Übersicht
Eine CD-Sammlung ohne Einschalten eines Computers digitalisieren, jedes Album im Originalformat bewahren und von einem Tablet aus abrufen: Das ist die Aufgabe, die dieses Aurender-Gerät übernimmt. CD-Ripper, Bibliotheksmanager und Netzwerkserver in einem kompakten Aluminiumgehäuse – der ACS100 übernimmt einen Teil der Funktionen seines großen Bruders ACS10 in einer abgespeckten Version.
Ein CD-Ripper, kein Disc-Player
Das TEAC-Slot-in-Optiklaufwerk ist nicht dafür da, Discs in Echtzeit abzuspielen, sondern um sie zu kopieren. Sie legen eine CD ein, der ACS100 rippt sie auf seinen internen Speicher in FLAC, WAV oder AIFF, korrigiert Lesefehler und ruft selbstständig Metadaten sowie das Cover ab, die auf der Front angezeigt werden. Die Musik wird anschließend aus der gespeicherten Datei wiedergegeben, nicht mehr von der Disc. Sobald die Scheibe digitalisiert ist, können Sie sie wegräumen.
Für große Musiksammlungen akzeptiert das Gerät den automatischen Acronova-Nimbie-Wechsler, der die Discs ohne Eingriff nacheinander verarbeitet. Das Rippen bleibt die vorgelagerte Hälfte einer digitalen Quelle: Es erzeugt und speichert die Dateien, während die Analogwandlung weiter hinten in der Kette erfolgt.
Nur ein Audioausgang: USB
Klangseitig bietet der ACS100 nur einen Ausgang: USB Audio Class 2.0. Kein Analoganschluss, kein S/PDIF oder AES-EBU, kein Kopfhörer. Er wird daher an einen externen Wandler oder ein anderes Aurender-Gerät angeschlossen. Über diese USB-Verbindung werden PCM bis 32 Bit und 384 kHz, DSD bis DSD128 über DoP sowie bis DSD512 nativ übertragen.
Hier liegt der wesentliche Kompromiss gegenüber dem ACS10. Beim höherwertigen Modell ist der USB-Audioausgang dediziert, separat isoliert und gefiltert; beim ACS100 nutzt er einen Standard-USB-Port. Die Ausrichtung des Geräts erklärt diese Wahl: Seine erste Aufgabe ist die eines zentralen Servers, der andere Aurender-Player über das Netzwerk versorgt; der direkte Anschluss eines Wandlers per USB steht an zweiter Stelle.
Zwei Speicherplätze und Wiedergabe über Cache
Der Speicher ist nicht im Lieferumfang enthalten: Zwei Einschübe auf der Rückseite nehmen 2,5-Zoll-Festplatten oder SSDs auf, die selbst installiert werden müssen, bis zu 16 TB mit zwei SSDs à 8 TB. Man kann mit nur einem Laufwerk beginnen und später erweitern. Eine 240-GB-NVMe-SSD dient dem System und dem Cache.
Dieser Cache trägt die Aurender-Signatur. Bei der Wiedergabe wird der Titel zunächst auf die SSD kopiert und dann von dieser SSD abgespielt, während das Bibliothekslaufwerk ruht. Die mechanische Festplatte dreht sich weniger, erwärmt sich weniger, nutzt sich weniger ab, und ihre elektrischen Störungen vermischen sich nicht mehr mit dem Signal.
Zentraler Server eines Multiroom-Systems
Zwei isolierte Gigabit-Ethernet-Ports verbinden den ACS100 mit dem Netzwerk. Seine Hauptaufgabe: die Musik einer Aurender-Installation zu zentralisieren. Er rippt, speichert und verteilt die Bibliothek an die anderen Player im Haus, Raum für Raum. Die SmartMerge-Funktion führt seine Bibliothek mit der eines anderen Aurender-Players zu einer einheitlichen Sammlung zusammen. Anders als der ACS10 dient er nicht als audiophiler Netzwerk-Switch.
