Übersicht
Ein Stromkabel, das heimische WLAN und ein 32 Zentimeter breites Gehäuse reichen aus, um einen Wohnraum mit Musik in Stereo zu beschallen. Der C10 von Audio Pro kommt in der Generation W mit einer neuen App sowie AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect und TIDAL Connect. Bluetooth und ein analoger Eingang bleiben für Quellen erhalten, die nicht über das Netzwerk laufen.
Zwei Hochtöner und ein Tieftöner in einem Gehäuse
Der Lautsprecher gibt beide Stereokanäle aus einem einzigen Gehäuse wieder. Jeder Kanal hat seinen eigenen 1,9 cm großen Gewebe-Kalottenhochtöner, die links und rechts auf der Front sitzen. Ein mittig angeordneter 13-cm-Tiefmitteltöner übernimmt den unteren Frequenzbereich für beide Kanäle. Es handelt sich um eine Zweiwege-Konstruktion: Unterhalb von 2,5 kHz geht das Signal an den Tiefmitteltöner, oberhalb davon an die Hochtöner. Diese Trennfrequenz liegt so niedrig, dass Stimmen größtenteils über den mittleren Lautsprecher wiedergegeben werden, während die Hochtöner die Konsonanten, Becken und die Luftigkeit rund um die Instrumente übernehmen.
Der Tiefmitteltöner ist langhubig: Seine Membran kann sich weiter bewegen als bei einem herkömmlichen Modell. Diese Bewegung erzeugt den Bass in dem 4,2 kg schweren Gehäuse. Eine rückseitige Bassreflexöffnung unterstützt ihn dabei: Die im Inneren des Gehäuses bewegte Luft tritt durch diesen Kanal aus und verstärkt die tiefen Frequenzen. Der Frequenzgang reicht von 45 Hz bis 22 kHz und in einem Raum bis hinunter zu 38 Hz (bei −6 dB), weil Wände und Boden den Bass verstärken. Die Bassreflexöffnung braucht allerdings etwas Abstand: Ohne etwa zehn Zentimeter Freiraum hinter dem Lautsprecher wird der Bass dumpfer und weniger präzise.
Jeder Lautsprecher hat seinen eigenen digitalen Class-D-Verstärker: 20 W für jeden Hochtöner, 40 W für den Tiefmitteltöner, insgesamt 80 W. Diese Leistungsreserve reicht aus, um einen großen Wohnraum zu beschallen. Die Gehäusebreite setzt dem Stereobild allerdings Grenzen: Bei Hochtönern, die nur wenige Dutzend Zentimeter auseinanderliegen, bleibt die Kanaltrennung deutlich geringer als bei zwei Lautsprechern mit zwei Metern Abstand.
Ein schlichtes Gehäuse und Touch-Bedienelemente
Das rechteckige Gehäuse misst 320 × 165 × 185 mm und ist in Schwarz, Weiß oder Grau erhältlich. Eine Frontbespannung aus Akustikstoff verdeckt die Lautsprecher. Sie lässt sich abnehmen, um je nach gewünschter Optik im Raum die beiden Hochtöner und den Tiefmitteltöner sichtbar zu machen.
Auf der Oberseite sind alle Bedienelemente als Touch-Flächen angeordnet: Ein/Aus und Standby, Quellenwahl, Wiedergabe und Pause, vorheriger oder nächster Titel, Lautstärke, Bluetooth-Kopplung und sechs Voreinstellungen. In diesen Voreinstellungen lassen sich über die App eine Playlist oder ein Radiosender speichern und anschließend mit einer Berührung starten, ohne das Smartphone hervorzuholen. Nach zwanzig Minuten ohne Signal wechselt der Lautsprecher automatisch in den Standby-Modus.
Auf einem Regal oder in einem Bücherregal muss rund um das Gehäuse Platz bleiben: 20 cm nach oben und zu den Seiten sowie 10 cm nach hinten für die Bassreflexöffnung und die Belüftung. Der Lautsprecher ist nicht für den Wandeinbau vorgesehen.
Streaming über WLAN und Multiroom-Wiedergabe
Der C10 MkII W verbindet sich über die Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz mit dem WLAN; Letzteres ist in Mehrfamilienhäusern oft weniger ausgelastet. Einen Ethernet-Anschluss gibt es nicht, daher hängt die Empfangsqualität vom Abstand zum Router oder Repeater ab. Über WLAN ist eine Wiedergabe mit bis zu 24 Bit und 96 kHz möglich – eine höhere Auflösung als bei einer CD (16 Bit, 44,1 kHz). Der Lautsprecher spielt FLAC-, Apple-Lossless-, AAC-, MP3- und WMA-Dateien ab.
