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Cardas XLR Parsec 0,5 m

405 €
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Übersicht

Le Quadlink war lange Zeit ein Referenzmodell im Cardas-Sortiment, geschätzt für seinen musikalischen Charakter und seine Wärme. Der Parsec übernimmt seine DNA und ergänzt sie um die Matched-Propagation-Technologie, die bislang der Clear-Serie vorbehalten war. Diese Kombination ergibt ein Kabel mit ausgeprägter Persönlichkeit, agiler und transparenter als sein Vorgänger, ohne auf die Fülle im Mittelton zu verzichten, die den Ruf der Marke begründet hat.

Eine Geometrie zur Kontrolle von Resonanzen

George Cardas hat seinen Ruf auf der Anwendung des Goldenen Schnitts bei der Entwicklung von Audiokabeln aufgebaut. Diese Mitte der 1980er-Jahre patentierte Herangehensweise besteht darin, jede Litzenlage im Verhältnis 1:1,618 zu dimensionieren. Die feinsten Litzen befinden sich im Zentrum des Leiters, die dicksten außen. Das Prinzip: Keine Lage teilt ein gemeinsames harmonisches Vielfaches mit einer anderen, wodurch verhindert wird, dass sich Resonanzen addieren und das Signal verfärben.

Das Parsec XLR treibt diese Logik mit der Cross-field-Geometrie noch weiter. Jede Litzenlage ist in die entgegengesetzte Richtung zur vorherigen verflochten. Dieser Wechsel reduziert den Dipolantenneneffekt, durch den herkömmliche Kabel zu Sendern und Empfängern elektromagnetischer Störungen werden. Das Geflecht aus verzinntem Kupfer als Schirmung, das durch komprimierte Polyethylen-Luftschläuche auf Abstand zu den Leitern gehalten wird, vervollständigt dieses Schutzkonzept.

Leiter und Isolierung aufeinander abgestimmt

In einem herkömmlichen Kabel breitet sich das elektrische Signal im Kupfer mit Lichtgeschwindigkeit aus, doch die im Dielektrikum (der Isolierung) gespeicherte Energie wird etwa 20 bis 30 % langsamer freigesetzt. Diese Verzögerung führt zu einer Verwischung der Mikro-Informationen, einer Art Unschärfe bei feinen Details und Transienten.

Die Lösung von Cardas? Die Ausbreitung im Leiter bewusst verlangsamen, damit sie mit der des Dielektrikums zusammenfällt. Das ist das Prinzip der Matched-Propagation-Leiter, das durch eine präzise Kontrolle der Schlaglänge jeder Litzenschicht nach Litz-Technik erreicht wird. Der Parsec ist das erste Kabel der Cross-Serie, das von dieser ursprünglich für die Clear-Serie entwickelten Technologie profitiert.

Kupfer, Kevlar und Litz-Aufbau

Das hier eingesetzte Kupfer ist Grade 1 OFC (Oxygen Free Copper) mit einer Reinheit von 99,9999 %, das durch Diamantziehsteine in einer reduzierenden Wasserstoffatmosphäre gezogen wird. Jede Einzellitze erhält sofort eine isolierende Urethan-Beschichtung (Litz-Technik), die sie vor Oxidation schützt und Wechselwirkungen zwischen benachbarten Litzen verhindert. Dieser Aufbau bewahrt die Eigenschaften des Kupfers langfristig.

Die zentrale Kevlar-Seele sorgt für die mechanische Stabilität des gesamten Kabels. Es verformt sich nicht unter seinem eigenen Gewicht und behält seine Geometrie auch nach zahlreichen Handhabungen bei. Der Außenmantel aus Alcryn, einem extrudierten Elastomer, bietet im Alltag eine angenehme Flexibilität: Der Parsec lässt sich ohne übermäßigen Widerstand biegen und behält keine bleibende Erinnerung an seine Biegungen.

Konfektionierung und Finish

In der Standardversion sind Neutrik-XLR-Stecker verbaut. Cardas bietet optional auch eigene CG-XLR-Steckverbinder an. Jedes Kabel wird im Atelier in Bandon, Oregon, von einem Team spezialisierter Techniker von Hand konfektioniert. Diese Fertigung in den USA geht mit einer lebenslangen Garantie einher.

