Audioquest JAWS C13 3m
Übersicht
Eine Stufe über dem Monsoon in der Netzkabel-Reihe von AudioQuest übernimmt das JAWS die hauseigenen Technologien (ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Masserausch-Dissipation) mit zwei Weiterentwicklungen: Umstieg auf PSC+-Kupfer bei 100 % der Leiter (massiv statt verseilte) und Hinzufügen einer Graphenschicht in der Abschirmung. Hier in der C13-Version, europäischer Schuko auf der Wandseite und dreipoliger IEC-Stecker auf der Geräteseite, bis zu 16 A bei 220–240 V.
PSC+-Kupfer als Massivleiter
Während der Monsoon einen Long-Grain Copper-Kern mit Perfect-Surface Copper+-Beschichtung kombiniert, setzt das JAWS auf 100 % PSC+. Das PSC+-Verfahren glättet die Kupferoberfläche, um Verzerrungen durch Korngrenzen und Oberflächenunregelmäßigkeiten zu minimieren.
Eine weitere strukturelle Entscheidung: Massivleiter (solid core) statt verseilter Leiter. Weniger Adern, größerer Querschnitt. Bei einem verseilten Kabel erzeugen die Adern, die sich bei Biegungen intermittierend berühren, Intermodulationsverzerrungen bei Transienten – ein Phänomen, das AudioQuest seit Langem bei seinen Signalkabeln zu eliminieren versucht. Die Anwendung beim Netzkabel folgt derselben Logik.
Was die Querschnitte betrifft: Phase und Neutralleiter verfügen jeweils über 3,31 mm² (entspricht dem amerikanischen 12 AWG), der Schutzleiter über 2,08 mm². Damit lassen sich 16 A Dauerstrom bei 220–240 V ohne nennenswerte Erwärmung übertragen.
ZERO-Tech und unkomprimierte Übertragung
Die meisten Netzkabel konzentrieren sich auf den Gleichstromwiderstand: Je größer die Leiter, desto geringer der Widerstand, desto besser fließt der mittlere Strom. Allerdings arbeitet Audio nicht ausschließlich im Gleichstrombetrieb. Wenn ein Verstärker den Impuls einer Bassdrum oder das Tutti eines Orchesters ansteuert, fordert er über einige Millisekunden einen Stromspitzenwert ab. Auf dieser Zeitskala ist es die charakteristische Impedanz des Kabels, die zählt, nicht sein DC-Widerstand.
ZERO-Tech ist AudioQuests Antwort darauf: eine Geometrie, die darauf abzielt, die charakteristische Impedanz für einen Transienten zu eliminieren. Konkret bedeutet das: Stromspitzen werden nicht mehr durch das Kabel selbst komprimiert. Wenn der Effekt hörbar wird, äußert er sich in mehr Dynamikkontrast und einer strafferen Wiedergabe bei Pegelspitzen.
Vierlagige Abschirmung mit Graphen
Die Rauschbehandlung basiert auf zwei Bausteinen. Zunächst RF/ND-Tech (US-Patent 8.988.168): eine Gleichtaktunterdrückungs-Topologie, die auf der Leitung induzierten Hochfrequenzrausch ableitet. Dann Ground Noise Dissipation mit einer vierlagigen Abschirmung, von der eine Lage auf Graphenbasis besteht.
Graphen bleibt über einen sehr breiten Frequenzbereich leitfähig, was die Dissipation im Gigahertz-Bereich verbessert – einem Bereich, in dem klassische Metallabschirmungen an Wirksamkeit verlieren. Die Drainlitzen sind selbst gerichtet: AudioQuest hört jede Kupfercharge ab, um die optimale Richtung zu bestimmen, die durch einen auf den Mantel aufgedruckten Pfeil gekennzeichnet ist.
Das Gesamtkonzept zielt auf einen dunkleren Klanghintergrund und mehr erhaltene Mikroinformation – ein Unterschied, der vor allem bei hochauflösenden Systemen wahrnehmbar wird, wo der elektrische Rauschpegel nicht mehr durch andere Mängel verdeckt wird.
Kabelformat und Anschluss
Das JAWS hat einen Außendurchmesser von 18 mm. Das Kabel ist recht steif, aber problemlos zu verlegen – allerdings sollte hinter dem Gerät etwas Spielraum eingeplant werden, um den IEC-Stecker nicht zu belasten. Wandseitiger Abschluss: europäischer Schuko mit zwei Polen plus Schutzleiter. Geräteseitiger Abschluss: IEC C13, der dreipolige Standardstecker für Quellen, Vorverstärker und Vollverstärker bis zu etwa zehn Ampere Dauerstrom.
Strombelastbarkeit: 16 A RMS bei 220–240 V (50 oder 60 Hz). Darüber hinaus übernimmt die C19-Version desselben Kabels mit einem für 20 A ausgelegten Gerätestecker.
Die Anschlussrichtung folgt dem auf den Mantel aufgedruckten Pfeil, geräteseitig. Falsch herum angeschlossen funktioniert das Kabel, jedoch ohne den Vorteil der Leiterrichtung.
