Auszeichnungen
EISA Awards: Ausgezeichnetes Produkt
Jedes Jahr treffen sich Dutzende europäischer Journalisten, um die besten Elektronikprodukte des Jahres zu küren. Die EISA-Preise (Expert Imaging and Sound Association), die von einer heterogenen und unparteiischen Jury vergeben werden, zeichnen Produkte aus, die durch ihre Leistung, ihr Design oder ihre Ergonomie herausragen.
Primare I35 : Verstärkung der Klasse D und Modularität
Die Klasse D hatte lange den Ruf eines klinischen und wenig warmen Klangs. Primare hat sie zur Grundlage seines gesamten Sortiments an Verstärkern gemacht, und der I35 liefert daraus 150 Watt pro Kanal an 8 Ohm in einem kompakten Gehäuse, das sich kaum erwärmt. Schwedisches Design vereint hier moderne analoge Verstärkung, eine sorgfältige Stromversorgung und ein zukunftsfähiges Konzept: Man beginnt mit einem vollständig analogen Vollverstärker und fügt später Digitalfunktionen hinzu, falls Bedarf entsteht.
UFPD 2 : Klasse D nach Primare
Der I35 basiert auf der zweiten Generation der hauseigenen UFPD-Technologie (Ultra Fast Power Device), einer vollständig analogen Verstärkung der Klasse D. Klasse D arbeitet mit extrem schnellem Schalten der Ausgangstransistoren, anstatt Energie kontinuierlich wie bei Klasse AB zu verheizen. Der Wirkungsgrad steigt auf etwa 90 %, die erzeugte Wärme bleibt gering, und große Kühlkörper werden überflüssig. Das ermöglicht ein so flaches Gehäuse bei gleichzeitig hoher Leistung.
In Zahlen liefert der I35 150 Watt pro Kanal an 8 Ohm und das Doppelte, 300 Watt, an 4 Ohm. Dieses Verhalten ist wichtig: Ein Lautsprecher, dessen Impedanz im Bassbereich absinkt, verlangt mehr Strom, und ein Verstärker, der seine Leistung bei sinkender Last verdoppelt, behält die Kontrolle über schwer anzutreibende Lautsprecher. Die UFPD-2-Konstruktion zielt auf einen linearen Frequenzgang über den gesamten hörbaren Bereich ohne zusätzliche Verfärbung in den Höhen.
Die Stromversorgung trägt zu diesem Ergebnis ebenso viel bei wie die Verstärkerstufen. Primare verwendet ein Schaltnetzteil mit aktiver Leistungsfaktorkorrektur (APFC). Vereinfacht gesagt, entnimmt es dem Stromnetz den Strom sauber und gleichmäßig, stabilisiert die an die Verstärkung gelieferte Spannung und begrenzt Störungen, die zu anderen Komponenten des Systems zurückgeführt werden. Bei dynamischen Passagen stellt es den benötigten Strom schnell bereit.
Ein analoger Vollverstärker mit Ausbaupotenzial
In der hier vorgestellten schwarzen Version ist der I35 ein rein analoger Vollverstärker: zwei symmetrische XLR-Eingänge, drei asymmetrische RCA-Eingänge sowie Vorverstärker- und Endverstärkerstufen. Von Beginn an ist keine digitale Technik an Bord. Das ist eine stimmige Wahl für alle, die bereits über eine hochwertige Analogquelle, einen Plattenspieler mit Phono-Vorverstärker oder einen separaten Netzwerkplayer verfügen.
Die weitere Entwicklung richtet sich nach dem Bedarf. Das Gehäuse nimmt zwei optionale Module auf, die im Inneren eingesetzt werden: den Digital-Analog-Wandler DM36, der digitale Eingänge ergänzt, und das Netzwerkmodul SM35 Prisma, das Streaming-Wiedergabe und App-Steuerung hinzufügt. Sie können direkt beim Kauf oder erst Jahre später installiert werden, ohne das Gerät zu wechseln. Die Investition verteilt sich über die Zeit, und der I35 entwickelt sich mit dem System weiter, statt ersetzt zu werden.
Der I35 findet auch seinen Platz in einem stimmigen Primare-System. Zusammen mit dem CD- und Netzwerkplayer CD35 oder dem Transport DD35 derselben Baureihe bildet er ein System, dessen Komponenten dieselbe Entwicklungsphilosophie teilen.
