Projeo Rise HD 100
Übersicht
Einen 100-Zoll-Bildschirm installieren, ohne in Wand oder Decke zu bohren – genau das bietet dieses motorisierte Format, das seine Leinwand in einem auf dem Boden stehenden Gehäuse verstaut. Beim Start einer Vorführung fährt das Bild in wenigen Sekunden nach oben. Den Rest der Zeit bleibt das Gehäuse unauffällig hinter einem Möbelstück oder an einer Fußleiste, und der Raum behält seine kahlen Wände.
Eine Leinwand, die vom Boden aufsteigt
Der Mechanismus funktioniert umgekehrt wie bei Deckenleinwänden. Statt sich abzusenken, fährt die Leinwand nach oben. Im Ruhezustand bleibt sie aufgerollt im schwarz lackierten Gehäuse aus Aluminiumlegierung, das auf dem Boden steht. Ein integrierter Rohrmotor treibt das Ausfahren von unten nach oben an und arbeitet nach dem Start geräuschlos. Im Aufrollrohr der Leinwand untergebracht, benötigt diese Motorart im Inneren des Gehäuses nur wenig Platz.
Bei einer Fläche dieser Breite ist die Planlage der Leinwand ebenso wichtig wie ihr Hochfahren selbst. Über beide Seiten verteilte Spannseile halten die Leinwand während des gesamten Ausfahrens seitlich unter Spannung. Sie bleibt eben, ohne Wellen oder Verzug, und die Geometrie des projizierten Bildes verformt sich an den Rändern nicht. Die obere Leiste markiert die obere Grenze des Rahmens, sobald die Leinwand ihre Position erreicht hat.
Eine weiße Leinwand, kalibriert für Long-Throw
Die Leinwand besteht aus weißem PVC und ist für Long-Throw-Projektoren kalibriert. Diese Wahl verdient eine Erklärung. Viele motorisierte Bodenleinwände sind mit einem Tuch zur Unterdrückung von Umgebungslicht ausgestattet, vorgesehen für Ultra-Kurzdistanzprojektoren, die direkt vor der Leinwand stehen. Die Rise HD 100 geht den entgegengesetzten Weg, mit einer klassischen weißen Leinwand für einen Projektor, der weiter entfernt installiert ist, an der Decke oder auf einem Regal am hinteren Ende des Raums.
Der Gain von 1,1 liegt nahe am Referenzwert einer neutral weißen Fläche. Die Leinwand reflektiert etwas mehr Licht als ein perfektes mattes Weiß, ohne den Lichtstrahl dabei zu bündeln. Der Betrachtungswinkel erreicht 170°, wodurch die Helligkeit gleichmäßig auf die Sitzplätze verteilt wird und das Risiko eines Hotspots begrenzt wird, jenes helleren Halos in der Bildmitte, das man bei Leinwänden mit hohem Gain beobachtet. Die Farbwiedergabe bleibt originalgetreu, ohne Farbverschiebung.
Eine weiße Leinwand filtert kein Umgebungslicht. Um Kontrast und Schwarztiefe eines UHD-4K-Inhalts voll auszunutzen, benötigt die Leinwand einen Raum mit kontrollierter Beleuchtung, tagsüber mit geschlossenen Rollläden oder Vorhängen. In einem dedizierten Heimkinoraum oder einem Wohnzimmer, das sich abdunkeln lässt, wird das Bild in dieser Situation am besten wiedergegeben.
Aufstellen ohne in Wände oder Decke zu bohren
Das Aufstellen des Gehäuses auf dem Boden macht jede Befestigung an Wand oder Decke überflüssig. Keine Löcher zu bohren, keine Last in einer Trennwand abzufangen. Das Gehäuse wird entlang einer Wand, an einer Fußleiste oder hinter einem niedrigen Möbelstück platziert, dessen Höhe die des Kastens übersteigt. Sobald die Leinwand eingefahren ist, zeigt der Raum keine Spur der Installation mehr.
Die Stromversorgung erfolgt über eine normale Steckdose. Das mitgelieferte Kabel ist vom europäischen Typ, für 220 V, mit 2,5 m Kabellänge, was eine Steckdose in Reichweite des Gehäuses voraussetzt. Beim 100-Zoll-Modell ist das Gehäuse 2,46 m lang: Diese freie Länge am Boden muss ohne Hindernisse dort vorgesehen werden, wo die Leinwand ausgefahren wird. Bei der Lieferung kommt das Ganze in einer länglichen Verpackung an, die flach und horizontal verstaut und transportiert wird.
Infrarotsteuerung und kabelgebundener Schalter
Drei Steuerungsmöglichkeiten gehören zur Leinwand. Das Infrarot-Fernbedienungssystem ist integriert: Die Fernbedienung steuert das Hoch- und Herunterfahren aus der Distanz. Ein externer Infrarot-Empfänger wird mitgeliefert, der an das Gehäuse angeschlossen und dort platziert wird, wo das Signal durchkommt – praktisch, wenn der Kasten selbst hinter einem Möbelstück verborgen ist. Hinzu kommt der manuelle, kabelgebundene Schalter mit seinen drei Positionen Auf, Stopp und Ab, der als Notbedienung oder für den alltäglichen Gebrauch dient, wenn man lieber einen physischen Taster nutzt.
Der Stopp greift jederzeit während der Fahrt. Die Leinwand kann also auf halber Höhe angehalten werden, zum Beispiel um ein kleineres Bild als die maximale Diagonale anzuzeigen; vollständig ausgefahren ergibt sich das 100-Zoll-Format.
