Projeo Frame ALR LT 120
Projeo Frame ALR LT 120: Leinwand mit festem Rahmen für Langdistanzprojektoren
Ein großformatiges Bild in ein helles Wohnzimmer zu projizieren, bedeutete lange Zeit eine wenig zufriedenstellende Wahl: alle Vorhänge zuziehen oder gräuliche Schwarztöne und matte Farben in Kauf nehmen. Leinwände mit Umgebungslichtunterdrückung verschieben diesen Kompromiss. Die Frame ALR LT 120 von Projeo nutzt diese Technologie für einen festen Rahmen mit 117 Zoll und richtet sie auf Langdistanzprojektoren aus, also auf Modelle, die an der Decke oder am hinteren Ende des Raums installiert werden.
Kontrast auch bei hellem Umgebungslicht bewahren
Eine klassische weiße Projektionsleinwand reflektiert unterschiedslos jedes Licht, das auf sie trifft. Das des Projektors, aber auch das von Fenstern, Lampen und hellen Wänden. Das Ergebnis ist sofort sichtbar: Schwarztöne werden grau, der Kontrast bricht ein. Die ALR LT-Leinwand begegnet diesem Problem mit ihrer optischen Struktur. Die Abkürzung steht für Ambient Light Rejecting, also Umgebungslichtunterdrückung. Konkret ist die Oberfläche so behandelt, dass sie das vom Projektor kommende Licht zum Zuschauer zurückwirft und Licht aus anderen Richtungen absorbiert oder ablenkt.
Die beiden Buchstaben LT präzisieren den Einsatzzweck: Long Throw, Langdistanz. Die Mikrostruktur der Leinwand ist auf einen Projektor abgestimmt, der in normaler Entfernung, an der Decke oder am hinteren Ende des Raums installiert ist. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn ALR-Leinwände für Kurzdistanzprojektoren arbeiten mit umgekehrter Geometrie und sind mit diesem Modell nicht austauschbar. Die Oberfläche selbst besteht aus PET LT, einem starren technischen Polymer, das zugleich als optischer Träger und als Garantie für Planlage dient.
In einem weiterhin beleuchteten Raum bewahrt die Leinwand dichtere Schwarztöne und kräftigere Farben. Der Vorteil ist real, aber nicht absolut: direktes und intensives Licht auf der Leinwand, etwa ein Sonnenstrahl, verschlechtert das Bild unabhängig von der Technik. Die Leinwand mindert Streulicht, sie beseitigt es nicht.
Ein fester Rahmen aus Aluminium und Samt
Das Gehäuse besteht aus schwarz lackierter Aluminiumlegierung. Diese Materialwahl hält den Rahmen über die Zeit gerade, ohne das Verziehen, das bei einem leichteren Profil auftreten kann. Die Leinwand wird mithilfe eines Clip-Systems auf diesem Rahmen befestigt. Die Methode ist bei der Installation schnell und sorgt vor allem für eine gleichmäßige Spannung der Oberfläche über den gesamten Umfang.
Diese gleichmäßige Spannung sorgt für eine Planlage, die nur wenige Rolloleinwände erreichen. Dabei geht es nicht um Kosmetik: Eine Leinwand, die Wellen schlägt, selbst nur leicht, verzerrt die Geometrie des Bildes und erzeugt unterschiedlich helle Bereiche. Auf einer perfekt ebenen Fläche behält die Projektion ihre Proportionen und ihre Homogenität.
Die sichtbare Vorderseite des Rahmens erhält eine Oberfläche aus schwarzem Samt. Der Samt absorbiert den leichten Lichtüberstand, den der Projektor über den Bildbereich hinaus sendet. Ohne ihn würde dieser Rand einen diffusen Schimmer zurückwerfen, der die Bildkontur verwischt. Mit einer Randbreite von nur 10 mm und einer Dicke von 3 cm bleibt der Rahmen dezent und bringt die Leinwand nahe an die Wand.
Die Montage erfolgt mit Schrauben, was eine Wand voraussetzt, die das Gesamtgewicht tragen kann. Das ist die Kehrseite einer Leinwand mit festem Rahmen: Einmal montiert, nimmt sie ihre Wandfläche dauerhaft ein und lässt sich im Gegensatz zu einem motorisierten Modell nicht einfahren. Der Ausgleich für diese Permanenz ist gerade die Steifigkeit und Stabilität des Bildes.
Gain von 1,8 und Richtwirkung von 120°
Der Gain misst die Lichtmenge, die eine Leinwand zum Zuschauer zurückwirft, verglichen mit einer weißen Referenzfläche mit einem Gain von 1,0. Hier weist der Wert von 1,8 auf eine deutlich höhere Lichtwiedergabe als diese Referenz hin. Das Bild gewinnt an Leuchtkraft, was hilft, Zeichnung zu bewahren, wenn der Raum nicht vollständig abgedunkelt ist.
Diese Lichtbündelung hat eine bekannte Kehrseite. Eine Leinwand mit hohem Gain wirft den Lichtstrom in einem engeren Kegel zurück, und zwei Phänomene können auftreten. Das erste ist der Hotspot, ein leicht hellerer zentraler Bereich dort, wo die Achse des Projektors auf die Leinwand trifft. Das zweite ist der Helligkeitsabfall, wenn man sich von dieser Achse entfernt.
Hier kommt die Richtwirkung von 120° ins Spiel. Dieser Wert beschreibt den Winkelkegel, innerhalb dessen das Bild hell und homogen bleibt. Hundertzwanzig Grad sind eine komfortable Öffnung für ein Sofa und einige Sessel, die vor der Leinwand stehen. Zuschauer, die sehr weit seitlich sitzen, oder ein besonders breiter Raum liegen dagegen außerhalb dieses optimalen Bereichs und nehmen ein matteres Bild wahr.
