Klipsch Flexus Core 300 + Surr 200 (2er-Set)
Übersicht
Eine Soundbar kann einem Film räumliche Breite und Höhe verleihen, doch Effekte, die sich hinter dem Hörer abspielen, lassen sich von der Vorderseite des Raums aus nur schwer wiedergeben. Dieses Set kombiniert die am besten ausgestattete Soundbar der Flexus-Reihe mit einem Paar kabelloser Rücklautsprecher, die ebenfalls über nach oben gerichtete Treiber verfügen. So entsteht ein 7.1.4-System, das sich dank der Raumkorrektur Dirac Live an den Raum anpasst.
Eine Soundbar, die den Klang in drei Richtungen abstrahlt
An der Vorderseite gruppieren sich vier 5,7-cm-Treiber mit Papiermembran um einen mittig platzierten 1,9-cm-Hochtöner mit Hornvorsatz. Das Horn, seit den ersten Lautsprechern ein Markenzeichen von Klipsch, führt die Schallwelle wie ein Trichter. Das erhöht Wirkungsgrad und Präzision und kommt hier dem Center-Kanal zugute, über den die Dialoge wiedergegeben werden. Auf der Oberseite strahlen zwei 5,7-cm-Breitbandtreiber die Dolby-Atmos-Höhenkanäle zur Decke ab, die den Schall zum Hörplatz reflektiert. Zwei 10,2-cm-Treiber verstärken den Bass. Zwei weitere 5,7-cm-Treiber in den Seitenflächen projizieren die Surround-Kanäle zu den Seitenwänden.
Das Gehäuse ist geschlossen und hat keine Bassreflexöffnung. Das sorgt für einen kontrollierten Bass ohne Nachschwingen, begrenzt aber den Tiefgang: Der Frequenzgang reicht bis 43 Hz hinab. Das genügt für einen großen Teil der Inhalte auch ohne Subwoofer, lässt aber die tiefste Oktave von Explosionen und Orgelklängen aus. Der maximale Schalldruckpegel beträgt 106 dB. Die Elektronik stammt von Onkyo, einem Unternehmen derselben Gruppe wie Klipsch, das seit Jahrzehnten AV-Receiver entwickelt.
Innerhalb der Flexus-Reihe steht die Core 300 über der Core 200, einer 3.1.2-Soundbar ohne seitliche Treiber, die beiden zusätzlichen Basstreiber, WLAN, DTS:X-Decodierung, HDMI-Eingang und Dirac-Live-Raumkorrektur.
Zwei Rücklautsprecher mit jeweils eigenem Höhenkanal
Die Bezeichnung 7.1.4 ist einfach zu lesen: sieben Kanäle rund um den Hörer, ein Basskanal und vier Höhenkanäle. Die Soundbar allein stellt ein 5.1.2-System bereit; die Surr 200 ergänzen die beiden hinteren Kanäle und zwei weitere Höhenkanäle. Jeder Lautsprecher besitzt einen nach vorn und einen nach oben gerichteten Treiber, beide mit 7,62 cm Durchmesser und Papiermembran. Effekte über dem Hörer kommen damit nicht mehr nur von vorn: Ein Hubschrauber kann sich an der Decke entlang vom Bildschirm bis hinter das Sofa bewegen.
Der Frequenzgang der Surr 200 beginnt bei 235 Hz. Der Bass der hinteren Kanäle wird zur Soundbar oder, falls vorhanden, zu einem Subwoofer umgeleitet. So bleiben die Gehäuse kompakt: Jeder Lautsprecher ist 22,2 cm hoch, 10,5 cm breit und 10,95 cm tief und wiegt 1,13 kg. Das geschlossene Gehäuse besteht aus Kunststoff und Metall.
Zwischen den Surr 200 und der Soundbar verlaufen keine Kabel. Der mitgelieferte Flexus-Transport-Dongle wird an die Soundbar angeschlossen und stellt die Funkverbindung her. Jeder Lautsprecher benötigt lediglich eine Steckdose; sein 2 m langes Netzkabel mit Winkelstecker bleibt an der Wand unauffällig. Bedienelemente, Stromanschluss und Kontrollleuchten befinden sich unter dem Sockel: In einem abgedunkelten Raum leuchtet nichts auf. Im Sockel sitzt außerdem ein Gewindeeinsatz mit Standard-Fotogewinde (1/4 Zoll, 20 Gewindegänge) für die Wandmontage oder einen Ständer. Die Surr 100 der Reihe verzichten auf den nach oben gerichteten Treiber; die Surr 200 sind die einzigen Flexus-Rücklautsprecher mit Höhenkanälen.
