Leica Cine Compact 1
Übersicht
Ein großes Bild an die Wohnzimmerwand, an die Schlafzimmerdecke oder auf eine im Garten aufgestellte Leinwand projizieren, ohne feste Installation: Das ist die Ausrichtung dieses kompakten Laserprojektors. Leica erweitert seine Home-Cinema-Reihe um ein mobiles Modell mit 4,4 kg, das Summicron-Optik, dreifachen RGB-Laser und 4K-Auflösung in einem Gehäuse vereint, das man in wenigen Sekunden von einem Raum in den anderen trägt.
Ein kompaktes Format, das überall Platz findet
Mit 209 mm Breite bei 4,4 kg passt der Cine Compact 1, angeboten in einem grauen Metallfinish, auf ein Regal, einen Couchtisch oder seinen drehbaren Standfuß. Letzterer erlaubt eine Ausrichtung um 360 Grad: Das Bild geht auf eine Wand, steigt an die Decke oder wird auf eine Außenfläche projiziert, ohne feste Leinwand und ohne Wandhalterung. Leica setzt bei der Optik auf einen Summicron-Zoom mit asphärischen Elementen, benannt nach seiner Familie fotografischer Objektive, als Garantie für Schärfe bis in die Bildränder.
Der Projektor bleibt im Betrieb unauffällig, unter 29 dB(A), mit einem Leisemodus für ruhige Passagen. Zum Lieferumfang gehört eine Transporthülle aus recycelbarem EPP für den Cine Compact 1, was den Wechsel zwischen Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Terrasse erleichtert.
4K-Bild mit dreifachem RGB-Laser
Die Projektion basiert auf einem 0,47-Zoll-DLP-Chip und einer nativen Ultra-HD-4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel). Die Lichtquelle ist ein dreifacher RGB-Laser, also drei dedizierte rote, grüne und blaue Laser, deren Lebensdauer Leica mit mehr als 25.000 Stunden angibt, also mehreren Jahren täglicher Nutzung ohne Lampenwechsel. Dieser Quellentyp deckt mehr als 100 % des Rec.2020-Farbraums ab, des umfassendsten Referenzstandards für 4K-HDR-Inhalte, was sich in tiefen Rot- und Grüntönen zeigt.
Die Helligkeit erreicht im Ultra-Modus 1.700 Lumen. Dieser Wert verortet den Cine Compact 1 eher in Räumen, deren Beleuchtung kontrolliert wird, als in Wohnzimmern bei Tageslicht: Je stärker das Umgebungslicht, desto mehr muss die Bildgröße reduziert werden, um Kontrast zu erhalten. Der native Kontrast, mit bis zu 1500:1 angegeben, bleibt moderat, eine bei dieser Projektionstechnologie häufige Grenze, die die hauseigene Bildverarbeitung auszugleichen versucht.
Leica ergänzt die Elektronik um seine Videobearbeitung LIO (Leica Image Optimization), die die Bildqualität unabhängig von Größe oder Projektionsfläche aufrechterhalten soll. Die HDR-Kompatibilität umfasst Dolby Vision, HDR10, HDR10+ und HLG, die vier Formate mit erweitertem Dynamikumfang, die von Plattformen und Discs genutzt werden. Eine Bewegungskompensation (MEMC) glättet Kamerafahrten und schnelle Szenen, und die 3D-Wiedergabe per aktiver DLP-Link-Brille ist ebenfalls an Bord.
Bei den Bildgrößen empfiehlt Leica eine Diagonale von 152 bis 559 cm, also 60 bis 220 Zoll. Das optische Projektionsverhältnis reicht von 1,0 bis 1,3 und wird durch einen digitalen Zoom auf 1,3 bis 3,2 erweitert, was den nutzbaren Abstand vergrößert, allerdings um den Preis eines leichten Detailverlusts.
Inbetriebnahme ohne manuelle Einstellungen
Die Installation stützt sich auf mehrere Automatismen. Die Fokussierung erfolgt automatisch, die Trapezkorrektur richtet das Bild aus, wenn der Projektor nicht perfekt senkrecht zur Fläche steht, die Leinwanderkennung passt den Rahmen an eine Leinwand oder Wand an, und die intelligente Ausrichtung justiert die Geometrie ohne Eingriff. Konkret stellt man den Cine Compact 1 auf, schaltet ihn ein und das Bild stellt sich von selbst ein, was seiner mobilen Bestimmung dient: Ein und derselbe Projektor wechselt von Raum zu Raum, ohne bei jedem Umstellen mühsam neu kalibriert werden zu müssen.
Geringe Latenz im Spielmodus
Der Spielmodus senkt die Anzeigelatenz auf unter 20 ms, gegenüber 60 ms im normalen Betrieb. Diese Verzögerung zwischen der Eingabe am Controller und ihrer Anzeige bleibt niedrig genug für Shooter oder Rennspiele, bei denen die große Diagonale das Präsenzgefühl verstärkt. Der Cine Compact 1 akzeptiert 4K bis 60 Hz und reduziert die Auflösung, um die Bildfrequenz zu steigern: 120 Hz in 2K, bis zu 240 Hz in 2K, genug für flüssige Darstellung bei schnellen Titeln.