Dennoch ist es nicht zwingend, ihn in ein Aurender-System einzubinden. Allein, per USB mit einem Wandler verbunden, übernimmt er die Rolle einer Quelle für ein vollwertiges System. Die Netzwerkverbindung erfolgt ausschließlich per Kabel: kein Wi-Fi, eine Entscheidung, die zum Fokus auf geringe Störgeräusche im restlichen Design passt.
Steuerung, Formate und Streaming-Dienste
Alles wird über Aurender Conductor gesteuert, die hauseigene iOS- und Android-App, während sich die ACS Manager-App um die Bibliothek kümmert: Bearbeitung der Metadaten, Sortierung, Entfernung von Duplikaten. Tidal- und Qobuz-Abonnements sind in die App integriert, ebenso Spotify Connect und Internetradio. Das Gerät ist Roon Ready und fungiert im lokalen Netzwerk als Roon-Wiedergabepunkt. Die MQA-Core-Decodierung kann in der App kostenpflichtig hinzugefügt werden.
Bei der Wiedergabe unterstützt er DSD (DSF und DFF), WAV, FLAC, AIFF, ALAC, M4A, APE und weitere gängige Formate.
Gefrästes Aluminium und Superkondensator-USV
Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und misst im kompakten Format 21,6 cm in der Breite, 25,7 cm in der Tiefe und 11,2 cm in der Höhe, bei knapp unter 5 kg Gewicht. Auf der Front zeigt ein 4-Zoll-IPS-Farbdisplay Cover und Wiedergabeinformationen an. Im Inneren steuern ein stromsparender Intel-Quad-Core-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und ein X-TAL-Audiotaktgeber das Gesamtpaket.
Die Stromversorgung erfolgt über ein 19-V-Schaltnetzteil, die andere Einsparung gegenüber dem ACS10 und dessen Linear-Netzteil. Eine interne Superkondensator-USV übernimmt bei einem Stromausfall, gerade lange genug für ein sauberes Herunterfahren, ohne chemische Batterie zum Austauschen. Der Stromverbrauch bleibt niedrig: 16,5 W bei Wiedergabe, maximal 23,5 W und 6,5 W im Standby.
Technische Eigenschaften
Allgemeine Beschreibung
- Produkttyp: Content-Server und CD-Ripper
- Hauptfunktionen: Verwaltung der Musikbibliothek, CD-Ripping, Bearbeitung von Metadaten, zentraler Multiroom-Server
- Netzwerknutzung: zentraler Server für mehrere Aurender-Geräte
- Multiroom-Kompatibilität: ja
Hardware-Architektur
- Prozessor: Intel Quad-Core mit niedrigem Stromverbrauch
- Arbeitsspeicher: 8 GB
- Systemspeicher und Cache: 240-GB-NVMe-SSD
- Interner Speicher: 2 Steckplätze für vom Benutzer installierbare 2,5”-Laufwerke
- Maximale Kapazität: bis zu 16 TB mit 2 SSDs à 8 TB
- Audio-Taktgeber: X-TAL
CD-Ripping und Wiedergabe
- Optisches Laufwerk: CD-Laufwerk mit Schlitzlade
- CD-Ripping: automatisches Rippen mit Fehlerkorrektur
- Autoloader-Kompatibilität: Acronova Nimbie
Software und Kompatibilität
- Bibliotheksverwaltung: Aurender ACS Manager
- Steuerungs-App: Aurender Conductor
- Roon Ready: ja
- MQA: MQA-Core-Decoder-Upgrade verfügbar
Unterstützte Audioformate
- Kompatible Formate: DSD (DSF, DFF), WAV, FLAC, AIFF, ALAC, M4A, APE und weitere
- USB-PCM-Ausgang: bis zu 32 Bit / 384 kHz
- USB-DSD-DoP-Ausgang: bis zu DSD128
- USB-DSD-Native-Ausgang: bis zu DSD512
Konnektivität
- Ethernet-Netzwerk: isolierter Dual-Gigabit-LAN-Port
- USB hinten: 1 × USB 3.0 + 1 × USB 2.0
- USB vorne: 1 × USB 3.0
- Digitaler Audioausgang: USB
- Digitale Audioeingänge: nein
- Analoge Ausgänge: nein
- SPDIF- / AES-EBU-Ausgänge: nein
- Kopfhörerausgang: nein
Stromversorgung und Verbrauch
- Stromversorgung: externes SMPS-Netzteil 19 V / 3,42 A
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung: ja, über Superkondensatoren
- Leistungsaufnahme bei Wiedergabe: 16,5 W
- Maximale Leistungsaufnahme: 23,5 W
- Leistungsaufnahme im Standby: 6,5 W
Design und Abmessungen
- Gehäuse: gefrästes Aluminium
- Frontdisplay: 4-Zoll-LCD-IPC
- Abmessungen
- Breite: 21,6 cm
- Tiefe: 25,7 cm
- Höhe: 11,2 cm
- Gewicht: 5 kg
Häufig gestellte Fragen
Worin unterscheidet sich der ACS100 vom ACS10?