Dirac Live: Raumkorrektur durch Messung
Dieselbe Soundbar klingt in jedem Wohnzimmer anders. Wände, Möbel, Glasflächen und die Abmessungen des Raums erzeugen Reflexionen und Bassüberhöhungen, die manche Frequenzen verstärken und andere abschwächen. Dirac Live erfasst diese Abweichungen mithilfe von Testsignalen, die an mehreren Punkten rund um den Hörplatz gemessen werden. Anschließend berechnet es Filter, die den Pegelverlauf – also das Verhältnis zwischen den Frequenzen – und die Phase korrigieren, die den zeitlichen Verlauf der verschiedenen Klanganteile bestimmt. Der Unterschied macht sich vor allem in einem gleichmäßigeren Bass und bei der Ortung von Stimmen bemerkbar.
Die Flexus Core 300 war die erste Soundbar mit dieser Korrektur, die sonst meist AV-Receivern vorbehalten ist. Die Messung wird über die App Klipsch Connect Plus gestartet und auf das gesamte System einschließlich der Surr 200 angewendet. Ein stark hallender Raum bleibt auch nach der Kalibrierung hallend: Die Korrektur glättet den Frequenzgang, ersetzt aber weder Teppiche noch Vorhänge.
Dolby Atmos, DTS:X und HDMI-2.1-Durchleitung
Die Core 300 decodiert Dolby Atmos und DTS:X, die beiden dreidimensionalen Tonformate von Blu-rays, Streaming-Plattformen und Videospielen. Sie wird über HDMI eARC mit dem Fernseher verbunden. Dieser Audiorückkanal bietet genügend Bandbreite, um Atmos-Tonspuren unkomprimiert zu übertragen. Ein 1,5 m langes HDMI-Kabel liegt bei.
Ein zweiter HDMI-2.1-Anschluss nimmt das Signal einer Spielkonsole oder eines Blu-ray-Players direkt entgegen und leitet das Bild mit 4K bei 120 Bildern pro Sekunde oder mit 8K an den Fernseher weiter. So behält die Konsole ihre maximale Bildrate bei und gibt den Ton zugleich ohne Umweg an die Soundbar aus. Der optische Eingang dient als Ausweichmöglichkeit für ältere Fernseher, allerdings mit den Einschränkungen dieser Verbindung: weder Dolby Atmos in hoher Auflösung noch DTS:X. Hinzu kommen ein USB-C-Eingang, ein USB-A-Anschluss für Firmware-Updates und die Wiedergabe von MP3-Dateien sowie ein Cinch-Ausgang für einen kabelgebundenen Subwoofer.
Musik über das Netzwerk und Einstellungen per Smartphone
Über WLAN oder Ethernet-Kabel mit dem Heimnetz verbunden, empfängt die Soundbar Musik per AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal Connect und QPlay. Die Wiedergabe lässt sich jeweils aus der bevorzugten App starten, ohne den Fernseher einzuschalten. Bluetooth 5.3 steht weiterhin für Gäste bereit, die einen Titel vom Smartphone abspielen möchten.
Die App Klipsch Connect Plus bündelt die Einstellungen: Equalizer-Voreinstellungen oder eine eigene Kurve, einen Nachtmodus, der Lautstärkeunterschiede für späte Filmabende verringert, Dialogverstärkung, den Pegel der einzelnen Lautsprechergruppen und Firmware-Updates. Sie verwaltet außerdem mehrere Klipsch-Geräte über eine gemeinsame Oberfläche. Die beleuchtete Fernbedienung kommuniziert per Bluetooth Low Energy: Man muss sie nicht auf die Soundbar richten, und die Tasten bleiben im Dunkeln lesbar.