Integriertes Audio und HDMI-Anschluss
Das integrierte Audiosystem ist als Zwei-Wege-System ausgelegt, also 2 x 10 Watt, mit Dolby Digital- und Dolby Digital Plus-Decodierung sowie einer DTS Virtual:X-Verarbeitung, die ausgehend von den zwei Lautsprechern räumlichen Klang simuliert. Das Ganze hilft bei einer spontanen Vorführung aus; für einen Filmabend ist es besser, eine Soundbar oder einen Verstärker anzuschließen.
Dafür ist der einzige HDMI-2.1-Eingang mit eARC-Kompatibilität vorgesehen, der den Ton an ein externes System weiterleitet und gleichzeitig das Bild einer Quelle empfängt. Ein USB-A-3.0-Anschluss ergänzt die Konnektivität für die Wiedergabe lokaler Dateien. Der Cine Compact 1 verzichtet auf einen Kopfhörerausgang, auf einen digitalen S/PDIF-Audioausgang und auf einen RJ45-Netzwerkanschluss: Der Signaltransport erfolgt kabellos und über diesen einzigen HDMI-Anschluss, eine mit dem mobilen Format stimmige Wahl, die jedoch ein zuverlässiges Wi‑Fi-Netz voraussetzt und die Zahl gleichzeitig kabelgebundener Quellen begrenzt.
VIDAA, Streaming und drahtlose Verbindungen
Der Projektor läuft mit dem VIDAA-System, das Netflix, Prime Video, Disney+ und YouTube ohne Zusatzbox direkt öffnet. Der Assistent VIDAA Voice reagiert auf Sprachbefehle, ein Webbrowser und eine Kindersicherung vervollständigen das Ganze, und Software-Updates kommen aus der Ferne (OTA), ohne Kabelmanipulation.
Für die Verbindungen bietet der Cine Compact 1 Wi‑Fi 6, Bluetooth 5.4 und Apple-AirPlay-Kompatibilität sowie eine Funktion zur Bildschirmfreigabe von einem Smartphone oder Computer. Die mitgelieferte Fernbedienung aus Aluminium kombiniert Infrarot und Bluetooth und beherbergt ein Mikrofon für die Sprachsuche.
Seine Position in der Leica-Home-Cinema-Reihe
Leica stellt seit 1926 Projektoren her, eine optische Linie, die die Marke heute mit ihrem Einstieg ins Home Cinema verbindet. Der Cine 1, ein Laser-Videoprojektor mit Ultrakurzdistanz, ebnete Ende 2024 den Weg, gefolgt vom Cine Play 1, einem tragbaren Miniprojektor, der sehr große Diagonalen ermöglicht.
Der Cine Compact 1 besetzt in dieser Reihe die mobilste Position: kleiner, um 360 Grad drehbar, geeignet für Räume, in denen man das Licht kontrolliert. Seine Helligkeit konzentriert sich auf eine kleinere Fläche, sodass ein 100-Zoll-Bild dort ebenso hell erscheint wie eine 140-Zoll-Diagonale beim Cine Play 1. Die Wahl zwischen beiden richtet sich daher nach der Raumgröße und dem angestrebten Bildformat und nicht nach der optischen Qualität, die innerhalb der Familie identisch ist.