Gain und Richtwirkung sind keine zwei getrennten Eigenschaften. Sie beschreiben dasselbe Verhalten: eine Leinwand, die das Licht in ein definiertes Volumen lenkt, statt es in alle Richtungen zu streuen. Genau das macht auch die Unterdrückung von Umgebungslicht möglich.
Das Format 120 und der dafür nötige Platz
Das 120 bietet eine Diagonale von 117 Zoll, also 297,2 cm, im Format 16:9. Die Nutzfläche misst 260 cm in der Breite und 146,2 cm in der Höhe, der komplette Rahmen 262 mal 148,2 cm. Vor der Bestellung sollte man daher prüfen, ob die Wand eine freie Breite von mindestens 2,62 m bietet, ohne Steckdose, Schalter oder Zierleiste in diesem Bereich.
Das Format 16:9 entspricht dem Format aktueller Filme, Serien und praktisch aller 4K-UHD-Inhalte. Die glatte Oberfläche der PET-Leinwand gibt die Details dieser Quellen wieder, ohne Körnung oder Struktur sichtbar werden zu lassen, was bei einem Bild dieser Größe wichtig ist, bei dem der kleinste Makel auffallen würde.
Auf der Projektorseite verlangt die Leinwand ein Langdistanzgerät, also ein klassisches Modell, das an der Decke oder auf einem Möbelstück am hinteren Ende des Raums steht. Die Raumtiefe und das Projektionsverhältnis des Videoprojektors müssen ausreichen, um eine Bildbreite von 2,60 m zu erzeugen. Die meisten Wohnzimmerprojektoren schaffen das, aber diese Berechnung sollte vor dem Kauf gemacht werden.
Ein logistischer Punkt, den man kennen sollte: Die Leinwand wird liegend, horizontal transportiert und gelagert. Ihr Paket, ein langer Karton von 268 cm, darf nicht aufrecht stehen, da sonst Rahmen und Leinwand belastet werden.
Dokumentationen
Englisch und Französisch
Technische Eigenschaften
Präsentation
- Projektionsleinwand mit festem Rahmen
- Projeo Frame ALR LT: die Kraft des festen Kinos bei vollem Licht
- Konzipiert für klassische Wohnumgebungen, ohne dass Dunkelheit erforderlich ist
- Tadellose Planlage und harmonische Integration in den Innenraum
- Technisches ALR LT-Tuch (Ambient Light Rejecting) für Langdistanz-Videoprojektoren
- Aktive Filterung von störendem Umgebungslicht, um Kontraste zu bewahren und tiefe Schwarztöne zu bieten
- Ideal für UHD-4K-Inhalte
- Kontrollierte Direktivität, die den Lichtstrom auf das Publikum konzentriert
Tuch und Projektionsfläche
- Tuchtyp: ALR (Umgebungslichtunterdrückung) PET LT
- Gain: 1,8
- Direktivität: 120°
- Kompatibler Projektortyp: Langdistanz
Rahmen und Struktur
- Gehäuse: schwarz lackierte Aluminiumlegierung
- Ausführung: schwarzer Samt
- Bediensystem: fest
Abmessungen und Referenzen
- Projeo Frame ALR LT 120
- Format / Seitenverhältnis: 16 / 9
- Tuch: ALR Langdistanz
- Nutzbare Bildgröße: 260 × 146,2 cm
- Diagonale: 117” (297,2 cm)
- Rahmengröße (L1 × L2): 262 × 148,2 × 3 cm
- Rahmenränder (B1 × B2): 10 × 10 mm
- Verpackungsmaße: 268 × 29 × 19,5 cm
Häufig gestellte Fragen
Ist diese Leinwand mit einem Ultrakurzdistanzprojektor (UST) kompatibel?
Nein. Die ALR LT-Leinwand ist für Langdistanzprojektoren vorgesehen, deren Licht die Oberfläche in einem Standardwinkel erreicht. Ein Ultrakurzdistanzprojektor beleuchtet die Leinwand von unten, fast senkrecht, und erfordert einen ALR-Leinwandtyp mit entgegengesetzter Geometrie. Die Kombination eines UST-Projektors mit diesem Modell ergibt ein wenig homogenes Bild und eine ineffektive Lichtunterdrückung. Die richtige Kombination ist ein Langdistanzprojektor.
Braucht man einen vollständig dunklen Raum, um davon zu profitieren?
Nein, genau dafür gibt es eine ALR-Leinwand. Die Leinwand bewahrt einen nutzbaren Kontrast bei halb geöffneten Vorhängen oder einigen eingeschalteten Lampen. Vor allem sollte vermieden werden, dass eine direkte Quelle, Sonne oder Leuchte, auf die Oberfläche trifft: Dagegen ist keine Leinwand gefeit. Für die tiefsten Schwarztöne ist gedämpftes Licht weiterhin vorzuziehen, aber völlige Dunkelheit ist keine Voraussetzung mehr.
Bietet die Reihe Frame ALR LT weitere Formate an?
Ja. Neben dem Modell 120 mit 117 Zoll Diagonale umfasst die Reihe ein Modell 100 mit einer Diagonale von 100 Zoll und einem Bild von 221,4 mal 124,5 cm. Die ALR LT-Leinwand und der Aluminiumrahmen sind von einem Format zum anderen identisch: Nur die Projektionsfläche ändert sich, für Wände mit weniger freiem Platz. Die Referenzen lauten PROFRA120LT und PROFRA100LT.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
- Herstellerreferenz: PROFRA120LT
- GTIN / EAN : 3700795165249