Wo das JAWS im System einsetzen
Das JAWS versorgt gleichermaßen Quellen und Verstärker, sowohl bei konstantem als auch bei variablem Strom. Bei einer Quelle (Netzwerkplayer, DAC, CD-Spieler, Phono) ist die Hochfrequenzrausch-Dissipation am wichtigsten: Das Kabel wirkt auf den Rauschpegel und die wiedergegebene Mikrodynamik.
Bei einem Vollverstärker oder Vorverstärker gewinnt ZERO-Tech an Bedeutung, da der Verstärker das Glied ist, das den Strom am variabelsten abruft.
Bei einem Netzfilter (PowerQuest, Niagara) kann das JAWS als Zuleitungskabel zwischen Wandsteckdose und Verteiler dienen – in diesem Fall kommt es allen nachgeschalteten Ausgangssteckdosen zugute. Wenn ein Leistungsverstärker bei anhaltenden Spitzen mehr als 16 A zieht, empfiehlt sich der Wechsel zur C19-Version.
Technische Eigenschaften
Design und Leiter
- Massive PSC+ (Perfect-Surface Copper+) Kupferleiter
- Struktur mit massiven Leitern zur Begrenzung von Wechselwirkungen zwischen Litzen
- Reduzierung dynamischer Verzerrungen
- Kupfer mit sehr hoher Reinheit für eine bessere Ableitung von HF-Störungen
- Optimierte Querschnitte
- Phase und Neutralleiter: 2 x 3,31 mm²
- Erde: 1 x 2,08 mm²
Proprietäre Technologien
- ZERO-Tech (null charakteristische Impedanz)
- Beseitigung von Impedanzfehlanpassungseffekten für eine unkomprimierte Stromübertragung
- RF / ND-Tech (Radio-Frequency Noise Dissipation)
- System zur Ableitung von Funkstörungen über eine breite Bandbreite
- Ground Noise Dissipation (GND)
- Mehrschichtiges Abschirmungssystem (4 Schichten einschließlich Graphen) zur wirksamen Reduzierung von Masserauschen
- Direktionale Leiter und HF-Ableitdrähte
- Kontrollierte Ausrichtung der Leiter, um Störsignale von empfindlichen Schaltungen wegzuleiten
Anschlüsse und Stromversorgung
- Hochwertige Netzstecker: EU Schuko auf IEC C13
- Unterstützte Stromstärke: 16 A RMS bei 220–240 V (50 / 60 Hz)
Konstruktion und Abmessungen
- Außendurchmesser: 18 mm
- Optimierte Geometrie zur Minimierung interner elektrostatischer Felder
- Hochleistungsisolierung für Stabilität des Netzsignals
Audio-Vorteile
- Deutliche Reduzierung des Grundrauschens
- Verbesserung der Dynamik und der Mikrodetaillierung
- Bessere Stabilität des Versorgungssignals
- Sauberere und präzisere Klangbühne
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen der C13- und der C19-Version?
Der C13 ist der dreipolige Standard-IEC-Stecker, der bei der Mehrzahl der Quellen und Vollverstärker zu finden ist. Der C19 ist größer, mit einrastendem Stecker, und findet sich an großen Leistungsverstärkern und bestimmten High-End-Netzfiltern. Das Kabel bleibt dasselbe (PSC+-Kupfer, ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Graphenabschirmung), nur der Gerätestecker ändert sich, mit einer Belastbarkeit von 20 A RMS gegenüber 16 A beim C13.
Muss die Anschlussrichtung beachtet werden?
Ja. Die Leiter sind gerichtet: AudioQuest testet jede Kupfercharge, um die Richtung zu bestimmen, in der HF-Rauschen zur Erde hin abgeleitet wird und nicht in Richtung der empfindlichen Schaltkreise. Ein auf den Mantel aufgedruckter Pfeil zeigt die geräteseitige Richtung an. Falsch herum leitet das Kabel den Strom problemlos, aber ein Teil der Dissipationsarbeit geht verloren.
Was unterscheidet das JAWS vom Monsoon?
Der Monsoon verwendet True-Concentric-Leiter, die PSC+ an der Oberfläche und LGC im Kern kombinieren. Das JAWS wechselt zu 100 % PSC+ als Massivleiter, und sein Ground Noise Dissipation-System integriert eine Graphenschicht, die beim günstigeren Modell fehlt. Die Grundlagen (ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Direktionalität) sind beiden Kabeln gemeinsam.
Verfügt das JAWS über das DBS-System mit 72 V?
Nein. Das batteriegespeiste Dielectric-Bias System, das bei den Kabeln der Storm Series (Blizzard, Thunder, Hurricane, Dragon) zu finden ist, ist hier nicht vorhanden. Dies ist eines der Merkmale, die das JAWS in der Netzkabel-Hierarchie der Marke unterhalb dieser Modelle positionieren.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: JAWSEU03
- GTIN / EAN : 92592198838