Zum Starten der Musik kann jeder den Dienst nutzen, den er bereits verwendet. Auf einem iPhone oder Mac funktioniert AirPlay 2 direkt im Musikplayer. Ein Android-Smartphone oder ein Chrome-Browser überträgt den Ton per Google Cast. Spotify- und TIDAL-Abonnenten steuern die Wiedergabe über die App ihres jeweiligen Dienstes: Der Lautsprecher ruft den Stream selbst aus dem Internet ab, das Smartphone dient nur als Fernbedienung. Die Audio Pro App bietet Zugang zu weiteren Diensten, darunter Qobuz, Deezer und Amazon Music, zu zahlreichen Internetradios wie TuneIn oder Radio Paradise sowie zu Plex für eine auf einem Heimserver gespeicherte Musikbibliothek. Sie enthält außerdem einen Equalizer, mit dem sich die Balance zwischen Bässen und Höhen anpassen lässt.
Mit derselben App lassen sich mehrere Audio Pro Lautsprecher der Generation W gruppieren, um in mehreren Räumen dieselbe Musik oder von Raum zu Raum unterschiedliche Programme wiederzugeben. AirPlay- und Google-Cast-Gruppen können weiterhin genutzt werden, um kompatible Geräte anderer Marken einzubinden.
Ein Line-Eingang und ein Subwoofer-Ausgang auf der Rückseite
Die rückseitigen Anschlüsse beschränken sich auf das Wesentliche: ein Line-Eingang mit Cinch-Buchsen, ein Ausgang für einen Subwoofer und ein USB-A-Anschluss, der Wartungszwecken vorbehalten ist. An den Line-Eingang lassen sich ein CD-Player, ein tragbarer Musikplayer oder der analoge Ausgang eines Fernsehers anschließen. Auch ein Plattenspieler lässt sich anschließen, sofern ein Phono-Vorverstärker vorhanden ist – entweder im Plattenspieler integriert oder zwischen den beiden Geräten: Das Signal eines Tonabnehmers ist für einen Line-Eingang zu schwach und muss zunächst entzerrt und verstärkt werden.
Eine analog angeschlossene oder per Bluetooth empfangene Quelle bleibt nicht auf den Raum beschränkt, in dem der Lautsprecher steht. In einer über die App erstellten Multiroom-Gruppe überträgt der als Hauptlautsprecher festgelegte C10 MkII W das Eingangssignal per WLAN an die anderen Lautsprecher der Gruppe. So ist die Schallplatte, die im Wohnzimmer läuft, auch in der Küche zu hören.
Am Subwoofer-Ausgang lässt sich ein aktiver Subwoofer anschließen, um tiefere Bässe zu erreichen oder lauter zu spielen, ohne dass der 13-cm-Lautsprecher an seine Auslenkungsgrenze stößt. Bluetooth 4.2 ist für Geräte ohne Netzwerkzugang praktisch, allerdings komprimiert der SBC-Codec das Signal stärker als die Wiedergabe über WLAN.
Dokumentationen
Technische Daten
Design und Bedienelemente
- Vernetzter Stereolautsprecher
- Bedienelemente auf der Oberseite
- 6 Voreinstellungen
- Integrierter Equalizer, über die Audio Pro App einstellbar
Akustische Konstruktion und Lautsprecherchassis
- 2-Wege-Bassreflex-Konstruktion mit rückseitiger Öffnung
- Lautsprecherchassis:
- 2 Gewebehochtöner mit 1,9 cm Durchmesser
- 1 langhubiger Tiefmitteltöner mit 13 cm Durchmesser
- Übergangsfrequenz: 2,5 kHz
Verstärkung und Audioleistung
- Verstärkung:
- Hochtöner: 2 × 20 W
- Tiefmitteltöner: 1 × 40 W
- Gesamtleistung: 80 W
- Frequenzgang: 45 Hz bis 22 kHz
- Basswiedergabe: 38 Hz (−6 dB)
- Audiostreaming: bis zu 24 Bit / 96 kHz
- Unterstützte Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC, Apple Lossless
Drahtlose Konnektivität und Multiroom-Streaming
- Bluetooth 4.2, SBC-Codec
- Wi-Fi: 2,4 GHz / 5 GHz
- AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect
- Multiroom-Systeme: Audio Pro, LinkPlay
- Streamingdienste: Amazon Music, BBC Radio, Calm Radio, Deezer, Hotmix, iHeart Radio, KKBOX, Napster, Open Network Stream, Pandora, Plex, Qobuz, Radio Paradise, SoundCloud, SoundMachine, Spotify, Soundtrack Your Brand, TIDAL, TuneIn, vTuner
Anschlüsse
- 1 Cinch-Line-Eingang
- 1 Subwoofer-Ausgang
- 1 USB-A-Anschluss ausschließlich für Wartungszwecke
- Ethernet: nein
- Optischer Eingang: nein
- Koaxialeingang: nein
- HDMI ARC: nein
Stromversorgung
- Netzstromversorgung: 100 bis 240 V AC, 50 / 60 Hz
- Leistungsaufnahme im Standby: 0,5 W
- Leistungsaufnahme im Betrieb: 2,6 W
- Integrierter Akku: nein
Abmessungen und Gewicht
- Abmessungen (B × H × T): 320 × 165 × 185 mm
- Gewicht: 4,2 kg
Mitgeliefertes Zubehör
- Abnehmbares Gitter aus Akustikstoff
- Netzkabel
- Bedienungsanleitung
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile bietet die W-Generation gegenüber der ursprünglichen C10 MkII?
