Übersicht
Unter einem Fernseher, auf einer Wohnkonsole oder neben einem Plattenspieler kann ein einzelner, 41 cm breiter Lautsprecher eine kleine Stereoanlage ersetzen. Die C20 W übernimmt das akustische Konzept der C20: zwei Hochtöner und einen Tieftöner in einem Bassreflexgehäuse. Hinzu kommt die kabellose Plattform der W-Generation von Audio Pro, mit einer neuen App, AirPlay 2 und Google Cast.
Zwei Hochtöner und ein Tieftöner in einem Stereogehäuse
Die beiden 25-mm-Hochtöner mit Weichkalotte, einer pro Kanal, sitzen beiderseits eines 16,5-cm-Lautsprechers mit beschichteter Papiermembran. Dieser gibt Bässe und Mitten bis 2.200 Hz wieder; ab dieser Frequenz übernehmen die Hochtöner. Der gesamte mittlere Frequenzbereich, in dem Stimmen und der Klangkörper der meisten Instrumente liegen, kommt somit aus einer einzigen Membran. Das sorgt für eine homogene Klangfarbe.
Jeder Lautsprecher verfügt über eine eigene Class-D-Endstufe: 30 W pro Hochtöner und 130 W für den Tieftöner, insgesamt also 190 W. Die deutliche Bevorzugung des Bassbereichs hat einen physikalischen Grund: Tiefe Frequenzen benötigen am meisten Energie.
Die Stereowiedergabe bleibt durch das 41 cm breite Gehäuse begrenzt. Die Hochtöner liegen zu nah beieinander, um die breite Klangbühne eines Paars Lautsprecher nachzubilden, die zwei Meter auseinanderstehen. Unterhalb von 2.200 Hz laufen zudem beide Kanäle über denselben Lautsprecher. Die Links-Rechts-Trennung ist daher vor allem aus der Nähe wahrnehmbar. Aus größerer Entfernung wirkt die Wiedergabe eher wie eine einzige, raumfüllende Klangquelle.
Das Bassreflexgehäuse mit seiner rückseitigen Öffnung erweitert die Wiedergabe des Tieftöners bis hinunter auf 42 Hz. Dieser Wert gilt bei ±6 dB, einer großzügigen Toleranz: Er zeigt an, bis wohin der Lautsprecher noch Schall erzeugt, nicht aber, dass er bis zu dieser Grenze linear wiedergibt. Steht der Lautsprecher im Wohnzimmer, verstärken Wände und Boden die Bässe; die unter diesen Bedingungen gemessene Wiedergabe reicht bei -6 dB bis etwa 31 Hz hinunter. Für noch tiefere Bässe oder mehr Wirkung bei Filmen lässt sich über einen eigenen Ausgang ein Subwoofer anschließen. Die Stoffabdeckung hält magnetisch und lässt sich ohne Werkzeug abnehmen.
Rückseitige Anschlüsse für Fernseher und Plattenspieler
Der Fernseher wird über den HDMI-ARC-Eingang angeschlossen. Ein einziges HDMI-Kabel leitet den Ton des Fernsehers an den Lautsprecher weiter. In den meisten Installationen lässt sich die Lautstärke anschließend mit der Fernbedienung des Fernsehers regeln. Der optische Eingang dient als Ausweichlösung für Fernseher ohne ARC-Anschluss oder für einen Receiver.
Der Plattenspieler lässt sich dank des integrierten Phono-Vorverstärkers direkt anschließen. Diese Schaltung erfüllt zwei Aufgaben. Zunächst wendet sie die RIAA-Entzerrung an, die genormte Kurve, die die bei der Herstellung des Tonträgers vorgenommene Absenkung der Bässe und Anhebung der Höhen ausgleicht. Anschließend hebt sie das sehr schwache Signal eines Moving-Magnet-Tonabnehmers (MM) auf den Pegel einer gewöhnlichen Quelle an. Eine Masseklemme neben dem Phono-Eingang nimmt das Erdungskabel des Plattenspielers auf und verhindert so Brummen.
Der RCA-Line-Eingang bleibt für einen CD-Player, Netzwerkplayer oder einen Plattenspieler mit eigenem Vorverstärker frei. Ein Subwoofer-Ausgang im RCA-Format ergänzt die Anschlüsse, wenn der Lautsprecher zum Hauptsoundsystem im Wohnzimmer wird.
Streaming, Multiroom und die App der W-Generation
Der Buchstabe W steht für die neue kabellose Plattform von Audio Pro. Sie basiert auf der Technologie von LinkPlay, dem Unternehmen hinter WiiM. Der Lautsprecher verbindet sich per Dualband-WLAN (2,4 und 5 GHz, Standard 802.11ac).