Platz unter dem Fernseher einplanen
Mit 137,2 cm Breite passt die Core 300 optisch zu Fernsehern ab 65 Zoll; unter einem kleineren Bildschirm ragt sie an beiden Seiten hervor. Bei einer Höhe von 7,8 cm sollte geprüft werden, wie viel Platz unter dem Bildschirm bleibt, wenn der Fernseher auf Standfüßen steht, damit die Soundbar weder den unteren Bildrand noch den Infrarotempfänger verdeckt. Ihre Tiefe von 12,6 cm und ihr Gewicht von 8,5 kg erfordern ein stabiles Möbelstück. Für die Wandmontage verfügt die Soundbar über einen Gewindeeinsatz; eine besonders flache Wandhalterung ist separat erhältlich.
Was die Presse darüber sagt
Die Flexus Core 300 Soundbar von Klipsch und Onkyo ist sehr gelungen. Sie liefert einen gut abgestimmten, kräftigen und ausgewogenen Klang, in unserer Testumgebung jedenfalls auch ohne Dirac-Kalibrierung. Musikhören bei ausgeschaltetem Bildschirm ist bedenkenlos möglich: Das Ergebnis erfüllt die Erwartungen. Im Kinomodus schlägt sich die Soundbar allein wirklich gut bei der Wiedergabe einer realistischen Frontkulisse, unterstützt von einem präzisen Bass. [...] In derselben Preisklasse wie ihre Konkurrentinnen ist die Flexus Core 300 eine alternative Option, die wir Ihnen vor dem Kauf unbedingt probezuhören empfehlen.
Automatisch übersetzt — Original anzeigen (Französisch)
Die Klipsch Flexus Core 300 ist ideal für den gemischten Einsatz. Sie unterstützt alle Audioformate (Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus usw.) mit HDMI-2.1-kompatiblem Video-Passthrough. So können Sie die meisten Medien ohne Downmix wiedergeben und sie als Entertainment-Plattform nutzen.
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Technische Daten
Soundbar Flexus Core 300
- Konfiguration: 5.1.2-Soundbar mit Dolby Atmos
- Maximaler Schalldruckpegel: 106 dB
- Frequenzgang: 43 Hz bis 20 kHz
- Lautsprecher:
- Front: 4 Lautsprecher mit 5,7 cm Durchmesser, 1 Hornhochtöner mit 1,9 cm Durchmesser
- Nach oben gerichtet: 2 Tieftöner mit 10,2 cm Durchmesser, 2 Breitbandlautsprecher mit 5,7 cm Durchmesser
- Seitlich: 2 Lautsprecher mit 5,7 cm Durchmesser
- Geschlossenes Gehäuse aus Kunststoff und Metall
Audioverarbeitung
- Dirac Live: Raumakustikkorrektur über die mobile App
- Dolby Atmos: präzise dreidimensionale Wiedergabe mit nach oben gerichteten und seitlichen Kanälen
- DTS:X: native Dekodierung für vollständige Immersion
- Klipsch + Onkyo-Technologie: akustische Zusammenarbeit zwischen den USA und Japan für außergewöhnliche Präzision
Anschlüsse und Steuerung
- Eingänge: HDMI eARC, HDMI 2.1 mit Passthrough, USB-C, optisch
- Ausgänge: HDMI Out, RCA-Ausgang für Subwoofer
- Streaming: AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal Connect, QPlay, Bluetooth
- USB-A-Anschluss: Systemupdates, Wiedergabe von MP3-Dateien
- Klipsch Connect Plus-App: Audioeinstellungen, Verwaltung mehrerer Geräte, Firmware-Updates
Abmessungen
- Abmessungen: Breite 137,2 cm, Höhe 7,8 cm, Tiefe 12,6 cm
- Gewicht: 8,5 kg
Mitgeliefertes Zubehör
- Beleuchtete BLE-Fernbedienung (Bluetooth Low Energy), 1,5 m langes HDMI-Kabel, 2 m langes länderspezifisches Netzkabel, 2 AAA-Batterien, Bedienungsanleitung
Rear-Lautsprecher Surr 200
- Konfiguration: Paar kabelloser 2.0-Surround-Lautsprecher
- Dolby Atmos: nach vorne und oben gerichtete Lautsprecher
- Maximaler Schalldruckpegel: 106 dB für das Paar
- Lautsprecher: 2 Lautsprecher mit 7,62 cm Durchmesser und Papiermembran
- Ein nach vorne gerichteter Lautsprecher
- Ein nach oben gerichteter Lautsprecher
- Frequenzgang: 235 Hz bis 20 kHz
Bauweise und Anschlüsse
- Geschlossenes Gehäuse aus Kunststoff und Metall
- Wandmontage: Gewindeeinsatz mit 0,635 cm Durchmesser, 20 Gewindegänge pro 2,54 cm
- Stromversorgung: separat für jeden Lautsprecher
- Kabellose Verbindung: über den mitgelieferten Dongle
- USB-C-Anschluss: Verbindung mit dem System
- USB-A-Anschluss: Firmware-Update, Wiedergabe von MP3-Dateien
Abmessungen
- Abmessungen pro Lautsprecher: Höhe 222,25 mm, Breite 105 mm, Tiefe 109,5 mm
- Gewicht: 1,13 kg pro Lautsprecher
Mitgeliefertes Zubehör
- 2 IEC-Netzkabel mit abgewinkeltem Stecker, je 2,0 m lang, länderspezifisch, 1 kabelloser Flexus Transport-Dongle, 1 Bedienungsanleitung
Häufig gestellte Fragen
Sollte man einen Subwoofer hinzufügen?