Der ACS10 bleibt das Spitzenmodell der Produktreihe. Er verfügt über ein lineares Netzteil, während sich der ACS100 mit einem externen Schaltnetzteil begnügt, ergänzt einen dedizierten, isolierten und gefilterten USB-Audioausgang und dient zudem als audiophiler Netzwerk-Switch für andere Aurender-Geräte. Der ACS100 behält die wesentlichen Funktionen für Ripping, Bibliotheksverwaltung und zentralen Server in einem preisgünstigeren Format bei.
Sollte man seine CDs nach dem Rippen behalten?
Sobald die Disc auf den internen Speicher digitalisiert wurde, erfolgt die Wiedergabe aus der Datei, ohne CD. Es besteht keine Verpflichtung, die Scheibe erneut einzulegen, um das Album wieder anzuhören. Die Originaldiscs aufzubewahren bleibt als Sicherung und Kaufnachweis sinnvoll, doch die tägliche Nutzung erfolgt über die Bibliothek.
FLAC, WAV oder AIFF: Welches Ripping-Format sollte man wählen?
Alle drei sind verlustfrei und geben den Inhalt der CD originalgetreu wieder. FLAC komprimiert die Daten ohne Qualitätsverlust und unterstützt Tags (Titel, Künstler, Cover) gut, wodurch es die flexibelste Wahl für eine große Bibliothek ist. WAV und AIFF komprimieren nicht und benötigen daher mehr Speicherplatz, wobei WAV Metadaten nur eingeschränkter unterstützt.
Welche Speichermedien können installiert werden?
Beide Einschübe unterstützen separat erhältliche 2,5-Zoll-SATA-Laufwerke, Festplatten oder SSDs. Mit zwei 8-TB-SSDs beträgt die Gesamtkapazität bis zu 16 TB. Eine Festplatte bietet mehr Kapazität zu geringeren Kosten, während eine SSD geräuschlos und unempfindlich gegenüber Vibrationen bleibt.
Ist die MQA-Core-Dekodierung standardmäßig enthalten?
Nein, es wird kostenpflichtig über die App als Option hinzugefügt. Ohne diese Option bleibt eine MQA-Datei lesbar und wird in ihrer Basisauflösung wiedergegeben, ohne das für das Format typische erste Entfalten.
Kann man den ACS100 direkt an einen Verstärker anschließen?
Nur wenn der Verstärker über einen Digital-Analog-Wandler mit USB-Audioeingang verfügt. Der einzige Ausgang des Gehäuses ist digital, über USB, ohne analogen Anschluss. Bei einem Verstärker ohne USB-Eingang wird ein externer Wandler zwischen die beiden geschaltet.
Wird Wi‑Fi unterstützt?
Nein. Die Netzwerkverbindung erfolgt ausschließlich per Ethernet-Kabel über einen der beiden Gigabit-Ports. Der Verzicht auf ein internes Funkmodul vermeidet eine zusätzliche Störquelle in der Nähe der Audioschaltungen und stabilisiert die Datenrate zu den anderen Playern.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.