Die C10 MkII W behält das Format der C10 MkII und die gleiche Lautsprecherkonfiguration bei: zwei 1,9-cm-Hochtöner, ein 13-cm-Tiefmitteltöner und 80 W Verstärkerleistung. Geändert wurden die Streaming-Elektronik und die Software: eine neue Audio Pro App, TIDAL Connect zusätzlich zu Spotify Connect, AirPlay 2 und Google Cast sowie eine größere Auswahl an Diensten in der App. Um eine ältere C10 MkII und eine C10 MkII W gemeinsam abzuspielen, dienen AirPlay 2 und Google Cast als gemeinsame Schnittstellen für beide Generationen.
Was ist der Unterschied zur C10 MkII W Classic?
Die Classic-Version übernimmt Verstärker, Lautsprecherchassis, Anschlüsse, Abmessungen und Gewicht der C10 MkII W, präsentiert sich aber in einem anderen Design, das an die Audio Pro-Lautsprecher von früher erinnert. Die Wahl zwischen den beiden hängt daher vom persönlichen Geschmack ab.
Kann man es als Soundbar mit einem Fernseher verwenden?
Nur wenn der Fernseher über einen analogen Audioausgang verfügt, der mit dem RCA-Eingang verbunden wird. Der Lautsprecher hat weder HDMI ARC noch einen optischen Eingang – die beiden gängigsten Anschlüsse bei neueren Fernsehern. Für eine vorwiegende Nutzung mit dem Fernseher bietet die C20 MkII W aus derselben Serie einen HDMI-ARC-Anschluss und einen integrierten Phono-Vorverstärker.
Welchen Subwoofer kann ich an den dafür vorgesehenen Ausgang anschließen?
Jeder aktive Subwoofer mit einem RCA-Line-Eingang ist geeignet. Das RCA-Kabel ist nicht im Lieferumfang enthalten: Im Karton befinden sich der Lautsprecher, seine Stoffabdeckung, das Netzkabel und die Bedienungsanleitung. Die Trennfrequenz und der Pegel werden am Subwoofer eingestellt, damit sich sein Bass ohne Einbrüche oder Überhöhungen an den des Lautsprechers anschließt.
Funktioniert der Lautsprecher ohne WLAN?
Ja, über Bluetooth oder den Line-Eingang, ganz ohne Netzwerk. Für Streaming-Dienste, Internetradio, Multiroom und die kostenlosen, online bereitgestellten Software-Updates von Audio Pro ist weiterhin WLAN erforderlich. Bei der Einrichtung darf das WLAN-Passwort keine Sonderzeichen oder nordischen Buchstaben (å, ä, ö) enthalten.
Wie speichere ich eine Voreinstellung?
Starten Sie einfach die gewünschte Wiedergabeliste oder den gewünschten Sender und halten Sie dann die gewählte Voreinstellung oben am Lautsprecher etwa drei Sekunden lang gedrückt. Das geht auch über die App. Die sechs Speicherplätze lassen sich danach mit einer Berührung aufrufen, selbst wenn das Telefon ausgeschaltet ist oder sich in einem anderen Raum befindet.
Wo sollte der Lautsprecher stehen, um den besten Bass zu erzielen?
Steht der Lautsprecher einige Dutzend Zentimeter von einer Wand entfernt, profitiert er von deren natürlicher Verstärkung. Direkt an die Wand gestellt oder in einer Nische untergebracht, wird seine rückseitige Bassreflexöffnung blockiert und der Bass klingt verwaschen. Ein niedriges Möbelstück oder ein stabiles Regal, bei dem sich die Hochtöner beim Sitzen ungefähr auf Ohrhöhe befinden, sorgt für den natürlichsten Klang.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: 15301



