Das ist nicht unbedingt nötig: Dank ihrer beiden Tieftöner reicht die Soundbar bis 43 Hz hinunter. Ein Subwoofer übernimmt die tiefste Oktave und entlastet die Soundbar bei hoher Lautstärke. Es gibt zwei Möglichkeiten: einen kabelgebundenen Subwoofer am RCA-Ausgang oder einen oder zwei kabellose Subwoofer der Flexus-Reihe (Sub 100 oder Sub 200). Zwei an verschiedenen Stellen aufgestellte Subwoofer verteilen den Bass gleichmäßiger im Raum. Nach jeder Ergänzung muss die Dirac Live-Messung erneut durchgeführt werden, damit die Korrektur das neue System berücksichtigt.
Funktionieren die Surr 200 auch mit einer anderen Flexus-Soundbar?
Ja, sie verbinden sich über die Funkverbindung Flexus Transport mit den Soundbars Flexus Core 100, Core 200 und Core 300. Sie funktionieren nur innerhalb eines Flexus-Systems und können nicht als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher verwendet werden.
Welche Einstellungen müssen am Fernseher vorgenommen werden?
Die Soundbar muss an den mit eARC (oder ARC) gekennzeichneten HDMI-Anschluss des Fernsehers angeschlossen werden. Anschließend eARC und HDMI-CEC in den Menüs aktivieren und die digitale Audioausgabe auf „Bitstream“ oder „Passthrough“ statt auf PCM einstellen. Der Fernseher gibt dann Dolby-Atmos- und DTS:X-Tonspuren unverändert weiter, und mit seiner Fernbedienung lässt sich die Lautstärke der Soundbar regeln.
Wo sollten die Surr 200 aufgestellt werden?
Sie werden zu beiden Seiten des Hörbereichs leicht nach hinten versetzt auf einem Möbelstück aufgestellt oder mithilfe ihres Gewindeeinsatzes an der Wand befestigt. Ihre nach oben gerichteten Lautsprecher benötigen eine freie, ebene Decke über sich: Ein Regal oder ein Balken direkt darüber würde die Reflexion blockieren, die den Höheneffekt erzeugt.
Ist die Dirac Live-Korrektur im Preis inbegriffen oder kostenpflichtig?
Sie ist in die Core 300 integriert und lässt sich kostenlos über die App Klipsch Connect Plus starten. Für die Kalibrierung des Systems ist weder ein Abonnement noch eine zusätzliche Lizenz erforderlich.
Kann man mehrere Videoquellen an die Soundbar anschließen?
Die Soundbar verfügt neben dem eARC-Anschluss über nur einen HDMI-Eingang. Bei mehreren Geräten schließen Sie am einfachsten die anspruchsvollste Quelle (z. B. eine Konsole mit 4K bei 120 Bildern pro Sekunde) an die Soundbar an und die anderen Geräte an den Fernseher, der deren Ton über eARC an die Soundbar weiterleitet.
Welche Einschränkungen hat die Nutzung des optischen Eingangs?
Die optische Verbindung überträgt Stereo und komprimierten Mehrkanalton (Dolby Digital, DTS), aber weder hochauflösendes Dolby Atmos noch DTS:X. Sie ist eine Ausweichlösung für Fernseher ohne HDMI ARC; nur über den HDMI-eARC-Anschluss lässt sich das volle Potenzial des Systems ausschöpfen.
- Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.