Apple-Geräte nutzen ihn über AirPlay 2, kompatible Apps über Google Cast. Über Spotify Connect und TIDAL Connect lässt er sich direkt aus der jeweiligen Dienst-App steuern. Die Audio Pro-App bündelt ihrerseits Qobuz, Deezer, Amazon Music, TIDAL, TuneIn, Plex und zahlreiche Radiosender. Sie spielt auch Musik ab, die auf dem Smartphone gespeichert oder im lokalen Netzwerk freigegeben ist. Die Übertragung per WLAN unterstützt bis zu 24 Bit / 96 kHz in FLAC, Apple Lossless, AAC, MP3 oder WMA.
Mehrere Audio Pro-Lautsprecher der W-Generation lassen sich in der App gruppieren. Sie können im ganzen Haus dieselbe Musik oder in jedem Raum unterschiedliche Inhalte wiedergeben; Gruppen über AirPlay 2 und Google Cast stehen parallel weiterhin zur Verfügung. Innerhalb einer Gruppe gibt der Hauptlautsprecher auch die an seinen Eingängen angeschlossene Quelle an die anderen Lautsprecher weiter. Eine Schallplatte auf dem mit der C20 W verbundenen Plattenspieler oder der Fernsehton ist so auch in der Küche über einen weiteren Audio Pro-Lautsprecher zu hören.
Auf der Oberseite bietet die Touch-Bedienfläche Funktionen zum Einschalten, zur Quellenwahl, zur Wiedergabe, zur Lautstärkeregelung und zur Bluetooth-Kopplung. Dazu kommen sechs Speichertasten, über die sich jeweils ein in der App gespeicherter Radiosender oder eine Playlist aufrufen lässt. Die App bietet außerdem einen Equalizer; Software-Updates werden über das Internet eingespielt.
Bluetooth 5.0 ist praktisch für Gäste oder einen Podcast vom Smartphone. Da es auf den SBC-Codec beschränkt ist, überträgt es allerdings ein komprimiertes Signal. Für Musik bleibt WLAN die bessere Wahl.
Aufstellung für eine ausgewogene Basswiedergabe
Audio Pro zählt die C20 W zu seinen Modellen für große Räume. Da die Bassreflexöffnung nach hinten weist, beeinflusst der Abstand zur Wand die Basswiedergabe unmittelbar. Steht der Lautsprecher dicht an einer Wand oder ganz hinten in einem Möbelstück, werden die Bässe stärker – mitunter so stark, dass sie aufgedickt klingen. Ein paar Zentimeter mehr Abstand oder eine Absenkung der Bässe im Equalizer stellen die Balance wieder her.
Mit 22 cm Tiefe passt er auf die meisten TV-Möbel, sofern seine Höhe von 19,6 cm unter den Bildschirm passt. Mit 6,2 kg steht er auf einem Regal ebenso stabil wie auf einer Konsole. Er ist in Weiß, Schwarz, Grau und Walnuss erhältlich und lässt sich so mit hellen oder dunklen Möbeln ebenso kombinieren wie mit einem Bücherregal aus Holz.
Dokumentationen
Technische Daten
Bauweise und Bedienelemente
- Typ: smarter 2-Wege-Stereolautsprecher
- Gehäuseprinzip: Bassreflex mit rückseitiger Öffnung
- Touch-Bedienfeld auf der Oberseite
Lautsprecherchassis
- Hochtöner: 2 × 25 mm, mit Seidenkalotte
- Mittel-/Tieftöner: 1 × 16,5 cm
- Trennfrequenz: 2200 Hz
Verstärkung und Leistung
- Gesamtverstärkerleistung: 190 W
- Hochtöner: 2 × 30 W
- Mittel-/Tieftöner: 130 W
- Frequenzgang: 41 Hz – 23,5 kHz (± 6 dB)
Audiowiedergabe und drahtlose Konnektivität
- Unterstützte Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC, Apple Lossless
- Audio-Streaming über WLAN: bis zu 24 Bit / 96 kHz
- Integrierter Bluetooth-Empfänger: Version 5.0, SBC-Codec
- Integrierter Dualband-WLAN-Controller: 802.11 b/g/n/ac, 2,4 GHz / 5 GHz
- Streaming-Protokolle und -Funktionen: AirPlay 2, Google Cast, DLNA, Audio Pro Multiroom und LinkPlay
Streaming-Dienste
- Amazon Music, BBC Radio, Calm Radio, Deezer, Hotmix, iHeart Radio, KKBOX, Napster, Open Network Stream, Pandora, Plex, Qobuz, Radio Paradise, SoundCloud, SoundMachine, Spotify, Soundtrack Your Brand, TIDAL, TuneIn, vTuner
Anschlüsse
- Stereo-Cinch-Eingang (Line In): 1
- MM-kompatibler Cinch-Phonoeingang: 1, mit integriertem Phono-Vorverstärker
- Optischer Digitaleingang: 1
- HDMI-ARC-Eingang: 1
- Subwoofer-Ausgang: 1
Stromversorgung
- Netzspannung: 100 – 240 V, 50 / 60 Hz
- Leistungsaufnahme im Standby: 1,6 W
- Leistungsaufnahme im Betrieb: 10,2 W
- Integrierter Akku: nein
Abmessungen, Gewicht und mitgeliefertes Zubehör
- Abmessungen (B × H × T): 410 × 196 × 220 mm
- Gewicht: 6,2 kg
- Mitgeliefertes Zubehör: Netzkabel, Bedienungsanleitung
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet die C20 W von der C20?
