bis 0,7 m
- Zoom: digital (x1 bis x2,5)
- Fokus: manuell
Lichtquelle
- Typ: Laser
- Lebensdauer: bis zu 20000 Stunden
Audio
- Integriertes System: 2.1 Kanäle (20 W)
- Technologie: Sound by Bose
- Kompatibilität: Dolby Audio
- Audiomodi: Kino, Dialog, Musik, Standard
- Bluetooth: kabelloses Audio-Streaming
Smart TV und Streaming
- Benutzeroberfläche: Google TV
- Sprachassistent: Google Assistant integriert
- Anwendungen: Netflix, Streaming-Plattformen und weitere
- Integriertes Chromecast
Gaming und Flüssigkeit
- Spielmodus (ALLM)
- Geringe Latenz
- Zwischenbildberechnung
- Kompatibel mit Konsolen und Game-Streaming
Bildverarbeitung und Funktionen
- 4K-Optimierung
- Bildoptimierung durch künstliche Intelligenz (AIPQ, AISR)
- Dynamischer lokaler Kontrast
- Geometriekorrektur
- Quick Corner
- Arc
- Point
- Automatisches Einschalten
- HDMI CEC-kompatibel
Konnektivität
- HDMI x2 (darunter ARC / eARC, HDCP 2.3)
- USB-A x2
- USB-B (Service)
- Audioausgang Klinke
- Digitaler koaxialer Audioausgang
- Wi-Fi 6E
- Bluetooth 5.2
Design und Installation
- Format: Ultrakurzdistanz (TV-Möbel)
- Abmessungen: 467 x 400 x 153 mm
- Gewicht: 7,4 kg
Stromverbrauch und Geräuschpegel
- Stromverbrauch
- Normalmodus: 193 W
- Eco-Modus: 103 W
- Geräuschpegel
- Normalmodus: 29 dB
- Eco-Modus: 20 dB
Haltbarkeit und Garantie
- Lebensdauer: bis zu 10 Jahre Nutzung
- Garantie: 5 Jahre oder 12000 Stunden
- Geringer Wartungsaufwand (Laserlichtquelle ohne Lampe)
Lieferumfang
- Projektor EH-LS670W
- Fernbedienung (Batterien enthalten)
- Netzkabel
- Schnellstartanleitung
Allgemeine Informationen
Der EH-LS670W ist ein Ultrakurzdistanz-Laserprojektor, der ein helles 4K PRO-UHD-Bild von 152 bis 305 cm bietet und dank einer Installation ohne Rückstand ideal für Wohnräume geeignet ist. Als All-in-One-Lösung mit Bild, Bose-Sound in 2.1 Kanälen und vollständiger Google TV-Plattform bietet er ein immersives Erlebnis bei vereinfachter Einrichtung.
Häufig gestellte Fragen
Kann man auf eine weiße Wand projizieren oder braucht man eine spezielle Leinwand?
Die Projektion auf eine weiße Wand funktioniert, und die hohe Helligkeit des LS670 liefert in dieser Konfiguration ordentliche Ergebnisse. Eine Leinwand mit Umgebungslicht-Unterdrückung (ALR) verbessert jedoch den wahrgenommenen Kontrast und die Schwarztiefe deutlich, insbesondere in einem Raum mit Fenstern. Für die Nutzung tagsüber in einem hellen Wohnzimmer wird eine ALR-Leinwand empfohlen.
Ist der LS670 für Videospiele auf Konsole geeignet?
Der Spielmodus mit ALLM reduziert automatisch die Latenz, wenn eine kompatible Konsole angeschlossen ist. Die Bildwiederholfrequenz kann bis zu 240 Hz erreichen. Für gelegentliches oder regelmäßiges Spielen ist das absolut praktikabel. Wettbewerbsorientierte Online-Spieler werden jedoch anmerken, dass es keine VRR-Unterstützung (Variable Refresh Rate) gibt.
Ist die Netflix-App nativ verfügbar?
Ja. Dank Google TV ist Netflix direkt über die Benutzeroberfläche zugänglich, ohne dass ein externes HDMI-Gerät wie ein Chromecast oder ein Fire TV Stick erforderlich ist. Das ist eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber dem LS650 mit Android TV, bei dem der Zugriff auf Netflix manchmal problematisch war.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: V11HB82040




















