Projeo Motion HD 92
Übersicht
Eine große Projektionsleinwand nimmt Platz ein, außer wenn sie sich zwischen zwei Vorführungen unauffällig macht. Das motorisierte Format erfüllt genau diese Anforderung: Das Tuch fährt für die Projektion herunter und verschwindet nach dem Ausschalten des Bildes wieder in seinem Gehäuse. Das Motion HD 92 setzt dieses Prinzip bei einer Diagonale von 92 Zoll im Format 16:9 um, mit einer auf Langdistanz-Beamer abgestimmten Oberfläche und integrierter Infrarotsteuerung.
Die Integration in ein lackiertes Metallgehäuse
Im Ruhezustand befindet sich das Tuch in einem weiß lackierten Metallgehäuse, dessen Querschnitt nur 8,2 x 8,2 Zentimeter misst. Bei der 92-Zoll-Version ist dieses Gehäuse 234,2 Zentimeter lang und wird an einer Wand, unter einer Decke oder abgehängt montiert. Seine weiße Oberfläche und der geringe Platzbedarf machen es bei hochgefahrener Leinwand kaum sichtbar.
Das Tuch wird bei Bedarf aus diesem Gehäuse ausgerollt. Unten hält eine 217 Zentimeter lange Beschwerungsstange die Unterkante gerade und unterstützt das Herablassen durch ihr Gewicht. Diese Stange bleibt sichtbar, wenn die Leinwand eingefahren ist; ihre weiße Oberfläche passt zu der des Gehäuses.
Ein mattweißes Tuch, optimiert für lange Projektionsdistanzen
Die Projektionsfläche ist ein mattweißes Tuch mit einem Gain von 1. Der Gain-Wert misst die Lichtmenge, die im Vergleich zu einer weißen Referenzfläche zum Betrachter zurückgeworfen wird: Ein Wert von 1 bedeutet, dass das Tuch das Licht weder bündelt noch verstärkt. Es liefert ein neutrales Bild ohne Hotspot oder Farbstich und gibt Farben und Kontraste so wieder, wie der Beamer sie erzeugt.
Dieses Tuch ist für Langdistanz-Beamer ausgelegt, also für Geräte, die aus einer gewissen Entfernung projizieren, hinten im Raum aufgestellt oder an der Decke befestigt. Ultra-Kurzdistanz-Beamer, die direkt unter der Leinwand installiert werden, benötigen dagegen ein Tuch mit strukturierter Beschichtung, also ein anderes als dieses. Ein mattweißes Tuch mit Gain 1 weist kein Umgebungslicht ab: Das Bild kommt daher am besten in einem Raum zur Geltung, in dem sich die Beleuchtung kontrollieren lässt.
Die Direktionswirkung von 170° entspricht dem Winkel, in dem das Bild seine Helligkeit und Gleichmäßigkeit beibehält. Ein seitlich sitzender Zuschauer sieht ein Bild, das dem frontalen Eindruck sehr nahekommt, was in einem breiten Raum oder einem Besprechungsraum von Vorteil ist, wenn das Publikum nicht mittig vor der Leinwand sitzt.
Synchronmotor und Steuerung der Leinwand
Das Hoch- und Herunterfahren übernimmt ein Synchronmotor. Dieser Motortyp läuft mit fester Geschwindigkeit, unabhängig von der Last, was ein gleichmäßiges Aus- und Einrollen des Tuchs ermöglicht.
Die Leinwand lässt sich auf zwei Arten steuern. Die Infrarot-Fernbedienung arbeitet mit einem integrierten Empfangssystem; ein externer Infrarot-Empfänger wird mit dem Produkt geliefert und kann dort platziert werden, wo er für die Fernbedienung erreichbar bleibt, was hilfreich ist, wenn das Gehäuse eingelassen oder hoch montiert ist. Ein Wandschalter ergänzt die Steuerung um eine kabelgebundene Bedienung mit drei Positionen: hoch, Stopp und runter. Die Stromversorgung erfolgt über ein europäisches 220-V-Kabel mit einer Länge von 4,7 Metern, ein Maß, das bei der Wahl der Steckdosenposition berücksichtigt werden sollte.
Wandmontage, Deckenmontage oder abgehängt
Das Gehäuse erlaubt drei Montagearten: an der Wand, unter der Decke oder abgehängt. Sein Querschnitt von 8,2 Zentimetern bleibt in allen drei Fällen dezent, und die Wahl hängt sowohl von der Raumkonfiguration als auch von der Position des Beamers ab.
Die schwarzen Ränder des Tuchs erfordern bei der Befestigung etwas Aufmerksamkeit. Die Seiten messen 55 Millimeter, der obere Rand 40 Millimeter. Der untere Rand erreicht 500 Millimeter: Dieses breite schwarze Band positioniert den aktiven Bildbereich deutlich oberhalb des unteren Endes des Tuchs, und die Montagehöhe des Gehäuses muss diesen Versatz berücksichtigen, um das Bild im Raum korrekt zu platzieren. Die schwarzen Ränder rahmen das Bild außerdem ein und verstärken die Wahrnehmung der Kontraste in dunklen Bildbereichen.