Dokumentationen
Englisch und Französisch
Technische Eigenschaften
Allgemeine Präsentation
- Motorisierte Bodenleinwand, entwickelt, um Wände und Decken freizuhalten
- Gehäuse direkt auf dem Boden aufgestellt oder hinter einem Möbelstück integriert
- Ausfahren von unten nach oben durch einen leisen und robusten Rohrmotor
- Leinwand abgestimmt auf Videoprojektoren mit Langdistanz
- Kompatibel mit UHD-4K-Inhalten
Projektionsleinwand
- Material: weißes PVC
- Gain: 1,1
- Betrachtungswinkel: 170°
- Kompatibler Projektortyp: Langdistanz
Gehäuse
- Material: schwarz lackierte Aluminiumlegierung
Motorisierung und Steuerung
- Integrierter Rohrmotor
- Integriertes Infrarot-Fernbedienungssystem
- Externer Infrarot-Sensor im Lieferumfang enthalten
- Manueller Schalter: Hoch / Stopp / Runter
- Stromversorgung: Kabel mit europäischem Stecker, 220 V, Länge 2,5 m
Abmessungen und Referenz
- Bildformat: 16 / 9
- Modell: Rise HD 100
- Diagonale: 100” (254 cm)
- Nutzbare Bildfläche: 221,4 × 124,5 cm
- Abmessungen des Gehäuses (L1): 246 × 15 × 10 cm
- Abmessungen der oberen Leiste (L2): 244,3 × 7 × 4 cm
- Abmessungen der Verpackung: 252 × 24 × 19 cm
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert die Rise HD 100 mit einem Ultra-Kurzdistanzprojektor?
Die Leinwand ist für Long-Throw-Projektoren kalibriert, die in Abstand zur Leinwand installiert werden. Ein Ultra-Kurzdistanzmodell, das direkt unter der Leinwand steht und in einem sehr offenen Winkel projiziert, liefert auf einer standardmäßigen weißen Fläche kein gutes Ergebnis. Diese Geräte benötigen eine Leinwand mit spezieller Struktur, sogenannte Leinwände zur Unterdrückung von Umgebungslicht, die einen stark geneigten Lichtstrahl aufnehmen können. Für einen Projektor dieses Typs ist eine dedizierte Leinwand die bessere Wahl.
Muss der Raum vollständig verdunkelt werden?
Nicht unbedingt, aber die Beleuchtung muss unter Kontrolle bleiben. Eine weiße Leinwand reflektiert sowohl das Bild des Projektors als auch das im Raum vorhandene Streulicht. Abends, bei ausgeschaltetem oder gedimmtem Licht, erreicht die Wiedergabe ihr bestes Niveau. Tagsüber genügen meist Vorhänge oder geschlossene Rollläden. Licht, das direkt auf die Leinwand fällt, wäscht die Schwarztöne aus und reduziert den wahrgenommenen Kontrast.
Macht der Motor beim Hochfahren Geräusche?
Der Rohrmotor bleibt dezent. Man nimmt die Bewegung der Leinwand während der wenigen Sekunden des Ausfahrens wahr, danach herrscht Ruhe, sobald die Leinwand in Position ist. Der Geräuschpegel ähnelt dem eines elektrischen Rollos, kurz und wenig aufdringlich. Über die Dauer eines Films macht sich der Motor nur zu Beginn und am Ende der Vorführung bemerkbar.
Kann man die Leinwand dauerhaft ausgefahren lassen?
Nichts spricht dagegen: Die seitliche Spannung hält die Leinwand plan, ob sie nun einige Stunden oder dauerhaft ausgefahren ist. Das Einfahren ist vor allem eine Frage des Nutzungskomforts. Im Gehäuse eingefahren bleibt die Leinwand vor Staub und direktem Licht geschützt, und der Raum bekommt seine Wand zurück. In einem dedizierten Heimkinoraum ist es sinnvoll, die Leinwand stehen zu lassen; in einem vielseitig genutzten Wohnzimmer ergibt das Einfahren wieder voll und ganz Sinn.
Welchen Sitzabstand sollte man für ein 100-Zoll-Bild vorsehen?
Für eine Diagonale von 100 Zoll im 16:9-Format eignet sich bei den meisten Installationen ein Betrachtungsabstand zwischen 2,5 und 4 Metern. Näher dran werden die Bildstruktur und die Grenzen der Auflösung wahrnehmbar. Weiter weg nimmt der Nutzen eines großen Bildschirms ab. Die exakte Platzierung hängt von der Sehschärfe jedes Einzelnen und von der tatsächlichen Auflösung des projizierten Inhalts ab.
Wie pflegt man die weiße PVC-Leinwand?
In den meisten Fällen genügt gelegentliches Abstauben. Die Leinwand wird mit einem weichen, trockenen Tuch gereinigt oder bei einer punktuellen Verschmutzung mit einem kaum feuchten Tuch, ohne Scheuermittel oder Lösungsmittel, die die Oberfläche beschädigen könnten. Vermeiden Sie es, die Leinwand bei der Handhabung mit bloßen Händen zu berühren. Zwischen zwei Vorführungen schützt das Aufrollen im Gehäuse sie vor Staub und Licht.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: PRORIS100HD
- GTIN / EAN : 3700795165157













