Übersicht
Zwei Lautsprecher, eine App, und fast ein komplettes Hi-Fi-System passt auf ein Regal. PSB treibt die 2022 mit dem Alpha iQ eingeführte Formel weiter: ein Paar aktiver Lautsprecher, die ohne das geringste Kabel untereinander auskommen, Streaming, Fernsehen und Vinyl verwalten und eine echte Links-Rechts-Stereowiedergabe liefern. Die iQ2-Version ergänzt die kabellose Verbindung zwischen den beiden Gehäusen und sieben Ausführungen.
Stereo ohne Kabel zwischen den Lautsprechern
Das ist der Unterschied, der den Modellnamen rechtfertigt. Beim iQ2 kommunizieren der linke und der rechte Lautsprecher über eine Funkverbindung mit geringer Latenz. Kein Kabel verbindet den einen mit dem anderen, nur die Stromversorgung führt zu jedem Gehäuse. Sie stellen die beiden Lautsprecher genau dort auf, wo sie passen, auf ein Regal, eine Konsole oder einen Schreibtisch, ohne die Länge eines Verbindungskabels berechnen zu müssen.
Jedes Gehäuse besitzt seine eigene Verstärkung und seinen eigenen Wandler, was zwei wirklich getrennte Kanäle ergibt statt eines verbreiterten Mono. Stimmen bleiben zentriert, Instrumente lassen sich im Raum orten, und die Klangbühne reicht über die physische Breite der Lautsprecher hinaus. Alle Anschlüsse befinden sich am Hauptlautsprecher, der bei der Installation als links oder rechts konfiguriert werden kann; der zweite erhält nur Strom und eine Reset-Taste.
Mehr Watt für ein Taschenformat
Die iQ2 übernehmen die akustische Basis des Alpha iQ, wechseln aber den Antrieb. Die neue Class-D-Verstärkerplattform von Texas Instruments liefert insgesamt 270 W, gegenüber 180 W beim Alpha iQ. Das Detail zählt: Jeder Tieftöner erhält dedizierte 90 W, und jeder Hochtöner seinen eigenen 45-W-Block. Also ein Verstärker pro Treiber, nach der Frequenzweiche, was der Logik eines wirklich aktiven Lautsprechers entspricht.
Bei den Treibern kombiniert der 19-mm-Hochtöner mit Aluminiumkalotte einen Neodym-Magneten mit Ferrofluid-Kühlung, während der 100-mm-Tieftöner aus Polypropylen auf einem Stahlchassis mit Gummisicke sitzt. Die Filterung übernimmt eine digitale aktive Frequenzweiche (DSP), und das Bassreflex-Gehäuse stützt sich auf eine abgestimmte Öffnung, die per DSP-Verarbeitung erweitert wird. Getreu der Alpha-Linie platziert PSB den Hochtöner unter dem Tieftöner: Das Gleichgewicht zwischen den beiden Treibern bleibt konsistent, ob Sie sitzen oder stehen.
Der Frequenzgang reicht von 64 Hz bis 20 kHz bei plus/minus 3 dB, mit einer gemessenen unteren Grenzfrequenz von 35 Hz bei -10 dB. Ein 100-mm-Tieftöner in einem 24 cm hohen Gehäuse reicht nicht so tief hinab wie eine Standbox, das ist der Preis des kompakten Formats. PSB steht dazu und sieht einen dedizierten Subwoofer-Ausgang vor, mit vom DSP verwalteten Hochpass- und Tiefpassfiltern, für alle, die mehr Fundament im Bass wollen oder einen größeren Raum beschallen möchten.
Fernseher, Plattenspieler und andere Quellen
Der iQ2 ist nicht nur fürs Streaming gedacht. Die Rückseite des Hauptlautsprechers bündelt einen HDMI-eARC-Anschluss für den Fernsehton, einen optischen Eingang, einen USB-C-Port für eine digitale Quelle (Computer, Smartphone) und einen USB-A-Anschluss zum Abspielen eines Speichermediums. Für Vinyl integriert der Phono-Eingang einen Moving-Magnet-Vorverstärker (MM), der sich über die BluOS-App umgehen lässt, wenn die Quelle bereits Line-Pegel liefert, etwa ein CD-Player oder ein Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker. Die Netzwerkverbindung erfolgt je nach Installation über Ethernet oder Wi-Fi.
HDMI eARC verdient eine Erwähnung für alle, die diese Lautsprecher als Ersatz für eine Soundbar in Betracht ziehen: Die Verbindung mit geringer Latenz zwischen den beiden Gehäusen vermeidet die Verschiebung zwischen Bild und Ton, eine klassische Schwäche kabelloser Paare, die an einen Fernseher angeschlossen sind.
BluOS im Zentrum des Hörens
Das System läuft unter BluOS, der Plattform von Lenbrook, die man auch bei Bluesound und NAD findet. Konkret greifen Sie über eine einzige App, verfügbar für Android, iOS, macOS und Windows, auf mehr als zwanzig Streaming-Dienste in verlustfreier und hochauflösender Qualität zu. Der interne Wandler verarbeitet Dateien bis 24 Bit und 192 kHz. AirPlay 2, Spotify Connect und Tidal Connect sind mit dabei, und Bluetooth unterstützt den Codec aptX Adaptive für die direkte Wiedergabe von einem Telefon.
Mit Multiroom lässt sich auf bis zu 63 weitere BluOS-Geräte im Haus streamen. Auf der Oberseite des Hauptlautsprechers ermöglichen Touch-Bedienelemente den Zugriff auf Lautstärke, Wiedergabe und zwei Presets (ein Sender, eine Playlist oder ein Dienst auf Fingertipp). Die Sprachsteuerung funktioniert über Alexa, Google Assistant und Siri (über AirPlay 2), und die Smart-Home-Integration umfasst Control4, Crestron, ELAN, RTI und URC, mit Lernfunktion für Infrarotcodes universeller Fernbedienungen.