Mit einem Außendurchmesser von 9,14 mm und einem Leiterquerschnitt von 2 × 23,5 AWG bleibt der Parsec ein gut zu handhabendes Kabel, das sich problemlos hinter einem Rack verlegen lässt, ohne übermäßig aufzutragen.

Welche klangliche Signatur ist zu erwarten?

Der Parsec bewahrt den vollen Mittelton und die reichen Obertöne, die den Cardas-Klang auszeichnen. Der Unterschied zum Quadlink zeigt sich bei Transparenz und Abbildungsschärfe: Ebenen sind besser voneinander getrennt, Transienten klarer umrissen, der Bass reaktiver. Die Wiedergabe tendiert leicht zur warmen Seite des Spektrums, ohne ins Weichgezeichnete abzugleiten.

Dieser Charakter passt zu Anlagen, denen es an Substanz fehlt oder deren Höhen ins Analytische neigen. An einer bereits eher warm abgestimmten Kette könnte der Parsec diese Tendenz noch verstärken.

Technische Merkmale

Anschlüsse

  • Standardstecker: Neutrik XLR

Leiter

  • Zentraler Kevlar-Kern für mechanische Stabilität
  • Sauerstofffreies Kupfer der Güteklasse 1 (Reinheit 99,9999 %)
  • Transparente SPN-Beschichtung (Litz-Technologie)
  • Querschnitte kalibriert nach den Proportionen des Goldenen Schnitts
  • Mehrlagige, kreuzgeflochtene Geometrie
  • Isolation durch FEP-Band mit Schutzmantel

Geometrie

  • Geschirmtes, verdrilltes Paar
    • Polyethylen-Luftschläuche, verbunden durch kohlenstoffimprägniertes FEP-Band
  • Äußere Schicht aus komprimierten Polyethylen-Luftschläuchen
    • Aufhängung der Schirmung über diese Schicht
  • Geflochtene Schirmung aus verzinntem Kupfer
  • Außenmantel aus extrudiertem Alcryn-Gummi
    • Auf Abstand zu den Leitern gehalten, um Wechselwirkungen zu begrenzen

Abmessungen

  • Querschnitt: 2 × 23,5 AWG
  • Außendurchmesser: 9,14 mm

Häufig gestellte Fragen

Muss der Parsec eingespielt werden?

Cardas empfiehlt eine Einspielzeit von etwa 100 Stunden, damit das Kabel sein optimales Leistungsniveau erreicht. Diese Dauer kann je nach Art des durchgeleiteten Signals variieren. Nach einer Handhabung oder einem Umstecken kann eine kürzere Stabilisationszeit (einige Stunden bis zu einem Tag) erforderlich sein.

Worin besteht der Unterschied zwischen Neutrik- und Cardas-CG-XLR-Steckern?

Neutrik-Stecker sind zuverlässige, weit verbreitete Profiverbinder. Die Cardas CG verwenden massive Kupferkontakte mit Rhodium-/Silberbeschichtung und einen für Leitfähigkeit optimierten Aufbau. Das Upgrade auf CG bedeutet einen Aufpreis, der sich dann lohnt, wenn der Rest des Systems in der Lage ist, die Vorteile offenzulegen.

Kann der Parsec als Studiokabel eingesetzt werden?

Sein geschirmter Aufbau und seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Störeinflüssen machen ihn für den Studioeinsatz geeignet. Seine leicht warme tonale Ausrichtung kann die Aufnahme jedoch klanglich färben. Für ein wirklich neutrales Monitoring sind andere Referenzen besser geeignet.

Ist der Parsec für die Verwendung mit einem Phono-Vorverstärker geeignet?

Ja, seine wirksame Schirmung und die geringe Kapazität machen ihn zu einem guten Kandidaten für Phono-Verbindungen, bei denen das Signal besonders empfindlich gegenüber Störungen ist. Die XLR-Version ist sinnvoll, wenn der Vorverstärker über symmetrische Eingänge verfügt.

  • Öko-Beitrag im Verkaufspreis enthalten.
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