Das Motion HD 92 gehört zu einer Produktreihe mit vier Größen: 77, 92, 106 und 120 Zoll. Alle teilen sich das Format 16:9, das mattweiße Tuch mit Gain 1 und den gleichen Gehäusequerschnitt von 8,2 Zentimetern. Die Wahl zwischen diesen Diagonalen richtet sich nach der verfügbaren Wandbreite und dem Betrachtungsabstand. Vor der Montage sollte das Paket flach und waagerecht gelagert werden: Eine stehende Lagerung belastet das Gewicht des Tuchs und der Beschwerungsstange nur auf ein einziges Ende. Das Produkt ist mit einer zweijährigen Garantie abgedeckt.
Dokumentationen
Englisch und Französisch
Technische Merkmale
Übersicht
- Motorisierte Projektionsleinwand Projeo Motion HD
- Kombination aus motorisierter Integration und visueller Leistung für Wohnräume oder Besprechungsräume
- Ausfahren auf Abruf aus einem eleganten Gehäuse
- Hochpräzises Tuch, optimiert für Langdistanzprojektoren
- Originalgetreue Wiedergabe von Farbdynamik und Kontrasten
- Helles und homogenes Bild unabhängig von der Position des Betrachters
Projektionstuch
- Oberfläche: mattweiß
- Gain: 1
- Direktionscharakteristik: 170°
- Kompatibler Projektortyp: Langdistanz
- Schwarze Ränder
- Oben: 40 mm
- Unten: 500 mm
- Seitlich: 55 mm
Gehäuse
- Material: weiß lackiertes Metall
- Querschnittsabmessungen: 8,2 × 8,2 cm
Motorisierung und Steuerung
- Synchronmotor
- Integriertes Infrarot-Fernbedienungssystem
- Externer Infrarotempfänger im Lieferumfang enthalten
- Manueller Schalter: auf, Stopp, ab
- Netzkabel mit europäischem Stecker
- Spannung: 220 V
- Kabellänge: 4,7 m
Modelle und Abmessungen
- Format / Verhältnis: 16 / 9
- Diagonale: 92”
- Nutzfläche: 203,6 × 114,5 cm
- Gehäuse: 234,2 × 8,2 × 8,2 cm
- Beschwerungsstange: 217 × 2,35 × 1,99 cm
- Paket: 257,6 × 16,2 × 14,2 cm
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Beamer für lange Projektionsdistanzen ausgelegt ist?
Das Projektionsverhältnis, das im technischen Datenblatt des Beamers angegeben ist, liefert die Antwort. Es drückt den Projektionsabstand im Verhältnis zur Bildbreite aus. Ein Verhältnis von etwa über 1 entspricht einem Langdistanz-Gerät, das mehrere Meter von der Leinwand entfernt aufgestellt oder montiert wird. Ultra-Kurzdistanz-Modelle, die direkt unter der Leinwand platziert werden, weisen ein sehr niedriges Verhältnis von etwa 0,2 bis 0,4 auf und sind für dieses Tuch nicht geeignet.
Bleibt das Tuch in einem hellen Raum gut sichtbar?
Ein mattweißes Tuch mit Gain 1 reflektiert das Licht ohne Auswahl: Es unterscheidet nicht zwischen dem Licht des Beamers und dem Umgebungslicht. In einem sehr hellen Raum verliert das Bild an Kontrast und wirkt ausgewaschen. Das Tuch liefert seine beste Darstellung, wenn Tageslicht und künstliche Beleuchtung während der Projektion reduziert werden können. Für einen Raum, der sich nur schwer abdunkeln lässt, wäre eine Oberfläche mit Umgebungslicht-Unterdrückung besser geeignet, doch das ist hier nicht die gewählte Lösung.
Wo sollte der externe Infrarot-Empfänger platziert werden?
Der Empfänger wird im Wirkungsbereich der Fernbedienung an einer freien Stelle positioniert und auf den Bereich ausgerichtet, in dem man sich aufhält. Sein Nutzen zeigt sich, wenn das Gehäuse eingelassen, hinter einer Deckenabkofferung verborgen oder zu hoch montiert ist, um das Signal direkt zu empfangen. Der externe Empfänger verlegt den Infrarot-Empfang an einen zugänglichen Punkt, ohne dass auf das Gehäuse gezielt werden muss.
Kann man ein Bild projizieren, das nicht im Format 16:9 ist?
Ja, aber der nutzbare Bildbereich bleibt fest im Format 16:9. Eine quadratischere Quelle im Format 4:3 hinterlässt schwarze Balken an den Seiten. Ein Film im breiten Format, nahe 2,35:1, hinterlässt oben und unten schwarze Balken innerhalb der weißen Fläche. Das Bild bleibt in allen Fällen nutzbar, es füllt lediglich nicht das gesamte Tuch aus. Für eine Nutzung mit Schwerpunkt auf sehr breitem Kinoformat würde eine speziell für dieses Seitenverhältnis ausgelegte Leinwand ihre gesamte Nutzfläche bewahren.
Welchen Betrachtungsabstand sollte man für eine Diagonale von 92 Zoll einplanen?
Für ein 92-Zoll-Bild im Format 16:9, also mit einer Breite von etwa 2 Metern, entspricht ein Abstand zwischen 2,8 und 3,8 Metern einem üblichen Komfortbereich für hochauflösende Inhalte. Näher dran wird der Betrachtungswinkel groß und die Bildstruktur kann sichtbar werden; weiter entfernt verliert das Bild an Präsenz. Diese Werte dienen als Orientierung; die Raumaufteilung und die persönlichen Vorlieben bestimmen die endgültige Wahl.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: PROMOT92HD
- GTIN / EAN : 3700795165027