Sieben Ausführungen und ein kompaktes Gehäuse
Das Gehäuse kombiniert MDF, eine Frontblende aus MDF auf Aluminium und eine Rückwand aus Aluminium, eine Kombination, die auf Steifigkeit abzielt, ohne das Ganze schwerer zu machen. Stoffabdeckungen werden mitgeliefert. PSB versieht die Oberflächen mit einer Anti-Fingerabdruck-Beschichtung, ein im Alltag willkommenes Detail bei einem Lautsprecher, der in Griffhöhe steht.
Der iQ2 ist in sieben Ausführungen erhältlich: Schwarz, Weiß, Ember-Rot, Boreal-Grün, Granitgrau, Sandsteinbeige sowie ein Nussbaumfurnier mit kupferfarbenen Akzenten. Die Abmessungen bleiben kompakt, 145 x 246 x 192 mm pro Lautsprecher, bei 7,36 kg pro Paar. Genug, um in einem kleinen oder mittelgroßen Raum seinen Platz zu finden, sowohl auf einem Lowboard als auch in einem Bücherregal.
Dokumentationen
Englisch
Technische Daten
Frequenzgang
- Frequenzgang auf Achse bei 0° (± 3 dB): 64 Hz bis 20 kHz
- Untere Grenzfrequenz (-10 dB): 35 Hz
Verstärkung
- Leistung pro Lautsprecher
- Hochtöner: 45 W
- Tieftöner: 90 W
- Gesamtleistung des Systems: 270 W (Doppelstromversorgung)
- Verstärkerplattform: Class-D (TI-Basis)
Akustisches Design
- Hochtöner: 19-mm-Aluminiumkalotte, Ferrofluid, Neodym-Magnet
- Tieftöner: 100-mm-Polypropylen-Membran, Gummisicke, Stahlkorb
- Frequenzweiche: aktiver DSP-Filter
- Gehäusetyp: Bassreflex (abgestimmte Öffnung, DSP-Erweiterung)
Anschlüsse
- Analog: MM-Phono
- Digital: HDMI eARC, optisch, USB-C (Wiedergabe), USB-A (Speicher)
- Netzwerk: Ethernet, Wi-Fi, BluOS
- Kabellos: Bluetooth aptX Adaptive
- Ausgang: Subwoofer (DSP-Tiefpass- und Hochpassfilter)
Streaming und Funktionen
- Plattform: BluOS Multiroom, mehr als 20 Dienste (verlustfrei und hochauflösend)
- Wandler: hochauflösender DAC bis zu 24 Bit / 192 kHz
- Kompatibilitäten: AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect
- Multiroom: Streaming zu 63 zusätzlichen BluOS-Geräten
- Phono-Vorverstärker: integrierter MM, umgehbar für Quellen mit Line-Pegel
- Heimautomation: Control4, Crestron, ELAN, RTI, URC, IR-Lernfunktion
- Sprachsteuerung: Alexa, Google Assistant, Siri (über AirPlay 2)
- Verbindung zwischen Lautsprechern: kabelloses Stereo mit niedriger Latenz
Konstruktion
- Gehäuse: MDF
- Frontschallwand: MDF auf Aluminium
- Rückwand: Aluminium
- Abdeckungen: Stoff, mitgeliefert
Verfügbare Ausführungen
- Schwarz, Weiß, Ember-Rot, Boreal-Grün, Granitgrau, Sandsteinbeige, Walnussfurnier
Abmessungen und Gewicht
- Nettomaße (B x H x T): 145 x 246 x 192 mm
- Verpackungsmaße: 268 x 402 x 385 mm
- Nettogewicht: 7,36 kg pro Paar
- Bruttogewicht: 8,27 kg pro Paar
Häufig gestellte Fragen
Was ist der wirkliche Unterschied zwischen dem iQ2 und dem iQ1?
Drei Unterschiede. Die iQ1 verbindet ihre beiden Lautsprecher über ein mitgeliefertes Kabel, die iQ2 macht das kabellos. Die iQ1 teilt sich einen 45-W-Zweikanalverstärker für die Hochtöner, die iQ2 widmet jedem Hochtöner einen unabhängigen 45-W-Block. Schließlich ist die iQ1 auf Schwarz und Weiß beschränkt, die iQ2 bietet sieben Ausführungen, einschließlich Nussbaumfurnier.
Kann man einen Subwoofer hinzufügen?
Ja. Ein Subwoofer-Ausgang ist vorgesehen, mit vom DSP gesteuerten Hochpass- und Tiefpassfiltern. Diese Option ist sinnvoll, um mehr tiefen Bass zu gewinnen oder einen größeren Raum zu beschallen, als es das ursprüngliche Format vorsieht.
Welcher Bluetooth-Codec wird unterstützt?
Bluetooth unterstützt aptX Adaptive, das die Bitrate je nach Qualität der Verbindung anpasst. Für ernsthaftes Hören bleibt das Netzwerk (WLAN oder Ethernet) über BluOS vorzuziehen, wobei Bluetooth vor allem für gelegentliche Quellen dient.
In welche Smart-Home-Ökosysteme kann man den iQ2 integrieren?
Über BluOS verbindet sich der iQ2 mit Control4, Crestron, ELAN, RTI und URC; zusätzlich ist das Anlernen von Infrarotbefehlen möglich, um das System über eine Universalfernbedienung zu steuern.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.