Die Lautsprecher, die Verstärkerleistung (2 × 30 W + 130 W), die Trennfrequenz bei 2 200 Hz und die Abmessungen sind identisch. Der Unterschied liegt in der Streaming-Elektronik und der Software. Die C20 W funktioniert mit der neuen Audio Pro App der W-Generation, die die Audio Pro Control App der C20 ersetzt. Beide Modelle unterstützen AirPlay 2 und Google Cast und lassen sich über diese Protokolle gemeinsam abspielen.
Dekodiert der Lautsprecher Dolby Digital oder DTS vom Fernseher?
Nein. Die HDMI-ARC- und optischen Eingänge empfangen nur Stereo-PCM. Der Audioausgang des Fernsehers muss auf PCM (manchmal auch „Stereo“ genannt) eingestellt werden, da ein Dolby-Digital- oder DTS-Signal sonst nicht wiedergegeben wird. Die Wiedergabe bleibt auf Stereo beschränkt, ohne Mehrkanaldecodierung oder Dolby Atmos.
Welchen Tonabnehmer kann man verwenden?
Der Phono-Eingang ist für Tonabnehmer mit beweglichem Magneten (MM) ausgelegt, wie sie bei serienmäßig gefertigten Plattenspielern am häufigsten vorkommen. Ein Tonabnehmer mit beweglicher Spule (MC) liefert eine deutlich geringere Spannung: Er benötigt einen externen, MC-kompatiblen Phono-Vorverstärker, der an den Line-Eingang angeschlossen wird. Ein Plattenspieler mit eigenem Vorverstärker wird ebenfalls an den Line-Eingang angeschlossen. Alternativ kann man seinen Vorverstärker deaktivieren und ihn an den Phono-Eingang anschließen.
Kann man den Lautsprecher über ein Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk verbinden?
Nein, die Netzwerkverbindung erfolgt ausschließlich über WLAN mit 2,4 oder 5 GHz. In einem Raum, der weit vom Router entfernt ist, sorgt ein Repeater oder ein Mesh-WLAN-System für eine stabile Wiedergabe, insbesondere im Multiroom-Betrieb.
Kann man über den USB-Anschluss auf der Rückseite einen USB-Stick auslesen?
Nein. Dieser USB-A-Anschluss dient der Wartung. Gespeicherte Musik wird über das lokale Netzwerk von einem Computer oder einem freigegebenen Laufwerk oder über die App vom Smartphone abgespielt.
Welchen Subwoofer dazu kombinieren?
Jeder aktive Subwoofer mit einem RCA-Line-Eingang lässt sich mit einem einfachen RCA-Kabel an den dafür vorgesehenen Ausgang anschließen. Anschließend stellt man Pegel und Phase am Subwoofer so ein, dass sich sein Bass mit dem des Lautsprechers verbindet, statt sich davon abzuheben. Ein Subwoofer in der Nähe des Lautsprechers sorgt für eine stimmige Klangbühne vor dem Bildschirm.
Wechselt der Lautsprecher automatisch in den Standby-Modus?
Ja. Nach etwa zwanzig Minuten ohne Aktivität wechselt sie in den Standby-Modus und verbraucht dabei 1,6 W. Sie bleibt über die App, AirPlay 2 oder Google Cast erreichbar, um die Wiedergabe fortzusetzen.
Kann man es in einem Regal oder einer Nische aufstellen?
Ja, sofern die Luft zirkulieren kann. Oberhalb und auf jeder Seite müssen 20 cm Freiraum bleiben, nach hinten 10 cm. Hinter dem oberen Regalboden sollten zudem etwa 10 cm Platz bleiben, damit die warme Luft entweichen kann. Dieser Freiraum nach hinten kommt auch der Basswiedergabe zugute, da sich dort die Bassreflexöffnung befindet. Ein Einbau in eine Wand ist nicht vorgesehen.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: 15391





