Symmetrische Anschlüsse und Systemsteuerung
Die zwei symmetrischen XLR-Eingänge verdienen besondere Aufmerksamkeit. Eine symmetrische Verbindung überträgt das Signal über zwei phasengegenseitige Leiter, wodurch entlang des Weges eingefangene Störungen aufgehoben werden. Bei einem langen Kabel zwischen Quelle und I35 oder in einer störungsreichen elektrischen Umgebung ist der Gewinn an Sauberkeit spürbar. Die drei RCA-Eingänge nehmen klassischere Quellen auf.
Auf der Ausgangsseite verfügt der I35 über einen Line-Ausgang mit festem Pegel, praktisch für einen Recorder oder eine zweite Zone, sowie über einen Vorverstärkerausgang mit variablem Pegel. Letzterer eröffnet mehrere Einsatzmöglichkeiten: einen aktiven Subwoofer ansteuern, eine externe Endstufe zur Bi-Amping-Ansteuerung von Lautsprechern ergänzen oder den I35 als Vorverstärker in einer umfangreicheren Installation nutzen.
Die übrigen Anschlüsse sind auf eine sorgfältige Installation ausgerichtet. Die Systemfernbedienung C25 arbeitet per Infrarot. Ein Infrarot-Eingang und -Ausgang über 3,5-mm-Miniklinke verbinden den I35 mit einer zentralen Steuerung oder ermöglichen seinen Betrieb in einem geschlossenen Möbel. Ein 12-Volt-Trigger-Ausgang über Miniklinke schaltet ein verbundenes Gerät, beispielsweise eine Endstufe, beim Einschalten automatisch ein. Der RS232-Port ermöglicht die Steuerung durch ein Hausautomationssystem.
Kompaktes Format und schwedische Handschrift
Elf Kilogramm, 430 Millimeter Breite, 106 Millimeter Höhe und 420 Millimeter Tiefe: Der I35 passt in die meisten Hi-Fi-Möbel, ohne die Höhe eines vergleichbar leistungsstarken Klasse-AB-Verstärkers zu benötigen. Das moderate Gewicht ist dem Verzicht auf einen großen linearen Transformator und voluminöse Kühlkörper zu verdanken – eine direkte Folge des Klasse-D-Betriebs und des Schaltnetzteils.
Die schwarze Ausführung folgt den für Primare typischen Codes skandinavischen Designs: klare Linien, eine puristische Front und auf das Wesentliche reduzierte Bedienelemente. Der zentrale Drehregler, das optische Erkennungsmerkmal der Marke, steuert Lautstärke und Quellenwahl mit einem präzisen Bediengefühl. Dieser Ansatz lässt sich mit einem schwedischen Wort beschreiben, das Primare gerne verwendet: „lagom“, die Idee des richtigen Maßes, weder zu viel noch zu wenig.
Häufige Fragen
Kann der I35 einen Plattenspieler direkt aufnehmen?
Nein, die analoge Version verfügt über keinen integrierten Phono-Vorverstärker. Ein Plattenspieler muss über einen externen Phono-Vorverstärker (wie den R35 von Primare) oder über einen Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker an einen der Line-Eingänge des I35 angeschlossen werden.
Gibt es einen Kopfhörerausgang?
Der I35 bietet keinen. Für das Hören mit Kopfhörern wird ein Kopfhörerverstärker an den Line-Ausgang oder den Vorverstärkerausgang angeschlossen.
Spielt die schwarze Version hochauflösende Dateien ab?
Nicht in dieser Konfiguration: Ohne Wandler verarbeitet sie nur analoge Signale. Um digitale Dateien, einschließlich hochauflösender Formate, wiederzugeben, muss das DAC-Modul DM36 ergänzt, ein externer Wandler angeschlossen oder das Netzwerkmodul SM35 Prisma installiert werden.
Lassen sich die Module DM36 und SM35 nach dem Kauf einfach nachrüsten?
Sie werden im Inneren des Gehäuses montiert und mit der Hauptplatine verbunden. Der Vorgang erfordert das Öffnen des Geräts: Am besten überlässt man ihn einem Primare-Installateur, der zugleich die Aktualisierung der internen Software prüft. Nach dem Einbau werden die Module vom I35 ohne weitere Maßnahmen erkannt.
Eignet sich der I35 für wenig empfindliche Lautsprecher oder einen großen Raum?