Dokumentationen
Französisch
Technische Daten
Videoprojektion
- Projektionstechnologie: DLP 0,47” Pico DMD
- Native Auflösung: Ultra HD 4K (3840 x 2160 Pixel)
- Empfohlene Bildgröße: 152 bis 559 cm (60 bis 220 Zoll)
- Lichtquelle: dreifacher RGB-Laser (RGB Direct Triple Laser)
- Lebensdauer der Lichtquelle: mehr als 25000 Stunden
- Helligkeit: bis zu 1700 Lumen
- Nativer Kontrast: bis zu 1500:1
- Farbraumabdeckung: mehr als 100 % des Rec.2020
- Bildverarbeitung: Leica Image Optimization (LIO™)
- Bewegungskompensation (MEMC): ja
- HDR-Kompatibilität: Dolby Vision, HDR10, HDR10+, HLG
- 3D-Kompatibilität: ja (DLP Link Active Shutter)
- Optisches Projektionsverhältnis: 1,0 bis 1,3
- Digitalzoom: Projektionsverhältnis 1,3 bis 3,2
Spielmodus
- Anzeigelatenz: ≤ 20 ms im Spielmodus
- Standardlatenz: ≤ 60 ms
- Bildwiederholfrequenzen:
- 4K bis zu 60 Hz
- 2K bis zu 120 Hz
- 2K bis zu 240 Hz
Audio
- Integriertes Audiosystem: 2.0 Kanäle
- Ausgangsleistung: 2 x 10 W
- Dolby Audio-Kompatibilität: Dolby Digital, Dolby Digital Plus
- Klangverarbeitung: DTS Virtual:X
Drahtlose Konnektivität
- Wi-Fi 6 (802.11a / b / g / n / ac / ax)
- Bluetooth 5.4
- Apple AirPlay-kompatibel
- Integrierte Bildschirmfreigabefunktion
Anschlüsse
- 1 HDMI 2.1-Eingang mit eARC
- 1 USB-A 3.0-Anschluss
- Kein Kopfhörerausgang
- Kein S / PDIF-Ausgang
- Kein Ethernet-RJ45-Anschluss
Smart TV
- Betriebssystem: VIDAA
- Integrierte Anwendungen: Netflix, Prime Video, Disney+, YouTube
- Sprachassistent VIDAA Voice
- Integrierter Webbrowser
- Kindersicherung
- OTA-Updates (Over The Air)
Fernbedienung
- Bluetooth-/Infrarot-Fernbedienung
- Aluminiumgehäuse
- Integriertes Mikrofon für Sprachbefehle
Multimedia-Kompatibilität
- Video: AVI, WMV, MP4, MOV, MKV, MPG, MPEG, FLV, WebM
- Audio: WMA, WAV, FLAC, MP3
- Bilder: JPEG, BMP, PNG, GIF
Allgemeine Merkmale
- Geräuschpegel: unter 29 dB(A)
- Leisemodus: ja
- Stromverbrauch:
- Betrieb: 120 W
- Standby: 0,5 W
- Netzwerk-Standby: 2 W
- Automatischer Standby: nach 15 Minuten ohne Signal
- Stromversorgung: 100 bis 240 V
Abmessungen und Gewicht
- Abmessungen (B x H x T): 209 x 226 x 193 mm
- Gewicht: 4,4 kg
Nutzungsbedingungen
- Betriebstemperatur: +5 °C bis +40 °C
- Lagertemperatur: -20 °C bis +65 °C
Häufig gestellte Fragen
Kann der Cine Compact 1 auf eine einfache weiße Wand projizieren?
Ja. Die Bildschirmerkennung und die automatische Ausrichtung passen das Bild an eine helle Wand an, ganz ohne spezielle Leinwand. Eine matte, glatte weiße Wand liefert bereits ein ordentliches Ergebnis. Eine Projektionsleinwand bleibt jedoch für Kontrast und Farbgleichmäßigkeit vorzuziehen, besonders bei großen Diagonalen, da sie das Licht homogener reflektiert als eine Wandfarbe.
Ist es im Außenbereich, in einem Garten oder auf einer Terrasse verwendbar?
Sein um 360 Grad schwenkbarer Standfuß und seine Transporthülle aus recycelbarem EPP erleichtern den Einsatz unterwegs. Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: ein Netzanschluss (er akzeptiert 100 bis 240 Volt) und ausreichend Dunkelheit, denn das Laserbild benötigt wenig Umgebungslicht, um kontrastreich zu bleiben. Der Betriebsbereich reicht von +5 bis +40 °C, was die meisten Sommerabende abdeckt.
Welche Dateien liest er von einem USB-Stick?
Der USB-A-3.0-Anschluss unterstützt die wichtigsten Videoformate (MP4, MKV, MOV, AVI, WMV, MPG, MPEG, FLV, WebM), die Audiodateien MP3, FLAC, WAV und WMA sowie die Bildformate JPEG, PNG, BMP und GIF. So lassen sich eine lokale Videobibliothek abspielen oder eine Foto-Diashow anzeigen, ohne eine Streaming-App zu nutzen.
Kann man ihn mit einem kabellosen Kopfhörer oder Lautsprecher verbinden?
Der Projektor verfügt nicht über einen kabelgebundenen Kopfhörerausgang, aber sein Bluetooth 5.4 ermöglicht die Verbindung eines kabellosen Kopfhörers oder Lautsprechers, praktisch für eine späte Vorstellung, ohne die Nachbarschaft zu stören. Die Apple AirPlay-Kompatibilität dient eher dazu, Bild und Ton von einem iPhone, iPad oder Mac an den Projektor zu übertragen.
Welchen Abstand sollte man zwischen dem Projektor und der Fläche einplanen?
Mit einem optischen Projektionsverhältnis von 1,0 bis 1,3 erfordert ein etwa 2,2 Meter breites Bild (100 Zoll) einen Abstand von 2,2 bis 2,9 Metern. Der digitale Zoom erweitert dieses Verhältnis bis auf 3,2, was eine weiter entfernte Platzierung ermöglicht, allerdings auf Kosten eines leichten Schärfeverlusts. Für kleine Räume bringt eine bescheidenere Diagonale den Installationspunkt entsprechend näher.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: 30938


