Seine 300 Watt an 4 Ohm und seine Fähigkeit, Strom zu liefern, ermöglichen es ihm, anspruchsvolle Lautsprecher und hohe Hörpegel souverän anzutreiben. In einem großen Raum oder mit leistungshungrigen Standlautsprechern behält er Reserven. Die passende Kombination hängt stets vom Wirkungsgrad der Lautsprecher und der zu beschallenden Fläche ab; im Zweifelsfall bleibt ein Test unter realen Bedingungen die beste Antwort.
Welche Ausführungen gibt es für den I35?
Zwei: die hier vorgestellte schwarze und eine titanfarbene Version in hellem Grau. Beide haben dasselbe Gehäuse und dieselbe Elektronik.
Wie hoch ist sein Stromverbrauch?
Etwa 0,5 Watt im Standby und rund 42 Watt im normalen Betrieb, wobei der tatsächliche Verbrauch mit der Lautstärke steigt. Der Wirkungsgrad der Klasse D und die aktive Leistungsfaktorkorrektur sorgen für einen moderaten Strombedarf bei einem Verstärker dieser Leistungsklasse.
Dokumentationen
Englisch
Technische Daten
Verstärkung
- Ausgangsleistung:
- 2 × 150 W an 8 Ω
- 2 × 300 W an 4 Ω
- Verstärker in Klasse D
- Verstärkermodul: Primare UFPD 2
- Stromversorgung: Primare APFC
Anschlüsse
- Analoge Eingänge: 2 XLR, 3 RCA
- Analoge Ausgänge: 1 RCA-Line, 1 RCA-Vorverstärker
- Steuerung:
- Infrarot-Systemfernbedienung C25 (IR)
- Infrarot-Ein-/Ausgang über 3,5-mm-Miniklinke
- 12-V-Trigger-Ausgang über 3,5-mm-Miniklinke
- Externer RS232-Systemsteuerungsanschluss
Physikalische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × T): 430 × 420 × 106 mm
- Gewicht: 11 kg
Häufig gestellte Fragen
Kann der I35 einen Plattenspieler direkt anschließen?
Nein, die analoge Version verfügt über keinen Phono-Vorverstärker. Ein Plattenspieler muss über einen externen Phono-Vorverstärker (wie den R35 von Primare) oder über einen Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker an einen der Line-Eingänge des I35 angeschlossen werden.
Gibt es einen Kopfhörerausgang?
Der I35 bietet keinen an. Zum Hören über Kopfhörer schließt man einen Kopfhörerverstärker an den Line-Ausgang oder den Vorverstärkerausgang an.
Liest die schwarze Version hochauflösende Dateien?
Nicht in dieser Form: Ohne Wandler verarbeitet sie nur analoge Signale. Um digitale Dateien, auch in hoher Auflösung, wiederzugeben, muss das DAC-Modul DM36 hinzugefügt, ein externer Wandler angeschlossen oder das Netzwerkmodul SM35 Prisma installiert werden.
Lassen sich die Module DM36 und SM35 nach dem Kauf problemlos nachrüsten?
Sie werden im Inneren des Gehäuses montiert und an die Hauptplatine angeschlossen. Dazu muss das Gerät geöffnet werden: Überlassen Sie dies am besten einem Primare-Installateur, der auch prüft, ob die interne Software aktuell ist. Nach dem Einbau werden die Module vom I35 ohne weitere Maßnahmen erkannt.
Eignet sich der I35 für wenig empfindliche Lautsprecher oder einen großen Raum?
Seine 300 Watt an 4 Ohm und seine Fähigkeit, Strom zu liefern, ermöglichen es ihm, anspruchsvolle Lautsprecher und hohe Hörlautstärken souverän anzutreiben. In einem großen Raum oder mit leistungshungrigen Standlautsprechern behält er ausreichend Reserven. Die richtige Kombination hängt stets vom Wirkungsgrad der Lautsprecher und der zu beschallenden Fläche ab; im Zweifelsfall bleibt ein Test unter realen Bedingungen die beste Antwort.
Welche Ausführungen gibt es für den I35?
Zwei: das hier gezeigte schwarze Modell und eine titanfarbene Version in Hellgrau. Beide haben das gleiche Gehäuse und die gleiche Elektronik.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- GTIN / EAN: 4001985226610







